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Archaeopteryx

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641

Donnerstag, 3. März 2011, 20:30

Rejoyce!!!



:juhu: :juhu: :juhu: :juhu:
"Joachim schabte wild drauflos und erzeugte dabei ein Geräusch, neben dem der Versuch, eine Nuss auf der Schuhsohle zu zerreiben, sich wie der Klang einer Äolsharfe ausgenommen hätte. (...) Doch wir waren alle interessiert und begeistert. Wir klatschten, und er verneigte sich in unbeirrbarer Feierlichkeit."
Bernard Shaw über ein Konzert von Joseph Joachim im Jahre 1890

642

Donnerstag, 3. März 2011, 20:48

Bach/Gould: Muß man dazu noch etwas sagen? Entweder man mag es oder man mag es nicht.
Die Zusammenstellung ist verdammt blöd. - Wenn Gould mit Bach, dann schon das gesamte wohltemperierte Clavier und bei Goldberg midestens auch die späte Aufnahme. - Die Box ist unsinnig.


"Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
Joris-Karl Huysmans

Gurnemanz

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643

Donnerstag, 3. März 2011, 21:45

Die Box ist unsinnig.
Stimmt; das ist schon ziemlich wirr zusammengewürfelt.

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

---
-¿Se trata de una cita? -le pregunté.
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Jorge Luis Borges

644

Freitag, 4. März 2011, 08:42

Für den 18. März ist bei JPC eine neue Aufnahme von Mozarts Klavierkonzerten angekündigt - offenbar hip



Über die Hörproben hört man ein sehr direktes Klangbild. Ob das verwendete Hammerklavier aber nicht doch eher aus dem 19. Jahrhundert ist? Kennt jemand das Ensemble?

Gruß, Carola

645

Freitag, 4. März 2011, 08:59

Rejoyce!!!



:juhu: :juhu: :juhu: :juhu:


Will ich haben! Sofort!
Und die Spanier auch, will ich auch alles haben!!!!!!
Tamás, solltest du an Königin Viktoria rankommen, können wiir uns dann mal virtuell zusammensetzen bei ´nem Tässchen Tee? ;+)

Omannomann, das macht einen ja wahnsinnig! Tolle CDs, an die man nicht rankommt! ;(
"Eine Semmel enthält 140 Kalorien, 700 Semmeln pro Jahr ergeben 98000 Kalorien,
diese benötigt man, um eigenhändig 1 Elefanten 9 Zentimeter weit zu tragen. Aber wozu?"
(Loriot)

Agravain

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646

Samstag, 5. März 2011, 09:22





Welche davon findet ihr am interessantesten?


Also ich würde unbedingt den Maazelschen Sibelius-Zyklus aus Pittsburgh empfehlen, den ich interpretativ für wesentlich interessanter und auch rein klanglich für um ein vielfaches gelungener als seinen Wiener-Zyklus halte. Überhaupt ist das die GA, die ich in ihrer Gänze für am überzeugendsten halte.

Daneben hat mich Levines Brahms positiv überrascht (im Gegensatz zu seinem Mahler, aber sei's drum). Besonders die Erste gelingt ausgesprochen dramatisch, zupackend und intensiv. Aber auch der Rest lässt sich gut hören. Und für das Geld... :thumbsup:

:wink: Agravain
Was ein richtiger Musiker sein will, der muß auch eine Speisekarte komponieren können. (Richard Strauss)

Archaeopteryx

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647

Sonntag, 6. März 2011, 09:54

Kennt jemand diese CD? (Tscha? :D )
"Joachim schabte wild drauflos und erzeugte dabei ein Geräusch, neben dem der Versuch, eine Nuss auf der Schuhsohle zu zerreiben, sich wie der Klang einer Äolsharfe ausgenommen hätte. (...) Doch wir waren alle interessiert und begeistert. Wir klatschten, und er verneigte sich in unbeirrbarer Feierlichkeit."
Bernard Shaw über ein Konzert von Joseph Joachim im Jahre 1890

648

Sonntag, 6. März 2011, 11:11

Kennt jemand diese CD? (Tscha? :D )
Hast du noch nicht? Zuschlagen!

Armonico Tributo mit Werken von Fux, Schmelzer und Biber - Gibt's da noch Fragen? Eine super Platte! :thumbup:

LG
Tamás
:wink:
"Vor dem Essen, nach dem Essen,

Biber hören nicht vergessen!"


