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2 441

Dienstag, 7. September 2010, 22:29



Claudio Monteverdi: Quarto Libro dei Madrigali - Cor mio, non mori? e mori!


Cor mio, non mori? e mori!
L'idolo tuo, ch'è tolto
a te, fia tosto in altrui braccia accolto.
Deh, spezzati, mio core!
lascia, lascia con l'aura anco l'ardore;
ch'esser non può che ti riserbi in vita
senza speme e aita.
Su, mio cor, mori! Io moro, io vado; a Dio,
dolcissimo ben mio.





Liebe Grüße Peter
.
Wir stehen im Greisenalter der Welt, darum hat die Schärfe des Geistes nachgelassen, und niemand vermag in dieser Zeit den früheren Schriftstellern gleichzukommen.

(Fredegar, Chronik IV, Prolog; um 650)

Agravain

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2 442

Mittwoch, 8. September 2010, 08:58

Start in den Tag mit - wie hab ich es hier irgendwo gelesen - "unerträglichem Schwulst" :D . Schwülstig? Vielleicht. Gut zu hören? Absolut!
Rachmaninow: Symphonie 1 mit Slatkin.



:wink: Agravain
Was ein richtiger Musiker sein will, der muß auch eine Speisekarte komponieren können. (Richard Strauss)

2 443

Mittwoch, 8. September 2010, 09:42

Zitat

Mal wieder eine meiner Favourites:



Spitzenaufnahme.


ja das ist eine der ganz großen Beethoven S4 Wiedergaben. z.B. Mitschnitte der dt. Kammerphilharmonie unter P. Järvi vom 10.09.09 und das Schwedisches Kammerorchester 19.08.04 (London) unter Dausgaard haben den gleichen Rang....

:wink:


Vielen Dank für die Empfehlungen. Bei mir jetzt diese:



Sehr schöne und abwechslungsreiche CD

:wink:

Agravain

Der Imperator

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2 444

Mittwoch, 8. September 2010, 11:11

Barbers Violinkonzert mit Stern/NYPO und Bernstein:



:wink: Agravain
Was ein richtiger Musiker sein will, der muß auch eine Speisekarte komponieren können. (Richard Strauss)

Agravain

Der Imperator

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2 445

Mittwoch, 8. September 2010, 12:05

Hier wird weiter gefiedelt. Jetzt gibt es Elgar, gespielt von Accardo:



:wink: Agravain
Was ein richtiger Musiker sein will, der muß auch eine Speisekarte komponieren können. (Richard Strauss)

2 446

Mittwoch, 8. September 2010, 12:41



Heute Morgen ein Medley um Robert Gilbert, Sohn des Operettenkomponisten Jean Gilbert, und selbst ein begnadeter Textdichter.Als Jude musste er fliehen, erst nach Österreich, dann über Frankreich in die USA. Nach dem Kriege kehrte er zurück und schenkte uns u.a. den deutschen Text zu "Fair Lady".

Auf der CD hört man die Comedian Harmonists ("Das ist die Liebe der Matrosen", "Ein Freund, ein guter Freund"), die King's Singers ("Liebling, mein Herz lässt dich grüßen"), Marlene Dietrich ("Durch Berlin fließt immer noch die Spree"), Hans Albers ("Hoppla,jetzt komm ich"). Weintraub Syncopators ("Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh'n") und Lilian Harvey ("Das gibts nur einmal").

Ein Werk, das Gilbert mitgestaltete, "Das Weiße Rössl" von Benatzky, steht bei mir auf der Warteliste, der Projekte, bei denen ich schon einen Initialtext formuliert habe, aber den Thread noch nicht eröffnen konnte. Der Klavierauszug ist zur Hand, da mache ich mich die Tage ans Werk ...

