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41

Montag, 31. Mai 2010, 18:42

Beim Stöbern im Netz bin ich auf diese grandiose Übertragung gestoßen, die ich gerade mit wachsender Begeisterung sehe:

Hector Berlioz
LA DAMNATION DE FAUST


Bruxelles Théâtre royal de La Monnaie 20/06/2002

Faust – Jonas Kaufmann
Méphistophélès - José Van Dam
Marguerite - Susan Graham
Brander - Henry Waddington

Dirigent: Antonio Pappano
Regie, Bühnenbild und Kostüüme: Roland Aeschlimann
Choir and Orchester from the Bruxelles Théâtre royal de La Monnaie

Ich gestehe, ich bin überwältigt, denn dagegen verblasst sogar die vorzügliche Darbietung aus der MET. Der junge Jonas Kaufmann (2002) ist grandios, und auch Susan Graham und José van Dam sind großartig. Die eigentliche Entdekcung aber ist das Dirigat von Antonio Pappano, der mich immer wieder überrascht, obwohl ich langsam wissen müsste, wie gut er auch das französische Repertoire beherrscht.

Die sehr sparsame Inszenierung muss man nicht mögen, aber sie kann sich sehen lassen, wenn man sie nicht gerade an der brillanten Inszenierung der Fura dels Baus in Salzburg misst. Insgesamt also eine Aufführung, die es eminent wert ist, dass man nach ihr forscht, und die man getrost auch auf DVD herausbringen könnte.

Kennt die Aufführung noch jemand sonst?

:wink: Rideamus
Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung

42

Dienstag, 1. Juni 2010, 12:33

Für alle, welche die oben angesprochene FAUST Aufführung nicht kennen: es gibt eine sehr gute Dokumentation mit Ausschnitten daraus auf YouTube, und zwar in mehreren Folgen ab hier: "http://www.youtube.com/watch?v=VEy8usxhDTc&feature=related"

Wenn man "Faust" und "Kaufmann" eingibt, findet man bei YouTube auch einige weitere Ausschnitte aus der Produktion. Schaut rein. Es lohnt sich.

:wink: Rideamus

PS: Danke an Amelia Grmaldi für ihren diskreten Hinweis auf YouTube.
Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung

43

Sonntag, 18. Juli 2010, 16:39

Heute die hier:



Die Inszenierung ist stellenweise etwas plakativ, langweilt aber nicht. Und Angela Denoke als Marietta ist :juhu: :juhu: :juhu: .


Michel :wink:
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44

Mittwoch, 18. August 2010, 10:15

Strawinsky - Ballette auf ARTE im August 2010


Beitrag von Johannes (Gouerc.) aus "Demnächst im TV":

Mo., 16.08.2010 - ARTE - 22.35-0.25 Uhr Strawinsky und Les Ballets Russes - Eine Hommage an Igor Strawinsky F 2008 - 1:51:00 Igor Strawinsky (1882-1971): L' Oiseau de Feu (Der Feuervogel) - Märchenballett in 2 Szenen für Orchester 1909/10 Choreographie: Michail Fokin (1880-1942) Igor Strawinsky (1882-1971): Le Sacre du Printemps (Die Frühlingsweihe) - Ballett in 2 Bildern für Orchester 1911-13 Nach der Originalchoreographie von Vaslav Nijinsky (1889-1950) Igor Strawinsky (1882-1971): Les Noces (Die Hochzeit) - Russische Tanzszenen in 4 Bildern 1914-23 (komponiert 1914-17; instrumentiert für Sopran, Mezzosopran, Tenor, Baß, gemischten Chor, 4 Klaviere und Schlagzeug 1921-23) Choreographie: Bronislawa Nijinska (1892-1972)

Interpreten: Solisten, Chor und Orchester des Mariinski Theaters St. Petersburg Leitung: Valery Gergiev Regie: Denis Caïozzi Aufnahmen: St. Petersburg, 06/2008 Weitere Infos finden sich auf der ARTE-HP

Wiederholungen: Mi., 18.08.2010 - ARTE - 3.00-4.50 Uhr Mi.., 25.08.2010 - ARTE - 0.45-2.35 Uhr Mo., 30.08.2010 - ARTE - 10.05-11.55 Uhr :wink: Johannes



Hallo Johannes und Capriccios,

ersteinmal Danke für die INFO von Johannes ohne die mir die Sendung nicht unbedingt aufgefallen wäre.

