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Agravain

Der Imperator

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41

Mittwoch, 19. Mai 2010, 09:43

Wieder fantatstisch:



:wink: Agravain
Was ein richtiger Musiker sein will, der muß auch eine Speisekarte komponieren können. (Richard Strauss)

42

Mittwoch, 19. Mai 2010, 11:58

So. Jetzt hab ich alle drei Aufnahmen von Horowitzens Rach 3. Warum? :pinch: ^^

"Habe mir soeben die Siebente von Beethoven mit Kleiber auf ZdF-Kultur angesehen. Sowohl klanglich als auch dartellerisch (Kleiber am Pult) grandios. Er bewegt sich in dieser Aufnahme mehr als Bernstein und auch schneller und schwitzt auch mehr."

43

Mittwoch, 19. Mai 2010, 13:42



Die mittleren drei Quartette aus Opus 76. :D
Und noch einmal die CD. Diesmal aber nur Nummer 4. Ob man das wohl tothören kann?



?

44

Mittwoch, 19. Mai 2010, 13:58



Daraus G480 (weil ich eben dieses Konzert heute Abend live höre)

45

Mittwoch, 19. Mai 2010, 14:00

Vincent d'Indy (1851 - 1931)

Symphonie Nr. 3 D-Dur op. 70 "Sinfonia brevis de Bello Gallico" (1916 - 1918)

Diptyche méditerranéen op. 87 (1925 - 1926)

Iceland Symphony Orchestra
Rumon Gamba



Davidoff
Verachtet mir die Meister nicht!

46

Mittwoch, 19. Mai 2010, 14:01

Und ich höre Bruckners Sechste, weil eben diese heute Abend mit Paavo Järvi in der Alten Oper ansteht

"Habe mir soeben die Siebente von Beethoven mit Kleiber auf ZdF-Kultur angesehen. Sowohl klanglich als auch dartellerisch (Kleiber am Pult) grandios. Er bewegt sich in dieser Aufnahme mehr als Bernstein und auch schneller und schwitzt auch mehr."

Agravain

Der Imperator

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47

Mittwoch, 19. Mai 2010, 16:37



... weil mein nächster Irland-Urlaub jetzt gebucht ist. :D

:wink: Agravain
Was ein richtiger Musiker sein will, der muß auch eine Speisekarte komponieren können. (Richard Strauss)

Florian Voß

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48

Mittwoch, 19. Mai 2010, 19:26

Am Nachmittag aus dieser Box D 960 und 12 Ländler



Der Schuchter ist schon ein unterschätzter Pianist, und er spielt einen Bösendorfer (also halbHIP :wacko: )

.




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Eine Krähe war mit mir
aus der Stadt gezogen

Florian Voß

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49

Mittwoch, 19. Mai 2010, 19:34

Heute Morgen aus dem Briefkasten gefischt, und jetzt läuft die erste CD, Bart van Oort an dem Nachbau eines Walter-Fortepiano. Klingt schön



.




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Eine Krähe war mit mir
aus der Stadt gezogen

Cherubino

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50

Mittwoch, 19. Mai 2010, 19:46

Ich träume vom Sommerurlaub und höre Musik aus Venedig...

Ich mag Heinz Holligers sehr speziellen Ton ja nicht immer, aber bei dieser italienischen Barockmusik gefällt er mir sehr gut... das Ensemble I Musici schätze ich ohne hin sehr, also rundum gelungene Aufnahmen!
Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

51

Mittwoch, 19. Mai 2010, 21:01

Heute Morgen lief



mit Aufnahmen von Leonard Bernstein. Nach Ravels G-dur- Konzert mit Lenny als Dirigenten und Solisten zwei eigene Stücke, einmal Symphony Nr. 1 "Jeremiah" und dann Facsimile.

Ansonsten gab es viel Gluck, vor allem seine Armide, wo mir ein Rundfunkmitschnitt unter Ryan Brown vorlag. Allein und im Vergleich hat sich die Einspielung gut gehalten, Näheres demnächst im entsprechenden Gluck-Thread.

Liebe Grüße Peter
.
Wir stehen im Greisenalter der Welt, darum hat die Schärfe des Geistes nachgelassen, und niemand vermag in dieser Zeit den früheren Schriftstellern gleichzukommen.