Fugato

649

Sonntag, 6. März 2011, 11:23

Kennt jemand diese CD? (Tscha? :D )
Hast du noch nicht? Zuschlagen!

Armonico Tributo mit Werken von Fux, Schmelzer und Biber - Gibt's da noch Fragen? Eine super Platte! :thumbup:


Da verdoppele ich ...

Liebe Grüße Peter
.
Was ist die Neunte Symphonie neben einem Gassenhauer, den ein Leierkasten und eine Erinnerung spielen!

(Karl Kraus)

Archaeopteryx

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650

Montag, 7. März 2011, 10:05

Danke für die Infos - jetzt warte ich die Happy Hour bei JPC ab und dann... :jub:
"Joachim schabte wild drauflos und erzeugte dabei ein Geräusch, neben dem der Versuch, eine Nuss auf der Schuhsohle zu zerreiben, sich wie der Klang einer Äolsharfe ausgenommen hätte. (...) Doch wir waren alle interessiert und begeistert. Wir klatschten, und er verneigte sich in unbeirrbarer Feierlichkeit."
Bernard Shaw über ein Konzert von Joseph Joachim im Jahre 1890

651

Montag, 7. März 2011, 19:42

Weiter oben ist ja bereits eine CPO-Neuheit dieses Monats angesprochen worden (der Waltershausen). Für mich persönlich sind allerdings die folgenden beiden CDs die Highlights der nächsten CPO-Veröffentlichungen:


http://www.jpc.de/jpcng/cpo/detail/-/art…ke/hnum/4897494

Ľudovít Rajter (1906–2000)
Orchesterwerke
Janáček-Philharmonie Ostrava / David Porcelijn

Rajter (ein Slowake) war mir als Dirigent ein Begriff, ich habe z. B. eine CD mit Werken Franz Schmidts, die er dirigiert. Dass er auch komponiert hat, war mir neu, aber ein Blick auf die Website des slowakischen Musikinformationszentrums zeigt, dass er offenbar nicht unproduktiv gewesen ist. Die eingespielten Orchesterwerke (inklusive einer Sinfonietta) decken anscheinend einen großen Zeitraum ab, z. B. stammt das Divertimento von 1931/32, die "Impressioni rapsodiche" aber von 1995!


http://www.jpc.de/jpcng/cpo/detail/-/art…41/hnum/9983873

Dora Pejačević (1885–1923)
Sinfonie fis-moll op. 41 (1916/17, rev. 1920)
Phantasie concertante für Klavier und Orchester d-moll op. 48 (1919)
Volker Banfield, Klavier / Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz / Ari Rasilainen

Also noch etwas für Osteuropa-Interessierte (ich finde es übrigens sehr gut, dass CPO sich in letzter Zeit offenbar stärker mit Musik aus dieser Region beschäftigt, siehe etwa die Weinberg-Veröffentlichungen). Mit Dora Pejačević verhält es sich so, dass mir der Name sehr vertraut ist, ich aber keine Ahnung habe, woher – Musik von ihr kenne ich jedenfalls bisher noch nicht. Wird dann auch gekauft...

Viele Grüße
Holger

652

Montag, 7. März 2011, 22:24



Sehr erfreulich, ich war damals LIVE dabei und es war für mich ein überwältigendes Erlebnis. Außerdem war der 2. Teil genau nach meinem Geschmack: nicht zu langsam sondern immer mit Zug dirigiert, da kommt keine Langeweile auf.
Erstickt bald vor lachen, weil es hier immer so lustig und geistreich zugeht.

653

Donnerstag, 10. März 2011, 12:51

RE: Beethoven Tripelkonzert

Hieraus kenne ich die Aufnahmen der Klaviertrios (wenn das Stern/Istomin/Rose sind: absolut mustergültig: klar-durchsichtig und auch intellektuell, dabei hochexpressiv), der Violinsonaten (zu ferne Erinnerung: ich meine: wirklich gut) und das Tripelkonzert (die schwammig-spannungslose Orchesterleistung - Ormandy - verdirbt's leider, trotz der drei Genannten).

Außerdem: Bach/Gould: Muß man dazu noch etwas sagen? Entweder man mag es oder man mag es nicht.

