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), seien es Solokonzerte, die durch berühmte Virtuosen ihrer Zeit angeregt wurden, oder Opernpartien, die einer ganz bestimmten Sängerin in die Kehle komponiert wurden. In vielen Fällen kann man davon ausgehen, dass die entsprechenden Werke gar nicht oder ganz anders komponiert worden wären, wenn Komponist und Interpret sich nicht begegnet wären.Die Literatur für Solo-Cello nach 1945 dürfte zu einem beträchtlichen Teil auf sein Konto gehen
Hängt ein wenig davon ab, was man unter "Neuer Musik" versteht. Wenn man (und mein Eingangsbeitrag legt das nahe) dies als Epochenbegriff betrachtet, also alles nach 1945 oder so, dann hat natürlich Rostropowitsch eine immense Rolle gespielt und das Repertoire für Cello wäre ohne ihn erheblich schmaler. Ganz spontan fallen mir Werke von Prokofiew, Schostakowitsch und Britten ein, die Liste ließe sich leicht fortsetzen. Und später kamen auch Komponisten jüngerer Generationen hinzu. Insofern gebührt auch ihm selbstverständlich die Auszeichnung "Muse der Neuen Musik".Das ist sicher richtig und ich möchte die Bedeutung Palms nicht schmälern. Aber noch mehr Cellomusik dürfte für Rostropowitsch komponiert worden sein - aufzählen mag ich das alles nicht, findet sich bestimmt bei Wikipedia. Vieles von dem Komponierten unterfällt dem Oberbegriff "Neue Musik"
).
"Several hundred string quartets and other chamber works have been written for the ensemble since its foundation"
Die sind was für's Buch der Rekorde.
Jedenfalls die erste Geige, die anderen halten ja nicht so lange ...
, die ganz eng zum Darmstädter Kreis gehörten. Das 2. Streichquartett von Ligeti ist für sie, und natürlich Nonos "Fragmente-Stille, An Diotima". Dazu Werke von Kagel, Lutoslawski, Gielen und das ein oder andere, was mir jetzt gerade nicht einfallen will.
Matthias 

Matthias 
Matthias Vor allem aber hat Rostropowitsch im Jahre 1976 zum 80. Geburtstag von Paul Sacher Werke bei einigen der ganz Großen bestellt - hier entstanden für ihn u.a. Messagesquisse von Boulez und Il Ritorno Degli Snovidenia von Berio.

Zitat
Sacher leitete als Dirigent auch Uraufführungen der von ihm geförderten Werke, so 1937 Bartóks „Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta“, 1940 Ernst Kreneks „Symphonisches Stück für Streichorchester“, 1947 Strawinskys „Concerto en Ré“, 1958 Hans Werner Henzes „Sonata per archi“.
Andere Auftragnehmer waren Conrad Beck, Harrison Birtwistle, Boris Blacher, Willy Burkhard, Elliott Carter, Alfredo Casella, Henri Dutilleux, Wolfgang Fortner, Alberto Ginastera, Cristóbal Halffter, Paul Hindemith, Heinz Holliger, Arthur Honegger, Jacques Ibert, Witold Lutosławski, Gian Francesco Malipiero, Frank Martin, Bohuslav Martinů, Peter Mieg, Wolfgang Rihm, Rolf Urs Ringger, Michael Tippett, Sándor Veress, Wladimir Vogel, Jürg Wyttenbach und weitere. Zu der spätromantischen Musik von Richard Strauss hatte Sacher keine Affinität, gleichwohl hat er, um ihm in seiner wirtschaftlichen und finanziellen Not nach dem deutschen Zusammenbruch zu helfen, ihm den Auftrag für die „Metamorphosen für 23 Solostreicher“ erteilt, die am 25. Januar 1946 mit dem Collegium Musicum Zürich uraufgeführt wurden
Talestri Zum Teil. Messagesquisse von Boulez ist drauf, das Konzertstück von Berio fehlt (dafür ist ein anderes Stück für Cello solo von Berio drauf), und die Komposition von Henze auf der CD ist von 1981. Ich weiß leider nicht, welche der anderen Stücke auf die Bestellung Rostropowitschs zurück gehen.

Matthias Zum Thema gehört vielleicht auch die amerikanische Sängerin Cathy Berberian (1928-84), verheiratet mit dem Komponisten Luciano Berio, der einige Sachen für sie schrieb. Auch John Cage hat für sie komponiert. Soweit nach Wikipedia; selbst erinnere ich mich nur, daß sie in den 1970ern so etwas wie die Vorzeigesängerin der Neuen Musik gewesen sein muß.
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) Interpreten im klassisch-romantischen Repertoire, sondern einer der wichtigsten Interpreten Neuer Klaviermusik. Wer weiß, ob ohne seine Freundschaft zu Nono letzterer jemals für Klavier komponiert hätte? Für Pollini (und Abbado) entstand bis 1972 Como una ola de fuerza y luz (zunächst für Klavier und Orchester, der Vokalpart kam später hinzu), und dann 1976 …sofferte onde serene… für Klavier und Tonband, eines meiner Lieblingsstücke von Nono.


neben der Zusammenarbeit mit dem - oft noch unterschätzten
Zitat
Der große Maurizio Pollini ist nicht nur einer der bekanntesten (und je nach Standpunkt überragenden oder meist überschätzten) Interpreten im klassisch-romantischen Repertoire, sondern einer der wichtigsten Interpreten Neuer Klaviermusik. Wer weiß, ob ohne seine Freundschaft zu Nono letzterer jemals für Klavier komponiert hätte? Für Pollini (und Abbado) entstand bis 1972 [i]Como una ola de fuerza y luz (zunächst für Klavier und Orchester, der Vokalpart kam später hinzu), und dann 1976 …sofferte onde serene… für Klavier und Tonband, eines meiner Lieblingsstücke von Nono.[/i]
- Maurizio Pollini, ist die Bedeutung von Nonos Zusammenarbeit mit Gidon Kremer und André Richard kaum zu überschätzen...

So war's in der Tat eigentlich gedachtEs geht hier aber um Interpreten als Musen, nicht um andere Komponisten als Musen, stimmt's?
. Genau genommen interessieren mich besonders die Beispiele, wo es gewichtigen Grund zur Annahme gibt, dass die entsprechenden Werke ohne den Einfluss des Interpreten gar nicht entstanden wären.


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