Sie sind nicht angemeldet.

Gurnemanz

Impressionistischer Spätromantiker

  • »Gurnemanz« ist männlich

Beiträge: 3 179

Wohnort: an der Bergstraße

  • Nachricht senden

9 921

Montag, 16. Mai 2011, 12:24

In anderen Foren gabs schon mal Threads wie "gravierende Aufnahmefehler", wo dann solche Beispiele gelandet sind. Gibts hier anscheinend noch nicht, oder hab ich den übersehen?
Das Thema gibt es hier tatsächlich noch nicht. Laß Dich nicht abhalten, lieber Geradus: Unter HiFi und Technik dürfte das gut passen. ;+)

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

---
Sprechen heißt: in Tautologien verfallen.
Jorge Luis Borges

9 922

Montag, 16. Mai 2011, 13:00

Die Friedhelm-Döhl-Edition umfasst ja doch viel mehr Teile, als ich dachte...
Bei mir läuft gerade der Dritte:



Der Komponist spielt immer mit.


LG, Peter.
Kaum nimmt Guttenberg kein Haargel mehr, geht Schlecker pleite. Das kann kein Zufall sein!

9 923

Montag, 16. Mai 2011, 13:32

Hallo zusammen,
hallo Amfortas!

na endlich lässt du dich wieder in Capriccio blicken !!!!

:wink:


Ich lese ja brav mit, aber leider geht mir immer wieder die Zeit ab, was zu posten :cry:

Dafür höre ich jetzt die erste CD aus dieser Box:

The Ligeti Project



Mit Ligeti bin ich noch nicht so richtig warm geworden, ähnlich wie mit Hindemith.

Mal sehen, ob die Box was daran ändert... ;+)

Liebe Grüße

Peter

9 924

Montag, 16. Mai 2011, 14:16

Die Suite für Orgel von Duruflé, gespielt von Samuel Kummer in der Dresdner Frauenkirche:




LG, Peter.
Kaum nimmt Guttenberg kein Haargel mehr, geht Schlecker pleite. Das kann kein Zufall sein!

Lionel

Neutöner

  • »Lionel« ist männlich

Beiträge: 571

Wohnort: Irgendwo in Hessen

  • Nachricht senden

9 925

Montag, 16. Mai 2011, 15:29

Musik von Franz Schreker:



Lionel

9 926

Montag, 16. Mai 2011, 15:34

Mit Ligeti bin ich noch nicht so richtig warm geworden, ähnlich wie mit Hindemith

Gestern erst hat mich Hindemiths Violinkonzert begeistert:

Vor allem der Einsatz des Blechs hat mich fasziniert. Sehr unterhaltsam.

9 927

Montag, 16. Mai 2011, 17:11

Zitat Guercoeur im alten Thread:

Zitat

Natanael Berg (1879-1957):
Symphonie Nr. 3 "Makter" ("Mächte") für Orchester 1916/17 & 1930-39
Norrköping Symphony Orchestra, Ari Rasilainen
CPO, 2006, 1 CD


Hallo Johannes,

Nathanel Berg und später Udo Zimmermanns "Die weiße Rose"in einer Nacht, da ist ja für Gegengift gesorgt. Ich kenne die Musik von Berg noch gar nicht, muß ja nicht gegen die Musik sprechen, aber Nathanael Berg war Nazi-Fan und mit schwedischen Faschisten mit Sympathie zum deutschen NS verbandelt, ließ seine Oper "Engelbrekt", selbsterklärtermaßen eine "Führer-Oper", demonstrativ 1933 nach der Machtübergabe an Hitler in Deutschland aufführen und stellte sich mit seinem Landsmann Kurt Atterberg, ebenfalls zeitweilig Nazi-Sympathisant, als internationales Aushängeschild bei der Nazi-Gegengründung zur Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM), dem "Ständigen Rat für internationale Zusammenarbeit der Komponisten" zur Verfügung. Wäre interessant zu wissen, ob dazu auch etwas im Beiheft steht. Anders als in den von Deutschen besetzten skandinavischen Ländern, ist über schwedische Kollaboration nach 45 auch erst mal weitgehend der Mantel des Schweigens gehüllt worden und solches dann auch erst in mehreren Wellen nach 68 debattiert worden.