Die Strawinsky - Ballette Der Feuervogel und Le Sacre habe ich mir gestern auf Festplatte mitgeschnitten um ggf. später eine DVD daraus zu archivieren und auch gleich angesehen. Man wird es mir mit Verständnis nachsehen, dass ich an Les Noces kein Interesse habe; das ist halt nicht meine Musik.

Während ich an Gergievs Dirigat nun überhaupt nichts auszusetzen habe fand ich die Ballett-Chreographie ziemlich steif, trocken und müde ohne mitreissende Bewegung. Kostüme und Tänzer erinnerten an ein ruhigen Nachmittagskaffee statt wirklich aufzuwühlen ! Besonders bei Le Sacre empfand ich das als eher Müde; ganz im Gegensatz zur Musik, die von Gergiev wirklich spannend interpretiert wurde.
:thumbdown: Die Kostüme fand ich sehr zugeknöpft; das Opfer stand bei Le Sacre da wie angewurzelt da - eine Angst geopfert zu werden war überhaupt nicht erkennbar.

:!: Wenn ich an eine frühere Balletaufführung ivon Le Sacre m Stadttheater Bonn zurückdenke, so hatte dies ungleich mehr Klasse und Feuer bei den Tänzern. Die Kostüme waren ebenfalls angemessen und die Gepferte war am Ende bis auf einen Lendenschurz nackt ( :D was mir natürlich gut gefallen hat). Das Opfer tanze am Ende passend zur Musik mit äußerster Hingabe um ihr Leben (statt wir bei Arte gestern im TV steif dazustehen) - welch ein Unterschied mit gleichem Material eine Ballettchoreogarafie spannend oder langweilig zu inzenieren ...

:wink: Wer hat die Ballette noch gesehen/gehört und kann meine Kritik über die Ballettaufführung nachvollziehen ?
______________

Gruß aus Bonn

Wolfgang

45

Sonntag, 29. August 2010, 18:12

Heute Erstbegegnung mit Benjamin Brittens Owen Wingraw:




Musikalisch war dieser erste Eindruck sehr positiv, macht mir durchaus Lust auf einen zweiten Durchgang. Gerald Finley spielt und singt die Hauptrolle intensiv und glaubwürdig, und auch der Rest des Ensembles gefällt. Und auch ohne Vergleichsmöglichkeiten zu haben (Erstkontakt eben...), denke ich, dass Nagano und das DSO Berlin ihre Sache hier sehr gut machen.

Die visuelle Umsetzung allerdings ist furchtbar, bar jeder Atmosphäre, in der Ästhetik eines mittelmäßigen Fernsehspiels von erbarmungswürdiger Banalität :faint: . Beim nächsten Mal werde ich das Bild abschalten...

Kennt jemand den Originalfilm von 1971? Wie ist der im Vergleich?

Michel
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46

Sonntag, 7. November 2010, 21:51



Auf der Bühne habe ich Dvoraks Oper noch nicht gesehen, aber so eine Aufführung würde mir gut gefallen. Die Inszenierung von Carsen ist mE alles andere als eine Beschädigung am romantischen Bild der Oper, hat man sich auf die Sprache Carsens eingelassen, entstehen immer wieder poetische Momente. Die musikalische Seite ist exzellent, allen voran Renée Fleming.

Liebe Grüße Peter
.
Qu'est ce que cela peut me faire si tous les imbéciles ne jouent pas ma musique.

