Sie sind nicht angemeldet.

1

Dienstag, 28. September 2010, 15:54

Liebe Plattenfirmen: Eure CD-Cover sind eine Zumutung!

Seit einiger Zeit ärgert mich in zunehmendem Maße die Gestaltungen der CD-Cover (ob dieses Thema hier schon mal angesprochen wurde, weiß ich nicht). Nicht der Ideenreichtum der Designs ist mein Anliegen, sondern eher der praktische Nutzen für den Hörer und um noch präziser zu werden, die Schriftgrößen der Titel und Texte dieser designerischen Werke.

Wie froh bin ich, wenn ich oft zur guten alten Schallplatte greife, die, zugegebener Maßen, ein Vielfaches an Gestaltungsfläche mitbrachte. Lesbare Schriften — ein Genuss, abends alles ohne Lupe und Mikroskop entziffern zu können.

Sicher, eine CD-Hülle bietet nicht viel Raum. Eine Gestaltungsregel wäre jedoch leicht einzuhalten: Das Titelcover darf ruhig schön bunt sein und die Werbtrommel für das Produkt rühren, aber die Rückseite mit den Titeln kann (muss) schwarzen Text auf weißem Grund zeigen. Die Schrift sollte meines Erachtens keine serifenbetonte Antiqua sein, die gute alte Helvetica tut’s da allemal — Eben, gut lesbar ist so etwas!

Das extremste Beispiel, das ich hier selbst vorliegen habe: Olivgrüner Fond, darauf schwarze und braune Schrift in der Größe von 7 Punkt ( Für den Laien: 7 Punkt entspricht einer Versalhöhe (Großbuchstabe) von 1,85 mm)

Wie gesagt, der Titel darf designerisch ruhig schön sein, aber die Informationen über den Inhalt — bitte bitte — denkt doch nicht nur an junge Leute. Oder sitzt in Euren Grafikabteilungen und Agenturen nur junges Gemüse, die die Stimmungslage eines Flohs an seinem Gesichtsausdruck erkennen können?

Ich zähle mich selbst noch nicht zu den Senioren, merke aber trotzdem schon gewisse Defizite beim Coverlesen.

Das musste mal gesagt werden!

Viele Grüße
corda vuota

2

Dienstag, 28. September 2010, 16:04

Wie froh bin ich, wenn ich oft zur guten alten Schallplatte greife...

Ooooooh, ja! Leinenboxen, in denen dicke, schwere schwarze Platten lagern, mit einem Booklet, das bisweilen noch auf Büttenpapier gedruckt wurde (bspw. Richter, Matthäuspassion ´58). Illustrationen (bspw. Solti Tannhäuser) können genossen werden, Bildmaterial der Mitwirkenden kann eingehend studiert werden (bspw. Marriner Mozartfigaro), Texte können nachgerade zelebriert werden (besp. Stuckenschmidts ideengeschichtliche Abhandlungen in diversen DG-Booklets).

Oder man kann auf 16 Seiten Karajan beim Dirigieren in Nahaufnahmen zusehen (Beethovensymphonien ´77). ;( Oder Krisztina Laki minutenlang betrachten (Wagner Feen Sawallisch). Oder Fischer-Dieskau in Kostümen im Wandel der Zeiten studieren.

Auf jeden Fall aber kann man da alles lesen. Und klingen tut es auch noch besser...


Alex :wink:

"And in the end the love you take is equal to the love you make."

The Beatles - Abbey Road


Zwielicht

La saison nouvelle

  • »Zwielicht« ist männlich

Beiträge: 2 763

Wohnort: Saarbrücken

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 28. September 2010, 16:30

Illustrationen (bspw. Solti Tannhäuser) können genossen werden, Bildmaterial der Mitwirkenden kann eingehend studiert werden (bspw. Marriner Mozartfigaro), Texte können nachgerade zelebriert werden (besp. Stuckenschmidts ideengeschichtliche Abhandlungen in diversen DG-Booklets).

Oder man kann auf 16 Seiten Karajan beim Dirigieren in Nahaufnahmen zusehen (Beethovensymphonien ´77). ;( Oder Krisztina Laki minutenlang betrachten (Wagner Feen Sawallisch). Oder Fischer-Dieskau in Kostümen im Wandel der Zeiten studieren.

Auf jeden Fall aber kann man da alles lesen.


