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Agravain

Elgarian

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881

Freitag, 25. Juni 2010, 11:20

Weiter mit Berlioz:



:wink: Agravain
Was ein richtiger Musiker sein will, der muß auch eine Speisekarte komponieren können. (Richard Strauss)

882

Freitag, 25. Juni 2010, 12:00

Daraus:



Mahler: 6. Symphonie
Philharmonia Orchestra, Leitung: Guiseppe Sinopoli

BOOOAAAAAAAAHH - geht der Sinopoli mir auf den Zeiger !!!! Was für ein tranig-unsensibles Geschleppe, das hin und wieder mal mit Zuckerwatte aufgelockert wird ... :shake: Mein Gott nochmal !

Adieu,
Algabal


Nach spontaner Hörung des ersten Satzes kann ich hier nur aufs Vehementeste widersprechen! Um in deiner Diktion zu bleiben:
BOOOOAAAAH, was für eine mit- und hinreißende Interpretation! Was für fantastische rubati, die doch nie den Fluss und die musikalische Sinngestaltung unterbrechen! Was für eine Klangsinnlichkeit, die doch nie zum Selbstzweck wird! Was für eine Detailgenauigkeit, was für eine Durchhörbarkeit der Stimmen, was für ein Sinn für die Struktur der Musik, und doch überwiegt in keinem Moment analytische Trockenheit!

Je mehr ich mich durch diese Box durchhöre (bisher: die Dritte und Teile der Siebten), umso mehr steigt meine durchaus schon vorhandene Sinopolibegeisterung ins Unermessliche.

Grüße
vom Don

883

Freitag, 25. Juni 2010, 12:23

Inzwischen im Scherzo.
Dieses rotzig-bratzige Blech, diese schrillen Spitzentöne in Flöten und Geigen! Es ist einfach faszinierend, zu hören, wie Sinopoli die klanglichen Möglichkeiten des Orchesters bis ins Niegehörte auslotet!
Und wie er bei Minute Fünf (habe gerade keine Partitur da) so plötzlich das Tempo rausnimmt, dass der ganze Satz fast abzustürzen droht in diesem irren, radikal verlangsamten Ländlerrhythmus - bis es wieder weitergeht mit dem verrückten Totentanz im Blech. Was für eine Brutalität. Irre. Habe ich so noch nie gehört.
Andere Stelle: die auf- und abschwellenden crescendi-decrescendi ab 6:30. Hörte man das isoliert, würde man ohne weiteres auf zweite Hälfte 20. Jahrhundert tippen. (Penderecki zB?)

884

Freitag, 25. Juni 2010, 12:50

Bei mir läuft gerade:



Live-Aufnahme vom 2.4.1960.

:wink:
Renate
Dem Vogel, der heut sang, dem war der Schnabel hold gewachsen (Meistersinger)

885

Freitag, 25. Juni 2010, 12:58

Mich hat mal wieder das Ries-Fieber gepackt:



Symphonie Nr. 1

Unglaublich was das Zürcher Kammerorchester unter Griffiths für ein Feuerwerk abbrennt.
Erstickt bald vor lachen, weil es hier immer so lustig und geistreich zugeht.

886

Freitag, 25. Juni 2010, 14:24

Bei der Boesset-Platte gestern Lust auf mehr Claire Lefilliâtre und Le Poème Harmonique bekommen. Jetzt läuft:

Kunst ist vom Geist beherrschte Magie. Kunst als erfahrene Möglichkeit von Freiheit. Plötzlich spüren Sie beim Hören etwas fast naturhaft - wie ein Blitz: Und Sie hören als ein Veränderter, sind auf ganz neue Weise dabei. (Helmut Lachenmann)

Florian Voß

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887

Freitag, 25. Juni 2010, 14:35

Zacharias macht das schon nicht schlecht, das große Drama, das brutal Verzweifelte gibt´s hier nicht.


Na, Gott sei dank spielt Zacharias den Franz Schubert nicht so brachial wie Richter (dessen exaltiertes Spiel ich nicht wirklich gut ab kann). Hör dir mal von Z. die D 845 an, die ist überwältigend gut gespielt, aber verhalten.

.