Lieber Matthias,
woher hast Du das? Halte ich für extrem spannend. Ich habe ein bißchen was von Natanael Berg, meist schwedische Pressungen, oft noch Schallplatten: Auf keinem der Begleittexte steht etwas über eine NS-Kollaboration.
:wink:
Na sdarowje! (Modest Mussorgskij)

9 928

Montag, 16. Mai 2011, 17:43

Bei mir diese Woche BWV 71: Gott ist mein König



Mehr Geistliches Konzert als Kantate, eine von den ganz frühen aus Mühlhausen (zum Ratswechsel 1708).

Gruß, Carola

9 929

Montag, 16. Mai 2011, 19:59



Music for the Lion-Hearted King.
Music to mark the 800th anniverary of the coronation
of King Richard I of England in Westminster Abbey,
3 september 1189.
Gothic Voices. Christopher Page.


Eine interessante CD mit Musik aus der Zeit der Trouvères.


lg vom eifelplatz, Chris.

9 930

Montag, 16. Mai 2011, 20:08

Charles Koechlin (1867-1950):

Les Bandar-log op. 176
Offrande musicale sur le nom de BACH op. 187


Bernhard Haas, Orgel
Michael Korstick, Klavier
Christine Simonin, Ondes Martenot
RSO Stuttgart des SWR,
Heinz Holliger
(hänssler, 2007/08)
Schönheit vergeht, weil Tugend besteht. (Karl Kraus)

9 931

Montag, 16. Mai 2011, 20:12

Bei mir lief eine Aufführung von

Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion

Paul McCreesh interpretierte die Passion am 12.5.2011 im Rahmen der Schwetzinger Festspiele (die auch eine Aufführung von Glucks Telemaco bieten werden!). Aus dem Radioprogramm kann ich keine Solisten erkennen, wenn mir da jemand helfen könnte.

Creeshs Johannes-Passion ist state-of-the-art, was HIP angeht. Vor allem der solistisch besetzte Chor fällt (mir) auf. Rundum eine gute Aufnahme, meine ich. Um sie richtig einzuschätzen, muss ich sie erst einmal auf der großen Anlage hören.

Liebe Grüße Peter
.
Wir stehen im Greisenalter der Welt, darum hat die Schärfe des Geistes nachgelassen, und niemand vermag in dieser Zeit den früheren Schriftstellern gleichzukommen.

(Fredegar, Chronik IV, Prolog; um 650)

Lionel

Neutöner

  • »Lionel« ist männlich

Beiträge: 571

Wohnort: Irgendwo in Hessen

  • Nachricht senden

9 932

Montag, 16. Mai 2011, 20:25

Hallo,

die Übertragung von Bachs Johannespassion mit McCreesh und dem Gabrieli Consort & Players aus dem Speyrer Dom hatte ich mir auch aufgenommen aber ausser den kurzen Ausschnitten, die ich beim Zusammenschneiden hörte, habe ich mir diese Aufnahme noch nicht insgesamt angehört.

Die Gesangssolisten waren:

Mhairi Lawson (Sopran), Barbara Kozelj (Mezzo-Sopran), Nicholas Mulroy
(Tenor; Evangelist) und Marcus Farnsworth (Bass-Bariton; Jesus)

Lionel

Lionel

Neutöner

  • »Lionel« ist männlich

Beiträge: 571

Wohnort: Irgendwo in Hessen

  • Nachricht senden

9 933

Montag, 16. Mai 2011, 20:29

Jetzt Haydns Sinfonien Nr. 98 & 99 aus dieser Box:



Lionel

9 934

Montag, 16. Mai 2011, 20:41

Hallo,

die Übertragung von Bachs Johannespassion mit McCreesh und dem Gabrieli Consort & Players aus dem Speyrer Dom hatte ich mir auch aufgenommen aber ausser den kurzen Ausschnitten, die ich beim Zusammenschneiden hörte, habe ich mir diese Aufnahme noch nicht insgesamt angehört.