:wink:

Hallo Gurnemanz,

finde ich interessant, was Du über das Tripelkonzert mit Ormandy schreibst. Diese Aufnahme ist nämlich auf der SONY-CD mit dem KK Nr.5 mit Fleisher/Szell enthalten und war seinerzeit eine willkommene beigabe für mich.

Ich kannte bis dahin nur die bekannteste Aufnahme des Tripelkonzertes mit Richter/Oistrach/Rostropowitsch,BPO,Karajan (EMI). :angel: Mir gefällt dievon Dir bemängelte Ormandy-Aufnahme eindeutig besser ! Ich finde sie gar nichtr spannungslos, sondern sehr anregend musiziert. Ansonsten haut mich das Werk aber auch nicht so vom Hocker, das ich noch eine weitere Aufnahme brauchen würde ... Ormandy reicht mir und karajan hat hier nur noch archivarischen Wert.
______________

Gruß aus Bonn

Wolfgang

Gurnemanz

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654

Freitag, 11. März 2011, 13:49

Mir gefällt dievon Dir bemängelte Ormandy-Aufnahme eindeutig besser ! Ich finde sie gar nichtr spannungslos, sondern sehr anregend musiziert.
Möglicherweise kommen wir zu unterschiedlichen Ergebnissen, weil wir unterschiedlich vergleichen. Meine "Referenz" wäre nämlich diese:

Yefim Bronfman, Gil Shaham, Truls Mörk, Tonhalle-Orchester Zürich, David Zinman
Arte, 2004


Auch wer Zinmans Beethoven ansonsten skeptisch gegenübersteht, kann sich hier begeistern. Ich tue das jedenfalls, denn hier wird von allen Beteiligten lebendig und packend musiziert.

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

---
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Jorge Luis Borges

655

Freitag, 11. März 2011, 15:12

RE: Beethoven Tripelkonzert

Möglicherweise kommen wir zu unterschiedlichen Ergebnissen, weil wir unterschiedlich vergleichen. Meine "Referenz" wäre nämlich diese:

Yefim Bronfman, Gil Shaham, Truls Mörk, Tonhalle-Orchester Zürich, David Zinman
Arte, 2004


Hallo Gurnemanz,

ja, warscheinlich ist das so mit den Vergleichseinspielungen. Meine Favoriten-Aufnahme des Beethoven-VC ist nämlich auch genau die mit Ziman (Arte), obwohl ich seinen Beethoven-Sinfonien und Ouvertüren sehr kritisch gegenüberstehe !

8+) Ich glaube die von Dir abgebildete ARTE-CD mit dem Tripelkonzert muss ich auch noch haben !

:prost:
______________

Gruß aus Bonn

Wolfgang

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656

Freitag, 11. März 2011, 16:48

Zitat

Auch wer Zinmans Beethoven ansonsten skeptisch gegenübersteht, kann sich hier begeistern. Ich tue das jedenfalls, denn hier wird von allen Beteiligten lebendig und packend musiziert.
nach bisheriger - allerdings nicht großer - Erfahrung mit Zinman sind die Beethoven-Live-Sachen (also mit Zinman) z.B. Beethoven KK5 mit den Berlinern gelungener als Studiokonserven...
:wink:
“If somebody was sending rockets into my house where my two daughters sleep at night, I'm going to do everything in my power to stop that.” (2008) „Justice has been done.“ (2011)

Barack Hussein Obama

Gurnemanz

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657

Freitag, 11. März 2011, 16:57

RE: RE: Beethoven Tripelkonzert

8+) Ich glaube die von Dir abgebildete ARTE-CD mit dem Tripelkonzert muss ich auch noch haben !
Solches Begehren, lieber teleton, gehört zum Lebensrisiko, wenn man sich in Klassikforen tummelt. :D Und Deine Meinung zu Zinman/Tripelkonzert würde mich dann natürlich interessieren...

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

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Jorge Luis Borges

Caesar73

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658

Freitag, 11. März 2011, 18:32

Zugegebenermaßen, erschienen ist die CD schon im Dezember, aber ich finde Brigitte Engerer ist einen Hinweis wert ;+)

Sie spielt Liszt, nein - nicht die h-moll-Sonate ;+) Sondern die "Harmonies poetiques et religieuses" So oft bekommt man die nicht komplett, wenn ich mich nicht täusche.