(Fredegar, Chronik IV, Prolog; um 650)

52

Mittwoch, 19. Mai 2010, 21:15

Nach einem kleinen Abstecher zu Crumbs Black Angels und Schostakowitschs achtem Streichquartett in folgenden Aufnahmen



kann zu meiner großen Freude nun wieder zum üblichen Programm übergegangen werden. Heute Abend mit dem Quatuor Mosaiques.




Schöne Abende überall wünscht

?

53

Mittwoch, 19. Mai 2010, 21:33

Hallo Florian,
Heute Morgen aus dem Briefkasten gefischt, und jetzt läuft die erste CD, Bart van Oort an dem Nachbau eines Walter-Fortepiano. Klingt schön



.
wolltest Du nicht die hellblaue Box (da sind die ja drinnen)? - Na egal, Hauptsache Du magst Haydn . . . . .
-
Das achte Streichquartett von Shostakovich mit dem Kronos ist grauslichst furchtbar - aber ich wollte eh nur den Crumb . . . . .

Liebe Grüße,

Bernhard


"Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
Joris-Karl Huysmans

54

Mittwoch, 19. Mai 2010, 22:13



Die schöne Nacht


Nun verlaß ich diese Hütte,
Meiner Liebsten Aufenthalt,
Wandle mit verhülltem Tritte
Durch den öden finstern Wald.

Luna bricht durch Busch und Eichen,
Zephyr meldet ihren Lauf,
Und die Birken streun mit Neigen
Ihr den süßen Weihrauch auf.

Wie ergötz ich mich im Kühlen
Dieser schönen Sommernacht!
O wie still ist hier zu fühlen,
Was die Seele glücklich macht!

Läßt sich kaum die Wonne fassen,
Und doch wollt' ich, Himmel, dir
Tausend solcher Nächte lassen,
Gäb' mein Mädchen Eine mir.


Liebe Grüße Peter
.
Wir stehen im Greisenalter der Welt, darum hat die Schärfe des Geistes nachgelassen, und niemand vermag in dieser Zeit den früheren Schriftstellern gleichzukommen.

(Fredegar, Chronik IV, Prolog; um 650)

55

Mittwoch, 19. Mai 2010, 22:28

Diese:



Penderecki: Streichquartett Nr. 1
LaSalle Quartett

:juhu: :juhu: :juhu:

Adieu,
Algabal
"Tarek sagt 'Halt's Maul oder ich werd' dir ins Gesicht schlagen!' Sam hat die Hosen voll, aber kann auch nicht nichts sagen." (Peter Fox)

56

Mittwoch, 19. Mai 2010, 22:29

Im Nachgang zum gestrigen Konzert zunächst:



jetzt:



Meine CDs sehen zwar jeweils anders aus als hier angegeben, sind aber indentisch. Freue mich auch aufs Siegfried-Idyll, habe ich schon recht lange nicht mehr gehört.
Ekkehard
_________

Oft genügt es, wenn andere gescheit sind (Hans Magnus Enzensberger)

Gurnemanz

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57

Mittwoch, 19. Mai 2010, 22:35

Eben verklungen:

Claude Debussy (1862-1918)
- Six épigraphes antiques (1915)
- Trois chansons de Bilitis (1898)
Albert Roussel (1869-1937)
- Deux poèmes de Ronsard (1924)
Sandrine Piau, Sopran; Hervé Lamy, Tenor; Gilles de Talhouët, Flöte; Arthur Schoonderwoerd, Klavier
Alpha, aufg. 2004



Die drei Werke sind unter dem Motto "Une flûte invisible", mit einigen anderen Werken gekoppelt, über die ganze CD verstreut, eine reizvolle Zusammenstellung. Der Erard von 1907 klingt wunderbar sinnlich und erweckt in mir den Wunsch nach weiteren Debussy-Einspielungen durch Schoonderwoerd (gibt es wohl nicht). Klar artikulierend und poetisch S. Piau (Trois chansons) und H. Lamy (Deux poèmes). Eine wunderbare CD!

