Also: Finger (Daumen, längerer Fingernagel ist durchaus von Vorteil) seitlich an die Saite, bei den ganzzahligen Saitenteilungen - es ist ein Naturtoninstrument! – und gestrichen wird oberhalb des Daumens, zwischen Finger und Wirbel. Der Teil der Saite, der über den Steg läuft, schwingt frei mit. Das Instrument liegt dabei entweder verkehrt herum auf der Schulter (Wirbel nach vorne, wie bei der Violine) oder wird wie ein Kontrabaß gehalten, d.h. vorne irgendwo aufgelegt. Die Haltung auf dem bekannten Memling-Gemälde mit den musizierenden Engeln ist etwas anstrengend bis unmöglich…
Der Steg ist (hoffentlich!) asymetrisch und hat (sollte haben!) einen Faden, der zu einem auf gleicher Höhe positionierten Wirbel senkrecht von der Saite weg führt (Wie bei der Schnarrsaite der Drehleier, die nach gleichen Prinzip funktioniert). Damit kann man die Ansprache regulieren.
Notabene „Trumscheidt“ nennt man gerne die ältere Bauform mit dreieckigem Querschnitt und „geraden“ Kanten (wie bei Praetorius, Syntagma musicum), „Tromba marina“ die spätere Form mit oft sechskantigem Querschnitt und trompetenähnlicher Korpusform, wird aber nicht wirklich einheitlich gehandhabt. Die spätere Bauform hat oft auch Aliqoutsaiten, die auch innerhalb des Korpus verlaufen können.
Ansonsten: http://www.oriscus.com/mi/tm/index.htm
Eine bessere Einführung gibt es kaum.