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Ich liebe Friedemann Bach, kaum eine (Klavier)Musik hat mich beim ersten Hören so umgehauen. Vor allem - natürlich - die Polonaisen verblüffen mich auch heute noch immer wieder.
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Und die Sonate in G-Dur - wahnsinnig schön.
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Zum einen eine CD mit Friedemann Bachs Klavierstücken, eingespielt von Hélène Salomé, erschienen 1992 bei Koch/Schwann. Enthalten sind 8 Polonaisen, die Fantasia in e-moll, das Präludium in c-moll, 8 Fugen, die Sonate in G-Dur und die Suite in g-moll. Ein sehr, sehr schöne Einspielung, die den Hauptaugenmerk auf den frühromantischen Aspekt legt.

Das könnte daran liegen, daß Schumann genauso oft aus dem Wohltemperierten Clavier gespielt hat wie Wilhelm Friedemann ...![]()


Die Rousset-CD werde ich mir bei meinem nächsten Dussmann-Besuch zulegen - danke für die Empfehlung.
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Was an dieser Musik frühromantisch klingen soll, werde auch ich nie verstehen - das ist doch rückwärts gedacht
Genau, und wie man das so macht bei Threaderöffnungen, wählt man einen pointierten Titel, der neugierig machen soll und der hier auch gleich noch drei Epochen nennt: Barock, Klassik, Romantik. Vielleicht hätte ich noch ein Fragezeichen spendieren sollen, um den Vorwurf des "Rückwärtsdenkens" zu vermeiden, aber niemand ist perfektTschuldigung, Fugato hat den Thread eröffnet.

Matthias
Enthalten ist auch die Suite g-moll, BWV 1070, die Haenchen als sehr wahrscheinlich Wilhelm Friedemann zurechnet. Interessanter sind aber die übrigen Orchesterwerke.
Natürlich hätte Friedemann niemals den Begriff "Romantik" benutzt, weil er ihn nicht gekannt hat. Aber wir, die wir die Klaviermusik von Schubert, Schumann oder Brahms kennen, assoziieren mit der Kühnheit und Expressivität mancher Klavierstücke Friedemanns eben etwas "Romantisches". Es wäre interessant zu erfahren, was Friedemanns Zeitgenossen damit assoziiert haben - gibt es hier schriftliche Überlieferungen?
Fugato
Ja da gibt es es vielleicht was, werde nächste Woche mal nachlesen ...

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