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

---
Sprechen heißt: in Tautologien verfallen.
Jorge Luis Borges

58

Mittwoch, 19. Mai 2010, 22:49

Hi Matthias,

Nathanel Berg und später Udo Zimmermanns "Die weiße Rose"in einer Nacht, da ist ja für Gegengift gesorgt. Ich kenne die Musik von Berg noch gar nicht, muß ja nicht gegen die Musik sprechen, aber Nathanael Berg war Nazi-Fan und mit schwedischen Faschisten mit Sympathie zum deutschen NS verbandelt, ließ seine Oper "Engelbrekt", selbsterklärtermaßen eine "Führer-Oper", demonstrativ 1933 nach der Machtübergabe an Hitler in Deutschland aufführen und stellte sich mit seinem Landsmann Kurt Atterberg, ebenfalls zeitweilig Nazi-Sympathisant, als internationales Aushängeschild bei der Nazi-Gegengründung zur Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM), dem "Ständigen Rat für internationale Zusammenarbeit der Komponisten" zur Verfügung. Wäre interessant zu wissen, ob dazu auch etwas im Beiheft steht. Anders als in den von Deutschen besetzten skandinavischen Ländern, ist über schwedische Kollaboration nach 45 auch erst mal weitgehend der Mantel des Schweigens gehüllt worden und solches dann auch erst in mehreren Wellen nach 68 debattiert worden.

Deine Ausfürhungen über Berg - vielen Dank dafür - waren mir vollkommen neu. Eigentlich auch kein Wunder, da in Artikeln in Musiklexika als auch in dem CD-Booklet kein einziges Wort über Bergs Nähe zum NS erwähnt wird.
Es gibt lediglich Andeutungen bezüglich seiner "dunklen Seite": Bis 1939 Tätigkeit im Verteidigungsministerium, ein Mann des Militärs, der gerne Uniform trug, ein "temperamentvoller" Charakter, der auf seine künstlerische Umwelt einen impulsiven, bisweilen aggressiven Eindruck machte, schroff und brutal auftreten konnte.

Demgegenüber werden die sonstigen Lebensumstände (Lebenslauf, Beruf als Tierarzt, Entwicklung als Komponist, Mitwirkung bei der Gründung und Leitung des schwedischen Komponistenverbandes 1914 / 1919 usw.) und natürlich die Beschreibung der eingespielten Werke in aller Ausführlichkeit geschildert.
Mehr kann ich zu diesem Aspekt leider nicht beitragen.

:wink:
Johannes

59

Mittwoch, 19. Mai 2010, 23:05

Diese:



Matthias Pintscher (*1971): Hérodiade-Fragmente. Dramatische Szene für Sopran und Orchester (1999)
Claudia Barainsky (Sopran), NDR-Sinfonieorchester, Leitung: Christoph Eschenbach

Adieu,
Algabal
"Tarek sagt 'Halt's Maul oder ich werd' dir ins Gesicht schlagen!' Sam hat die Hosen voll, aber kann auch nicht nichts sagen." (Peter Fox)

60

Donnerstag, 20. Mai 2010, 00:17

Paßt vielleicht eher in den youtube-Thread, aber ich habe mir gerade "Ich bin der Welt abhanden gekommen" von Gustav Mahler mit Magdalena Kozena unter Leitung von Claudio Abbado angehört:

"http://www.youtube.com/watch?v=11mfvRIKgUA&feature=related"

Und bin dabei der Welt irgendwie für ein paar Minuten abhanden gekommen...

LG :wink:
"Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche." Gustav Mahler

Florian Voß

Lebender Film noir

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61

Donnerstag, 20. Mai 2010, 01:34

wolltest Du nicht die hellblaue Box (da sind die ja drinnen)?


Ähm, du willst nicht schnell n Hunderter überweisen?

.




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Eine Krähe war mit mir
aus der Stadt gezogen

62

Donnerstag, 20. Mai 2010, 08:11

Zum Start in den Tag aus dieser Box die Gurre-Lieder



:wink:
Ekkehard
_________

Oft genügt es, wenn andere gescheit sind (Hans Magnus Enzensberger)

63

Donnerstag, 20. Mai 2010, 08:57

40 CDs - 40 Dirigenten in historischen Aufnahmen, heute Morgen höre ich die letzte aus der Box



Dieser Ehrenplatz ist Rafael Kubelik zugedacht, dessen engagierte Einspielung von Antonin Dvorak: Sinfonie Nr. 8 G-dur am Anfang "seiner" CD steht - ein eindrucksvolles Plädoyer für das Werk Dvoraks durch die spielfreudige Tschechische Philharmonie. Es bleibt bei tschechischen Komponisten. Bedrich Smetana folgt erst mit seinem bekanntesten Stück - und da gibt es von Kubelik mehrere Aufnahmen, eine der beeindruckendsten die nach der Rückkehr in die geliebte Tschechoslowakei. Hier erlebt man Vltava - Die Moldau von dem jungen Dirigenten, die Aufnahme zu loben, heißt Eulen nach Athen tragen. Ein Sahnehäubchen erwartet einen am Ende, die Tondichtung Hakon Jarl,
eine weit weniger bekannte Komposition Smetanas. Vergleiche habe ich da nicht, aber doch die Überzeugung, dass Kubelik dem Werk Gerechtigkeit widerfahren lässt.

