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441

Dienstag, 1. Februar 2011, 12:43

RE: Schubert

Kennt jemand diese Box?



Und taugt Sie etwas?

Viele Grüße,
Mero

Edit:
Ist wohl ursprünglich diese Ausgabe gewesen:


Ich kenne diese Einspielungen zwar nicht, aber das dürfte eine der einfachsten Möglichkeiten sein, die Fragmente und Vervollständigungen auf einmal zu erwerben, falls einen das interessiert. (Und bei aller berechtigten Skepsis gegenüber solchen Rekonstruktionen, ist das allemal interessanter als die zigste Einspielung einer der anderen Sinfonien.)
By nature a philosopher is not in genius and disposition half so different from a street porter, as a mastiff is from a greyhound.
Adam Smith

Florian Voß

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442

Dienstag, 1. Februar 2011, 14:04

Die ist super. Sehr schöne, schlanke Einspielungen der bekannten Symphonien, die immer von einem untergründigen, dunklen Feuer durchpulst werden, besonders die 8. - Die Fragmente und Rekonstruktionen sind sehr, sehr interessant, deshalb habe auch ich mir die Box besorgt. Kann ich empfehlen.




--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Eine Krähe war mit mir
aus der Stadt gezogen

443

Dienstag, 1. Februar 2011, 16:23

Hm, ich bin ja eigentlich der "Marrine" sehr, sehr zugetan, aber von einem untergründigen und gar noch dunklen Feuer wird da eher nichts durchpulst. Schlank spielt die Academy ja immer, wenn man unter "schlank" nicht gerade Schoonderwoerd versteht, ich würde diese Einspielung aus meiner Sicht hingegen eher als geschmackvoll-feinsinnig bezeichnen, als ausgewogen und stimmendemokratisch. Kesseln tun eher andere. Dennoch Empfehlung auch von mir für Marriner.

Außerdem gibt es, glaube ich, nicht nur die Fragmentvervollständigungen der hier aktiv gewesenen Musikwissenschaftler, sondern m. W. auch noch andere Versuche, von denen, wenn ich richtig gehe, Mackerras zu Beginn der Siebziger bereits was eingespielt hat...


Liebe Grüße,

Alex :wink:

"And in the end the love you take is equal to the love you make."

The Beatles - Abbey Road


444

Dienstag, 1. Februar 2011, 19:02

Hallo Ihr drei,

Danke für Euer Urteil/Empfehlung. :juhu:

Bestell ich einfach mal. :D
8| So langsam muss ich aufpassen, sonst komme ich mit dem Hören nicht mehr nach. :rolleyes:

Hab' noch diese Box gefunden - scheint auch das gleiche zu sein, oder? :S ?(
Aber meiner Meinung nach das schönste Cover der drei Varianten.


Viele Grüße,
Mero

445

Mittwoch, 2. Februar 2011, 20:56

habe ich gerade einen Narren gefressen, was immer dieses Sprichwort ürrünglich meinen mag
Lieber TB,
warum der Narr ürrün heißt, weiß ich nicht, aber folgendes hilft Dir sicher weiter:
"einen Narren an jemandem oder auch an etwas gefressen haben: in lächerlicher Weise dafür eingenommen, verliebt sein. Die alte Vorstellung, dass ein Alberner einen kleinen dämonischen Narren leibhaft in seinem Innern stecken habe, hat zunächst die Redensart geschaffen: 'einen Narren im Leib haben', 'einen Narren gefressen haben'. von den Narren müssen die Leute befreit werden. auf der Bühne z.B. Hans Sachs "Das Narrenschneiden". Der Arzt schneidet einem Kranken die Narren der Hoffart, des Geizes, des Zorns usw. aus dem Leibe heraus. Zu der jetzt geläufigen Form hat die Redensart wohl nur erweitert werden können, als man an ihren eigentlichen Sinn nicht mehr dachte"

nach: Lutz Röhrich: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Bd. 2, S. 1077
:wink:
"Im Augenblick sehe ich gerade wie Scarpia / Ruggero Raimondi umgemurxt wird, und überlege ob ich einen Schokoladenkuchen essen soll?" oper337