(Strawinsky)

47

Sonntag, 14. November 2010, 18:28



Dass diese Inszenierung von Götz Friedrich 1972 in Bayreuth ein Skandal war, kann man sich heute kaum noch vorstellen. Obwohl: Wahrscheinlich sind es genau die Aspekte, die die Produktion auch heute noch sehenswert machen, die damals das Festspielpublikum ärgerten. Sehr detaillierte Personenregie statt "Rumstehen-und-Singen", gute Darsteller, das sinnlich Ballett während des Bacchanals (John Neumeier übrigens), die Besetzung von Venus und Elisabeth mit der gleichen Sängerin (wirklich gut: Gwyneth Jones) und Elisabeths Ambivalenz und offenkundige Neigung zu Tannhäusers Liebesvisionen, der sie bloß am Ende nicht nachgeben kann/will, oder der wirklich stark inszenierte Pilgerchor im 3. Akt - die in Fetzen gekleideten Pilger, die sich und ein überdimensionales Kreuz mit letzter Kraft über die Bühne schleppen, die sehen aus als hätten sie 2000 km in den Beinen und wirken sehr wenig erlöst.

Kleiner Gag am Rande: Obwohl ohne Publikum gefilmt wurde, wird nach jedem Akt Applaus eingeblendet. Allerdings auf ziemlich dämliche Art und Weise: Vorhang und Applaus sind nämlich nicht synchron. Sänger geht raus - Jubel brandet auf. Vorhang öffnet sich - Applaus nimmt ab. :mlol:
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48

Dienstag, 28. Dezember 2010, 20:14

Das hier ist ziemlich gut :juhu: :juhu: :juhu:



Birtwistle: The Minotaur

- Birtwistles Musik mag ich meistens sehr gern, als Opernkomponist kannte ich ihn schändlicherweise aber nicht. Wunderbar farbig komponiert, kraftvoll in den brutalen Opferszenen, lyrisch und sanft in den Träumen des Minotaurus, immer nahe am Text. Einfach tolle Musik.

Stephen Langridges Inszenierung ist in Ordnung, aber nicht mehr. Das könnte man sicher eindrucksvoller machen. Pappanos Dirigat sehr gut, soweit man das ohne Vergleichsmöglichkeit sagen kann. Bei den Sängern hätte ich mir darstellerisch und stimmlich ausdrucksstärkere Besetzungen für Ariadne (Christine Rice) und Theseus (Johan Reuter) gewünscht - dass die Monologe und Szenen der beiden am Anfang der Oper etwas lange wirken, liegt (so jedenfalls mein Eindruck) vor allem an den Sängern. John Tomlison ist der Minotaurus in die Kehle komponiert, und seine Bühnenpräsenz und stimmliche Gestaltung (bei allen bekannten Problemen) lässt die anderen alt aussehen.

Michel :wink:
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Maggie

Nordlicht

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49

Donnerstag, 30. Dezember 2010, 20:23

Hallo zusammen,

für mich singt jetzt Simon Keenlyside. :juhu:





LG

Maggie
De Natur äuwt ehre Macht up jegliches Hart ut; äwer dat Hart möt mit die Natur stimmen, dat möt klor un uprichtig för den Sonnenstrahl apen dorliggen. (Fritz Reuter)

50

Freitag, 31. Dezember 2010, 00:05

Soeben beendet:



(Aufzeichnung der Premiere aus der Mailänder Scala, 7.12.2007)

- zu meckern wäre hier einiges. Das fängt bei der völlig absurden Bildregie ein... Der Mensch hat anscheinend gerade gelernt, dass es außer Schnitten noch andere Möglichkeiten gibt, zwischen 2 Einstellungen zu wechseln. Und reiht dann sinnfrei Überblendung an Überblendung. Und man stelle sich einen Tristan vor, wo bei jeder Erwähnung von "Nacht" abgeblendet wird. Genau :faint: . Einfach ärgerlich.

Schwerer wiegt allerdings, dass auch Chéreaus Inszenierung nicht zu überzeugen weiß. Einige starke Bilder, sicherlich, vor allem im ersten Akt. Aber auch viel Leerlauf.

Und der Tristan Ian Storey hat anscheinend so viel Angst vor dem 3. Akt, dass die Akte 1 und 2 mit einem Tristan ablaufen, der mit angezogener Bremse unterwegs ist. Im 3. Akt allerdings hat er mir gut gefallen. Enttäuschend Michelle DeYoung mit durchgehend unangenehm schriller Höhe.

