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1

Dienstag, 31. Januar 2012, 19:01

10 beliebte Musikstücke, die den Ruhm auf jeden Fall verdient haben / Das moderne Publikum und die klassische Periode / Meta-Diskussion zum selbigen Thema aber auch gerne anderen, variablen Themen, die einer Meta-Diskussion bedürfen

Der Thread-Titel sagt es bereits, oder?
Also ich beginne mit:

Mozart: Serenade für Streicher G-Dur KV 525 "Eine kleine Nachtmusik"


Ist das der beste Mozart? Nein. Gibt es ansatzweisen schlechten Mozart? Wohl kaum.

q.e.d
:wink:
Wulf
Euer Essen stinkt. (calisto)

2

Dienstag, 31. Januar 2012, 19:07

Ach Wulf...
?

3

Dienstag, 31. Januar 2012, 19:08

Ach Vé,

wasn? :|

:vv:
Euer Essen stinkt. (calisto)

4

Dienstag, 31. Januar 2012, 19:12

Das war meine Form der Meta-Diskussion. Dazu habe ich den Kopf geschüttelt und die Augen gerollt. Viel Erfolg mit Deiner!

:vv:
?

5

Dienstag, 31. Januar 2012, 19:17

Das war meine Form der Meta-Diskussion. Dazu habe ich den Kopf geschüttelt und die Augen gerollt. Viel Erfolg mit Deiner!

:vv:
:)

Ihr seid natürlich herzlich dazu eingeladen, es mir gleich zu tun und wirklich ein paar Werke zu posten, von denen ihr genug überzeugt seid, den Zweiflern "haltet die Goschen, ihr Dr***p*ck, dieses Werk kennt zurecht jeder" entgegen zu schleudern.
Euer Essen stinkt. (calisto)

6

Dienstag, 31. Januar 2012, 19:40

Mozart: Serenade für Streicher G-Dur KV 525 "Eine kleine Nachtmusik"
Wenn mich etwas zum Randalieren bringen, dann dieses Stück. Das meine ich ernst. :boese:

Kermit

Provokation gelungen. Und was jetzt. Gähn.
Es ist leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.

philmus

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7

Dienstag, 31. Januar 2012, 19:55

Gibt es ansatzweisen schlechten Mozart?
Jedenfalls schlechteren als EKN...

Auch zu Recht so beliebt: Dvorak Symphonie Nr.9

:P

Gruss
Herr Maria
.................................................................................................

Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
daß Alles für Freuden erwacht

Im Übrigen bin ich der Meinung, daß die Sommerzeit abgeschafft gehört.

8

Dienstag, 31. Januar 2012, 20:35

Gibt es ansatzweisen schlechten Mozart?
Auch zu Recht so beliebt: Dvorak Symphonie Nr.9

:P

Gruss
Herr Maria
Der Meinung bin ich wirklich. Zu meinen Jugendzeiten wurde die 9. von Dvorak in manchen Musiklexika noch als dessen symphonischer Gipfel bezeichnet, die formale Strenge der 7. und die rhapsodischen Qualitäten der 8. fusionierend.
Inzwischen gehört es fast zum guten Ton, die deutlich an Brahms gemahnende 7. als Dvoraks sinfonisches Juwel zu bezeichnen und die 9. deutlich herunter zu stufen.

Dabei finde ich z.B. die rhythmische Textur der 9. deutlich natürlicher als in der 7, die ich allerdings auch sehr mag. Betrachten wir nur mal den Beginn des ersten Satzes der 7.
Nach einem kurzen Auftakt, bestehend aus einem in 16teln notierten Sekundschritt entfaltet sich das erste Thema (Hauptthema) in anderthalbtaktiger 6/8-Bewegung. Erneut der 16tel-Auftakt, dieses mal jedoch als abschreitende Terz.
Was folgt ist die 7/8 lang gehaltene Tonika, der sich wieder die Auftaktbewegung und die anschließende Wiederholung des lang ausgehaltenen Ds anschließt.
Ich empfand das für meinen Teil schon immer holprig, Dvorak hemmt den Fluss der Musik.
Doch warum bereits an dieser Stelle, gleich zu Beginn des Werks? Das ist sicher nur ein Fliegenschiss im Vergleich zum gesamten Werk, dennoch habe ich diesen Eindruck der Holprigkeit an einigen Stellen der 7.
Die 9. dagegen scheint mir trotz einiger Kritikpunkte, die gebracht werden, deutlich "organischer".

:wink:
Euer Essen stinkt. (calisto)

9

Dienstag, 31. Januar 2012, 21:19

Zitat von »Wulf« Mozart: Serenade für Streicher G-Dur KV 525 "Eine kleine Nachtmusik" Wenn mich etwas zum Randalieren bringen, dann dieses Stück. Das meine ich ernst.


Was jetzt? Vorschlag für nächsten Thread: Zu unrecht so unbeliebt...

M.
"To me, Eurotrash is Zeffirelli." Graham Vick

10

Dienstag, 31. Januar 2012, 21:21

Beethoven: 9. Sinfonie, das Finale emphatisch eingeschlossen!

10 zu recht unbeliebte threads?
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Adam Smith

philmus

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11

Dienstag, 31. Januar 2012, 22:43

Beethoven: 9. Sinfonie, das Finale emphatisch eingeschlossen!
Jau!

Die rhythmische Holprigkeit in Dvoraks 7ter empfinde ich nicht ganz so... Mir gings bei der 6ten so, daß ein Gefühl von gehemmter Bewegung nie ganz los wurde...

Gruss
Herr Maria
.................................................................................................

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Im Übrigen bin ich der Meinung, daß die Sommerzeit abgeschafft gehört.