446

Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:01

Dann hat also die Redewendung "einen Clown gefrühstückt haben", die derzeit so in ist, ganz alte Wurzeln, wie lustig. Und sehr OT, sorry...
Solitudinem faciunt, pacem apellant.
Tacitus

447

Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:06

Es ist vollbracht. Eben besagte Einspielung erstanden.
Im Sommer dann also wohl Balkonien statt Hawaii. 8|
Das tut mir sehr leid für Dich. Und Dein Hund hatte sich schon so auf den Surfkurs gefreut. Für den Balkon empfehle ich:


"Im Augenblick sehe ich gerade wie Scarpia / Ruggero Raimondi umgemurxt wird, und überlege ob ich einen Schokoladenkuchen essen soll?" oper337

448

Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:08

Lieber TB,
warum der Narr ürrün heißt, weiß ich nicht


Das ist keltisch. Kann ich aber nicht so gut erklären, wie Du mir das Narrenfressen erklärt hast. Danke dafür!

:wink:
"Das Problem mit Zitaten im Internet ist, dass es oft schwierig ist nachzuweisen, ob sie echt sind oder nicht" Abraham Lincoln

449

Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:12

"einen Clown gefrühstückt haben", die derzeit so in ist, ganz alte Wurzeln, wie lustig. Und sehr OT, sorry...
egal ob das OT ist - das habe ich noch nie gehört, was bedeutet das denn?

und noch an den TB: wir sind hier zwar in der "Kaufberatung", aber das "Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten" musst Du Dir nicht kaufen, hast Du denn mittlerweile die 1. mit Svetlanow 1967?
"Im Augenblick sehe ich gerade wie Scarpia / Ruggero Raimondi umgemurxt wird, und überlege ob ich einen Schokoladenkuchen essen soll?" oper337

450

Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:15


und noch an den TB: wir sind hier zwar in der "Kaufberatung", aber das "Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten" musst Du Dir nicht kaufen, hast Du denn mittlerweile die 1. mit Svetlanow 1967?


Hast Du einen Clown gefrühstückt? :mlol:

äh... welche 1. denn mit Svetlanov? Hatte ich da neulich nach gefragt?

:wink:
"Das Problem mit Zitaten im Internet ist, dass es oft schwierig ist nachzuweisen, ob sie echt sind oder nicht" Abraham Lincoln

451

Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:24

was bedeutet das denn?

Albern sein.
Solitudinem faciunt, pacem apellant.
Tacitus

452

Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:34

Tschaikowsky, ungefragt empfohlen
das ist schon ein Weilchen her und ich finde den Beitrag nicht mehr......

aber eigentlich bin ich wegen was ganz anderem hier:

in München wurde am Sonntag Regina von Lortzing konzertant aufgeführt, übertragen in BR Klassik. :klatsch:

die Musik hat mich so begeistert, dass ich drauf und dran bin, einen Lortzing-Förderverein zu gründen, ein capricciöser Mitstreiter ist mir sicher, ein weiteres Mitglied kann ebenfalls nicht ohne Lortzing leben, weil er die Musik zum "aufräumen und staubwischen" braucht und wir wollen ja nicht, dass jemand in seiner Wohnung im Chaos versinkt

Hiier stellt sich nicht die Frage WELCHE Aufnahme, sondern:

gibt's überhaupt eine Regina aus der Konserve?
"Im Augenblick sehe ich gerade wie Scarpia / Ruggero Raimondi umgemurxt wird, und überlege ob ich einen Schokoladenkuchen essen soll?" oper337

453

Mittwoch, 2. Februar 2011, 23:38

Hiier stellt sich nicht die Frage WELCHE Aufnahme, sondern:

gibt's überhaupt eine Regina aus der Konserve?
Gibt es, wenn auch eine ziemlich alte und m. E. gekürzte oder "bearbeitete":



Ich habe sie ewig nicht mehr gehört, und halte deshalb mal meinen Kommentar zurück, aber die Übertragung von Ulf Schirmers Aufführung mitgeschnitten und freue mich schon drauf, sie aufmerksam hören zu können sobald ich mit Otto Nicolais HEIMKEHR DES VERBANNTEN weiter bin.