Und trotzdem gibt es zwei sehr gewichtige Gründe, sich diese Scheibe anzuschauen: Waltraud Meier ist phänomenal, und Daniel Barenboim (normalerweise nicht unbedingt mein Lieblingsdirigent, und bei bei Wagner schon gar nicht) liefert einen kraftvollen, dramatischen bis zum Bersten sinnlichen Tristan. Toll.

Kennt jemand diese und auch die fast 15 Jahre ältere Bayreuther DVD, ebenfalls mit Waltraud Meier und Daniel Barenboim und kann vergleichen?

Michel
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51

Samstag, 1. Januar 2011, 23:44

Und heute dann das perfekte Gegengift zu Wagner:




:wink:
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52

Sonntag, 9. Januar 2011, 13:36



TV-Fassung Ungarischen Fernsehens (MTV) 1977, Vertrieb: Videoland

Leider die einzige DVD, die es von dieser Oper gibt, die musikalisch für mich noch höher steht als der "Bánkbán" des gleichen Komponisten. Vergleicht man die alte LP-Version (Qualiton) von 1960, dann verstärkt sich das Leiden, denn die damalige Glanzleistung wird musikalisch bei weitem nicht erreicht.
Die Inszenierung ist schlicht, aber annehmbar. Professionelle Schauspieler agieren (sehr gut!), während die Stimmen von Mitgliedern der Ungarischen Staatsoper kommen. Die Tontechnik ist mäßig. József Simándy, einst ein strahlender, unübertrefflicher László Hunyadi, wirkt schon recht ausgesungen, Eszter Horváth als seine Mutter ist mit der schwierigen Partieüberfordert. Veronika Kincses als Mária ist nicht schlecht, zufrieden darf man mit Sándor Solyom-Nagy als Gara sein. Der Rest ist Durchschnitt und darunter.
Den astronomischen Preis bei Amazon ist die Aufnahme nicht wert; sie ist mit etwas Glück auch weit billiger zu haben.
______________________

Homo sum, ergo inscius.

53

Mittwoch, 12. Januar 2011, 22:44

Davon:



Le Ballet Mécanique (1924)
Fernand Léger & Bubley Murphy
Musik: George Antheil

Das ist sehr, sehr geil! :)

:juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

Adieu,
Algabal
"Tarek sagt 'Halt's Maul oder ich werd' dir ins Gesicht schlagen!' Sam hat die Hosen voll, aber kann auch nicht nichts sagen." (Peter Fox)

54

Montag, 17. Januar 2011, 19:25

Gesucht, gefunden, geglotzt und gehört.


Hugo Niebelings (Karajans gehaßter und später geschasster Berater in Fragen der Inszenierung) geniale Sicht auf JSBs Passion nach Johannes:




Grandioses Tanztheater, beeindruckende Schauspieler (Klaus Barner, Christopf Quest), großartige Inzenierung, Eröffnung der Passion auch in visueller Hinsicht im Dom zu Speyer (übrigens musikalisch unterlegt in der Einspielung mit :juhu: Karl Richter).

55

Sonntag, 23. Januar 2011, 21:27

Wie schön, dass es diese Dokumentation über Glanz und Elend einer Pianistenkarriere gibt. Das Leben Joao Carlos Martins, der vielen als der spannendste Interpret Bachs neben Glenn H Gould galt.





Vertiefen kann man z.B. dort:


http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaf…,275210,00.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-22702495.html

56

Sonntag, 23. Januar 2011, 21:28

Heute das hier:




- erster Kontakt mit dieser Oper, also keine Vergleichsmöglichkeiten. Aber da mich das von der ersten bis zur letzten Minute gepackt hat, gehe ich mal davon aus, dass Barenboim und die Sänger (insbesondere Kristine Opolais und Misha Didyk) ihre Sache sehr gut machen, und auch die Inszenierung von Tcherniakov ist ausgesprochen spannend.

:wink: Michel
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57

Montag, 24. Januar 2011, 19:19

Wie schön, dass es diese Dokumentation über Glanz und Elend einer Pianistenkarriere gibt. Das Leben Joao Carlos Martins, der vielen als der spannendste Interpret Bachs neben Glenn H Gould galt.

Ich glaube ich lese zum ersten Mal den Namen des Pianisten - wer sind die vielen?


"Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
Joris-Karl Huysmans

58

Samstag, 29. Januar 2011, 19:41

Das gab's heute Nachmittag:




Die Carsen-Inszenierung aus der Mailänder Scala unter Riccardo Muti hat mich sehr bewegt und ist unbedingt weiterzuempfehlen! Vor allem das Schlussbild - die Nonnen, von denen eine nach der anderen mit dem Ton der Guillotine zu Boden fällt - ist enorm beeindruckend und berührend.


:wink:
Renate
Dem Vogel, der heut sang, dem war der Schnabel hold gewachsen (Meistersinger)

59

Montag, 31. Januar 2011, 07:37

Als Einstimmung in den Boulez/Chéreau-Ring, mit dem ich die nächsten Abende verbringen werde:




Liebe Grüße
:wink:
Renate
Dem Vogel, der heut sang, dem war der Schnabel hold gewachsen (Meistersinger)

60

Freitag, 11. Februar 2011, 17:11

Einen freien Nachmittag, der mir unverhofft zuteil wurde, habe ich hiermit gefüllt:




Eine musikalisch und szenisch ansprechende Aufführung aus der Oper von Los Angeles.


Liebe Grüße
:wink:
Renate
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61

Sonntag, 20. Februar 2011, 16:18

Ich habe das Wochenende genutzt, um in die Welt Benjamin Brittens einzutauchen:



Eine filmische Biographie, die die künstlerische und menschliche Beziehung zwischen Britten und Peter Pears in das Zentrum stellt. Aber auch Ausschnitte aus seinem Werk (Angelpunkte sind "Peter Grimes" "War Requiem" und "Death in Venice") sind enthalten.

Das hat mich veranlasst, auch noch diese hier einzulegen:



Robert Tear (Aschenbach), Alan Opie (Reisender, Gondoliere, Geck, Hoteldirektor u.a.) und Michael Chance als Stimme des Apollo überzeugen in dieser Produktion der Glyndebourne Touring Opera von 1989. Inszenierung Stephen Lawless und eine sehr gelungene Choreographie der Tadzio-Szenen von Martha Clark.
Graeme Jenkins leitet die London Sinfonietta.


:wink:
Renate
Dem Vogel, der heut sang, dem war der Schnabel hold gewachsen (Meistersinger)

62

Samstag, 5. März 2011, 19:35

Heute gesehen und gehört:




Meyerbeers selten gespielte Oper "L'Africaine" in einem Mitschnitt der San Francisco Opera aus dem Jahr 1988. Placido Domingo, Shirley Verrett, Justino Diaz und Ruth Ann Svenson sind in dieser opulent ausgestatteten Aufführung zu sehen und zu hören.


:wink:
Renate
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Maggie

Nordlicht

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Samstag, 5. März 2011, 19:42

Hallo zusammen,

bei mir jetzt einer meiner Lieblingssänger.

Simon Keenlyside als Don Giovanni. Es ist ja nicht nur, dass ich den Bariton von Keenlyside unwiderstehlich finde, der Mann ist auf der Bühne einfach genial.





LG

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Freitag, 11. März 2011, 20:36

Heute Nachmittag gesehen und gehört:




Eigentlich dachte ich, neben der Gardiner-Aufführung mit Susan Graham, Anna Caterina Antonacci und Gregory Kunde könnte für mich nichts mehr so leicht bestehen. Die Aufführung von den Salzburger Festspielen in der Inszenierung von Herbert Wernicke hat mich aber sehr positiv überrascht und kann durchaus in vielen Bereichen gleichwertig neben Gardiner stehen.

Deborah Polaski in der Doppelrolle Cassandre/ Didon bietet die wesentlich intensivere und eindringlichere Interpretation im ersten Teil, als Didon gefällt mir Susan Graham besser.
Der Enée Jon Villars fällt gegenüber Gregory Kunde ab. Sehr angetan war ich allerdings vom Chorèbe von Russell Brown.

Eine karge, in vielen Teilen für mich eindrucksvolle Inszenierung (der Tod der Trojanerinnen z.B.) und vor allem eine ungekürzte Aufführung!