Die Gesangssolisten waren:

Mhairi Lawson (Sopran), Barbara Kozelj (Mezzo-Sopran), Nicholas Mulroy
(Tenor; Evangelist) und Marcus Farnsworth (Bass-Bariton; Jesus)


Super! Herzlichen Dank, Lionel! Ich habe für die einzelnen Nummern Tracks angelegt und so die ganze Aufführung angehört, allerdings am Computer. Solange ich das mit Kopfhörern gemacht habe, war es OK, aber einen Gutteil habe ich vom Computer-Lautsprecher gehört. ich werde mir das Ganze auf jeden Fall umgehend noch einmal auf den CDs anhören.

Liebe Grüße Peter
.
Wir stehen im Greisenalter der Welt, darum hat die Schärfe des Geistes nachgelassen, und niemand vermag in dieser Zeit den früheren Schriftstellern gleichzukommen.

(Fredegar, Chronik IV, Prolog; um 650)

9 935

Montag, 16. Mai 2011, 20:54

das mit dem Nüchternsein lässt sich wohl nicht mehr so ganz machen, aber ein bisschen Wachsamkeit lässt sich einrichten

"Habe mir soeben die Siebente von Beethoven mit Kleiber auf ZdF-Kultur angesehen. Sowohl klanglich als auch dartellerisch (Kleiber am Pult) grandios. Er bewegt sich in dieser Aufnahme mehr als Bernstein und auch schneller und schwitzt auch mehr."

9 936

Montag, 16. Mai 2011, 21:33

Diese:



Wolfgang von Schweinitz (*1953): Messe
Cherryl Studer, Gabriele Schreckenbach, William Pell, Boris Carmeli, RIAS-Kammerchor, RSO Berlin, Leitung: Gerd Albrecht

GROSS!

Adieu
Algabal
"Tarek sagt 'Halt's Maul oder ich werd' dir ins Gesicht schlagen!' Sam hat die Hosen voll, aber kann auch nicht nichts sagen." (Peter Fox)

9 937

Montag, 16. Mai 2011, 22:16

Hallo,

heute nachmittag erstmals zur Gänze gehört:

Murad Kaschlajew (* 1931)
"Gorjanka", Ballett in drei Akten (1967)
Großes Konzertorchester des Moskauer Rundfunks / Murad Kaschlajew

Kaschlajews "Gorjanka" (auch: "Das Mädchen aus den Bergen") wird gerne als "erstes dagestanisches Nationalballett" bezeichnet. Sein Sujet ist grob gesagt der Konflikt zwischen Tradition und Moderne. Ein junges Mädchen soll nach alter Sitte (zwangs)verheiratet werden, doch sie widersetzt sich und flieht aus den Bergen Dagestans in die Stadt. Dort beginnt sie ein neues Leben, studiert und genießt ihre Freiheit. Am Ende jedoch holt sie die Rache ihres vormaligen Bräutigams ein: er erscheint in der Stadt, versucht sie zur Rückkehr zu zwingen, und da er erfolglos bleibt, ersticht er sie schlussendlich – womit das Ballett endet.

Kaschlajews Musik ist ein farbenfrohes Spektakel, sehr ohrwurmträchtig, rhythmisch pointiert (mit reichlich Schlagzeug), stark national geprägt, man kann dabei natürlich an Chatschaturjan denken. Kaschlajew hat sowohl klassische als auch Unterhaltungsmusik komponiert; einen ausgeprägten Sinn für (knallige) Effekte lässt auch dieses Ballett klar erkennen. Das macht über weite Strecken enorm viel Spaß, weil die Musik unmittelbar ins Ohr geht und sehr viel "Drive" besitzt, hin und wieder nähert sie sich allerdings der Kitschgrenze. Summa summarum stehen aber 135 äußerst unterhaltsame Minuten zu Buche, auf die ich mich gerne wieder einlasse.

Viele Grüße
Holger

9 938

Montag, 16. Mai 2011, 22:19

Zitat

Auf keinem der Begleittexte steht etwas über eine NS-Kollaboration.

Hallo Edwin,
natürlich wurde das totgeschwiegen, aber es stimmt leider, was über diesen Veterinär mit Uniformtick behauptet wird.

Ich habe mal nachgeforscht, denn ich war mir auch nicht mehr sicher, wo ich das gelesen habe.