Liebe Grüße Peter
.
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(Fredegar, Chronik IV, Prolog; um 650)

2 447

Mittwoch, 8. September 2010, 13:34

Diese:



Noam Sheriff: Mechaye Hametim / Revival of the Dead. Symphonie für Tenor, Bariton, Knabenchor, Männerchor und Orchester
Joseph Malovany (Tenor), Lieuwe Visser (Bassbariton), Tölzer Knabenchor, Großer Männerchor des Niederländischen Radios Hilversum, Israel Philharmonic Orchestra, Leitung: David Porcelijn

Adieu,
Algabal
"Tarek sagt 'Halt's Maul oder ich werd' dir ins Gesicht schlagen!' Sam hat die Hosen voll, aber kann auch nicht nichts sagen." (Peter Fox)

2 448

Mittwoch, 8. September 2010, 14:00

In den letzten Tagen habe ich immer wieder diese beiden CDs des griechischen Schönberg-Schülers Nikos Skalkottas (1904-1949) gehört:



:juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

Streichquartett Nr. 1, 10 Stücke für Streichquartett; Oktett; Streichtrio Nr. 2; Gero Dimos für Streichquartett

New Hellenic Quartet, Vadaux Quintet



:juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

Streichquartette Nr. 3 & 4

New Hellenic Quartet

Wobei es mir nicht nur die von Schönberg geprägten Werke sehr angetan haben, sondern auch das hübsche, süffige, völlig tonale "Gero Dimos für Streichquartett" in der parallell zu seinen höchst raffiniert, mit auf eigene Weise weiterentwickelten Reihentechnik komponierten Werken gepflegten folkloristisch geprägten Tonsprache als eine Art griechischem Bartok.

Diese beiden, auch glänzend gespielten, Cds sind bislang meine besten Neueingänge des Jahres (neben Ornette Colemans "Complete Sience Fiction Sessions" im Jazz-Bereich)

:wink: Matthias

2 449

Mittwoch, 8. September 2010, 14:10



Hab ich von Algy. Wenn der das schon abgibt, kann das auch nix sein. Is auch nix. Kriegt Lotte...


Alex :wink:

"And in the end the love you take is equal to the love you make."

The Beatles - Abbey Road


2 450

Mittwoch, 8. September 2010, 14:43

Hallo Graf,

Auszüge aus dieser CD, auf der Kuijken die Cellosuiten mit einem noch originaleren Originalgerät als einem Originalcello zu spielen versucht, habe ich neulich im Funk gehört. Dein Urteil "Is auch nix" kann ich nur bestätigen....

Beste Grüße

Bernd

2 451

Mittwoch, 8. September 2010, 14:51

Hab ich von Algy. Wenn der das schon abgibt, kann das auch nix sein. Is auch nix. Kriegt Lotte...


Liebe Lotte,

dann freu Dich! Zwar nicht alle, aber einige Suitensätze finde ich ziemlich gelungen gespielt und der Klang des Violoncello da spalla ist interessant und angenehm. Ich höre die ganz gerne mal. Schlecht kann ich sie wirklich nicht finden.

Okay, andere Aufnahmen der Cello-Suiten sind sicherlich wichtiger: Pergamenschikow, Rostro, Casals, Bylsma, Jaap ter Linden, Beschi, Fournier, Starker, Mørk, Wispelwey....

Kennt jemand eigentlich, womöglich sogar im Vergleich mit Kuijken, diese zweite Einspielung auf einem Violoncello da spalla (Schultercello) von Ryo Terakado?



Lieber Alex: :P

:wink: Matthias

2 452

Mittwoch, 8. September 2010, 15:16

Also, ich geb jetzt mal den Edwin und sage: Bernd und Matthias, Ihr habt beide recht! :D :fee:

Interessant isses, aber nicht das, was ich hören will.