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Eine Krähe war mit mir
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Florian Voß

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888

Freitag, 25. Juni 2010, 14:43

Bei mir jetzt die Symphonien Nr 2, 3 und 4 von Haydn (auf der Webpage "haydn107.com" zu finden) - besonders das Andante von Nr 4 ist herzzerreissend schön. Die 2. und 3. interpretiert von Hogwood, die 4. von Adam Fischer, den ich bisher nicht kannte, und den ich auf´s erste Hören ganz phantastisch finde. So elegisch, da steh ich ja drauf.
So und jetzt mache ich einen Thread auf, der folgenden Titel haben wird: "Haydns Symphonien - gehört von Alpha bis Omega" (kleiner Scherz :D )

(Vielleicht mach ich´s wirklich... .... ... 8| )

.




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Florian Voß

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889

Freitag, 25. Juni 2010, 15:03

Noch schnell die Nr. 5 von Haydn hinterher geschoben (erneut Adam Fischer). Nr. 6, 7 und 8 habe ich vor ein paar Tagen gehört. Also kommt als nächstes die Nr. 9 dran. Ich hab immer so einen Drang zum Systematischen... So, und jetzt raus in den Garten, das Kind braucht Auslauf.

.




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Agravain

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890

Freitag, 25. Juni 2010, 15:43

Noch einmal: Berlioz' Symphonie fantastique



Hammer!

:wink: Agravain
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Florian Voß

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891

Freitag, 25. Juni 2010, 16:59

Und nun die 9. und 10. Symphonie von Haydn, wow, schon mehr, als Beethoven je geschrieben hat. Beide von Adam Fischer.

.




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ThomasBernhard

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892

Freitag, 25. Juni 2010, 17:06

Bevor ich fatalerweise noch den Sinopoli-Zyklus (gar vielleicht den Tennstedt und Abravanel auch noch...) aufgeschwatzt bekomme (ich bin da nur allzu schnell zu beeinflussen), sollte ich mal weiter meine Gielen- und Svetlanov-Zyklen abarbeiten...



:wink:

"Es gibt halt so Sachen die sind problematisch, und Autobahn geht gar nicht, finde ich." (J. B. Kerner)

893

Freitag, 25. Juni 2010, 17:33

Zitat

ThomasBernhard:

Bevor ich fatalerweise noch den Sinopoli-Zyklus (gar vielleicht den Tennstedt und Abravanel auch noch...) aufgeschwatzt bekomme (ich bin da nur allzu schnell zu beeinflussen),...


Du auch? :D Ich wollte mir Sinopoli eigentlich für den nächsten Monat aufheben, aber wie das so ist: Hier mitgelesen, bei youtube reingehört (in die Erste) und dann doch schwach geworden... :faint:

:wink: Federica
The moon looks on them all: the healers and the brilliant talkers, the eccentrics and the silent walkers, the dumpy and the tall.
(W.H. Auden)

ThomasBernhard

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894

Freitag, 25. Juni 2010, 17:37

Jaja, klar, ich auch. Und da fällt mir ein, dass ich meinen audite-Kubelik auch noch ein bisschen ausweiten müsste. naja. Aber der Sinopoli wird mir erst bestellt, wenn ich mich einigermaßen durch die Gielen- und Svetlanov-Boxen durchgehört habe. Der Gielen bereitet mir gerade sowieso schon die allerhöchste Freude!

:wink:
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Florian Voß

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895

Freitag, 25. Juni 2010, 17:42

Bei mir vorm Abendessen noch die 11. Symphonie von Haydn, unter dem Dirigat von Adam Fischer. Der erste Satz ist schon mal traumhaft.

.




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Eine Krähe war mit mir
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896

Freitag, 25. Juni 2010, 18:14

Zitat
ThomasBernhard:

Bevor ich fatalerweise noch den Sinopoli-Zyklus (gar vielleicht den Tennstedt und Abravanel auch noch...) aufgeschwatzt bekomme (ich bin da nur allzu schnell zu beeinflussen),...