Die beste Beilage im LP-Zeitalter war - zumindest für notenfixierte Streber wie mich :D - bei der Gesamtaufnahme der Bach-Kantaten mit Harnoncourt/Leonhardt zu finden: Da waren die kompletten Partituren der eingespielten Werke drin. Nachteil: Weil das ziemlich viel Notenstoff ist, war der Druck dann doch wieder sehr kleinformatig: je vier Partiturseiten auf eine Seite der LP-Beilage. Für meinen Vater damals (um 1980) schon nur noch mit der Lupe zu entziffern, für mich seinerzeit kein Problem. Heute wahrscheinlich schon, ich trau mich gar nicht, es auszuprobieren.

Die ebenfalls bei Telefunken (das waren noch Plattenfirmen...) erschienene Gesamteinspielung des Bach'schen Orgelwerks mit Michel Chapuis bot wohl den gleichen Service. Irgendeiner LP-Box war auch mal ein Faksimile des Autographen des eingespielten Werks beigefügt, ich komm' aber nicht mehr drauf.

Ansonsten gebe ich corda vuota recht, neulich musste ich auch mal wieder das Licht ganz hochdimmen und das CD-Cover dicht vor die Augen halten, um überhaupt was lesen zu können. Komm gerade nicht drauf, welche Scheibe das war... :S :D


Viele Grüße

Bernd
Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)

4

Dienstag, 28. September 2010, 17:30

Oder sitzt in Euren Grafikabteilungen und Agenturen nur junges Gemüse, die die Stimmungslage eines Flohs an seinem Gesichtsausdruck erkennen können?

:mlol: :mlol: :mlol:

Ich möchte noch ein weiteres Ärgernis anmerken: Man findet oft und gerade im Internet-Versand nur sehr wenige Informationen über die Ausführenden, wenn man sich für eine CD interessiert und diese Infos sind oft auch noch falsch! Das versuche ich dann oft auf der Rückseite des Covers zu lesen, aber ziemlich häufig: Weit gefehlt!
Ist ja auch völlig unerheblich, welche Solisten da mitwirken - singt eh eine wie der andere! So kommt´s einem zumindest vor und sowas ärgert mich sowas von! :cursing:
"Eine Semmel enthält 140 Kalorien, 700 Semmeln pro Jahr ergeben 98000 Kalorien,
diese benötigt man, um eigenhändig 1 Elefanten 9 Zentimeter weit zu tragen. Aber wozu?"
(Loriot)

5

Dienstag, 28. September 2010, 17:43

Sorry, ich MUSS das jetzt wieder bringen, es geht nicht anders, ich kann nicht anders, mein Rezeptor wurde gereizt!!! (die Mods können diesen Beiträg gerne wieder löschen ...)





:hide: DiO :beatnik:
Humor can only save some of us.

6

Dienstag, 28. September 2010, 17:46

Ich möchte noch ein weiteres Ärgernis anmerken: Man findet oft und gerade im Internet-Versand nur sehr wenige Informationen über die Ausführenden, wenn man sich für eine CD interessiert und diese Infos sind oft auch noch falsch! Das versuche ich dann oft auf der Rückseite des Covers zu lesen, aber ziemlich häufig: Weit gefehlt!
Ist ja auch völlig unerheblich, welche Solisten da mitwirken - singt eh eine wie der andere! So kommt´s einem zumindest vor und sowas ärgert mich sowas von! :cursing:


O, ja! Als ob bei den Internethändlern nur die PopHits-Heinis einstellen, bzw bedient werden wollen, denen die Fresse oder der Schriftzug ihres "Superstars" ausreicht.

Besonders im Jazz finde ich fehlende Mitspieler-Nennungen äußerst ärgerlich und gerade hier fehlen sie oder sind nur ganz unvollständig genannt, fast immer. :cursing:

Bei der Klassik sind aber noch häufiger die enthaltenen Kompositionen unvollständig und fehlerhaft genannt. :cursing:

:wink: Matthias

Zwielicht

La saison nouvelle

  • »Zwielicht« ist männlich

Beiträge: 2 763

Wohnort: Saarbrücken

  • Nachricht senden

7

Dienstag, 28. September 2010, 17:47

Sorry, ich MUSS das jetzt wieder bringen, es geht nicht anders, ich kann nicht anders, mein Rezeptor wurde gereizt!!!


Immer wieder gern :D. Lässt sich dem Booklet eigentlich entnehmen, ob das ein Szenenfoto aus einer konkreten Inszenierung ist?


Viele Grüße

Bernd
Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)

8

Dienstag, 28. September 2010, 17:55

Und klingen tut es auch noch besser...