Abgesehen davon hört die Lotte das auch nicht so raus, sag ich jetzt mal, ne? Ich meine, Ihr wißt ja, was die so hört... ;(

Ich hingegen höre, wer hätte das gedacht, die Eroica, ein "Orchesteralbum", das ich erst etwa 2000mal gehört habe und so noch rechtschaffen neugierig sein darf:




Alex :wink:

"And in the end the love you take is equal to the love you make."

The Beatles - Abbey Road


Amfortas09

Mißtöner

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2 453

Mittwoch, 8. September 2010, 15:52

Zitat

Ich hingegen höre, wer hätte das gedacht, die Eroica, ein
"Orchesteralbum", das ich erst etwa 2000mal gehört habe und so noch
rechtschaffen neugierig sein darf:







die ist echt geil, auch wenn die Streicher von den Bläsern etwas sehr untergebuttert werden...
so ziehe ich den Dummköpfen die Narren vor — deren ich einer bin, was, leider ! gewiss ist... C.B.

2 454

Mittwoch, 8. September 2010, 16:16

Zitat

Interessant isses, aber nicht das, was ich hören will.


Ich finde, man hört Kuijken die Mühe, die diese Monstergeige in der Handhabung zwangsläufig mit sich bringen muss, beim Spielen zu deutlich an. Und zu einem wesentlichen Erkenntnisgewinn im Hinblick auf die Cellosuiten trägt die Aufnahme zumindestens für mich auch nicht bei...die Musik wird nicht schlüssiger, wenn man sich das Cello unters Kinn klemmt.

Beste Grüße

Bernd

2 455

Mittwoch, 8. September 2010, 16:52

Auf WDR 3 wurde eben der 1. Satz aus Mozarts Klavierkonzert Nr. 20 in dieser neu auf den Markt gekommenen Interpretation übertragen:



Gute Streicher, teilweise mäßige Bläser, hervorragendes Zusammenspiel zwischen Orchester und Solist (ohne Dirigent!) und eine wirklich sensationelle pianistische Leistung: Kissin spielt enorm klangschön, weich, aber niemals soßig, sehr sensibel und trotzdem mit einer unglaublichen Intensität. Das ist schon so etwas wie die Quadratur des Kreises. Wenn ich ein größerer Mozartfan wäre, würde ich mir diese CD auf jeden Fall kaufen!

Beste Grüße

Bernd

2 456

Mittwoch, 8. September 2010, 18:04

Musikalisches Neuland für mich: Boughtons dritte Symphonie - ich bin gespannt ;+)




:wink: :wink:

Christian
Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

Cato der Ältere

2 457

Mittwoch, 8. September 2010, 18:07

Und zu einem wesentlichen Erkenntnisgewinn im Hinblick auf die Cellosuiten trägt die Aufnahme zumindestens für mich auch nicht bei...


Lieber Bernd,

da gebe ich dir recht und "Monstergeige" :mlol: ist hübsch.

:wink: Matthias

2 458

Mittwoch, 8. September 2010, 18:46

Diese:



Eric Satie: Socrate. Symphonisches Drama
Violetta Journeaux (Alcibiade)
Janine Lindenfelder (Socrates)
Simone Pebordes (Phedre)
Anne-Marie Carpenter (Phedon)
Violette Journeaux (The Servant)
The Paris Philharmonic Orchestra,
Leitung: Rene Leibowitz

Adieu,
Algabal
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Amfortas09

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2 459

Mittwoch, 8. September 2010, 19:24



:juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

die Wiedergabe mit dem Ives-Ensemble ist viel gelungener + sinnvoller als diese trockene nüchterne mit dem Kronos Quartet



überhaupt spielt das Ives-Ensemble fetzigen Feldman...

:wink:
so ziehe ich den Dummköpfen die Narren vor — deren ich einer bin, was, leider ! gewiss ist... C.B.