Du auch? :D Ich wollte mir Sinopoli eigentlich für den nächsten Monat aufheben, aber wie das so ist: Hier mitgelesen, bei youtube reingehört (in die Erste) und dann doch schwach geworden... :faint:
Das kommt mir sehr bekannt vor :D . Bei mir genügen auch meist einige positive Hin-und-Hers im Forum und schon ist die Versuchung furchtbar groß. Aber diesmal habe ich (noch) widerstanden und mir vorgenommen,erst meinen Bernstein-Zyklus durchzuhören!


Nun aber zum Ablenken von Mahler-Begehrlichkeiten:



:wink:
Renate
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Agravain

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897

Freitag, 25. Juni 2010, 18:39

Gerade für 'n Appel und 'n Oeuf ergattert und darum nun daraus die Fünfte:



:wink: Agravain
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898

Freitag, 25. Juni 2010, 18:43

Bei mir lief heute auch Mahler:

Und da fällt mir ein, dass ich meinen audite-Kubelik auch noch ein bisschen ausweiten müsste


Da ziehe ich den Audite-Kubelik, den ich auch noch nicht ganz vollständig habe, aber Sinopoli, nach den Symphonien, die ich bis jetzt mit ihm kenne, aber bei weitem vor. Und neben Audite-Kubelik muß wohl auch hier weiterverfolgt werden:



Gürzenich-Orchester mit Markus Stenz

:juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:



Bamberg SO mit Jonathan Nott

:juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

Zum Vergleich die 5 auch mit Kubelik:



:juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

Muß ich aber noch ein paar mal hören, um darüber mehr schreiben zu können.

:wink: Matthias

Agravain

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899

Freitag, 25. Juni 2010, 19:15


Da ziehe ich den Audite-Kubelik, den ich auch noch nicht ganz vollständig habe, aber Sinopoli, nach den Symphonien, die ich bis jetzt mit ihm kenne, aber bei weitem vor.


...wobei ich den Hinweis angebracht finde, dass ein qualitativer Vergleich gerade dieser beiden (ähnlich wie Kubelik - Bernstein) aufgrund des völlig disparaten Mahler-Verständnisses nicht unproblematisch ist. Ich bin dafür, beide zu hören. :D

:wink: Agravain
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Florian Voß

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900

Freitag, 25. Juni 2010, 20:03

Weiter mit Nr. 12 + 13 von Haydn. Ich bleibe bei Fischer.

So sieht im übrigen die dazu gehörige Box aus:



.




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Eine Krähe war mit mir
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901

Freitag, 25. Juni 2010, 20:38

...wobei ich den Hinweis angebracht finde, dass ein qualitativer Vergleich gerade dieser beiden (ähnlich wie Kubelik - Bernstein) aufgrund des völlig disparaten Mahler-Verständnisses nicht unproblematisch ist. Ich bin dafür, beide zu hören.


Voll zugestanden, aber was mein Mahlerverständniss betrifft, werde ich wohl erst einmal mich um die Vervollständigung einiger anderer Mahler-Zyklen kümmern, bevor ich es vielleicht noch mal mit Sinopoli versuche.

Bei mir lief zuletzt aber nicht mehr Mahler, sondern eine Decca-CD mit folgender Kombination:

Edvard Grieg: Konzert für Klavier und Orchester 0p. 16
Clifford Curzon , London SO, Øyvin Fjeldstad


:juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

Unter den eher dramatischen Interpretationen die beste, die ich bisher gehört habe, dennoch sehr fein und farbig ausgeleuchtet. Auf diese Interpretation und Fjeldstad bin ich von Carsten hingewiesen worden. Øyvin Fjeldstad sagte mir gar nichts, aber wenn der auch nur häufig annähernd so gut war, dann war das ein ganz außerordentlich guter Dirigent.

César Franck: Symphonische Variationen für Klavier und Orchester
Clifford Curzon, London Philharmonic O., Sir Adrian Boult


Auch das eine recht gute Einspielung.

Robert Schumann: Klavierkonzert Op. 54
Friedrich Gulda, Wiener Philharmoniker, Volkmar Andrae


:juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

Auch das eine äußerst dramatische, sehr gelungen schwungvolle Einspielung, die ich ab jetzt unter meine Favoriten dieses tollen Konzerts rechnen muß.