:wink:
Renate
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Sonntag, 24. April 2011, 18:35

Bei mir lief heute Nachmittag dieses interessante Porträt eines großen Dirigenten und bewundernswerten Menschen:



TB hat diese DVD in "eben verarmt" eingestellt und mich darauf neugierig gemacht - danke für den Tipp!

:wink:
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ThomasBernhard

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66

Sonntag, 24. April 2011, 19:48

Gell, jetzt wissen wir dank Barenboim, wie trinkfest der gute Kubelik war :D

ja, ist schon ok die Dokumentation.

:wink:
"Es gibt halt so Sachen die sind problematisch, und Autobahn geht gar nicht, finde ich." (J. B. Kerner)

67

Sonntag, 24. April 2011, 20:35

Breit gestreute Interessen 8+)

:wink:
Renate
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68

Freitag, 13. Mai 2011, 18:07

Peter der Dritte

Ein Opernfilm aus dem Jahr 1964. Die Musik komponierte Norbert Schultze. Die Musik ist eingängig, das Libretto (durchaus kritisch gegen Ausländerfeindlichkeit) gut. Interessantes Genre, denn eigentlich ist es kein Opernfilm, sondern eine Filmoper.

Wenn man Norbert Schultze kennt, so sicher sein Chanson "Lili Marleen". Ich habe seine Oper "Schwarzer Peter" im Regal, schon lange nicht mehr gehört, aber in guter Erinnerung. Es ist Zeit, sie mal wieder aufzulegen.

Liebe Grüße Peter
.
Qu'est ce que cela peut me faire si tous les imbéciles ne jouent pas ma musique.

(Strawinsky)

69

Mittwoch, 18. Mai 2011, 19:40

53 Minuten mit ABM - natürlich Debussy - bei arte+7 (Aufzeichnungen vom Juni 1978 und Januar 1965) als flv-Stream - noch vier Tage präsent.

hier:

http://videos.arte.tv/de/videos/klassikarchiv_arturo_benedetti_michelangeli_spielt_debussy-3890720.html

70

Mittwoch, 18. Mai 2011, 22:56

Vielen herzlichen Dank für den Hinweis. Gerade reingezogen.
Was soll ich sagen? Ach. :sev: :yes:
It is a common fault of criticism to pay more attention to the
influences of other composers in a young man's work than to its own
character as music.
(Robert Simpson)

71

Donnerstag, 19. Mai 2011, 14:55

Gestern leider versäumt (da konnte ich mich nicht von meinem Buch trennen), aber dafür heute nachgeholt:

Dokumentation auf arte über Gustav Mahler:


Konzert: Abbado dirigiert Mahler - Adagio aus der 10. Symphonie

- Lied von der Erde

Berliner Philharmoniker, Anne Sofie von Otter, Jonas Kaufmann.


Beides kann noch auf arte+7 im Internet angesehen werden.

:wink:
Renate
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72

Donnerstag, 26. Mai 2011, 12:00

Bei mir lief heute diese:



Schwetzinger Festspiele 1993, Inszenierung Michael Hampe.

Concerto Köln unter René Jacobs.

Mit Patricia Schumann (Poppea), Richard Croft (Nerone), Jeffrey Gall (Ottone), Kathleen Kuhlmann (Ottavia), Harry Peters (Seneca), Curtis Ryan (Arnalta)



Leider fehlt hier der Prolog!

Ansonsten bin ich mit dieser Poppea (auch mangels Vergleichsmöglichkeiten auf DVD) ziemlich zufrieden - sowohl was die musikalische Seite als auch Inszenierung und Bühnenbild betrifft.