Die Reise durch die 40-CD-Box, die ich hier dokumentiert habe, ist eine Reise durch Hörgewohnheiten, Interpretationsansätze, durch gesichertes und bis heute noch ungesichertes Repertoire. Es gibt Kuriositäten, Interpretationen, zu denen ich erst mal weniger Zugang geunden habe. Doch der überwiegende Teil der Box bietet z.T. überraschende Kleinode und großartige Darbietungen hervorragender Musik. Wer nur irgend einen Zugang zu historischen Interpretationen sinfonischer Musik sucht, ist mit dieser Box gut beraten, mit einem einzigartigen Preis-/Leistungsverhältnis. Von der Hörqualität kiann man in der Regel gutes bis sehr gutes Mono erwarten.

Also: weg mit den Scheuklappen HIP-geschulter Rezeption - eine abenteuerliche und immer unterhaltsame Reise durch das alles andere als monolithische Erbe erwartet jeden, der sich auf diese Box einlässt.

Liebe Grüße Peter
(der den Tag mit Mahlers 7. unter Noseda [2010] begann)
.
Wir stehen im Greisenalter der Welt, darum hat die Schärfe des Geistes nachgelassen, und niemand vermag in dieser Zeit den früheren Schriftstellern gleichzukommen.

(Fredegar, Chronik IV, Prolog; um 650)

64

Donnerstag, 20. Mai 2010, 09:03

Ähm, du willst nicht schnell n Hunderter überweisen?
Alternativ dazu könntest Du auch einfach mal schnell 150 Rohlinge herschicken :pfeif:
?

Agravain

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65

Donnerstag, 20. Mai 2010, 09:08

Bei mir läuft erst einmal:



:wink: Agravain
Was ein richtiger Musiker sein will, der muß auch eine Speisekarte komponieren können. (Richard Strauss)

66

Donnerstag, 20. Mai 2010, 09:15

Bei mir geht es gleich los Richtung Bonn - und da freue ich mich auf die Wiederauflage von

Christoph Willibald Gluck: Armide
Labelle, Burden, Houtzeel, Wanroij u.a.
Opéra Lafayette Orchestra and Chorus
Ryan Brown
2010


Die Aufnahme gefällt mir besser und besser.

Liebe Grüße Peter
.
Wir stehen im Greisenalter der Welt, darum hat die Schärfe des Geistes nachgelassen, und niemand vermag in dieser Zeit den früheren Schriftstellern gleichzukommen.

(Fredegar, Chronik IV, Prolog; um 650)

67

Donnerstag, 20. Mai 2010, 09:33

Da es mich seit Tagen sowieso häufig als Ohrwurm quält: Rachmaninows Klaviertrio Nr. 1 g-moll in einem Satz (lento lugubre) op. posth.

Borodin Trio




Bruckners Sechste mit Paavo Järvi gestern war eine zwiespältige Angelegenheit. Die ersten zwei Sätze fand ich perfekt (als Alternative zu Klemp und anderen), das sowieso schon seltsam komponierte Trio konnte mir Järvi nicht näherbringen und das Finale krankte an einer schmerzhaften Blechdominanz, die mir den Putin Järvi schon öfter verleidet hat. Am Freitag kann mans im Radio hören.
"Habe mir soeben die Siebente von Beethoven mit Kleiber auf ZdF-Kultur angesehen. Sowohl klanglich als auch dartellerisch (Kleiber am Pult) grandios. Er bewegt sich in dieser Aufnahme mehr als Bernstein und auch schneller und schwitzt auch mehr."

68

Donnerstag, 20. Mai 2010, 11:11

Bei mir läuft erst einmal:



:wink: Agravain

Ja? Und?