:wink: Matthias

Agravain

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902

Freitag, 25. Juni 2010, 20:41

So, bei mir geht es jetzt auf den Logenplatz meiner Home-Opera. Man gibt:



:wink: Agravain
Was ein richtiger Musiker sein will, der muß auch eine Speisekarte komponieren können. (Richard Strauss)

Florian Voß

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903

Freitag, 25. Juni 2010, 20:44

Eigentlich will ich ja die ganze Zeit schon aufhören, und stattdessen lesen. Aber dann sage ich mir: eine noch. Also die 14. von Haydn. Selbes Dirigat wie zuvor.

.




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Eine Krähe war mit mir
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904

Freitag, 25. Juni 2010, 21:34

Nach Oper jetzt aus dieser:



Sinfonie Nr. 1


Und vor dem Schlafengehen auch noch Sinfonie Nr. 2, die ich Anfang 2011 live hören werden.

:wink:
Renate
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905

Freitag, 25. Juni 2010, 22:30

Bei mir ging es weiter mit einem anderen meiner Favoriten von Einspielungen von Robert Schumanns Klavierkonzert.



Andreas Staier: Hammerklavier
Orchestre des Champs Élysées - Philippe Herreweghe


:juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

Inniger als mit Gulda/Andrae, aber auch nicht ohne Dramatik und mit noch besser ausbalanciertem Orchesterklang in HIP. Außerdem mag ich inzwischen auch den Holzbläser-Klang der Wiener nicht mehr, wenn das auch mir nicht eine ansonsten sehr gute Aufnahme vermiesen kann.

Inzwischen aber schon länger ebenfalls Haydn mit Adam Fischer, jedoch mit seinen neueren Aufnahmen mit seinem kakanischen Haydn-Orchester.



Symphonien Nr. 88 & 101 & L'Isola dissoluta-Ouvertüre
Österreich-Ungarische Haydn-Philharmonie - Adam Fischer


:juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

Das ist die zweite Haydn-CD, die ich mit A. Fischer und diesem inzwischen mindestens Semi-HIP-Orchester auf MDG kennenlerne und sie hält, was meine erste versprach.

:wink: Matthias

906

Samstag, 26. Juni 2010, 00:21

(gar vielleicht den Tennstedt und Abravanel auch noch...) aufgeschwatzt bekomme


Abravanel musst du natürlich unbedingt haben!

907

Samstag, 26. Juni 2010, 00:43

Abravanel musst du natürlich unbedingt haben!


Stimp! Und was die Sinopoli-Box betrifft, die seit zwei Wochen auch mich beschäftigt, vermag ich des Dons Euphorie zwar nicht ganz, aber fast zu teilen. Nur selten habe ich dabei das Gefühl, dass Mahler genau so klingen müsse. Gleichwohl bin ich auf weite Strecken äußerst beeidruckt, dass Mahler auch so klingen kann. Die Interpretation legt Wert auf Emotionalität, Transparenz und absolute Schlüssigkeit jeden musikalischen Gedankens. Momentan scheinen mir die 1., 5., 7. und 8. die Highlights zu bilden, aber auch das LvdE mit einer fabelhaften Iris Vermillion ist nicht zu verachten. Ich bedaure sehr, Sinopolis Mahler nicht schon viel früher kennengelernt zu haben.

Das nächste Mahler-Must-Have ist wohl die 2. mit Paavo Järvi. Das Promo-Video zumindest haut mich aus den Socken :faint:

Hier nun aber eine ganz andere wunderbare Entdeckung:





Danach dann Bartok, zunächst die Sonate für 2 Klaviere & Schlaxeug, dann das 3. Klavierkonzert





Cheers,

Lavine :wink:
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Amfortas09

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908

Samstag, 26. Juni 2010, 09:30

Zitat


Zitat von »Matthias Oberg«

Da ziehe ich den Audite-Kubelik, den ich auch noch nicht ganz vollständig habe, aber Sinopoli, nach den Symphonien, die ich bis jetzt mit ihm kenne, aber bei weitem vor.

