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Ich versuche es immer mal mit Reger
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...aber der große Durchbruch in Sachen Reger ist es noch nicht bei mir.
Peter, hast du dich mal etwas näher mit dem Klarinettenquintett beschäftigt? Das ist für mich richtig große Musik, die mich problemlos erreicht.

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Es gibt auch eine Anzahl von Orchesterwerken, die ich mag (die Mozart- und die Hillervariationen etwa).
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Aber vieles bleibt mir ziemlich zäh.
Ich versuche es immer mal mit Reger, diesmal

Nicht zuletzt Dank Hamelin spannend, aber der große Durchbruch in Sachen Reger ist es noch nicht bei mir.
Ferner ist da noch der Reger, der phantastische Chormusik komponiert hat.



Agravain 
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Es gibt Meisterwerke, die den ganzen Ausdrucksreichtum ihres Schöpfers zusammenfassen scheinen und uns in engem Raum durch alle Welten des Genius führen. Das Künstlerische dieser Werke wird durch das Persönliche gesteigert. Sie wirken wie ideale Selbstportraits. Aus der großen B-dur-Sonate und den Diabelli-Variationen spricht der ganze Beethoven, aus den Davidsbündlern der ganze Schumann. Und wie wir im Brahmsschen Doppelkonzert alle Quellen dieser edlen Musik strömen fühlen, so treffen in Max Regers Klavierkonzert alle die scheinbaren Gegensätze aufeinander, deren Gesamtheit das unvergleichbare Charakterbild dieses großen Meisters ausmacht: das Stürmische, Wilde, fast Niederschmetternde des Griffs, die intimste Zartheit des Ausdrucks und Mystik des Klanges und die bald derb fröhliche, bald anmutige Spielfreude.


und 
Ich halte Regers "Toteninsel" der Rachmaninows für weit überlegen
Was Schönberg ihm zu verdanken hat, ist immer noch nicht genug betont worden. Vor allem wäre eine Untersuchung von Schönbergs "Pelleas" interessant, der über weite Strecken wie Reger klänge, wäre Schönberg nicht ein besserer Instrumentierer.
Damit sind wir beim ersten der zwei Mankos von Reger: Seine Instrumentierung ist nicht sehr gut, nämlich viel zu dick.

Khampan
Sicher hat Reger noch dicker instrumentiert als Schönberg, und ich gestehe dass ich damit auch massive Probleme habe. Wäre es nicht mal eine lohnende Übung z.B. für einen Kompositionsstudenten, einen von Regers Orchesterschinken umzuinstrumentieren, eine radikale Schlankheitskur zu verpassen? Gibt es solche Versuche vielleicht schon?



Für mich ist die "amorphe" Melodik und Motivik das größte Problem. Das bestrifft die Kammermusik leider ebenfalls, wo man nicht mal mit Instrumentierung ablenken könnte.
Die Böcklin-Suite ist ebenfalls das Orchesterwerk, was mir am besten gefällt, auch die "Romantische Suite". Von den Chor- und Orgelwerken, die Teile seiner Musik, die heute wohl noch am stärksten gepflegt werden, kenne ich bisher nichts.



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Mag sein, dass es bei dem ein oder anderen Werk vielleicht bessere Aufnahmen gibt
Hallo Michael,
Einen Einwand habe ich, und zwar betrifft dies die in dieser Box enthaltene Aufnahme des Klavierkonzertes mit Amadeus Webersinke.
Diese Aufnahme ist meine absolute "Haß" -Aufnahme dieses Konzertes seit 30 Jahren.
Webersinke spielt das Konzert in Zeitlupe, dadurch fällt das ganze Werk, welches m.E. einen sehr straffen Zugriff erfordert, völlig in sich zusammen.
Bitte, höre Dir diese Aufnahme nicht als erstes Kennenlernen dieses Werkes an..........![]()
Das Klavierkonzert gehört schon lange zu meinen absoluten Lieblingswerken.
Es gibt noch eine sehr gute Einspielungen von Oppitz, aber meine Lieblingseinspielung wird wohl für immer jene mit Rudolf Serkin sein, welche im Moment anscheinend leider nicht erhältlich ist.
[...]
Mit Serkin habe ich zum Glück auch noch einen Rundfunklivemitschnitt von 1954 aus München.
Dort spielt er noch vehementer, Serkin war ja ein großer Verfechter dieses Konzertes.
Sein Sohn Peter Serkin hat das Werk mittlerweile auch häufiger aufgweführt.

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Na ja, der "geigende Eremit" hat eh nen Stammplatz in meiner Lieblings-Kitsch-Ecke...
Und den würde ich gegen jeden Einwand verteidigen, das ist wunderbare Musik.
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Denn hier ist sie endlich da, die überzeugungskräftige Melodik.

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Ich verstehe das nicht.
Für mich ist eine überzeugungskräftige Melodik bereits in den ersten Takten des Klavierkonzertes vorhanden.
Vom zweiten Satz des Konzertes spreche ich schon gar nicht mehr, denn der gehört für mich zum tiefsinnigsten, was jemals komponiert wurde.
Und der dritte Sazt?
Entschuldigung, aber für mich ist die Melodik in Ihrer Burschikosheit und in Ihrem Erfindungsreichtum gleich vom ersten Takt des Soloklaviers da. Man muß es m.E. nur richtig spielen.
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Pfitzners Klavierkonzert hat m.E. erheblich darunter zu leiden, daß es außer Giesekings 1943er Hamburg- Live-Aufnahme eigentlich keine Aufnahme gibt, welche die Wildheit dieser Musik richtig wiedergibt.
Hier, in Opus 81, ist der ganze Reger drin, trotzdem nicht verstörend, wie manche Kammermusik, und immer mit Verbeugung in Richtung des Altmeisters.

Eine neuere Alternative dazu wäre die Aufnahme von Andras Schiff, gekoppelt sind die Bachvariationen hier mit Brahms, den Händelvariationen:

So gehts mir leider auch.Das sehe ich ganz genauso - für mich ist das der mit Abstand stärkste Satz in der Böcklin-Suite. Denn hier ist sie endlich da, die überzeugungskräftige Melodik. Die Klangmalereien der übrigen Sätze brauche ich dagegen nicht wirklich zu meinem Glück.
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Na ja, der "geigende Eremit" hat eh nen Stammplatz in meiner Lieblings-Kitsch-Ecke...
Und den würde ich gegen jeden Einwand verteidigen, das ist wunderbare Musik.
Ja, finde ich auch. Als würde die Befreiung vom ewigen Kontrapunktieren eine ihm durchaus auch mögliche Qualität hörbar machen...
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Reger finde ich gerade dann spannend, wenn er besonders nahe an die Grenze zum Schwulst gelangt.
Sorry, ich mag das Pfitzner- Konzert sehr, aber trotzdem würde ich prägnanter mit billiger ersetzen.
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