...sagen wir mal: nostalgischer. ich mag die CD nicht missen... auch wenn ich das obige Beklängnis teile.

Ist ja auch völlig unerheblich, welche Solisten da mitwirken - singt eh eine wie der andere! So kommt´s einem zumindest vor und sowas ärgert mich sowas von!


Wenn man gewohnt ist, seine background music (oder wollen wir besser sagen: Beschallung?) 16 Stunden am Tag 7 tage in der Woche im mp3-Format auf dem Computer von der externen Festplatte zu holen, wo es dann eh' wurscht ist, wer warum welche Töne produziert, weil ja eh' keiner hinhört, und das Dingens nur gewohnheitsmäßg Geräusche produziert, dann ist das wirklich unerheblich...
viele Grüße

Bustopher


_____________________________________

HIC SITVS EST PHAETHON CURRUS AVRIGA PATERNI
QUEM Sl NON TENUIT MAGNlS TAMEN EXCIDIT AUSIS

9

Dienstag, 28. September 2010, 17:59

O, ja! Als ob bei den Internethändlern nur die PopHits-Heinis einstellen, bzw bedient werden wollen, denen die Fresse oder der Schriftzug ihres "Superstars" ausreicht.

Besonders im Jazz finde ich fehlende Mitspieler-Nennungen äußerst ärgerlich und gerade hier fehlen sie oder sind nur ganz unvollständig genannt, fast immer.

Bei der Klassik sind aber noch häufiger die enthaltenen Kompositionen unvollständig und fehlerhaft genannt.


Nicht nur bei der Musik... :(

Beispiel Amazon, "Silence" von John Cage/Bibliothek Suhrkamp, Übersetzung Ernst Jandl:

Zitat

Über den Autor


Ernst Jandl, geb. 1.8.1925 in Wien, Studium der Germanistik und Anglistik, Promotion 1950, langjährige Tätigkeit als Gymnasiallehrer, lebte in Wien. Seit 1954 Freundschaft und Zusammenarbeit mit Friederike Mayröcker. Er erhielt unzählige literarische Auszeichnungen, darunter den Peter-Huchel-Preis (1990), das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst (1990), den Kleist-Preis (1993), den Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (1995) sowie den Georg-Büchner-Preis (1984). Ernst Jandl ist im Jahr 2000 gestorben.
copy-paste...
viele Grüße

Bustopher


_____________________________________

HIC SITVS EST PHAETHON CURRUS AVRIGA PATERNI
QUEM Sl NON TENUIT MAGNlS TAMEN EXCIDIT AUSIS

10

Dienstag, 28. September 2010, 20:49

Sorry, ich MUSS das jetzt wieder bringen, es geht nicht anders, ich kann nicht anders, mein Rezeptor wurde gereizt!!!


Immer wieder gern :D. Lässt sich dem Booklet eigentlich entnehmen, ob das ein Szenenfoto aus einer konkreten Inszenierung ist?


Viele Grüße

Bernd


Hallo Bernd,

es beruhigt mich sehr, dass Du mir nicht böse bist, dass ich dieses augenkrebsverursachende Monstrum hier so schamlos und ohne Vorwarnung (aus Versehen sogar 3fach!!! :D ) reingestellt habe. Ich besitze diese Aufnahme selber gar nicht, ich hatte sie mal aus der Bibliothek ausgeliehen und dort hatte sich noch ein etwas geschmackvolleres Cover:



Meine persönliche Vermutung ist aber, dass dieses Foto extra gestellt wurde ... arme Birgit! :troest:

DiO :beatnik:
Humor can only save some of us.

11

Dienstag, 28. September 2010, 20:55

aus Versehen sogar 3fach!!!


Dachte, das war Visualrhetorik.
"...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

Zwielicht

La saison nouvelle

  • »Zwielicht« ist männlich

Beiträge: 2 763

Wohnort: Saarbrücken

  • Nachricht senden

12

Dienstag, 28. September 2010, 21:01

Lieber DiO,

ich hatte sie mal aus der Bibliothek ausgeliehen und dort hatte sich noch ein etwas geschmackvolleres Cover


jo, das ist von Gustave Moreau, der war vernarrt in dieses Thema.


Meine persönliche Vermutung ist aber, dass dieses Foto extra gestellt wurde ... arme Birgit! :troest:


Das original-scheußliche Cover strahlt aber irgendwie sowas, äm, Authentisches aus :D , man fühlt sich nicht nur farblich direkt ins Jahr 1961 zurückversetzt (nicht, dass ich damals schon gelebt hätte). Vielleicht ja doch eine nachgestellte Szene aus einer Wiener Inszenierung von damals, aus der guten alten Zeit. 8|


Dachte, das war Visualrhetorik.