...wobei ich den Hinweis angebracht finde, dass ein qualitativer Vergleich gerade dieser beiden (ähnlich wie Kubelik - Bernstein) aufgrund des völlig disparaten Mahler-Verständnisses nicht unproblematisch ist. Ich bin dafür, beide zu hören. :D
ich habe mir die Studiokonserve von M6 mit dem Philharmonia O. unter Sinopoli noch nicht reingezogen, aber ich kann diesen Mitschnitten von M6 durchaus eine ganze Menge abgewinnen:

Berliner Philharmoniker, Berlin, 19.09.86 Sinopoli
Radio Symphonie Orchester Stuttgart 05.08.85 Sinopoli

:wink:
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Maggie

Nordlicht

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909

Samstag, 26. Juni 2010, 10:13

Hallo zusammen,

bei mir jetzt etwas für "Nebenbei" :D

Die Urlaugskoffer packen sich ja leider nicht selbstständig. :evil:





LG

Maggie
De Natur äuwt ehre Macht up jegliches Hart ut; äwer dat Hart möt mit die Natur stimmen, dat möt klor un uprichtig för den Sonnenstrahl apen dorliggen. (Fritz Reuter)

Agravain

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910

Samstag, 26. Juni 2010, 10:14

Nur selten habe ich dabei das Gefühl, dass Mahler genau so klingen müsse. Gleichwohl bin ich auf weite Strecken äußerst beeidruckt, dass Mahler auch so klingen kann. Die Interpretation legt Wert auf Emotionalität, Transparenz und absolute Schlüssigkeit jeden musikalischen Gedankens.


So scheint es mir auch. Sinopoli musiziert keinen Mainstream-Mahler, weicht bisweilen von den üblichen Spiel- und Hörgewohnheiten ab, erschließt so ganz neue Räume und ist als Interpret ausgesprochen eigenständig und integer.
Ich besitze noch die Hochpreis-Box, die ich mir unwissenderweise kurz vor Erscheinen der Neuauflage in der Eloquence-Serie angeschafft habe ( :cursing: ). Daraus nun die Vierte. Es singt Edita Gruberova:



:wink: Agravain
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911

Samstag, 26. Juni 2010, 10:38

Andreas Staier: Hammerklavier
Orchestre des Champs Élysées - Philippe Herreweghe



Koooomisch - obwohl ich diese Interpreten auch sehr schätze, kann ich dieser Aunahme absolut nichts abgewinnen. Sie leidet m.E. zudem unter einem dumpfen, topfigen Klangbild ?(

Was Schumanns Werke für Klavier & Orchester betrifft, habe ich eine hocherfreuliche Entdeckung gemacht:





Vielleicht nicht das non plus ultra, aber doch eine der gelungensten Aufnahmen des op. 54 und der Konzertstücke, die ich kenne. Lupo ist Preisträger des Van-Cliburn-Wettbewerbs, und mit Cliburn würde ich sein Spiel auch durchaus vergleichen wollen. Kraftvoll, virtuos und dennoch durchdacht und sehr romantisch. Das Richtige für den musikalischen Start in ein sonniges Wochenende.


Cheers,

Lavine :wink:
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912

Samstag, 26. Juni 2010, 14:33

Weil ich im Thread über Sviatoslav Richter nicht nur interessiert mitlesen, sondern ihn auch einmal bewusst hören wollte (hatte bisher noch keine Aufnahmen mit ihm):



Die Auswahl von Liedern ist so zusammengestellt, dass es wie ein eigenständiger Zyklus, eine eigene „Reise“ wirkt – wunderschön. :juhu: Und beide Künstler musizieren bei aller Eigenständigkeit großartig zusammen, und das hat bei mir eine Assoziation zu Britten als Liedbegleiter bewirkt - vielleicht ausgelöst dadurch, dass ich die Nach- und Zwischenspiele bei beiden Pianisten als besonders berührend empfinde. Denn so gern ich beide höre, sind doch auch deutliche Unterschiede in der Liedbegleitung auszumachen. Vielleicht gibt es aber auch mehr Gemeinsames als es zunächst für mein Empfinden scheint, aber dazu müsste ich die CD erst einmal häufiger hören. Eine Verbindung von Richter zu Britten kannte ich bisher auch nicht, habe aber ein bisschen gesucht und erfahren, dass sich beide sehr schätzten – und diese Aufnahmen aus Aldeburgh gefunden:



Richter begleitet Fischer-Dieskau bei den Brahms-Liedern, Britten bei Schubert, also werde ich erst einmal begeistert hören und vergleichen. :juhu:

Viele Grüße
Federica
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Amfortas09

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913

Samstag, 26. Juni 2010, 14:38

Zitat





Richter begleitet Fischer-Dieskau bei den Brahms-Liedern, Britten bei
Schubert, also werde ich erst einmal begeistert hören und vergleichen. :juhu:
dieser fetzige Live-Mitschnitt gehört zu meinen Magelone-Favoriten..