2 460

Mittwoch, 8. September 2010, 19:25

Ich höre gerade diese CD:



Auf der Bühne mag ich Elina Garanca gerne, aber auf dieser CD finde ich sie ein bißchen langweilig. Besonders langweilig auch der Pianist Frank Braley (kennt Ihr den?) in der Konzertarie Ch'io mi scordi di te?
Schöne Grüße von calisto

2 461

Mittwoch, 8. September 2010, 20:00

Zitat

Ich hingegen höre, wer hätte das gedacht, die Eroica, ein
"Orchesteralbum", das ich erst etwa 2000mal gehört habe und so noch
rechtschaffen neugierig sein darf:







die ist echt geil, auch wenn die Streicher von den Bläsern etwas sehr untergebuttert werden...
Eine großartige Aufnahme, die hier auch "zufällig gerade auf der Festplatte greifbar ist - ich denke, auch ein passender Einstand für diesen Hörthread

:thumbsup: Athene

2 462

Mittwoch, 8. September 2010, 20:32

Weiter mit Boccherini



:wink:

2 463

Mittwoch, 8. September 2010, 20:42

Eigentlich habe ich erst gedacht, warum diese CD kaufen? Die Sonaten gehören zu den bekanntesten und finden sich schon das eine oder andere mal in meiner Sammlung . Aber dann konnte ich es doch nicht lassen, Cosimas enthusiastische Beschreibung hat mich eben doch neugierig gemacht, zumal ich mit Steven Osborne bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe - ich bin gespannt!

Steven Osborne spielt Klaviersonaten von Beethoven:



:wink: :wink:

Christian
Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

Cato der Ältere

2 464

Mittwoch, 8. September 2010, 22:08

Aber dann konnte ich es doch nicht lassen, Cosimas enthusiastische Beschreibung hat mich eben doch neugierig gemacht, zumal ich mit Steven Osborne bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe - ich bin gespannt!


Und? Erzähl.... :) Ich bin nach wie vor davon begeistert.

:wink:
Steh still, mein Freund, geh nicht vorbey. (Grab des Nicolaus Mente, 1714)

2 465

Donnerstag, 9. September 2010, 00:07

Eine sehr beachtenswerte, der Spätromantik zuzuordnende Sinfonie, aufgrund ihrer Länge und der üppigen Besetzung schon ein bombastischer "Schinken", aber auch ein brilliant instrumentiertes, abwechslungsreiches und teilweise fesselndes Tongemälde. Eine riesige sinfonische Dichtung, die die Heldentaten des mittelalterlichen Ritters Ilya Murometz, der mit seinen übermenschlichen Kräften einst Kiew von den Tataren befreite, in vier ausufernden Sätzen thematisiert. Gewiß kein erstklassiges Meisterwerk, aber eine lohnende Entdeckung für Freunde auch des entlegeneren spätromantischen Repertoires. Der 1875 geborene Reinhold Glière war Ukrainer sächsisch-polnischer Abstammung; er schrieb das Werk 1910, kurze Zeit nach seinem längeren Aufenthalt in Berlin, wo er u.a. bei Oskar Fried studierte. Zuvor war Sergej Tanejew sein wichtigster Lehrer in Moskau.




Cheers,

Lavine :wink:
Schlofsch nagged - do verschleisch koi Hos'

2 466

Donnerstag, 9. September 2010, 01:54

Diese:



Eric Satie: Socrate. Symphonisches Drama
Violetta Journeaux (Alcibiade)
Janine Lindenfelder (Socrates)
Simone Pebordes (Phedre)
Anne-Marie Carpenter (Phedon)
Violette Journeaux (The Servant)
The Paris Philharmonic Orchestra,
Leitung: Rene Leibowitz

Adieu,
Algabal
:juhu: .

-

Bei mir allerdings etwas ganz - ? - anderes:


,

The Body Lovers/The Body Haters - Experimente in instrumentalen Soundscapes von Michael R. Gira, dem Mann hinter den Swans und The Angels of Light. - Sehr interessant das und zum Teil durchaus verstörend - geil!!! - Funktioniert auch ganz ohne die Johnny Cash/Leonard Cohen/Nick Cave-Stimme von Gira.


"Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
Joris-Karl Huysmans

Agravain

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2 467

Donnerstag, 9. September 2010, 08:44

Heute geht es wieder einmal ganz fluffig mit Leroy Anderson los:



:wink: Agravain
Was ein richtiger Musiker sein will, der muß auch eine Speisekarte komponieren können. (Richard Strauss)

2 468

Donnerstag, 9. September 2010, 09:33

Gerade gab es auf WDR 3 die Klaviersonate Sonate D-dur Hob XVI:51 von Joseph Haydn mit Glenn Gould. Gute Güte, was für ein staubtrockenes, hölzernes, schülerhaft anmutendes Geklimpere ohne spürbare klangliche und dynamische Abschattierungen, schlichtweg lausig! Der Kontrast zu Kissins gestern gehörtem Mozartspiel könnte größer nicht sein.


Beste Grüße

Bernd

2 469

Donnerstag, 9. September 2010, 10:55

Höre gerade eine Platte die laut Amazon erst am 28. erscheint und bei jpc von mir noch nicht gefunden wird. Darauf finden sich die Coriolan-Ouverture von Beethoven, ein Sanctus und Benedictus a 12 von Gabrieli, Saul, Saul, was verfolgst du mich? von Schütz, Meine Augen sehen stets zu dem Herrn und Meine Tage in den Leiden aus Nach dir Herr, verlanget mich BWV 150 von Bach, Geistliches Lied op. 30, Fest- und Gedenksprüche op. 109 und die Symphonie 4 op. 98 von Brahms. Das Orchestre Révolutionnaire et Romantique und der Monteverdi Choir mit John Eliot Gardiner:


.



"Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
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Agravain

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2 470

Donnerstag, 9. September 2010, 11:02

Hier Rachmaninows Zweite:



:wink: Agravain
Was ein richtiger Musiker sein will, der muß auch eine Speisekarte komponieren können. (Richard Strauss)

2 471

Donnerstag, 9. September 2010, 11:06

Höre gerade eine Platte die laut Amazon erst am 28. erscheint und bei jpc von mir noch nicht gefunden wird. Darauf finden sich die Coriolan-Ouverture von Beethoven, ein Sanctus und Benedictus a 12 von Gabrieli, Saul, Saul, was verfolgst du mich? von Schütz, Meine Augen sehen stets zu dem Herrn und Meine Tage in den Leiden aus Nach dir Herr, verlanget mich BWV 150 von Bach, Geistliches Lied op. 30, Fest- und Gedenksprüche op. 109 und die Symphonie 4 op. 98 von Brahms.


Das ist da alles drauf? Kein Wunder, dass die nicht gefunden wird. 8o
"...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

2 472

Donnerstag, 9. September 2010, 11:31

Höre gerade eine Platte die laut Amazon erst am 28. erscheint und bei jpc von mir noch nicht gefunden wird. Darauf finden sich die Coriolan-Ouverture von Beethoven, ein Sanctus und Benedictus a 12 von Gabrieli, Saul, Saul, was verfolgst du mich? von Schütz, Meine Augen sehen stets zu dem Herrn und Meine Tage in den Leiden aus Nach dir Herr, verlanget mich BWV 150 von Bach, Geistliches Lied op. 30, Fest- und Gedenksprüche op. 109 und die Symphonie 4 op. 98 von Brahms.


Das ist da alles drauf? Kein Wunder, dass die nicht gefunden wird. 8o
Ist bei Amazon immerhin mit drei der fünf Komponisten angegeben, Gardiner, Monteverdi oder das Orchester helfen allerdings nicht wirklich bei der Suche . . . .


