Rideamus

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In Deutschland gelten die Bayreuther Festspiele jeden Sommer als eines der Kulturereignisse des Jahres. Der Dokumentarfilm ist eine filmische Momentaufnahme des Sommers 2008, jenem Sommer, in dem der kürzlich verstorbene Wolfgang Wagner von seiner Funktion als Leiter der Festspiele zurücktrat : Zu diesem Zeitpunkt steckten die Festspiele in einer tiefen Krise , denn die Frage, wer künftig die Macht auf dem Grünen Hügel inne habe, sorgte für einen lang anhaltenden Streit. Der Dokumentarfilm thematisiert Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Bayreuther Festspiele und gewährt seltene Einblicke hinter die Kulissen der Wagner-Werkstatt. Ein für diese Produktion geführtes Gespräch zwischen Wolfgang Wagner ist wahrscheinlich das letzte Filmdokument vom Patriarchen und gewissermaßen so etwas wie sein Vermächtnis.
In allen Opernhäusern der Welt stehen Werke Richard Wagners auf dem Spielplan, doch nirgends ist der Mythos Wagner so lebendig wie in Bayreuth. Ende Juli und im August jeden Jahres pilgern die Wagnerianer ins Festspielhaus auf dem "Grünen Hügel", um dem Gesamtkunstwerk Wagner zu huldigen. In das Festspielhaus, das nur zu einem einzigen Zweck erbaut wurde, der Pflege und der festlich umrahmten Aufführung des Hauptwerks Richard Wagners.
Und dieser Ort ist nach wie vor als Arbeitsort einzigartig. Abgesehen von der magischen Wirkung auf die verpflichteten Künstler, sich am Ort des Meisters selbst seiner Kunst hinzugeben, und abgesehen vom fantastischen, unverwechselbaren Klang des Festspielhauses, sind die Arbeitsbedingungen außergewöhnlich. Nirgendwo sonst wird derart intensiv und lang geprobt und ausprobiert.
In den ersten 100 Jahren ihrer Geschichte waren die Bayreuther Festspiele zugleich Maßstab und Avantgarde. Doch vieles vom Mythos Bayreuth ist heute nur noch Geschichte. Während die Opern Richard Wagners international zu den meistgespielten Klassikern avanciert sind - nicht zuletzt auch durch die Pionierarbeit der Bayreuther Festspiele - stecken die Festspiele selbst in einer tiefen künstlerischen Krise.
Schon lange gilt Bayreuth weder international noch national als Schrittmacher der Pflege und Neuinterpretation des Wagnerschen Werks. Auch im globalen Wettbewerb um die besten Sänger zieht Bayreuth mehr und mehr den Kürzeren. So sehen sich die Festspiele seit Jahren der Kritik ausgesetzt, nur noch zweite Wahl zu sein, schwankend zwischen Biedersinn und Spaßbad der Opernszene.
Geblieben ist Bayreuth der Stellenwert als gesellschaftliches Ereignis. Keine Kulturpersonalie der Welt wird derart leidenschaftlich öffentlich verhandelt wie der Bayreuther Nachfolgestreit. Mittlerweile gibt es h für die Leitungsfrage eine Lösung. Die Ära des über ein halbes Jahrhundert herrschenden Göttervaters Wolfgang Wagner ging jedenfalls am 31. August 2008 zu Ende.
Erstmals durfte während einer Aufführung im legendären Bayreuther Orchestergraben gefilmt werden. Dabei entstanden Studien von höchster Intimität zur Arbeit des Dirigenten Christian Thielemann. Mit großem filmtechnischen Aufwand begleiteten die Filmemacher eine zweitägige Orchesterprobe Thielemanns zur "Götterdämmerung". Ein für diese Produktion geführtes Gespräch zwischen Wolfgang Wagner und dem Dirigenten ist wahrscheinlich das letzte Filmdokument vom Patriarchen und gewissermaßen so etwas wie sein Vermächtnis.