:wink:
so ziehe ich den Dummköpfen die Narren vor — deren ich einer bin, was, leider ! gewiss ist... C.B.

Amfortas09

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914

Samstag, 26. Juni 2010, 15:24




endlich mal eine sinnvolle Wiedergabe von Beethovens KK 3
so ziehe ich den Dummköpfen die Narren vor — deren ich einer bin, was, leider ! gewiss ist... C.B.

915

Samstag, 26. Juni 2010, 16:10

(gar vielleicht den Tennstedt und Abravanel auch noch...) aufgeschwatzt bekomme


Abravanel musst du natürlich unbedingt haben!


Da bin ich wieder mit dem Don einig.

Das wird bei Sinopoli 6. wohl nicht gelingen. Ich hab die Symphonie heute nochmals gehört - und finde mich ziemlich bestätigt. Agogische Schrullen, die exaltierten Rubati verleihen der - ohnehin nicht gerade leichtgewichtigen - Musik eine unnötig künstlich pompöse Bedeutungsschwere (Dauernd scheint Sinopoli zu sagen: »Da! Hör hin, Hörer! Mahler teilt Dir da gerade was ganz Gewichtiges mit!«). An einigen Stellen des Kopfsatzes und Scherzos läßt S. die Musik absichtsvoll stocken. Ist nix für mich!

Wie schon gesagt: die 7. und 8. mit S. haben mir immer gut gefallen (sonst hätte ich ie Box jetzt ja auch nicht gekauft). Aber diese 6. ist nichts (und den Kopfsatz der 3. fand ich auch eher harmlos).

Abravanel ist da nakler eine ganz andere Liga (und hat naklar auch ein ganz anderes Mahler-Verständnis ;+) ).

Adieu,
Algabal
"Tarek sagt 'Halt's Maul oder ich werd' dir ins Gesicht schlagen!' Sam hat die Hosen voll, aber kann auch nicht nichts sagen." (Peter Fox)

916

Samstag, 26. Juni 2010, 18:05

Die Lautsprecher zur Terrasse gedreht, und nun läuft dieser Klassiker während der Vorbereitung des Barbecues:





Cheers,

Lavine :wink:
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917

Samstag, 26. Juni 2010, 18:24

Finnish choral music at its best:

Toivo Kuula (1883-1918):
Sämtliche Werke für gemischten und Frauenchor a cappella

Tapiola Chamber Choir & Friends of Kuula, Hannu Norjanen
Finlandia, 1993, 1 CD


:sev: :sev: :sev: :sev:


:wink:
Johannes

918

Samstag, 26. Juni 2010, 18:39

Zwischen zwei Spielen ein wenig Dutilleux:


.

Chil - ähm Cello gegen Orchester und so. Äußerst befriedigende Musik.


"Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
Joris-Karl Huysmans

Gurnemanz

Impressionistischer Spätromantiker

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919

Samstag, 26. Juni 2010, 19:43

Soeben erklingt:

Anton Bruckner (1824-96)
- Symphonie Nr. 8 c-moll (1887-90, Fassung: Haas)
SWR SO; Ltg.: Michael Gielen
Hänssler, aufg. 1990



Hochinteressant!

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

---
Sprechen heißt: in Tautologien verfallen.
Jorge Luis Borges

920

Samstag, 26. Juni 2010, 20:37

:wink:

Nachdem heute erst diese erklang...



habe ich mich entschlossen noch eine weitere wunderbare Lautenaufnahme zu hören:



Beide wirklich sehr schön. Jakob Lindberg konnte ich bereits einmal im Konzert bewundern, allerdings mehr als Begleiter von Emma Kirkby. Aber die Solostücke waren auch ganz hervorragend.

Gruß, Frank
"No matter. Try again. Fail again. Fail better." (Samuel Beckett)

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