Stimmt, jetzt bin ich auch etwas enttäuscht. :huh:


Viele Grüße

Bernd
Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)

13

Dienstag, 28. September 2010, 21:10

Ein noch extremeres Beispiel, als in meinem Eröffnungsposting habe ich hier gerade in der Hand: Deutsche Grammophon, Dvorák Cellokonzert, Tschaikowsky Rokoko-Variationen mit den Berliner Philharmonikern und Mstislaw Rostropovich unter Herbert von Karajan. Auf CD vor einigen Jahren wieder erschienen. Auf der Rückseite, die ich leider hier nicht abbilden kann, finden sich die Titelangaben in Sage und Schreibe 5 Punkt-Schrift. Das macht bei den Versalien noch genau 1,3mm. Da lese doch lieber noch eine Packungsbeilage der großen Pharmakonzerne.




Grüße
corda vuota

PS. Wer kennt den ein wirklich “augenfreundliches” Cover?

14

Dienstag, 28. September 2010, 21:14



PS. Wer kennt den ein wirklich “augenfreundliches” Cover?


Kann mir das mal jemand vorlesen? Welche Sinfonie von BEEEEEEEthoven ist da drauf?

"Das Problem mit Zitaten im Internet ist, dass es oft schwierig ist nachzuweisen, ob sie echt sind oder nicht" Abraham Lincoln

15

Dienstag, 28. September 2010, 21:16

Ich meinte nicht die Titelseiten, sondern die Rückseiten mit den Bezeichungen der Stücke! ;(

16

Dienstag, 28. September 2010, 21:17

ach so... so sorry ;(
"Das Problem mit Zitaten im Internet ist, dass es oft schwierig ist nachzuweisen, ob sie echt sind oder nicht" Abraham Lincoln

17

Dienstag, 28. September 2010, 21:18

...macht nix! Damit ist's wohl aber jedem klar. :thumbsup:

Grüße
corda vuota

18

Dienstag, 28. September 2010, 21:28

aus Versehen sogar 3fach!!!


Dachte, das war Visualrhetorik.


Lieber Audi, lieber Bernd,

ich kann Euch beruhigen. Es WAR Visualrhetorik. Von der schlimmen Sorte. Ich wollte mich nur oberflächlich-kokett davon distanzieren ... eine kleine Marotte, für 'nen Ego-Trip reicht es leider noch nicht, deshalb bin ich auch noch nicht unter die Fuchtel vom Grafen geraten ... :hide:

DiO :beatnik:
Humor can only save some of us.

19

Dienstag, 28. September 2010, 21:31

Ich meinte nicht die Titelseiten, sondern die Rückseiten mit den Bezeichungen der Stücke! ;(


Och, lass uns doch über beides herziehen!!! :yes: Es gibt Sünden, vorne - wie hinten! (NEIN, ich bin kein Lyriker ...)

DiO :beatnik:
Humor can only save some of us.

20

Dienstag, 28. September 2010, 21:35

Ich meinte nicht die Titelseiten, sondern die Rückseiten mit den Bezeichungen der Stücke!




So?
"...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

21

Dienstag, 28. September 2010, 21:35

Mag für manche eine Zumutung sein - eines der mir liebsten Cover der letzten Zeit:



die Rückseite bietet allerdings lesbare Information:




"Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
Joris-Karl Huysmans

22

Dienstag, 28. September 2010, 21:38



PS. Wer kennt den ein wirklich “augenfreundliches” Cover?


Kann mir das mal jemand vorlesen? Welche Sinfonie von BEEEEEEEthoven ist da drauf?





Mal etwas vom Thema abschweifend:


In einer Kritik zu Paavo Järvis Einspielung der Beethovensinfonien mit der Bremer Kammerphilharmonie ist zu lesen:

"Wessen Idee es war, die Symponien chronologisch zu reihen, wissen wir nicht. Auf jeden Fall war es eine gute. Denn sie widerlegt die zweite Mär: Dass es bei Beethoven "große" und "kleine" Symponien gäbe, die Ungeraden und die Graden."