Um die LP-Box streiche ich in Münster schon zwei Jahre rum, aber ich glaube, ich kann Mozartopern kaum noch in solch dicklichem Gewand ertragen. Oder wie macht der Muti sich? Der Inquisitor findet diesen Figaro ganz gut, wenn ich mich recht entsinne, und ich z.B. schätze die Solti-Entführung sehr, die ist nämlich gar nicht wie des Dirigenten andre Mozartiaden.

Falls Du Zeit findest, einige dürre Wörtchen dazu über Deine Tastatur gleiten zu lassen, hier sitzt einer, der würde sie glatt lesen.


Alex :wink:

"And in the end the love you take is equal to the love you make."

The Beatles - Abbey Road


69

Donnerstag, 20. Mai 2010, 11:14

Hier lief heute schon jede Menge, zuletzt dann diese:



Frisch, durchdacht und musikantisch.


Alex :wink:

"And in the end the love you take is equal to the love you make."

The Beatles - Abbey Road


70

Donnerstag, 20. Mai 2010, 11:21

Zitat

Frisch, durchdacht und musikantisch.


Schon witzig, was ein Name ausmachen kann. Ich kenne das Melos Quartett gar nicht (doch, ich habe Schuberts D 956 mit ihm und Rostropowitsch), aber allein der Name lässt mich an das Gegenteil von frisch denken, also an Eiche rustikal.

Bei mir läuft:



Kann ich aber noch nichts zu sagen, weil ich gerade erst erstkontakte.

:wink: Thomas

Florian Voß

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71

Donnerstag, 20. Mai 2010, 13:19

Alternativ dazu könntest Du auch einfach mal schnell 150 Rohlinge herschicken


Päckchen ist gepackt, wie war doch gleich die Adresse?
:D :D
:D

.




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Eine Krähe war mit mir
aus der Stadt gezogen

Florian Voß

Lebender Film noir

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72

Donnerstag, 20. Mai 2010, 13:21

Schnell noch gekauft, bevor sie teuer wird... und jetzt im Laufwerk. Mh, die Klaviersonaten sind schon mal besser.



.




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Eine Krähe war mit mir
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Gurnemanz

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73

Donnerstag, 20. Mai 2010, 14:03

Soeben erklang:

Claude Debussy (1862-1918)
- Streichquartett g-moll op. 10 (1893)
Maurice Ravel (1875-1937)
- Streichquartett F-dur (1902/03)
Quartetto Italiano
EMI, aufg. 1954/59



Wie die Vier die Musik erglühen lassen - bewunderungswürdig! Intensives, feinnerviges Musizieren - kann mir nicht vorstellen, daß das noch besser geht (alle Feinde von Superlativen: Bitte um Nachsicht!).

Auch das Streichquartett Nr. 12 von Darius Milhaud: ein Kleinod!

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

---
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Jorge Luis Borges

74

Donnerstag, 20. Mai 2010, 14:13

Habe mich anstecken lassen und höre jetzt die Rolling Stones mit Exile on Main Street:


.

Verdammt groß!


"Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
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75

Donnerstag, 20. Mai 2010, 16:11

Sergei Rachmaninov:

Liturgie des heiligen Johannes Chrysostomus op. 31:



Es singt derChor des Litauischen Rundfunks unter der Leitung von Sigvards Klava

Ich komme erst jetzt zum Hören der Aufnahme, obwohl die CD schon zwei Wochen bei mir auf Halde liegt ;+)

Das ich die Liturgie gehört habe, ist auch schon eine Weile her. Also in mehrfacher Hinsicht eigentlich Neuland, da mir der Chor bisher auch unbekannt war.

:wink: :wink:

Christian
Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

Cato der Ältere

76

Donnerstag, 20. Mai 2010, 16:56

Bisher noch meine einzige Winterreise mit Pianoforte. Es wird aber sicherlich nicht die letzte bleiben.




Der Klang passt gerade zu diesem Zyklus besonders gut, finde ich, und beide Interpreten gestalten ihn sehr nuanciert und sensibel. Das Karge, Spröde wird betont und nicht in einem sinnlichen Klang aufgehoben. Die Kontraste zwischen der Erinnerung, die hier leise und verhalten klingt und dem unwirtlichen "Jetzt" kommen stark zum Ausdruck; betont wird auch das Irreale, manchmal Traumwelthafte. Und das Ende der Reise bleibt hier wirklich offen.