Liebe Grüße
:wink:
Renate
Dem Vogel, der heut sang, dem war der Schnabel hold gewachsen (Meistersinger)

73

Sonntag, 29. Mai 2011, 12:30

Ich liebe arte+7:

hier gerade verklungen - Istomin, Stern, Rose - Beethoven ... legendär!

http://videos.arte.tv/de/videos/klassikarchiv_istomin_stern_und_rose-3926398.html

Amfortas09

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74

Sonntag, 29. Mai 2011, 14:08

geiler Tipp, diese Wiedergabe ist spannender als ich die CD mit dem Dream-Team in Erinnerung habe, trotz Mono-TQ... diesmal scheint auch der Stream beim Internetrecorder zu funzen (was leider bei mir nur nur selten klappt)
:wink:
„Wenn jemand Raketen auf mein Haus schießen würde, in dem meine beiden Töchter nachts schlafen, würde ich alles in meiner Macht Stehende tun, das zu stoppen“
Barack Hussein Obama

75

Mittwoch, 8. Juni 2011, 20:32

Obwohl die Musik Chopins so gar nicht in meinem Fokus steht, ist doch diese Doku, die ich soeben gehört und geglotzt habe, nicht von schlechten Eltern.

arte+7

http://videos.arte.tv/de/videos/die_kuns…in-3941792.html

76

Sonntag, 12. Juni 2011, 00:50

Vor der Bettruhe noch die Ravi Shankar-Dokumentation bei arte+7.

Wen's vielleicht sonst noch interessiert, wird hier fündig:

http://videos.arte.tv/de/videos/ravi_shankar-3953246.html

78

Sonntag, 12. Juni 2011, 19:53

Mit wachsender Begeisterung dem Mozart gelauscht, den Sv. Richter 1989 in London gespielt hat - Arte+7 sei Dank. Ein szenisch, wie musikalisch, beeindruckendes sehr konzentriertes Filmdokument.

http://videos.arte.tv/de/videos/ein_klav…77-3954428.html

Anschließend noch Chopin.

79

Sonntag, 19. Juni 2011, 16:23

Irgendwie bin ich heute angesichts eines Grau-in-Grau-Sonntags ziemlich träge. Auf der Suche nach Abwechselung bin ich mal wieder bei Arte+7 gelandet. Dort kann man aus dem arte-Klassikarchiv neu eingestellte "historische" Konzertdokumente bewundern:

zunächst Boulez mit Debussy aus den 60er und 70er Jahren; sodann Roschdestvensky mit Rimski-Korsakow, Pärt und Rachmaninov aus den 80ern.

Hier die Links:

http://videos.arte.tv/de/videos/klassika…sy-3974498.html
http://videos.arte.tv/de/videos/klassika…ki-3974510.html

80

Sonntag, 11. September 2011, 20:54

Den letzten Tag der Sommerferien habe ich u.a. mit dem Ansehen dieser DVD verbracht:



Bisher konnte ich noch keinen Zugang zu Puccinis letzter Oper finden - mit dieser Aufnahme (ein Geschenk, das mir besonders am Herzen liegt) von den Salzburger Festspielen 2002 gelingt es mir vielleicht...

Die Fassung, die Gergiev mit den Wiener Philharmonikern präsentiert, ist nicht die gängige, von Franco Alfano vollendete. Hier wird die Version gespielt, die Luciano Berio 2002 fertiggestellt hat.

Die Inszenierung von David Pountney nimmt als Angelpunkt die Entstehungszeit der "Turandot" und lässt starke Assoziationen zu Fritz Langs "Metropolis" und Chaplins "Moderne Zeiten" entstehen. Die Gesellschaft in Turandots China ist eine von Mechanisierung und Maschinen bedrohte und entmenschlichte. Die Protagonisten sind mit Masken und bedrohlichen Waffen ausgestattet und agieren mit robotermäßigen Bewegungen. Nur Turandot, Calaf, Liu und Timur treten als "normale" Menschen auf.

In den Massenszenen und der gewaltigen Kulisse der großen Festspielhausbühne verschwinden die Hauptprotagonisten manchmal und die intimeren Szenen verlieren an Wirkung. Dazu kommt noch, dass Botha stimmlich zwar schön, aber als Darsteller recht unbeweglich und eindimensional ist. Gabriele Schnauts Stimme passt für die Kälte und das Eis, das Turandot verströmen muss. Die restlichen Sänger gefallen, reißen allerdings nicht vom Hocker.

Alles in allem für mich nicht der große Wurf und noch (?) nicht der Beginn einer großen Liebe zu dieser Oper.


Liebe Grüße
:wink:
Renate
Dem Vogel, der heut sang, dem war der Schnabel hold gewachsen (Meistersinger)

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