:)




23

Dienstag, 28. September 2010, 21:40

Hallo Diabolus in Opera,

Tja, bei den Titelgestaltungen muss ich oft auch tief durchatmen, da hast Du wohl recht. :cry: Aber meine winzig kleine Hoffnung geht doch dahin, dass irgendeiner von diesen Plattenlabels hier mal mitliest und ins grübeln kommt, was dort so typografisch durch gewunken wird! ;(


Grüße
corda vuota

24

Dienstag, 28. September 2010, 21:42



Das original-scheußliche Cover strahlt aber irgendwie sowas, äm, Authentisches aus :D , man fühlt sich nicht nur farblich direkt ins Jahr 1961 zurückversetzt (nicht, dass ich damals schon gelebt hätte). Vielleicht ja doch eine nachgestellte Szene aus einer Wiener Inszenierung von damals, aus der guten alten Zeit. 8|


Viele Grüße

Bernd


Bernd, bei dem, was Du da schreibst, läuft es mir eiskalt den Rücken runter ... ;(

DiO :beatnik:
Humor can only save some of us.

25

Dienstag, 28. September 2010, 21:43

High Maldoror,

Das ist wirklich klasse! :thumbsup:


Grüße
corda vuota

26

Mittwoch, 29. September 2010, 11:26





.....



DiO :beatnik:


Beim Orginalcover ist die Lesbarkeit wunderbar gelungen. Weiße Schrift ohne Serifen auf grünem Grund. Lediglich der Strauss ist ein kleines Sträusschen.

Das zweite Cover zeigt, wie man es nicht machen sollte. Unterschiedliche Fonts, Textfarbe Ocker auf unterschiedlich braunem Hintergrund. ==> Komponist und Orchester schwer lesbar.

Danke Diabolus , für diese Beispiele.

27

Mittwoch, 29. September 2010, 13:04

MIt das Schlimmste, was mir bei CDs begegnet ist ,war RCAs ansonsten verdienstvolle Rubinstein-Edition. Das waren original solche kleinen Bücher, Grundfarbe braun, Beschriftung winzig und mit wenig Kontrast. Vor allem letzteres führte zur schweren Lesbarkeit. (Dazu kam, dass die CDs zu fest in den Papphüllen saßen und leicht verkratzten...) Wenn man jetzt noch welche nachkauft, sind es wohl deutlich besser lesbare Jewelcases.

Und die im Grunde begrüßenswerte Idee, im Booklet die originale Rückseite einer alten LP nachzudrucken, fordert aufgrund der extremen notwendigen Verkleinerung eine Lupe. So etwas findet sich auf einigen CBS Jazz-Reissues oder auch in der Gould original cover edition.

Kater Murr
By nature a philosopher is not in genius and disposition half so different from a street porter, as a mastiff is from a greyhound.
Adam Smith

oper337

Gestreifter Opernfreund

  • »oper337« ist männlich

Beiträge: 4 188

Wohnort: 1060 Wien

  • Nachricht senden

28

Mittwoch, 29. September 2010, 13:15

Na und ist das hier nichts "Besonderes "

Arnold Schönberg "Erwartung"



So aus- und nichtssagend. Es empfiehlt sich die Firma Archipel.

Liebe Grüße von Peter aus Wien.

29

Mittwoch, 29. September 2010, 13:38

Na und ist das hier nichts "Besonderes "

Arnold Schönberg "Erwartung"



So aus- und nichtssagend. Es empfiehlt sich die Firma Archipel.

Liebe Grüße von Peter aus Wien.


Servus Peter,

das ist aber wahrscheinlich "bloß" ein schlechter Scan, oder? Kann mir fast nicht vorstellen, dass das reale Produkt so ausschaut ...

DiO :beatnik:
Humor can only save some of us.

30

Samstag, 13. August 2011, 14:16

Darf man hier trotzdem Cover hineinstellen, dessen Lesbarkeit zwar vorhanden sind, die aber dennoch eine garantiert augenkrebsfördernde Rate aufweisen?

P_O

Wenn man einmal davon absieht, daß diese beiden Herren betrunken zu sein scheinen gewesen sein könnten, so war der Witz, dem die beiden zuvor gerade erlauscht hatten, so dermaßen witzig, daß sie zu hochroter Aufblähung neigen. Die Vorteilhaftigkeit dieses Zustandes hielt ich schon immer für eins der besten Fotomotive überhaupt. :wacko:

Ganz ehrlich: wer will denn dann noch die CD umwenden, um die Rückseite zu lesen? :shake:

Meine Einschätzung: wer die Aufnahme besitzen möchte, muß das Deckblatt abreißen. :beatnik:


jd :jub:
"Interpretation ist mein Gemüse."
Hudebux


31

Samstag, 13. August 2011, 16:03

zu sein scheinen gewesen sein könnten
nett, wenn auch ?( ?(

32

Samstag, 13. August 2011, 16:20

Aber der Schriftzug ist klasse... :hide:
"Vor dem Essen, nach dem Essen,

Biber hören nicht vergessen!"