:wink: :wink:

Christian
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Cato der Ältere

AlexanderK

Irgendwie irgendwo irgendwann

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659

Freitag, 11. März 2011, 21:22

Sehr wohl die h-moll Sonate von Liszt (und nicht nur diese) spielte Yuja Wang, und zwar so kraftvoll und erstaunlich gut (wie ich finde), mit für ihre Jugend verblüffender Reife und Übersicht, dass ich mich (zumal auch Abbado Fan) sehr auf diese CD freue: Paganini-Rhapsodie op. 43 und Zweites Klavierkonzert op. 18.

Herzlicher Gruß
AlexanderK

660

Freitag, 11. März 2011, 23:16

Sehr wohl die h-moll Sonate von Liszt (und nicht nur diese) spielte Yuja Wang, und zwar so kraftvoll und erstaunlich gut (wie ich finde),


Das finde ich auch! :juhu: :juhu: :juhu:

Das Cover der neuen Platte ist aber denkbar doof...

Adieu,
Algabal
»Dieser Austausch, den wir hier betreiben, ist nichts anderes als ein soziales Spiel.« (Knulp)

661

Samstag, 12. März 2011, 10:55



demnächst auch auf CD, bis jetzt nur als mp3-download

662

Samstag, 12. März 2011, 18:46

Hallo,

Freunde der Musik Ernst von Dohnányis (zu denen ich mich zähle) wird folgende CD sicherlich ziemlich interessieren:



Ernst von Dohnányi (1877–1960)
Sinfonie F-Dur (1896)
"Zrínyi", Ouvertüre (1896)
Suite en valse für Orchester op. 39 (1942/43)
SO Miskolc / László Kóvacs



Ich zähle mich auch zu diesen Freunden. Aufmerksam wurde ich bereits durch eine begeisterte Rezension hier:
"http://www.klassik-heute.com/kh/3cds/20110304_20046.shtml"
Berichte doch mal, sobald Du sie gehört hast, bitte. (Ich werde wohl noch warten, bis der Preis etwas fällt.)

Welche Werke und Aufnahmen würdest Du denn noch empfehlen? Ich kenne bislang diese hier:

Klavierquintett Nr. 1 und 2
Serenade für Streichtrio
Orchestersuite
Variationen über ein Kinderlied
Ruralia hungarica
Amerikanische Rhapsodie

:wink:

663

Samstag, 12. März 2011, 20:02



Klavierquintett Nr. 1 und 2
Serenade für Streichtrio
Orchestersuite
Variationen über ein Kinderlied
Ruralia hungarica
Amerikanische Rhapsodie


Ich kenne die nicht einmal alle, aber ein Werk, das ich wärmstens empfehlen würde, ist das farbenreiche Sextett (Horn, Klavier, Klarinette, Streicher)



Auch die Streichquartette fand ich hörenswert, wobei sie keinen solchen Eindruck hinterlassen haben wie das Sextett.
By nature a philosopher is not in genius and disposition half so different from a street porter, as a mastiff is from a greyhound.
Adam Smith

664

Samstag, 12. März 2011, 22:52

Hallo Cosima,
Hallo,

Freunde der Musik Ernst von Dohnányis (zu denen ich mich zähle) wird folgende CD sicherlich ziemlich interessieren:



Ernst von Dohnányi (1877–1960)
Sinfonie F-Dur (1896)
"Zrínyi", Ouvertüre (1896)
Suite en valse für Orchester op. 39 (1942/43)
SO Miskolc / László Kóvacs



Ich zähle mich auch zu diesen Freunden. Aufmerksam wurde ich bereits durch eine begeisterte Rezension hier:
"http://www.klassik-heute.com/kh/3cds/20110304_20046.shtml"
Berichte doch mal, sobald Du sie gehört hast, bitte. (Ich werde wohl noch warten, bis der Preis etwas fällt.)