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corda vuota

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Donnerstag, 9. September 2010, 14:07

Ein Tipp für die Freunde des Cellos:

Gerade dreht sich auf meinem Plattenteller die gute alte Vinylscheibe mit der Einspielung von Ernst Blochs „Schelomo“ aus dem Jahr 1967.
Es spielt: Pierre Fournier mit den Berliner Philharmonikern unter Alfred Wallenstein

Er lässt das Cello schmerzlich weinen.

Da diese LP als CD lieder nicht verfügbar ist (oder ich sie nicht kenne), verweise ich hier mal auf eine spätere Aufnahme:




Grüße von
corda vuota
... genieße die anderen Saiten des Lebens!

Zwielicht

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2 474

Donnerstag, 9. September 2010, 14:41

Aus dieser Box...





...gestern die beiden Smetana-Quartette gehört. Erfüllte meine hochgesteckten Erwartungen insb. im ersten Quartett nicht so ganz. Zuviel Rubatoseligkeit und etwas zu kraftlose Mittelstimmen. Besser das zweite Quartett, vor allem der störrische Charakter des Polkathemas im zweiten Satz ist klasse getroffen.


Viele Grüße

Bernd
Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)

2 475

Donnerstag, 9. September 2010, 15:27

Lieber Bernd,
Gerade gab es auf WDR 3 die Klaviersonate Sonate D-dur Hob XVI:51 von Joseph Haydn mit Glenn Gould. Gute Güte, was für ein staubtrockenes, hölzernes, schülerhaft anmutendes Geklimpere ohne spürbare klangliche und dynamische Abschattierungen, schlichtweg lausig! Der Kontrast zu Kissins gestern gehörtem Mozartspiel könnte größer nicht sein.
mit dem letzten Satz hast Du ohne Zweifel recht. Den Rest lasse ich mal so stehen, ich habe heute meinen großzügigen Tag ;+) .

Viele Grüße,

Christian

2 476

Donnerstag, 9. September 2010, 15:48



Hanns Eisler/David Weber: Stempellied

Ein Lied, das nicht schlecht in die gegenzeitige Landschaft passt. David Weber ist das Pseudonym von - Robert Gilbert, der überzeugter Sozialist war und dem nicht nur in diesem bekannten, hier von Ernst Busch gesungenen Lied zum Ausdruck brachte. Die Kunst Gilberts zeigt sich, wie geschickt er das Eichendorff-Gedicht "Der Jäger Abschied" ("Wer hat dich du schöner Wald ..." in eine soziale Anklage umformte.

Im Moment geht bei mir eine der gestern neu eingetroffenen CDs in ihre letzten Rillen



Einzige Einschränkungen sind der historische Klang und bühnenübliche Kürzungen, ansonsten ist es eine überzeugende französische "Belle Hélène", deren Stärke ihr französisches Idiom ist - und ein fantastisches Line-up - Paris 1948. Vorher liefen die 4 letzten Lieder mit der Margiono. Die Lobeshymnen, die hier gesungen wurden, kann ich allerdings nicht nachvollziehen: eine gute aber keine überragende Aufnahme. Die Klasse von Schwarzkopf, Lisa della Casa, Norman u.a. wird nicht erreicht, von den Dirigaten von Furtwängler, Szell u.a. mal abgesehen.

Liebe Grüße Peter
.
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(Fredegar, Chronik IV, Prolog; um 650)

2 477

Donnerstag, 9. September 2010, 16:17

Hallo,

dieser Tage komme ich mal wieder etwas stärker zum Musikhören – es ist seltsam, ich kann sehr wohl gleichzeitig über Mathematik nachdenken und Musik hören, aber Musik hören und (eine Geschichtshausarbeit) schreiben, das funktioniert bei mir nicht so richtig... Nun also folgendes Werk:

Schirwani Tschalajew (* 1936)
Sinfonie Nr. 1 c-moll "Berge und Menschen" (1966)
Moskauer Philharmoniker / Veronika Dudarowa