Es muß auf dem Begleittext der LP-Veröffentlichung seiner "Traumgewalten" für Orchester von Phono Suecia beschrieben worden sein, welche gekoppelt war mit Atterbergs 3.Sinfonie.
Blöderweise finde ich diese LP im Moment nicht, die wird bei einem LP-Freund in Leverkusen als Leihgabe stehen.........den Atterberg unter Ehrling (für mich die beste Aufnahme) habe ich zwar auf CD, aber da fehlt der N. Berg von der Orginal LP..........

Sorry, ich möchte ja nicht Rufmord betreiben, aber mir ist dieser Plattentext aus Vorinternet und VorCD- Zeiten absolut präsent und deckt sich in meiner Erinnerung mit Mathias' Beschreibungen.

:wink:

Michael
Ich hasse Leute, die einfach mitten im Satz

9 939

Montag, 16. Mai 2011, 22:48

Ich habe ein bißchen was von Natanael Berg, meist schwedische Pressungen, oft noch Schallplatten: Auf keinem der Begleittexte steht etwas über eine NS-Kollaboration.
In der schwedischen Wikipedia Abschnitt 1930 - talet, wird - wenn ich richtig vermute - so etwas erwähnt.


lg vom eifelplatz, Chris.

9 940

Montag, 16. Mai 2011, 23:04

Anton Bruckner: 9. Sinfonie(4. Satz Carragan)

Es spielt eine Philharmonica Festival unter Gerd Schaller. Mein Favorit der viersätzigen Fassung ist immer noch Harding 2007 - ein fulminantes Plädoyer für den 4. Satz vor allem in dieser Fassung. Danach hat sich mein Hören der 9. umgestellt, in den dreisätzigen Fassungen fehlt mir seitdem der 4. Satz - während etwa bei Schuberts "Unvollendeter" mich Ergänzungsversuche nicht überzeugten.

Schade, dass die Harding-Aufführung, die ich in einem Rundfunkmitschnitt habe, nicht auf dem CD-Markt erschien, ein - für mich - nicht nachvollziehendes Defizit. Wer an diesem fantastischen Stockholmer Konzert interessiert ist, kann mich ja per PN erreichen.

Schaller ist nicht schlecht, aber für Bruckner mE zu brav ...

Liebe Grüße Peter
.
Wir stehen im Greisenalter der Welt, darum hat die Schärfe des Geistes nachgelassen, und niemand vermag in dieser Zeit den früheren Schriftstellern gleichzukommen.

(Fredegar, Chronik IV, Prolog; um 650)

9 941

Montag, 16. Mai 2011, 23:18

Was muss man sich gefallen lassen?

Das ist zum jetzigen Zeitpunkt wirklich OT, aber da ich das Thema einmal in diesem Thread begonnen habe, setze ich es auch hier fort. Vielleicht kann es ja einer der Mods in den angedachten Technik-Thread verschieben.

Ich habe eine Frage an die „Techniker“ unter euch: Kann es sein, dass ein Abspielgerät (also hier CD-Player) nicht mit den Übergängen zwischen einzelnen Tracks zurechtkommt? Alarmiert durch eure durchweg positiven Rückmeldungen zur BIS-Technik und auch aufgrund der Tatsache, dass ich mit BIS-Scheiben bisher noch nie Probleme hatte, wollte ich der Sache auf den Grund gehen und spielte die bewusste Aufnahme (Bach, Matthäus-Passion) auf einem anderen Player ab. Und siehe da – die genannten „brutalen“ Brüche und „Löcher“ waren verschwunden! Allerdings hatte ich auch bei diesem Player den Eindruck, dass die Schlussklänge der einzelnen Tracks keine Zeit haben, in Ruhe „auszuklingen“; sie scheinen mir wirklich etwas zu früh ausgeblendet. Aber das mag auch subjektives Empfinden sein.
Jedenfalls werde ich es jetzt auch einmal mit der anderen genannten CD mit MTT (Prokofjew, Romeo und Julia) ausprobieren und euch wieder berichten, dann hoffentlich im richtigen Thread.

Viele Grüße aus dem Odenwald,
harry

9 942

Montag, 16. Mai 2011, 23:28

Happy birthday kleiner Capriccio. Ob er schon sitzt und spricht?
festliche Ouvertüre DSch usf

"Habe mir soeben die Siebente von Beethoven mit Kleiber auf ZdF-Kultur angesehen. Sowohl klanglich als auch dartellerisch (Kleiber am Pult) grandios. Er bewegt sich in dieser Aufnahme mehr als Bernstein und auch schneller und schwitzt auch mehr."