Welche Werke und Aufnahmen würdest Du denn noch empfehlen? Ich kenne bislang diese hier:

Klavierquintett Nr. 1 und 2
Serenade für Streichtrio
Orchestersuite
Variationen über ein Kinderlied
Ruralia hungarica
Amerikanische Rhapsodie

:wink:
das Werk, das mich mit Dohnányi vertraut gemacht hat, war seine zweite Sinfonie. Gibt es auf Chandos:



Ich schätze dieses Werk nach wie vor sehr. Dohnányis Musik klingt für mich irgendwie immer sehr reif, voll – natürlich ziemlich konservativ (er war ja eigentlich nur vier Jahre älter als Bartók), aber ganz für sich genommen sehr gut komponiert, geschmackvoll und souverän. Den ersten Satz der Zweiten finde ich zum Beispiel ausgezeichnet, einem ganz markanten, kantigen Hauptthema wird ein Seitenthema mit Ohrwurmqualitäten gegenübergestellt. Erwähnenswert ist auch der dritte Satz, als "Burla" bezeichnet, weil er Dohnányis Sinn für Humor, für die Groteske sehr schön herausstellt (die Scherzi sind bei Dohnányi daher oft sehr hörenswert!). Und das Finale als Variationssatz über ein Thema von Bach ("Komm süßer Tod, komm selge Ruh" – sicherlich vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs zu verstehen, die Sinfonie entstand 1943/44) sowieso schon mal bemerkenswert.

Ein weiteres Werk Dohnányis, das mir sehr gut gefällt, ist das Zweite Klavierkonzert:



Ich weiß, dass viele Musikliebhaber, die Dohnányis Musik kennen, meist das Erste Klavierkonzert bevorzugen, mir persönlich steht aber das Zweite noch etwas näher. Das liegt daran, dass ich einerseits Dohnányis reifen Stil hier ganz besonders ausgeprägt wiederfinde, andererseits diesem Konzert über weite Strecken ein ganz besonderer Hauch von Melancholie innewohnt, den ich höchst reizvoll finde – die Musik scheint zwischendurch immer wieder für einen Moment innezuhalten. Dohnányis spezieller Humor ist im Finale erneut deutlich ausgeprägt, wenn das Hauptthema des ersten Satzes in einer rhythmisierten Variante wieder aufgegriffen wird. Hervorragend auch das Ende: alles scheint auf einen grandios-pathetischen Schluss hinauszulaufen, aber am Ende steht doch eine lakonische, trockene Geste.

Mir gefallen natürlich noch viele andere Werke Dohnányis, aber diese beiden wollte ich vielleicht als erste Empfehlungen besonders herausstellen. Vom Preis her dürfte auch die CPO-Veröffentlichung des Ersten Violinkonzerts interessant sein:



Auch dies ein sehr schönes Werk, entstanden 1914/15, wobei man ihm Dohnányis Brahms-Nachfolge wohl deutlicher anhört als anderen Werken. Die "American Rhapsody" für Orchester auf derselben CD ist eines von Dohnányis letzten Werken. Das Amerika, das er hier porträtiert, ist m. E. eher eine Art idealisiertes Bild des Amerikas des 19. Jahrhunderts als eine Darstellung der Welt, in der er selbst zuletzt lebte. Im langsamen Teil dieses Stücks dürfte auch viel Heimweh zu spüren sein, während ich gerade in den schnellen Abschnitten eine gewisse Naivität heraushöre, die ich reizvoll finde.

Das von Kater Murr genannte Sextett kenne ich (noch) nicht (überhaupt noch nicht so viel Kammermusik, hängt vermutlich damit zusammen, dass ich mir die meisten meiner Dohnányi-Aufnahmen vor mehreren Jahren gekauft habe, als ich insgesamt wohl eher weniger Kammermusik gehört habe als heute). Die F-Dur-Sinfonie kaufe ich mir im Rahmen meiner nächsten jpc-Bestellung (immer dann, wenn ein neuer courier erscheint) und werde dann gerne berichten.

Ich meine, es hätte auch mal einen Dohnányi-Thread gegeben, aber vermutlich noch im alten Forum.

Viele Grüße
Holger

665

Sonntag, 13. März 2011, 01:04

Hallo Holger,

Die "American Rhapsody" für Orchester auf derselben CD ist eines von Dohnányis letzten Werken.


ich höre das Werk auch sehr gern. Ich besitze diese m. E. sehr gute Aufnahme:



Hier kann man noch etwas darüber lesen: "http://www.klassik-heute.com/kh/3cds/20060102_17272.shtml"

Danke für die Empfehlungen und Hinweise! (Auch an den Kater Murr.)