Außerdem konnten Proben der aktuellen Neuinszenierungen gedreht werden, unter anderem von Katharina Wagners "Meistersinger von Nürnberg". Und Mitglieder der Familie Wagner sowie führende Wagner-Interpreten standen für Interviews zur Verfügung.
Bei ihren Recherchen haben die Filmemacher eine einzigartige Sammlung von historischem Filmmaterial und Fotos zur Geschichte der Bayreuther Festspiele zusammengetragen. Die frühesten Filmaufnahmen zeigen das Festspielhaus, die Villa Wahnfried und die Familie Wagner im Jahr 1919. Einzigartige Privatfilme dokumentieren die Besuche Hitlers seit 1933. Große Inszenierungen wurden seit den 70er Jahren fürs Fernsehen aufgezeichnet und sind in Ausschnitten zu sehen.
In drei Akten erzählt Wagners "Götterdämmerung" vom endgültigen Zerfall der bestehenden Ordnung, vom Ende und Tod der Götter und der Menschen. Mehr als jede andere ist gerade diese Oper zum Symbol für die Geschichte der Bayreuther Festspiele geworden. Dort wurde sie am 17. August 1876 uraufgeführt. Und für jeden Dirigenten und jeden Regisseur ist dieses abschließende Werk von Wagners Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" ein besonderes Ereignis.
("www.arte.tv.de")
Talestri
(2009, Meck-Pom) den kompletten Zyklus - ebenfalls eine tolle Wiedergabe - gesendet)
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Südafrika hat die Oper für sich entdeckt! Vor allem die Jugendlichen des weiten Landes begeistern sich für Operngesang. Selbst in den entlegensten Winkeln trifft man Teenager, meist Schwarze, die mit klangvollen Stimmen Arien von Mozart und Verdi schmettern, als gäbe es nichts Selbstverständlicheres. Das ist weit mehr als eine Kuriosität, denn bis in die 90er Jahre war die Oper in Südafrika allein der weißen Elite vorbehalten. Was also hat es mit dieser erstaunlichen südafrikanischen Opernbegeisterung auf sich?
Singen ist in Südafrika so populär wie Fußball. Das liegt in der starken Chortradition begründet: Fast alle Südafrikaner singen in Chören. Das Land am Kap der Guten Hoffnung verfügt deshalb über ein enormes Potenzial an hervorragenden Stimmen. Die Cape Town Opera, Afrikas einziges Opernhaus mit ganzjährigem Spielbetrieb, hat dies erkannt. Einmal im Jahr reist deshalb ein Kleinbus mit den besten Nachwuchssängern des Opernhauses durch ganz Südafrika.
Die jungen Opernstars sollen Schüler mit ihrem Gesang begeistern und zugleich nach neuen Stimmtalenten Ausschau halten. Der Film erzählt die Geschichte von dieser abenteuerlichen Reise durch Südafrikas Provinzen, von der Begeisterung junger Südafrikaner für die Operntruppe aus Kapstadt und von der Entdeckung ungeahnter Stimmwunder.
Die tourende Sängertruppe ist so unterschiedlich zusammengesetzt wie die Vielvölkernation Südafrika: Schwarze, Weiße und Coloureds, die südafrikanischen Farbigen. Ihre persönlichen Geschichten sind berührend und zum Teil erschütternd: Viele Schwarze stammen aus den Townships und sind dort in großer Armut aufgewachsen. Der Film stellt sie als starke, selbstbewusste junge Künstlerpersönlichkeiten vor und liefert so überraschende Einblicke in das Lebensgefühl der Post-Apartheid-Generation.




Bist ja nur neidisch, dass Johannes dir zuvor gekommen ist. So ist das im Leben, mein Lieber - den Aufmerksamen und Umsichtigen gehört die WeltOh Gott, Du alter Schleimer![]()
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