12

Mittwoch, 1. Februar 2012, 00:05

Beethoven: 9. Sinfonie, das Finale emphatisch eingeschlossen!
Jau!

Die rhythmische Holprigkeit in Dvoraks 7ter empfinde ich nicht ganz so... Mir gings bei der 6ten so, daß ein Gefühl von gehemmter Bewegung nie ganz los wurde...


Mein Favorit ist die 7., die 9. halte ich tatsächlich für überschätzt. Nicht weil sie schwach wäre, sondern weil sie die restlichen in geradezu absurder Weise dominiert, so dass man meinen könnte, Dvorak habe nur eine (maximal drei) komponiert.. Und 5 und 6 sind extrem unterschätzt, praktisch unbekannt, für mich jedoch hörenswerter als Tschaikowsky 1-5 :hide: Auch wenn die 6. vielleicht in den Ecksätzen sich etwas zu deutlich an Brahms anlehnt.
Selbst 3 und 4 finde ich noch ziemlich hörenswert, nur an die ersten beiden habe ich keine rechte Erinnerung.

Ich kenne kaum noch so einen Fall wie Dvorak, bei dem bessere (oder mindestens ebensogute Werke) im Schatten von welchen stehen, die oft die einzigen in der Gattung sind, die "man" kennt. Außer bei den Sinfonien bei den Streichquartetten, op.105 und 106 sind eine völlig andere Liga als das "amerikanische" (und mindestens zwei frühere gewiß nicht schwächer). Das f-moll-Trio ist klar besser als Dumky und mindestens das zweite der Klavierquartette ist ähnlich gut wie das (zweite) Klavierquintett
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philmus

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13

Mittwoch, 1. Februar 2012, 09:30

Mein Favorit ist die 7., die 9. halte ich tatsächlich für überschätzt. Nicht weil sie schwach wäre, sondern weil sie die restlichen in geradezu absurder Weise dominiert

Außer bei den Sinfonien bei den Streichquartetten, op.105 und 106 sind eine völlig andere Liga als das "amerikanische" (und mindestens zwei frühere gewiß nicht schwächer). Das f-moll-Trio ist klar besser als Dumky und mindestens das zweite der Klavierquartette ist ähnlich gut wie das (zweite) Klavierquintett
Das ist natürlich in gewisser Weise ein anderes Thema, nämlich "Welche Werke sind zu Unrecht nicht so beliebt...."

Daß die beliebten Werke nicht wirklich unverdient geliebt werden, da scheinen wir uns ja einig zu sein.

Gruss
Herr Maria
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daß Alles für Freuden erwacht

Im Übrigen bin ich der Meinung, daß die Sommerzeit abgeschafft gehört.

14

Freitag, 3. Februar 2012, 00:51

Es gibt auch noch andere Komponisten als Beethoven und Dvorak, z.B. diesen hier: Johann Sebastian Bach! Und es wundert mich fast ein wenig, dass dieses Werk noch nicht genannt wurde: „Air“ aus der Orchestersuite D-Dur. Leider ist dieses Stück durch tausende von Bearbeitungen von James Last bis Rondo Veneziano und weiß der Kuckuck von wem sonst noch regelrecht „kaputt-interpretiert“ worden (und leider kann ich da den ansonsten von mir hochgeschätzten Bobby McFerrin nicht ganz ausnehmen, obwohl seine Interpretation durch seine stimmliche Souveränität und Improvisationskunst heraussticht). Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass dieses Stück einfach eine geniale Komposition ist, weshalb es für mich völlig zu Recht wohl zu den beliebtesten Musikstücken der gesamten „klassischen“ Literatur gehört. Ob unter den ersten 10? Ich weiß es nicht, aber ich halte es für sehr gut möglich!

Viele musikalische Grüße,
harry
PS. Wie wär's mit "Für Elise"?

15

Freitag, 3. Februar 2012, 01:25

Oh Harry, muss ich dann jetzt noch von Johann Pachelbel "Canon und Gigue" nennen? :boese: ;+)

Die Interpretation des Ensembles Harmonie Universelle rehabilitiert dieses [kleine] Werk[chen] in elektrisierender Weise.

Ich werf's mal in den Ring.

LG, Kemrit, äh Kermit :vv:
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Areios

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16

Samstag, 4. Februar 2012, 00:08

Liebe Capricciosi!

Ich halte Vivaldis Jahreszeiten-Konzerte wirklich für so gut, dass ihre starke Präsenz gerechtfertigt ist! Sie sind ein besonders gelungenes Beispiel für barocke Programmmusik und besonders reich an kühner Experimentierlust, um die Charakteristiken der verschiedenen Jahreszeiten optimal vor Ohren zu führen! Auch formal sind die Konzerte sehr spannend, z.B. der Sommer, in dem der zweite Satz eigentlich fast wie eine Mischung aus erstem und drittem wirkt. Die auffälligen Bezüge zwischen den Kopfsätzen von Frühling und Herbst bewirken einen gewissen Grad von zyklischer Geschlossenheit der vier Konzerte.

Und mit einer Interpretation wie der folgenden klingen die vier Jahreszeiten sogar wieder einigermaßen frisch und neu: ;+)



Liebe Grüße,
Areios
"Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

17

Samstag, 4. Februar 2012, 01:17

Zitat

„Air“ aus der Orchestersuite D-Dur

Zitat

Oh Harry, muss ich dann jetzt noch von Johann Pachelbel "Canon und Gigue" nennen


Jaaa, wir haben beides schon mit unserem Orchester zur hellen Freude der Nicht-Klassik-Hörer bei unseren Konzerten gespielt :hide: :hide:

LG Lotte

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