9 943

Montag, 16. Mai 2011, 23:42

Ich habe eine Frage an die „Techniker“ unter euch: Kann es sein, dass ein Abspielgerät (also hier CD-Player) nicht mit den Übergängen zwischen einzelnen Tracks zurechtkommt?

es gibt ja nichts was es nicht gibt...
Das müsste dann aber eigentlich immer dann der Fall sein, wenn Tracks ohne (klingende) Pause aufeinander folgen. In diesem Fall wäre es entweder ein Fehler des CD-Players (er muss in der Lage sein, Tracks nahtlos hintereinander abzuspielen; nur PCs haben häufig Probleme damit) oder du hast ein Problem mit einer besonderen Bedienfunktion: bei manchen Playern gibt es die Möglichkeit automatisch eine festeingestellte Pause (z.B. 3 sek.) zwischen allen Tracks zu setzen. Insbesondere in der CD-Frühzeit war das mal Mode. Soweit ich weiß ist diese "Auto-Pause"-Funktion aber irgendwo deaktivierbar.

Hilft das weiter?
Gerardus

(wenn wir der Frage auf den Grund gekommen sind, wissen wir welchen Thread wir eröffnen sollen...)

9 944

Dienstag, 17. Mai 2011, 00:00

Hallo Gerardus,

es ist zumindest mal ein Hinweis auf eine mögliche Fehlerquelle - vielen Dank! Das auszuprobieren ist mir jetzt allerdings etwas zu spät. Melde mich wieder!

Lieben Gruß,
harry

9 945

Dienstag, 17. Mai 2011, 00:10

Nochmal zum Thema Nathaniel Berg (Beiträge 9927, 9938, 9939):

Ich kenne Nathaniel Bergs Musik überhaupt nicht, habe noch nie ein Werk von ihm gehört. In dem so wichtigen Buch von Fred K. Prieberg „Musik im NS-Staat“ ist er auch nur einmal ganz kurz erwähnt, aber in durchaus bezeichnendem Sinne. Wenn ich nämlich die entsprechende Passage des Buchs richtig interpretiere, muss seine Musik für die damalige Zeit („Engelbrekt“ wurde 1933 in Braunschweig uraufgeführt) so „progressiv“ gewesen sein, dass sie unter „normalen“ Umständen wohl unter die Rubrik „Entartete Kunst“ gefallen wäre, wenn, ja wenn Berg nicht ein „Nordischer“ gewesen und zudem die genannte Oper nicht als „Führer-Oper“ deklariert gewesen wäre. Hatte man also die „richtige“ Hautfarbe und die „richtige“ Gesinnung sowie einen gesunden Opportunismus, ging auch im NS-Staat Einiges. Damit sei aber nicht der Mut von einigen Intendanten und Dirigenten geschmälert, eigentlich unerwünschtes Repertoire auf den Spielplan zu setzen und auch aufzuführen.
Dass NS-Vergangenheiten totgeschwiegen werden, ist ein Gemeinplatz. Auch in dieser Hinsicht werden einem in dem genannten Buch ganz schön die Augen geöffnet. Ich war erschüttert!

Viele Grüße,
harry (diesmal ohne Smiley)

9 946

Dienstag, 17. Mai 2011, 02:46

Bei mir gerade ekstatische Symphonik und emphatische Opernexotik:

Alfredo Casella (1883-1947):
Symphonie Nr. 2 c-moll für Orchester, opus 12 1908-10
BBC Philharmonic Orchestra, Gianandrea Noseda
Chandos, 2009/10, 1 CD



Albert Roussel (1869-1937):
Padmâvatî -
Opern-Ballett in 2 Akten, opus 18 1914-18
Marilyn Horne, Nicolai Gedda, José van Dam, Jane Berbié, Charles Burles, Marc Vento, Laurence Dale u. a.
Orfeón Donostiarra, Orchestre du Capitole de Toulouse, Michel Plasson
EMI, 1982/83, 2 CD



:wink:
Johannes

Zur Zeit sind neben Ihnen 2 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

2 Besucher

Counter:

Hits pro Tag: 2 756,86 | Klicks pro Tag: 11 400,53