Viele Grüße, Cosima

666

Sonntag, 13. März 2011, 14:42

Am 15. April soll erscheinen:



:wink:

Jean
„Ich werde überhaupt nur noch ausschließlich mich selbst zitieren ...“ Algabal

667

Sonntag, 13. März 2011, 19:00

Am 15. April soll erscheinen:



:wink:

Jean


Das ist ja interessant! Hier ein paar Zusatzinfos: "Our CD is a live recording of a sold-out concert from the Vienna Festival, given at the Musikverein there on 14 June 1964, with tenor and baritone soloists. Josef Krips conducts the Wiener Symphoniker. It is being released for the first time, using a unique source in the Krips family archive, a copy of the original ORF (Austrian Radio) tape, which is no longer to be found. Faithfully restored by the expert engineers at the Emil Berliner Studios in Berlin, it is a marvel of singing from the two great soloists, who were both closely associated with this great work."

:wink:

Caesar73

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668

Dienstag, 15. März 2011, 16:50

Die folgende Aufnahme ist zwar auch schon im November erschienen, ist mir aber irgendwie bisher durch die Lappen gegangen. Und Gesamtaufnahmen von Schumanns Violinsonaten gibt es so reichlich immer noch nicht, auch wenn sich da in den letzten Jahren einiges getan hat. Schön zu wissen freilich wäre, auf welchen Instrumenten die Musiker spielen, dass habe ich bisher noch nicht recherchieren können.

REUNDSCHAFT - ROBERT SCHUMANN,
FERDINAND DAVID
Robert Schumann - Die drei Violinsonaten :
Sonaten op. 105, op. 121, a-moll WoO 2
Ferdinand David - Sechzehn Charakterstücke (Weltersteinspielung):
opp. 24 & 28, op. 30/2, opp. 47,49 & 50, op. 36
am Klavier: Lukas Maria Kuen



:wink: :wink:

Christian
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Zwielicht

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669

Mittwoch, 16. März 2011, 14:15

Als gebündelte Wiederveröffentlichung: Die (mehr oder weniger) komplette Sakralmusik Mozarts auf 13 CDs mit Harnoncourt, dem Concentus musicus, dem Arnold Schönberg Chor u.a. - für nur 30 €. Erscheint Mitte April:




Neu (Mitte April): Leif Ove Andsnes sowie Christian und Tanja Tetzlaff spielen von Schumann die drei Klaviertrios, die sechs Stücke in kanonischer Form op. 56 und die Fantasiestücke op. 88:




Ersteinspielungen (?): Anfang Mai erscheinen ein Streichquintett von Walter Braunfels und ein Streichsextett von Adolf Busch unter dem Titel Two Roads to Exile. Es spielen irgendwelche Artists of the Royal Conservatory. Von RCA hätte ich so etwas gar nicht erwartet...




Viele Grüße

Bernd
Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)

670

Montag, 21. März 2011, 16:18

Kürzlich ist das "Vermächtnis" der Musica Antiqua Köln erschienen.
Die Scheibe wurde in der letzten Ausgabe der Klassik-Schallplattenseite der "Rheinpfalz" sehr gelobt und mit vier von vier Sternen ausgezeichnet.
Den Sonatenzyklus hätte ich ja eigentlich lieber komplett als Doppel-CD gehabt als "nur" in Auswahl:



http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-…11/hnum/4973144

Sch... Haushaltssperre
Es ist leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.

Archaeopteryx

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671

Montag, 21. März 2011, 17:45

Ich will ja kein Salz in die Wunde streuen, aber die CD ist großartig!! :D :juhu:
"Joachim schabte wild drauflos und erzeugte dabei ein Geräusch, neben dem der Versuch, eine Nuss auf der Schuhsohle zu zerreiben, sich wie der Klang einer Äolsharfe ausgenommen hätte. (...) Doch wir waren alle interessiert und begeistert. Wir klatschten, und er verneigte sich in unbeirrbarer Feierlichkeit."
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672

Montag, 21. März 2011, 17:58

Ich will ja kein Salz in die Wunde streuen, aber die CD ist großartig!! :D :juhu:
Die ist auch noch in zwei, drei Jahren großartig. Und dann kostet sie nur noch die Hälfte. Der Zahnersatz will schließlich auch noch bezahlt werden. :D

Gruß, Carola

673

Montag, 21. März 2011, 18:14

Bei der Wahl zwischen Zahnersatz und Musik sollte man wissen, wie man seine Prioritäten zu setzen hat! ^^
Daf ift jedenfallf meine Anficht!