Viele Grüße
Federica
The moon looks on them all: the healers and the brilliant talkers, the eccentrics and the silent walkers, the dumpy and the tall.
(W.H. Auden)

Amfortas09

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77

Donnerstag, 20. Mai 2010, 19:43

Erich Herrman Meyer (1905 - 1988): Streichquartette 1 - 6 (Ulbrich-Quartett, Suske-Quartett und Streichersolisten der Dresdner Staatskapelle)

Leider nicht auf handelbarer CD erhältlich (Siehe Youtube-Thread). Fetzige Kammermusik. Wer Ernst Krenek oder Fartein Valen mag, wird auch die Quartette von Meyer mögen. Meine Favoriten daraus sind 3, 4, 5 und 6.....

:wink:
so ziehe ich den Dummköpfen die Narren vor — deren ich einer bin, was, leider ! gewiss ist... C.B.

Cherubino

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78

Donnerstag, 20. Mai 2010, 20:47

Ich höre schon wieder diese CD hier:

Doch, Barockmusik liegt Holliger ganz eindeutig - und die Musik ist eh herrlich und macht gute Laune!
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Agravain

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79

Donnerstag, 20. Mai 2010, 20:53

Bei mir läuft erst einmal:



:wink: Agravain

Ja? Und?

Um die LP-Box streiche ich in Münster schon zwei Jahre rum, aber ich glaube, ich kann Mozartopern kaum noch in solch dicklichem Gewand ertragen. Oder wie macht der Muti sich? Der Inquisitor findet diesen Figaro ganz gut, wenn ich mich recht entsinne, und ich z.B. schätze die Solti-Entführung sehr, die ist nämlich gar nicht wie des Dirigenten andre Mozartiaden.

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Ew. Exzellenz,

well, well, was soll ich sagen. Da ich kein unbedingter HIPler bin, habe ich keine Probleme damit, einen, sagen wir einmal: fulminanteren Mozart zu hören. Aber Mutis Mozart ist idR kaum dicklich, weder in seinen Operneinspielungen noch in den Aufnahmen der Symphonien. Ähnlich wie sein späterer "Don Giovanni" aus Wien, so ist auch dieser "Figaro" zupackend, griffig, (im Kritikerdeutsch) "mit Verve" musiziert. Da dümpelt nichts vor sich hin, da geht es immer vorwärts, sodass man gleichsam heraklitisch ausrufen möchte: "Ja, dat tut fließen." Und das ist eines der für mich entscheidenden Kriterien, wenn es darum geht die Frage zu klären, ob ein Opus aus der Feder des Joannes Chrysostomus Wolfgangus M. trefflich auf Tonträger gebannt worden ist. Aufnahmetechnisch ist die Einspielung ebenfalls sehr gut gemacht, gut durchhörbar, klar strukturiert, eben überhaupt nicht breiig. Tatsächlich empfinde ich die Orchesterbehandlung über weite Strecken als recht kammermusikalisch, dabei jedoch nie ohne eine gewisse Klangpracht. Hört sich komisch an, ist aber so. Die Solistenauswahl ist einigermaßen luxuriös und es gibt keinen brutalen Ausfall. Selbst Thomas Allan, mit dem ich bisweilen schlicht nichts (im Sinne von "nichts") anfangen kann (so z.B. im Barbier oder als Don Giovanni, jeweils unter Marriner), finde ich als Figaro recht ordentlich. Doch Vorsicht ist geboten, denn vielleicht ist auch das auch nur Königlicher (Klaus) Eindruck. :D
Unterthänigst,
:prost: Agravain
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80

Donnerstag, 20. Mai 2010, 21:14

Wir danken überthänigst, edler Ritter, für diese fantastische Zustandsbeschreibung eines Sachverhalts, der offensichtlich auch in unsrer Welt vorkommt. Das macht mich leider neugierig, wollen hoffen, daß der Händler in Münster die Scheiben noch dahat.

Tatsächlich empfinde ich die Orchesterbehandlung über weite Strecken als recht kammermusikalisch, dabei jedoch nie ohne eine gewisse Klangpracht. Hört sich komisch an, ist aber so.
Das hört sich überhaupt nicht komisch an, ich kenne sowas selbst und habe es bei Mutis Figaro erhofft. Von diesem Dirigenten hab ich, glaub ich, bloß seinen Gluck-Orfeo im Regal, das kann man schließlich auch anhören, muß ich sagen. Und ich liebe ja nuneinmal Margret Price...

Danke Dir!


Alex :wink:

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