Jacques Brel

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    • Im Thread "Mes chansons françaises" haben sich so viele Brel-Fans getroffen, dass wir die entsprechenden Beiträge in einem eigenen Thread zusammenfassen können. - Petra

      Lieber Romain!

      Danke für Deine interessanten Informationen zu diesem Thema. Ich würde mich da sehr gerne an Fairy Queens Vorschlag :thumbup: anhängen, mehr über Barbaras Lied "Göttingen" zu erfahren.

      FairyQueen schrieb:


      Was wir unbedingt detailliert vorstellen sollten, ist Barabaras Lied "Göttingen".

      Ausserdem gestehe ich schamvoll ein, auch sehr gerne Tino Rossi (schnulz!)und die ganz alten Vor-und Zwischenkriegs Chansons-Sänger/innen zu hören!

      Ehrlich gesagt mag ich, abgesehen von der Piaf, den Tino Rossi auch wirklich gerne ;) - wenn die Stimmung passt :cry:

      Zu Jacques Brel fällt mir noch diese Aufnahme ein, die meiner Meinung nach wirklich erstklassig ist:



      Scott Walker hat eine unglaublich gute Stimme - und sie passt auch zu dieser Art von Musik - obwohl ich mir das vorher irgendwie nicht vorstellen konnte :stumm:

      Liebe Grüße

      Peter
    • Chante Brel

      Lieber Peter,

      Vielen Dank für den Tipp. Den Scott Walker kenne ich nicht, habe aber gleich gegoogelt. Scheint ja wirklich gut zu sein, steht ab sofort auf meiner Wunschliste.

      Es gibt ja viele die Jacques Brel singen, ich kenne aber nur das Original.

      Gefunden habe ich:

      Barbara chante Brassens et Brel
      Laurent Viel chante Brel
      Isabelle Aubret chante Brel
      Mouron chante Brel
      Florent Pagny chante Brel
      Lama chante Brel
      Bachelet chante Brel
      Philippe Callens
      usw.

      gruß
      romain
      Dieser Thread muß weitergeführt werden!!!
    • David Bowie hat zwei Lieder von Brel in der selben Übersetzung wie Walker gesungen und auf deutsch gibt es nicht schlechte Versionen von Klaus Hoffmann, der schon früh durch die Gegend reiste und Brel sang, von Maria Bill müßte es da auch etwas greifbares geben, die Bill ist hier sehr erfolgreich mit einem Brel- und später mit einem Piaf-Programm getourt.


      "Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
      Joris-Karl Huysmans
    • Hallo,

      zuletzt reihte sich ja auch der Schauspieler Dominique Horwitz recht erfolgreich (mit CD und Tournee) in die Legion der Brel-Interpreten ein.



      Ich bin ein ganz großer Fan von Benjamin Biolay, der hier noch nicht genannt wurde - darf man ihn in die Reihe der großen Chansonniers einreihen oder würdet Ihr ihn eher zu den Popmusikern zählen wollen? Diese beiden Scheiben von 2002 und 2003 ragen für mich aus seinem Schaffen heraus:



      Die gleiche Frage stellt sich bei der von mir ebenfalls hoch geschätzten Zazie.



      Gruß

      Lavine :wink:
      "You gotta grab'em by Debussy" (DJ Trump)
    • Eigentlich ist das hier OT, aber ich möchte dafür mindestens erst mal keinen eigenen Thread in der Musicalsektion aufmachen. Wer Jacques Brel mal von einer ganz anderen Seite (und Sprache) kennen lernen will, sei auf dieses Musical hingewiesen, das sich für alle lohnt, die der Gattung etwas abgewinnen können:



      Ich weiß, ich weiß... Ich habe auch erst an Begriffe wie Kulturschande gedacht, aber was Mort Shuman, ein Freund Brels, und sein Ensemble für eine Off-Broadway Aufführung im Greenwich Village aus Brels Chansons machen, und wie geschickt das Buch zusammengestellt wurde, verdient alle Achtung.

      :wink: Rideamus
      Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung
    • Guten Abend.

      Das Musical ist nicht ganz unwichtig gewesen, denn Scott Walker ist dadurch auf Brel aufmerksam geworden und hat dann mit seinen Versionen von Brel-Chansons (ich glaube er verwendet die gleiche Übersetzung?) nicht unwesentlich dazu beigetragen, Brel in englischsprachigen Räumen bekannter zu machen. - Für mich wäre es das Musical, daß ich in meine Sammlung stellen würde, wo es dann ziemlich einsam wäre - vielleicht würde es sich mit "A Day In The Races" von Queen anfreunden?