Tschalajew ist für mich allein schon deshalb von Interesse, weil er wiederum aus einer etwas entlegeneren Region kommt: nämlich aus der russischen Teilrepublik Dagestan, im Kaukasus gelegen. Ich kenne von ihm vier Werke; die Erste Sinfonie ist gerade vor ein paar Tagen bei mir eingetroffen. Interessanterweise finden sich in diesem Stück schon deutlich Charakteristika, die auch seine späteren Werke auszeichnen. Seine Musik bezieht sich in offensichtlicher Weise auf seine Heimatregion; er verarbeitet die Folklore aber alles andere als plakativ. Der Grundtonfall ist meist klagend, über weite Strecken meditativ, was oft tragische Ausbrüche nicht ausschließt. Musikalische Parameter wie Harmonik, Formgebung etc. verweisen dabei allerdings schon darauf, dass er aus der traditionellen sowjetischen Schule kommt.

Die drei Sätze der Ersten Sinfonie sind programmatisch mit "Drama", "Geister" und "Weinen" überschrieben. Meiner Ansicht nach zeigt die Art und Weise, wie er im ersten Satz eine große Klimax aufbaut, noch recht deutlich das Vorbild Schostakowitschs. Im Großen und Ganzen würde ich das Werk allerdings nicht unbedingt als eine typische Sinfonie im Schostakowitsch-Fahrwasser auffassen. Dafür bringt Tschalajew zu viel dagestanische Folklore ein, die etwa in den weit gestreckten, mitunter unbegleiteten Melodielinien im Finale einfach anders klingt als Schostakowitsch. Am Ende des Werks schlägt er den Bogen zum Anfang und lässt es mit der gleichen resignativen Geste ausklingen, mit der auch der erste Satz endet.

Viele Grüße
Holger

2 478

Donnerstag, 9. September 2010, 17:00



Oh. Mein. Gott.

:wacko:
Kaum nimmt Guttenberg kein Haargel mehr, geht Schlecker pleite. Das kann kein Zufall sein!

2 479

Donnerstag, 9. September 2010, 18:33

Zwar habe ich das Konzert auf DVD, aber ich habe es doch eher gehört als gesehen. Im 66. Konzert des diesjährigen Proms-Zyklus war Simon Rattle mit den Berliner Philharmoniker zu hören. Als zweites Stück gab es

Richard Strauss: Vier letzte Lieder
Karita Mattila


Im ersten Überschwang der Gefühle möchte ich scheiben, dass diese Aufführung Lichtjahre von der mit Margiono entfernt war. Die Berliner Philharmoniker spielten fantastisch, das Dirigat war überragend - und die Solistin, Karita Mattila, sang sich so in die Lieder hinein, dass die Zuhörer erst einmal ihre Zeit brauchten, bis der stürmische Applaus begann. Insgesamt ein für mich unerwarteter Höhepunkt der Proms. Eigentlich wollte ich nur mal reinhören, wie es hier mit den "Vier letzten Liedern" steht.

Das "Restprogramm" war nicht von schlechten Eltern. Einleitend dirigierte Rattle das Vorspiel zum 1. Akt des Parsifal, nach Richard Strauss und der Pause kamen Schönberg: op. 16 (Version 1909), Webern op.6 und Berg op. 6.

Liebe Grüße Peter
.
Wir stehen im Greisenalter der Welt, darum hat die Schärfe des Geistes nachgelassen, und niemand vermag in dieser Zeit den früheren Schriftstellern gleichzukommen.

(Fredegar, Chronik IV, Prolog; um 650)

2 480

Donnerstag, 9. September 2010, 18:54

Was macht eigentlich...

...Michail Chodorkowski?

Vielleicht hört er auch gerade Arvo Pärts 4. Sinfonie, die ihm gewidmet ist.




LG, Peter.
Kaum nimmt Guttenberg kein Haargel mehr, geht Schlecker pleite. Das kann kein Zufall sein!

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