Fugato

33

Samstag, 13. August 2011, 16:56

So verkniffen, wie die Grinsen, mögen die sich wohl nicht sehr, sondern scheinen es vielmehr als Zumutung zu begreiffen, sich auch nur für den Moment eines Fotos einander annähern zu müssen. Oder einer von beiden hat gerade in die Hose gemacht und es ist eine Zumutung, sich annähern zu müssen. :D

:wink: Matthias

34

Samstag, 13. August 2011, 17:26

So ein Goo-Programm ist was feines, da kann man noch dem verkniffensten Gesicht ein Grinsen ins Gesicht meißeln!
Lucius Travinius Potellus
Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

35

Samstag, 13. August 2011, 17:41

Das ist noch nicht mal ein Grinsen, die blecken doch die Zähne!

Und Thielemann hat den besseren Zahnarzt, oder?
Das Pollinische Gebiss scheint schon arg lückenhaft zu sein.


lg vom eifelplatz, Chris.

36

Montag, 15. August 2011, 03:28

Das Elend erstreckt sich auch auf die Gestaltung der Texte - meistens finde ich pro Seitchen einen Rechtschreibungs-, Übersetzungs- oder Formatierungsfehler.
Gegen ein Serifenschrift bei 7 pt und mehr ist m. E. nichts einzuwenden, allerdings sollte es kein klassizistische Antiqua sein. Schlimmer finde ich die unmotivierte Verwendung von Engschriften.

LG, Kermit
Es ist leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.

37

Dienstag, 16. August 2011, 02:08

Es ist aber auch die Qualität der Texte allgemein, die zu wünschen übrig läßt. Manchmal werden zu Veröffentlichungen älterer Aufnahmen nicht mehr die damaligen Texte genommen, sondern neue geschrieben. Und da offenbart sich doch zumeist ein echter Qualitätsverlust. Da werden manchmal Wikipedia-Fakten aneinandergereiht, die dort wesentlich eloquenter wirken als in den Booklets. Da kann man schon froh sein, wenn der ausführende Künstler selbst einige Worte schreibt; das erweist sich als fundierter als die Schreibe von den 100-€-Praktikanten der Labels (zumeist die Majors).

Da sollte man doch froh sein, wenn man sie nicht lesen kann... :D


jd :wink:
"Interpretation ist mein Gemüse."
Hudebux


oper337

Gestreifter Opernfreund

  • »oper337« ist männlich

Beiträge: 4 188

Wohnort: 1060 Wien

  • Nachricht senden

38

Dienstag, 16. August 2011, 07:19

Meine Lieben!

Diese Cover zeigt auch wieder ein grenzenlose Einfalllosigkeit:



Schaut aus wie ein unbedrucktes Zeitungspapier.

Liebe Grüße Euer Peter aus Wien. :wink: :wink:

39

Dienstag, 16. August 2011, 16:04

Meine Lieben!

Diese Cover zeigt auch wieder ein grenzenlose Einfalllosigkeit:





Ich muss ja sagen, dass mir die Cover von ColLegno ziemlich gut gefallen. Schlicht und in dieser Schlichtheit i-wie erhaben. Ich mag sowas gern.

Ich bin aber auch tatsächlich selbst ziemlich einfallslos und einfältig.

Adieu,
Algabal
»Dieser Austausch, den wir hier betreiben, ist nichts anderes als ein soziales Spiel.« (Knulp)

40

Dienstag, 16. August 2011, 16:23

Mir sind solche graphisch eher schlicht gehaltenen Cover auch allemal lieber als diese merkwürdigen Selbstinszenierungen der Interpreten —: Junge Cellisten als James-Dean-Verschnitt, junge Pianistinnen mit verkappten Pin-Up-Fotos, oder gesetzt Herren, die ihre Zähne blecken (bei Schimpansen ist das eine Drohgeste).

Dann lieber ein schönes Weiß mit einem klaren Schriftzug, da bin ich bei Dir, Algabal.
Lucius Travinius Potellus
Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

Counter:

Hits pro Tag: 4 599,14 | Klicks pro Tag: 13 553,46