      Alles Gute wünscht

      Bernhard


      "Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
      Joris-Karl Huysmans
    • J.Brel La chanson des vieux amants

      Ich muss gerade mal schnell mal mit einem Brel Chanson missionieren, dem ich heute beruflich wiederbegegnet bin und das in seiner umwerfenden Wirkung nur mit "Ne me quitte pas" zu vergleichen ist:

      "La chanson des vieux amants"

      Wer das nicht kennt , findet es leicht über youtube.
      Brel ist ein Fall, der zumnindest auf mich, emotional viel unmittelbarer wirkt, als die meisten klasssichen Sänger. Irgendwo gab es hier mal einen Thread über sänger, die Steine zu Weinen bringen. Da muss Jacques Brel in jedem Fall als einer der Ersten auf die Orpheus-Liste.
      Aus Copyrightgründen darf ich nicht den ganzzen Text abdrucken, man findet ihn aber leicht.

      Hier nur der Refrain:

      O mon amour, mon doux, mon tendre,merveilleux amour
      De l'aube clair jusqu'à la fin du jour
      je t'aime encore, o qui, je t'aime.

      Für der frz Sprache Unkundige: es wird eine alte Liebe besungen, die schon Jahrzehnte dauert , sehr viele Krisen überstehen musste und ihre ganz eigenen Funktionsmechanismen hat.
      Den Refrain übersetze ich:


      Meine Liebste,meine süsse, zärtliche, wunderbare Liebste,
      vom ersten Sonnenstrahl bis zum Ende des Tages,
      ich liebe dich noch immer
      , ja , ich liebe dich.


      Warum klingt das bloss in frz. Sprache soviel schöner und kein bisschen kitschig?

      Gibt es eine Ungerechtigkeit der Sprachen?

      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • FairyQueen schrieb:

      Brel ist ein Fall, der zumnindest auf mich, emotional viel unmittelbarer wirkt, als die meisten klasssichen Sänger. Irgendwo gab es hier mal einen Thread über sänger, die Steine zu Weinen bringen. Da muss Jacques Brel in jedem Fall als einer der Ersten auf die Orpheus-Liste.

      Liebe Fairy,

      schön, dass du mal wieder auf Jaques Brel aufmerksam machst! Vor meiner Klassik-Zeit, die gerade mal ein halbes Jahrzehnt andauert, hat Brel zu meinen ganz großen musikalischen Erfahrungen gehört und für mich einen Standard gesetzt, der mich für die meisten Pop- und Rock-Songs verdorben hat. Ich hatte über Jahre seine Melodien und Refrains im Ohr, ich habe mich v.a. in eher melancholischen oder traurigen Stunden in seiner Musik gespiegelt. Und habe die Erfahrung gemacht, dass Brel einen gefährlichen bittersüßen Sog entwickelt ... Es lässt sich schön traurig sein mit ihm, aber sein Fatalismus ist auch ansteckend. Brel ist der Sänger der zerstobenen Träume und der endgültigen Abschiede. Es gibt ganz viele Chansons von ihm, die mit den "Vieux amants" vergleichbar sind:

      Pourquoi ont-ils tué Jaurès?


      Warum haben sie Jaurès umgebracht? Ein Lied über den französischen Sozialisten und Pazifisten, dessen Ermordung die Träume der ausgebeuteten Arbeiter auf ein besseres Leben erstickte und ihnen den Tod auf dem Schlachtfeld des 1. Weltkriegs brachte.

      A mon dernier repas

      Der Sänger möchte bei seiner letzten Mahlzeit (der Henkersmahlzeit) noch einmal alle und alles sehen, was ihm im Leben lieb und teuer war.

      Le moribond

      Der Todgeweihte macht sein Testament und verabschiedet sich von allen, die ihm im Leben lieb waren und auch von seinem Rivalen, der ihm weniger lieb war, der aber nach seinem Tod auf seine Frau aufpassen soll.

      Adieu XY je vais mourir
      C'est dur de mourir au printemps tu sais
      Mais je pars aux fleurs la paix dans l'âme

      (Adieu XY ich werde sterben
      Es ist hart im Frühling zu sterben, weißt du,
      Aber ich werde zu den Blumen gehen, den Frieden in meiner Seele)

      Ein Lied, das ziemlich an die Nieren geht und in der englischen Soft-Version als "Seasons in the sun" weltbekannt wurde.

      Orly

      Auch ein ungeheuer trauriges Lied über zwei Liebende, die sich auf dem Flughafen Paris-Orly in Tränen aufgelöst verabschieden und wissen, das es für immer sein wird.

      Und daneben gibt es noch dutzende Lieder von Jaques Brel, die ähnlich traurig und trist sind ... So traurig und trist wie sein eigenes Ende mit nur 49 Jahren (Lungenkrebs).

      Ja, Jaques Brels Lieder und sein Gesang haben ein ganz starke emotionale Wirkung, wie ungefiltert, ich wüsste auch nicht, welcher klassische Sänger da rankommt, eigentlich fällt mir als Pendant nur Edith Piaf ein. Ich scheue mich, seine Musik zu oft zu hören, weil sie mich wirklich immer noch enorm anrührt.

      Als Gegengift zu Jaques Brel, dem Sänger der grundlosen Traurigkeit, empfehle ich dringend Georges Brassens, den Sänger der grundlosen Heiterkeit und Lebensfreude, dessen Lieder auch sehr oft sich um den Tod drehen, aber in welch anderem Ton! (Melancholisch und doch urkomisch etwa "Le Fossoyeur" - "Der Totengräber".)

      Grüße,
      Nocturnus
      --

      "Wo die Beziehung zu unseren heutigen Ohren, Nerven, Erfahrungen und Lebensbedingungen verlorengeht, wird Interpretation zur Flucht in die Vergangenheit."
      Alfred Brendel

      "Music is a fish defrosted with a Hair-Dryer." Maisie
    • Lieber Nocturnus, ich habe mich sehr über deinen Beitrag gefreut!

      Ja, es ist wahr Brel hat sehr viele melancholische Lieder geschrieben, von denen auch ich mich gerne in den Sog der tristesse ziehen lasse, allerdings gibt es auch eine ganz andere Seite seiner Künstlerpersönlichkeit.

      Und gerade die "Vieux amants" empfinde ich überhaupt nicht als fatalistisches Lied der "zerstobenen Träume und endgültigen Abschiede"- wie du es so schön benennst. Im Gegenteil: hier wird eine serh in die Jahre gekommene Liebe, die alle Stürme durchlebt hat, aufs Zärtlichste und Leidenscaftlichste besungen und mich erinnert das in gewisser Weise sogar an Rheinhard Meys "Wie vor Jahr und Tag". Das ist kein Fatalismus sondern Lebensweisheit, die sich aber nciht unterkriegen lässt.

      Bei Brel gibt es keine halben Sachen, alles bekommt man ganz oder gar nicht und das ist es, was mich so an diesem Künstler fasziniert. Für mich ist er darin das Pendant der Callas im Chansonbereich.

      Die Trauer und Melancholie sind wie gesagt nur eine Seite, daneben gibt es bissige und leidenschaftliche, sozialkritische und lebenspralle Lieder.

      Ich denke z.B. gerade an "La valse de mille temps", "Les bonbons", "Les flamandes", "Marieke", "Jeff", "Amsterdam", "Les biches" oder die wunderbare Liebeserklärung an meine derzeitige Heimat Flandern: "Le plat pays"

      Brel hat sich auch der klassischen Musik serh verbunden gefühlt und insbesondere Chopin(wen wundert das?) geschätzt.

      Er hatte ein gut ausgebildete und klangschöne Baritonstimme und wenn er klassisches Repertoire gesungen hätte , wäre er gewiss ein wunderbarer Liedsänger geworden.

      Aber ich bin froh, dass er das nciht getan hat, denn in seinem Genre ist er für mich einzigartig. Dei emotionale Unmittelbarkeit mit der seine Lieder mich ansprechen, findet sehr wenig ihresgleichen.

      Mit Brassens kann ich lange nciht soviel anfangen,obschon seine Texte serh gut udn tiefgründig geschrieben sind.

      Und obschon er gewiss viel typischer für das eigentliche frz. Chanson ist als Brel, der ja überdies Belgier war.



      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • In Wiesbaden gab es vor Jahren (vor vielen Jahren wenn ich genau nachdenke :S ) einen Ballettabend zu Liedern von J.Brel.
      Der Balletttruppe ist es dabei großartig gelungen, die in den Liedern enthaltenen Emotionen umzusetzen, gar zu verstärken.
      Und spätestens bei "Ne me quitte pas" hat der halbe Saal ein paar Tränen verdrückt.....

      LG
      Rosenkavalier
      Ich glaube, dass es in jedem Sänger einen einzigen, reinen und kleinen Ton gibt, welcher der wahre Ton der Stimme ist, und was immer man tut und wie man auch seine Stimme auf diesen Ton aufbaut, man muss zu ihm zurückkehren können, sonst ist es aus. (Agnes Baltsa)
    • RE: J.Brel La chanson des vieux amants

      FairyQueen schrieb:

      Ich muss gerade mal schnell mal mit einem Brel Chanson missionieren, dem ich heute beruflich wiederbegegnet bin und das in seiner umwerfenden Wirkung nur mit "Ne me quitte pas" zu vergleichen ist:

      "La chanson des vieux amants"



      Liebe Fairy Queen!

      Wusstest du, dass auch Mísia diesen Chanson in einer portugiesischen Übersetzung und mit Fado-Begleitung gesungen und auch aufgenommen hat? Es ist auf ihrem 1993-Album "Fado" enthalten!



      Ai meu amor amargo doce e deslumbrante amor
      amor à chuva, amor em sol maior
      amor desmais amor eterno


      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Nein, das wusste ich nicht!!!! Stell ich mir sehr schön vor und passt natürlich genau zum Fado. :yes:
      Und stell Dir vor, ich habe heute abend beschlossen, das in einer singbaren Version ins Deutsche zu übersetzen und zu einer silbernen Hochzeit zu verschenken.
      Ein so tolles Lied muss unter die Völker gebracht werden.
      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Der österreichische Burgschauspieler Michael Heltau hat ebenfalls Brel sehr erfolgreich in seinem Programm und auf einer CD veröffentlicht, darunter auch oben genanntes "Das Lied von der alten Liebe". Es handelt sich um deutsch/österreichische Übertragungen - da ich die CD im Moment nicht finden kann, kann ich leider nicht sagen, von wem sie stammen.
      Hörproben gibts hier:



      Liebe Grüße
      :wink:
      Renate
      Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)
    • Liebe Amelia, ich habe gerade in die Hörprobe reingelauscht- also gefallen tut mir das im Vergleich mit brel ganz ehrlich nciht...... :shake:
      Aber ich danke serh für den Tipp, das ist serh gut zu wissen- wobei ich den deutschen Text noch nciht per Internet finden konnte. Falls die Cd wieder auftaucht und ich evtl eine Textprobe haben könnte, wûrde mir das schon sehr helfen beim Nachdichten. :wink:
      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Liebe Fairy!

      Nach google-Recherchen habe ich herausgefunden, dass die Nachdichtungen (es sind keine reinen Übersetzungen ) von Werner Schneyder stammen:

      Die Nachdichtungen von Werner Schneyder und Loek Huisman und Heltaus
      Interpretationen geben Nuancen so fein wieder, dass ein
      deutschsprachiges Publikum Brel erst ganz versteht, wenn es Heltau
      hört. Jacques Brel hat das gewusst und in seinem Testament Michael
      Heltau die Exklusivrechte an den deutschen Fassungen seiner letzten
      Chansons vermacht.Constanze Treuber - Berliner Zeitung
      (Zitat aus michaelheltau.com).

      Ich werde morgen meine CD-Regale durchforsten und schauen, ob ich was finde.


      Liebe Grüße
      :wink:
      Renate
      Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)
    • Liebe Amelia, ich danke serh herzlich für Deine Hilfe! :kiss:



      Nachdem ich den deutschen text nun gelesen habe: die Grundaussage bei Heltau ist eine ganz Andere als bei Brel.

      Das heisst nciht, dass das Lied als Lied auf seine Art nicht gut ist, aber es ist ein himmelweiter Unterschied, ob man im Refrain eine leidenschaftlcihe Liebe ausdrückt oder die unbeantwortete Frage "Liebst du mich?" stellt. Misia ist da sehr viel dichter beim Original.

      In jedem Fall handelt es sich nciht um eine Übersetzung sondern um eine Nachdichtung mit anderer Gewichtung.

      Ich habe mir nun überlegt, den frz. Refrain einfach so zu singen wie er ist ("o mon amour "versteht wohl Jeder :love: ) und die Strophen in deutsch umzudichten. Bei einer privaten Feier kann man sich ja allerlei erlauben......

      Wie man es auch dreht und wendet: das Lied ist einfach wunderschön.

      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Rosenkavalier schrieb:

      In Wiesbaden gab es vor Jahren (vor vielen Jahren wenn ich genau nachdenke :S ) einen Ballettabend zu Liedern von J.Brel.
      Der Balletttruppe ist es dabei großartig gelungen, die in den Liedern enthaltenen Emotionen umzusetzen, gar zu verstärken.
      Und spätestens bei "Ne me quitte pas" hat der halbe Saal ein paar Tränen verdrückt.....
      Liebe Rosenkavalier,

      der Ballettabend hieß "La Vie en rose - Soirée Francaise" und ich sah ihn zum letzten Mal im vorigen Jahr zum Abschied von Ben van Cauwenbergh. Die Uraufführung war 2003 und wurde eigentlich in jeder Spielzeit vor stets ausverkauftem Haus und begeistertem Publikum wiederholt. Der zweite Teil des Abends "im Bistro" war ausschließlich Jacques Brel gewidmet. Cauwenbergh
      verdanke ich meine schönsten Ballettabende in Wiesbaden. Nie zuvor erlebte ich in Wiesbaden standing ovations und vermutlich auch nie wieder. Wenn ich da noch an "Rock around Barock" und "Hommage an Queen" denke, da saß zum Schlussapplaus niemand mehr.

      :wink:

      Emotione
      Wir brauchen Fantasie, Wunschträume - neue Wunschträume und die Leidenschaft und den Mut, sie Wirklichkeit werden zu lassen.
      (Leonard Bernstein)
    • Emotione schrieb:

      Rosenkavalier schrieb:

      In Wiesbaden gab es vor Jahren (vor vielen Jahren wenn ich genau nachdenke :S ) einen Ballettabend zu Liedern von J.Brel.
      Der Balletttruppe ist es dabei großartig gelungen, die in den Liedern enthaltenen Emotionen umzusetzen, gar zu verstärken.
      Und spätestens bei "Ne me quitte pas" hat der halbe Saal ein paar Tränen verdrückt.....
      Liebe Rosenkavalier,

      der Ballettabend hieß "La Vie en rose - Soirée Francaise" und ich sah ihn zum letzten Mal im vorigen Jahr zum Abschied von Ben van Cauwenbergh. Die Uraufführung war 2003 und wurde eigentlich in jeder Spielzeit vor stets ausverkauftem Haus und begeistertem Publikum wiederholt. Der zweite Teil des Abends "im Bistro" war ausschließlich Jacques Brel gewidmet. Cauwenbergh
      verdanke ich meine schönsten Ballettabende in Wiesbaden. Nie zuvor erlebte ich in Wiesbaden standing ovations und vermutlich auch nie wieder. Wenn ich da noch an "Rock around Barock" und "Hommage an Queen" denke, da saß zum Schlussapplaus niemand mehr.

      :wink:

      Emotione


      War die Uraufführung tatsächlich erst 2003? Das kommt mir vieeeel länger vor :huh:
      Ja, die Ballettabende waren großartig - Rock around Barock habe ich sicher 4x gesehen - Queen aber leider verpasst - da war ich wohl schon weg aus WI.
      Wäre schön, wenn es sowas mal auf DVD gäbe....

      LG
      Rosenkavalier
      Ich glaube, dass es in jedem Sänger einen einzigen, reinen und kleinen Ton gibt, welcher der wahre Ton der Stimme ist, und was immer man tut und wie man auch seine Stimme auf diesen Ton aufbaut, man muss zu ihm zurückkehren können, sonst ist es aus. (Agnes Baltsa)
    • FairyQueen schrieb:

      "La chanson des vieux amants"

      Nocturnus schrieb:

      Pourquoi ont-ils tué Jaurès?
      A mon dernier repas
      Le moribond
      Orly
      Liebe Brel-Fans, da ich eher bei den mélodies françaises als bei den chansons françaises zuhause bin, eine Frage: Könnt Ihr - als Einstieg für jemand noch ganz Unvertrauten - eine CD-Empfehlung für Jacques Brel geben, evt. mit Bildchen? ;+)
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Hallo.
      Lieber Gurnemanz,

      Ich empfehle Dir das Abschiedskonzert von Brel auf DVD - wenn Du Brel nicht nur singen hörst, sondern Musik leben siehst, bist Du entweder verliebt und begeistert, oder alle Zeit für ihn verloren. - Leider sind da einige seiner schönsten Chansons nicht dabei, aber Du wirst sie Dir alle kaufen . . . . . :pfeif:

      Lieben Gruß aus der Mitte Wiens

      Bernhard


      "Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
      Joris-Karl Huysmans