:wink:

Die letzte Aufnahme der MAK , so stehts im Kommentar. Hörschnipsel klingen sehr verheißungsvoll! :thumbup:
"Eine Semmel enthält 140 Kalorien, 700 Semmeln pro Jahr ergeben 98000 Kalorien,
diese benötigt man, um eigenhändig 1 Elefanten 9 Zentimeter weit zu tragen. Aber wozu?"
(Loriot)

674

Montag, 21. März 2011, 18:23

Bei der Wahl zwischen Zahnersatz und Musik sollte man wissen, wie man seine Prioritäten zu setzen hat! ^^
Daf ift jedenfallf meine Anficht!
Genau, statt Zahnersatz einen Pürierstab kaufen - und jede Menge neue CD's :D

Zu bedenken ist allerdings: Der Zahnersatz kostet in zwei, drei Jahren im Gegensatz zu den CD's garantiert nicht die Hälfte, sondern eher das Doppelte. Insofern ist es wirtschaftlich gesehen klüger, erst in den Zahnersatz zu investieren :yes:

Viele Grüße,
Andreas


675

Montag, 21. März 2011, 18:35

Was Neues von Staier kommt Mitte April:



- schon bestellt :wink:
Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)

676

Montag, 21. März 2011, 21:08

Guten Abend

scheint intersssant zu sein:



Johann Sebastian Bach

" Matthäus-Passion BWV 244 "

Mit der Netherlands Bach Society, Jos van Veldhoven hat bei Bach ein glückliches Händchen (z.B. h-moll-Messe).

Gruß :wink:

aus der Kurpfalz

Bernhard
" Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

(Heinrich Heine)

677

Dienstag, 22. März 2011, 21:37

Die Carl-Orff-Rezeption am Staatstheater Darmstadt beginnt Früchte zu tragen:

Carl ORFF - Ödipus der Tyrann

Inszenierung: John Dew
Dirigent: Stefan Blunier

ab 01.04.2011 bei Wergo:



LG - C.

pfuetz

Mensch mit Sinn für Anwendungen

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678

Dienstag, 22. März 2011, 21:45

Die Carl-Orff-Rezeption am Staatstheater Darmstadt beginnt Früchte zu tragen:

Carl ORFF - Ödipus der Tyrann

Inszenierung: John Dew
Dirigent: Stefan Blunier

ab 01.04.2011 bei Wergo:



LG - C.


Und als jemand, der diese Reihe zum großen Teil vor Ort gesehen hat, kann ich nur sagen: Es lohnt sich!

Ödipus, Antigone, als auch De temporum fine comoedia haben mir gefallen. Gisei, als die erste Opern-arbeit von Orff, hatte mich nicht überzeugt, aber von der Oper her, es lag nicht an der Inszenierung oder der musikalischen Leistung des Staatstheaters.

Leider ist ja Blunier nun weg nach Bonn... Ich vermisse ihn hier...

Matthias

P.S.: Carl Orff: "Gisei, das Opfer" und "De temporum fine comoedia" - Staatstheater Darmstadt, 23.4.2010 hat hier immerhin zum letzten Orff'schen Werk eine Kritikrubrik gefunden. Über Ödipus und/oder Antigonae habe ich leider auch bei Tamino nichts geschrieben, das hatte ich vor meinem Eintritt bei Tamino gesehen...
"Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
"Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
"Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
"Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)

679

Dienstag, 22. März 2011, 21:55

Lieber Matthias,

ich bin mit Dir einer Meinung: Es lohnt sich! Und bei der Bewertung der Produktionen sind wir auch einig.

Blunier ist natürlich ein herber Verlust, aber ich finde: Die Darmstädter haben mit Constantin Trinks einen wirklich hervorragenden Griff getan!

LG - Claus

pfuetz

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680

Dienstag, 22. März 2011, 21:58

Das stimmt! Ich habe ihn gerade erst am Samstag in der Uraufführung von Agusti Charles "Lord Byron" das Orchester leiten gehört, es war sehr beeindruckend. Kritik dazu wollte ich nun als Nächstes schreiben... ;-)

Matthias

EDIT: P.S.: Irrtum, es war Meister am Samstag, nicht Trinks... :-) Mann, mein Gedächtnis!
"Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
"Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
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