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Da ist falsch zitiert worden (ich schätze, Caesar hat wohl Kaiser zitiert, der selber seinen Schumann nicht richtig in Ordnung hatte). Der originale Wortlaut ist nämlich:Robert Schumann schrieb in der Neuen Zeitschrift für Musik:
"Chopins Werke sind Bomben, unter Blumen versteckt"- (mit Bezug auf die Mazurken op. 30 und 33) und so spielt sie Arthur Rubinstein auch.
Zitat
Denn wüsste der gewaltige, selbstherrschende Monarch im Norden, wie in Chopins Werken, in den einfachen Weisen seiner Mazurkas, ihm ein gefährlicher Feind droht, er würde die Musik verbieten. Chopins Werke sind unter Blumen eingesenkte Kanonen.
Da ist falsch zitiert worden (ich schätze, Caesar hat wohl Kaiser zitiert, der selber seinen Schumann nicht richtig in Ordnung hatte). Der originale Wortlaut ist nämlich:
In einem späteren Thread zu Chopins Etüden habe ich allerdings korrekt zitiert, wenn ich mich nicht täusche. Ich hatte völlig vergessen, dass das Zitat hier noch in dieser Form standMir wird Rubistein zu sehr auf Chopin reduziert. Da wird z.B. sein Brahms (auch die Violinson.und Quartette) sehr leicht übersehen. Für mich ist ein Klassiker die 3.Sonate : und sein Spiel hat alles , was ich mir bei Brahms wünsche.
Und keine Spur von Müdigkeit oder nachlassender Beherrschung des Instruments. Unglaublich.
Wieso gibt es keinen Faden zu Vladimir Horowitz ?
Da wird z.B. sein Brahms (auch die Violinson.und Quartette) sehr leicht übersehen. Für mich ist ein Klassiker die 3.Sonate : und sein Spiel hat alles , was ich mir bei Brahms wünsche.

Rubinstein war auch ein begnadeter Beethoven-Interpret. Ich habe sie lange nicht mehr gehört, aber diese Scheibe halte ich in Ehren, nicht zuletzt wegen der wunderbaren langsamen Sätze:

Diese Aufnahme war meine erste Begegnung mit dem Brahms-Quintett, und sie packt mich bis heute. Ich habe vor drei Jahren mit Arnold Steinhardt, dem Primarius des Guarneri-Quartetts, ein Konzert gespielt und ihn bei der Gelegenheit natürlich auch nach Rubinstein befragt. Er war noch immer - vierundvierzig Jahre nach dem Entstehen dieser Aufnahme! - voller dankbarer Erinnerung und ganz geprägt von dem großen Künstler, Pädagogen und Menschen.Vor allem das Brahms-Quintett ist wundervoll. Schon der Anfang jagt mir immer wieder Schauer über den Rücken, so verloren und sehnsüchtig klingt er.
Brahms widmete diese Komposition ja der von ihm geliebten Clara Schumann, und genau diese Zerrissenheit einer unglücklich-glücklichen Leidenschaft finde ich bei Rubinstein und dem Guarneri-Quartet wieder: Drängend und doch zart, streng und kühl-zurückhaltend, dann wieder zärtlich-umschmeichelnd. Vertonte Emotionen in ihrer reinsten Form...
Nun, Horowitz gegen Rubinstein.
Zitat
Hallo,
Horowitz war bei seinem Konzert 1986 in Berlin auch schon 83 Jahre alt.
...
Horowitz und Rubinstein, man kann Sie einfach nicht vergleichen, finde ich.

Ich habe Horowitz 1987 live gehört, und fand vor allem seinen im Piano fast schwerelosen, aber unglaublich tragfähigen Klang faszinierend, aber auch sein enormes Gespür für Timing und manches mehr. Aber es lässt sich nicht leugnen, dass gegenüber früheren Auftritten (Aufnahmen) seine manuelle Sicherheit und seine Kraft unüberhörbar abgenommen hatten. Das spiegelte sich schon in der Programmauswahl, die mit Chopins As-Dur-Polonaise nur ein einziges pianistisches Schwergewicht enthielt, ansonsten aus allerlei Petitessen bestand. Wie gesagt: Ich bewundere ihn für seine Leistung auch in diesem Konzert, aber sein Spiel hatte - im Positiven aber auch im Negativen - viel mehr von einem "Altersstil" als bei Rubinstein, dessen Chopin-Aufnahmen man es einfach nicht anhört, dass da ein 80-Jähriger spielt. Bei Horowitz hat man das seinerzeit in jedem Moment gehört.Nun, es sollte eigentlich auch kein Vergleich sein, sondern nur der Hinweis, dass es auch andere Pianisten gibt, die noch in hohem Alter zu aussergewöhnlichen Aufnahmen im Stande sind und da fällt mir jedenfalls als erstes Horowitz ein.
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