Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

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    • Bereits im Mai 2016 starb der US-Autor und Wagner-Biograph Robert Gutman im Alter von 90 Jahren
      nytimes.com/2016/05/19/books/r…nd-mozart-dies-at-90.html

      When it appeared in 1968, Gutman’s Richard Wagner: The Man, His Mind, and His Music caused something akin to an earthquake in the universe of Wagner fans. Much had been written about the composer at the time, but even the more detailed biographies had paid scant attention to the many unsavory aspects of his life, especially his toxic anti-Semitism.......
      classicalvoiceamerica.org/2016…d-views-of-mozart-wagner/
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Vor fünf Tagen von uns gegangen:

      Christian Rode (1936-2018)

      Als Synchronsprecher war er mir am Vertrautesten - seine Stimme hat einige der bekanntesten Synchros der 1960er und 1970er Jahre geedelt:
      • Serge Sauvion (als Julius Caesar) in Asterix - Sieg über Cäsar (1985) [1. Synchro (Kino 1985)]
      • Atsuo Nakamura (als Lin Chung) in Die Rebellen vom Liang Shan-Po (1977)
      • Patrick McGoohan (als Roger Devereau) in Trans-Amerika-Express (1976)
      • Rip Torn (als Nathan Bryce) in Der Mann, der vom Himmel fiel (1976)
      • James Olson (als Dr. Mark Hall) in Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All (1971)
      • Robert Stephens (als Sherlock Holmes) in Das Privatleben des Sherlock Holmes (1970)
      • Christopher Plummer (als Eddie Chapman) in Spion zwischen zwei Fronten (1967)
      • Richard Crenna (als Collins) in Kanonenboot am Yangtse-Kiang (1966)
      RIP, Herr Rode ||
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Amfortas09 schrieb:

      Bereits im Mai 2016 starb der US-Autor und Wagner-Biograph Robert Gutman im Alter von 90 Jahren
      Gutmans Wagner-Buch erschien bereits zwei Jahre nach der amerikanischen Veröffentlichung auf deutsch, 1970 in einer damals recht populären Serie von Taschenbuchbiographien beim Heyne-Verlag. Von der deutschsprachigen Wagner-Forschung lange Zeit ignoriert, war es ca. 1982 zufällig das erste Buch, das ich überhaupt über Wagner gelesen habe. Es traf mich als 16jähriger in der ersten Blüte der Wagner-Begeisterung, sorgte für nachhaltige Verunsicherung und (zusätzlich befördert durch Lektüre der Texte von Hartmut Zelinsky) nach einer gewissen Karenzzeit für einen mehrjährigen Wagner-Boykott meinerseits. Der ließ sich nicht allzulang durchhalten (Initialzündung für eine neue, bis heute anhaltende Phase der Wagnersucht war 1989 das Hören der Carlos-Kleiber-Aufnahme von Tristan und Isolde), aber die von Gutman ausgelöste Verunsicherung und Erkenntnis begleitet mich produktiv bis heute.

      :wink:
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Zwielicht schrieb:

      1970 in einer damals recht populären Serie von Taschenbuchbiographien beim Heyne-Verlag.
      hab es in so einer ollen TB-Ausgabe....

      Zwielicht schrieb:

      war es ca. 1982 zufällig das erste Buch, das ich überhaupt über Wagner gelesen habe.
      es war zwar nicht mein 1. Wagner-Buch, was ich mir reinzog. Ich glaube der Dahlhaus war vorher.. aber die 1. Wagnerbiographie..... immer wieder zieh ich mir den Gutman bzw. Passagen daraus rein..

      Zwielicht schrieb:

      sorgte für nachhaltige Verunsicherung und (zusätzlich befördert durch Lektüre der Texte von Hartmut Zelinsky) nach einer gewissen Karenzzeit für einen mehrjährigen Wagner-Boykott meinerseits.
      Wow. Das war ja irgendwie konsequente Umsetzung von Theorie in unmittelbare Praxis :thumbup: .
      Ich zieh mir gerne Wagner-Mucke rein, aber dabei auch höchstlich gerne kritische, ätzende und auch verarschende Wagner-Schreibe.
      Schade dass Fairy momentan wenig über Wagner postet :D
      Inwieweit Teddies "Versuch über Wagner" sowas produktiver Pass bzw. Flanke in gegnerischen Strafraum für Gutman bildete, ist mir nicht klar ?( , Gutman streift ihn relativ kurz ....
      Für beide erschöpft sich Wagners Werk - bei aller ätzender Kritik - nicht in Ideologie, Antisemitismus bzw. bloßen Ausdruck von Unwahrheit .. wobei Teddie am Ende Wagners Werk zugesteht die eigne Verblendung in die Tonne zu treten, zu durchbrechen, also quasi doch umschlägt, um in partiellen Momenten (nicht nur in der Todesverkündigung) zu sowas wie zum Ausdruck von Wahrheit zu geraten .. kommt einen beim Einschmeissen am Ende beinahe bereits apologetisch rüber, wie sein späterer Bayreuth-Essay (irgendwann mal aus den 60zigern) recht enthusiastisch wurde .. auch Gutman scheint auch immer wieder der Qualität von Wagners Mucke zu erliegen... ich halte große Stücke von Gutmans Wagner Buch.. Vergnügen bereitet auch Gutmans Mäkelei über Wagners Rienzi-Mucke, weil ich die auch gar nicht leiden mag.. aber eigentlich kommt mir Gutmans Buch auch teilweise sehr bitter rüber..
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Der spanische Dirigent Jesús López Cobos ist heute im Alter von 78 Jahren verstorben. In Deutschland ist er vor allem durch seine Tätigkeit als GMD an der Deutschen Oper Berlin (1981-1990) bekanntgeworden, er war aber auch Chefdirigent des Orquesta Nacional de España (1984-1988), des Cincinnati Symphony Orchestra (1986-2000) und des Teatro Real in Madrid (2002-2010). In der laufenden Spielzeit hat er noch Repertoireaufführungen an der Wiener Staatsoper dirigiert. Diskographisch ist u.a. eine bei Denon in den 1990ern erschienene Reihe mit schönen Aufnahmen von Haydn-Sinfonien im traditionellen Kammerorchesterstil zu nennen (mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne)

      elpais.com/cultura/2018/03/02/…ad/1519983678_003579.html
      slippedisc.com/2018/03/death-o…ternational-conductor-78/

      :(
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    • Traurige Nachricht. :(
      Erwähnt werden sollten auch die vielen Aufnahmen, die er für Telarc gemacht hat.

      Viele Grüße
      Frank
      "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
      but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
      - H. W. M.
    • Wie auf der Startseite der Wikipedia zu lesen, ist heute der litauische Tenor Virgilius Noreika im Alter von 82 Jahren gestorben. Ich kenne ihn aus einem Live-Mitschnitt der "Tosca" aus dem Moskauer Bolschoi-Theater 1971, in dem Noreika, der mir bis dahin überhaupt nichts sagte, neben der ungleich berühmteren Galina Wischnewskaja den Cavaradossi singt: Beim ersten Hören und bei jedem Wiederhören war ich überwältigt und erstaunt von dieser unheimlich schönen, strahlenden, hellen Tenorstimme und von dieser eleganten Leichtigkeit des Singens.
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • Der amerikanische Schauspieler David Ogden Stiers ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

      Ich habe das schon oft bemerkt; die Leute von Profession wissen oft das Beste nicht.
      Georg Christoph Lichtenberg

      Sei nicht wie der Frosch im Brunnen. Der Frosch kennt nichts Größeres als den Brunnen, in dem er sitzt. So sind alle Frömmler; ihnen gelten nur ihre eigenen Glaubenssätze.
      Shrî Ramakrishna
    • Am letzten Donnerstag verstarb der aus Kroatien stammende, aber seit langer Zeit in Deutschland wirkende Komponist Milko Kelemen im Altar von 93 Jahren.
      R.I.P.

      de.wikipedia.org/wiki/Milko_Kelemen

      Ich höre gerade – seit ziemlich langer Zeit wieder :versteck1: – sein fulminantes Violinkonzert »Grand Jeu classique«.

      Kermit
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Der deutsche Schauspieler Siegfried Rauch ist auch verstorben.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Stephen Hawking ist verstorben mit 76 Jahren

      bbc.com/news/uk-43396008?SThisFB
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • ;(

      Eine jener Schauspielerinnen, die mich tief beeindruckt haben - schon als Kind kannte ich ihren Namen. Filme wie Champagner-Mörder, Der Schlachter, Der Riß, Blutige Hochzeit, Der Saustall, Babettes Fest - ach, was soll ich noch mehr aufführen? Sie war für mich eine Ikone - in einer Reihe mit Moreau.

      RIP, Madame Audran
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Da ist sie noch älter als Mieczyyslaw Horszowski geworden, der kurz vor seinem 101.Geburtstag verstarb . Eine - wie ich meine - auch im Alter noch interessante Pianistin . Mir gefallen ihre Debussy Etudes für Saga sehr . Sie hatte etwas ihr Eigenes , was die Aufnahmen immer hörenswert machte . RIP .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "