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Bühnenmusiken zu Schauspielen v. R. Billinger, B. Franck, P. Gurk, G. Hauptmann, G. Kaiser, F. Wedekind, L. Weismantel, Goethe, Nestroy, Shakespeare u.a.
[Die Musik in Geschichte und Gegenwart: Nick, Edmund. Musik in Geschichte und Gegenwart, S. 54620
(vgl. MGG Bd. 09, S. 1445) (c) Bärenreiter-Verlag 1986
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Ich studierte alle 26 Bände der Gesamtausgabe, konnte aber Purcells feine Musik mit den dramatisch bewegten Inszenierungsideen von Brügmann nicht übereinstimmen. Da gab ich den Auftrag zurück. Beim Studium der Mendelssohn-Musik, die ich früher vierzigmal en suite dirigiert hatte, und des "Elfenliedes"von Hugo Wolf, reizte es mich, dieses noch ein drittes mal zu komponieren. Als ich es Brügmann vorspielte, war er so begeistert, daß er mich bat, die ganze Musik zu komponieren. Das tat ich mit Freude, denn es gibt für keinen Komponisten eine beglückendere Aufgabe als diese.
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Hier bleibt er als Illustrationsmusiker im Rahmen eines dekorativen, Straußisch klingenden Orchestersatzes, der zuweilen hübsche instrumentale Wirkungen herzeigt. Die kongeniale Inspiriertheit der von Goethe so hochgeschätzten 'Sommertraum'-Musik des jungen Mendelssohn vermag Nick nicht zu ersetzen.
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man kann beim besten Willen nicht vermeiden, den sich aufdrängenden Vergleich mit der Mendelssohnschen Originalmusik zu unterdrücken. Man mag gegen Mendelssohn auch berechtigte Bedenken vorzubringen haben, so läßt es sich nicht leugnen, daß Mendelssohn den Zauber des Waldes in einer Weise eingefangen hat, die im Stimmungsgehalt einmalig bleibt. Von Mendelssohn hätte Nick lernen können, wie man dem Wesen der dramatischen Vorlage gerecht zu werden vermag, ohne sich auf die Abwege musikalischer Geistreicheleien oder trivialer Salonmusik zu begeben. Ich möchte es dahingestellt lassen, wen von beiden der Vorwurf der Sentimentalität mit größerer Berechtigung trifft. Wobei außerdem noch festzustellen ist, daß Mendelssohns sogenannte 'Sentimentalität' gar nicht in seinem Wesen, sondern nur in der Fälschung des Aufführungsstils nachzuweisen ist. Nein: zum Sommernachtstraum gehört nun einmal Mendelssohns Musik. Es gereicht keinem Bearbeiter zur Ehre, dieses künstlerische Meisterwerk anzutasten.
Als Hauptabteilungsleiter Musik war er für den gesamten Musikbereich des NWDR Köln von 1952 bis zur Gündung des selbständigen WDR 1956 - 1956 administratorisch verantwortlich. Er setzte zahlreiche Innovationen durch, von der Capella Coloniensis bis zum Elektronischen Studio unter Herbert Eimert.Danach wechselte er zum Rundfunk, 1952-57 war er Leiter der Musikabteilung des NWDR Köln.
Vielleicht ist in den Kommentaren noch etwas zu Nicks Geschichte zu finden.
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- Edmund Nick, Das literarische Kabarett, Die Schaubude 1945-1948. Seine Geschichte in Briefen und Songs. Hrsg. und kommentiert von Dagmar Nick. 2004. ISBN 3-86520-026-5
außer dem Buch:
Vielleicht ist in den Kommentaren noch etwas zu Nicks Geschichte zu finden.
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- Edmund Nick, Das literarische Kabarett, Die Schaubude 1945-1948. Seine Geschichte in Briefen und Songs. Hrsg. und kommentiert von Dagmar Nick. 2004. ISBN 3-86520-026-5
Das ist mir schon klar, lieber Peter, aber dazu finde ich in meiner Literatur zur Rundfunkgeschichte leider nichts. Bis 1933 wird er sehr oft erwähnt, danach dann erst wieder ab 1952, als er zum NWDR Köln kam. Er scheint sich in den Kreisen von Erich Kästner bewegt zu haben, einige seiner Gedichte hat er auch vertont.interessanter wäre "kabarett 1933-1945", denn da war Nick tätig (bei Prieberg nicht erwähnt) - und da wird es ohne Antisemitismus nicht abgegangen sein.
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Ich glaube den Beweis meiner Eignung für meinen Posten in den neun Jahren meiner Rundfunktätigkeit erbracht zu haben. Meinem Nachfolger Dr. Hermann Matzke, der nach viereinhalb Monaten wieder abgesetzt werden mußte, ist dies für sich nicht gelungen. Ich führe dies nur an, weil mir bekannt ist, daß gerade von ihm die Herabsetzung aller meiner Leistungen ausgegangen ist, schon lange vor meinem Ausscheiden, wie auch während seiner Amtsführung. Mir sind künstlerische Mißerfolge fremd geblieben. Der gesamte Aufbau der Musikabteilung des Breslauer Senders sowie die Einrichtung des Zwischensenders Gleiwitz sind mein Werk.
(Prieberg 4489)
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Für ihre ebenso mutige wie tief einsichtige Stellungnahme zu dem wehleidigen Brief des Herrn Dr. Furtwängler über angebliche Unentbehrlichkeit jüdischer Dirigenten im deutschen Kunstleben gestatten wir uns, Ihnen vom Standpunkt des ausübenden Künstlers, des Kritikers und Musikwissenschaftlers unseren aufrichtigen Dank auszusprechen. Ihre klaren Worte werden in weitesten kreisen befreiend vom letzten Alpdruck des Liberalismus wirken.
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In unserem Bühnenvertrieb erscheint ein musikalisches Lustspiel "Christine Holm" (10 Bilder aus der Welt Karl Spitzwegs), das die Autoren Paul Verhoeven und Toni Impekoven nach Fertigstellung Herrn Dr. Edmund Nick zur Vertonung übergeben hatten. Auch die kompositorische Arbeit an dem Werk ist jetzt fertiggestellt, und die Uraufführung an den 'Münchener Kammerspielen' steht bevor.
Nun ergibt sich, dass die N.S.-Kulturgemeinde Bedenken gegen das Werk äußert, die in der Person des Komponisten Dr. Edmund Nick liegen. Die N.S.-Kulturgemeinde wirft ihm sowohl seine langjährige Tätigkeit am Breslauer Rundfunk und die 1933 erfolgte Entlassung, als auch seine Ehe mit einer Nichtarierin vor
Gerade in Sachen Shakespeare ist im deutschen Sprachraum ab den 20er Jahren eine Neuorientierung zu spüren, was sich nicht zuletzt in einer Abkehr von Schlegel/Tieck äußert. Speerspitze gegen Schlegel/Tieck ist Hans Rothe mit seinen sprachmächtigen, Expressionismus und Barock verbindenden Übersetzungen (auf deren Problematik will ich hier nicht eingehen), zu denen Mendelssohns Musik nicht mehr paßt. Auch wenn Schlegel/Tieck gespielt wird, wirkt sich das neue Shakespeare-Bild auf die Aufführungen aus, die immer "unromantischer" werden und dadurch auch nach einer unromantischeren Musik als der Mendelssohns verlangen.
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