) Begründung für die Wahl wäre interessant.

Ich habe übrigens noch niemanden gefunden, der auch nur annähernd meine Erschütterung über dieses Stück nachvollziehen könnte. Die Reaktionen gehen von "schräg", "abgefahren", "sagt mir nichts" bis "anstrengend".
Die Matthäus-Passion kenne ich ja rauf und runter, aber obwohl ich zuhause die Schallplatten von der Johannes-Passion auch habe, habe ich sie mir bislang noch gar nicht angehört... ...Schallplattenhören ist eher unpraktisch, für mich. Und ich bin ein furchtbares "Gewohnheitstier".Der Schlusschoral der Bachschen Johannespassion "Ach Herr, lass Dein lieb Engelein". So schlicht, so voller Hoffnung, gleichzeitig innig und mächtig, kindlich und weise.
alle, zur Zeit) ...und den Rest der Johannes-Passion werde ich mir spätestens zur Passionszeit im nächsten Jahr (soooo weit jetzt auch nicht mehr hin...
) zu Gemüte führen...

Hoffentlich erschlage ich Dich nicht mit meiner Antwort, aber Deine Frage hat mich so animiert, dass ich mich, heute frisch aus dem Urlaub zurück, gleich eine Zeitlang damit beschäftigt habe.
...welche Version / Einspielung empfiehlst Du denn?
)
...immerhin! Jetzt ist es die passende Zeit.Nochmals vielen vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast!Gefunden habe ich bei Youtube noch:
Koopman 2010:
"http://www.youtube.com/watch?v=V4JqSjWt7rE[/url] (ab 1:53:40)
Zuviel abgesetzt z.B. nach "Ach Herr" und "Leib". Link inzwischen leider weg
Koopman 2011:
"http://www.youtube.com/watch?v=WreZFn-aqew[/url] (ab 7:02)
Da sind mir die Phrasenenden etwas zu sehr abphrasiert. Link inzwischen leider weg
Gardiner:
"http://www.youtube.com/watch?v=zums9U4Euwc[/url] (ab 7:00)
Geht auch mehrfach über die Phrasenenden, aber sonst finde ich sie sehr gefühlvoll.
Ist schön.
Kuijken:
"http://www.youtube.com/watch?v=qC8QEn8s-yE[/url] (ab 1:47:05)
Das ist mir fast schon *zu* schlicht, aber vielleicht auch extrem innig?
Die Tonqualität ist einfach zu schlecht. Aber auch die Art ist für mich zu... ...weiß nicht. Zu schlicht, wie Du schon sagst.
Suzuki:
"]http://www.youtube.com/watch?v=eddYdiDDv48[/url]
Suzuki ist mir manchmal zu instrumental, so auch hier. Das rührt mich nicht immer an.
Obwohl ich den Eindruck habe, dass *er* äußerst gerührt ist.
Der Schluß gefällt mir, ist aber recht schlicht
Harnoncourt:
"http://www.youtube.com/watch?v=axzvLK9rmHM&feature=related[/url] (ab 6:14) Link inzwischen leider weg
Zuviel Phrasenenden ;-) und zu einheitlich in der Dynamik, zuwenig Steigerung.
Aber das hat auch ein bißchen was...
Falls Du allen Links folgst, würde mich Deine Meinung bzw. Deine Entscheidung für einen Favoriten interessieren!
Viele Grüße,
Vendee
P.S.
Es gibt es eine andere Fassung der Johannespassion mit einem anderen, auch sehr schönen Schlusschor: "Christe, du Lamm Gottes". Als ich den zum ersten Mal (es war live) erlebt habe, hat es mich fast umgehauen. Dieser Chor ist auch Schlusschor der Kantate BWV 23 (Du wahrer Gott und Davids Sohn).
P.P.S.
Und wenn Du das nicht kennst, empfehle ich sofortiges Ansehen/Anhören:
"http://www.youtube.com/watch?v=K_QAoanXntw[/url]
Schluss... ...chor? Eher Sologesang? Aber in jedem Fall auch sehr schön, habe noch anderes als den Sängerknaben gefunden, nur keinen Chor davon.
Aber was soll's... ...die Engel sind einfach unerreicht schön.
Diese Einspielung aus dem russischen Tatarstan (meine jetzt den Engel-Schlusschor) gefällt mir z.B. sehr, auch die Tonqualität ist ok:
"http://www.youtube.com/watch?v=AbYqk02aTxU&feature=relmfu"
hätte wirklich in den "Achtung: Ohrwurmalarm!"-Thread gehört! (Auf die Gefahr hin kitschig zu werden:
"http://www.youtube.com/watch?v=kjeSMS-Z5d8&list=FLcSYzUiK_yUJmJgv-c55DxQ&index=45&feature=plpp_video[/url]
...
Jedenfalls werd ich es nicht müde, es zu hören. Warum auch immer.
)
Ach, als Ohrwurm hab ich jenes Lied noch nie empfunden.
hätte wirklich in den "Achtung: Ohrwurmalarm!"-Thread gehört! ()
Ach, als Ohrwurm hab ich jenes Lied noch nie empfunden.
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Badewannenprimadonna
Wohnort: Hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen
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Liebe zur Klassischen Musik überhaupt eröffnet hat, nein, das Gefühl von damals ist auch heute noch ungebrochen,
Zitat
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich vergesse starke Gefühle nicht, anders als Ereignisse, Worte, Nachrichten. Aber die Gefühle, die ich erlebt habe bei einer bestimmten Musik, einer Aussicht während einer Wanderung oder in einem Moment der Liebe, die vergesse ich nicht. Ich sag’ Ihnen was: Als Student in Stockholm bin ich oft am Bahnhof gewesen. Es gab einen Zug mit Schlafwagen, auf denen stand „Stockholm-Kopenhagen-Luzern“. Luzern! Ich hatte bloß eine Idee, wie diese Stadt aussehen könnte, die Berge und all das. Das war ein fantastisches Gefühl, es ging um Weite, um eine fremde Welt, die wunderbar sein musste. Jetzt bin ich 84. Aber wenn ich das Wort Luzern höre, ist das Gefühl da: das Gefühl von damals, am Stockholmer Bahnhof. So ist das mit den großen Gefühlen.
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