:wink: Rideamus




Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung

454

Mittwoch, 2. Februar 2011, 23:50

Zitat



in München wurde am Sonntag Regina von Lortzing konzertant aufgeführt, übertragen in BR Klassik. :klatsch:

die Musik hat mich so begeistert, dass ich drauf und dran bin, einen Lortzing-Förderverein zu gründen, ein capricciöser Mitstreiter ist mir sicher, ein weiteres Mitglied kann ebenfalls nicht ohne Lortzing leben, weil er die Musik zum "aufräumen und staubwischen" braucht und wir wollen ja nicht, dass jemand in seiner Wohnung im Chaos versinkt

Hiier stellt sich nicht die Frage WELCHE Aufnahme, sondern:

gibt's überhaupt eine Regina aus der Konserve?


Ahhhhhhhhhhhhhhhh! Das wurde von BR-Klassik übertragen??? Und ich hab's verpasst ... prost Mahlzeit! :faint: Mich darfst Du übrigens auch zu den Lortzing-Fans rechnen! :yes: Ich hab die von Rideamus erwähnte Aufnahme, die zwar tatsächlich in mancherlei Hinsicht nicht ideal, aber doch gut genug ist, um Lust auf diese außergewöhnliche Oper zu machen! Besonders faszinierend finde ich gleich am Anfang den Fabrikarbeiter-Chor "Wir wollen nicht!" ... man, damals gab's Revolution auch noch in Deutschland! 8+)

DiO :beatnik:
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455

Donnerstag, 3. Februar 2011, 18:52

Kann Norrington Brahms?

Hallo zusammen,

kann Norrington Brahms?

Die Schnipsel sagen mir nich so ganz zu. Ich kann aber nicht sagen warum das so ist. Ich empfinde einfach kaum etwas dabei.

Bisher habe ich die Sinfonien dirigiert von van Zweeden (aus dem Brahms-Klotz) und die Einspielung von Mackerras.
Letztere mag ich um einiges mehr, aber van Zweeden ist eignetlich auch "ok".

Nun, kann Norrington es oder sollte man diese Scheiben liegen lassen?
Was meint Ihr??? ?(

Viele Grüße,
Mero

456

Donnerstag, 3. Februar 2011, 19:25

kann Norrington Brahms?


Nein.

Naja, ich kenne die Stuttgarter Aufnahme nicht, sondern sein Deutsches Requiem und seine 1. Symphonie mit den London Classical Players. Unvorstellbar hölzern, reizlos und langweilig. Das einzig Interessante daran sind gewisse Effekte auf den HIP-Hörnern, die man in konventionellen Aufnahmen so nicht hört. Aber die fallen ja in der Aufnahme mit dem Stuttgarter RSO dann wohl auch weg. Wenn ich mir eine weitere Gesamteinspielung der Brahmssymphonien zulegen wollte, wäre Norrington sicher so ziemlich der letzte, auf den ich kommen würde.
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Gurnemanz

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457

Donnerstag, 3. Februar 2011, 19:33

Auch ich kenne Norringtons Stuttgarter Brahms nicht, wohl aber die älteren Aufnahmen mit den London Classical Players, die ich als gut in Erinnerung habe (lange nicht mehr gehört). Norringtons Behandlung der Klassiker Beethoven, Haydn und Mozart mit den Stuttgartern finde ich herausragend: schnell, spritzig, energiegeladen. Was er mit Mahler macht, da bin ich ambivalent. Ich weiß, daß das keine befriedigende Auskunft ist. :|

Immerhin, grundsätzlich: Norrington polarisiert, das kommt an oder auch nicht - jedenfalls legt der Meister des Non-Vibrato kein Mittelmaß vor.

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

---
-¿Se trata de una cita? -le pregunté.
-Seguramente. Ya no nos quedan más que citas. La lengua es un sistema de citas.

Jorge Luis Borges

458

Freitag, 4. Februar 2011, 05:04

[...]Wenn ich mir eine weitere Gesamteinspielung der Brahmssymphonien zulegen wollte, wäre Norrington sicher so ziemlich der letzte, auf den ich kommen würde.
[...]
Immerhin, grundsätzlich: Norrington polarisiert, das kommt an oder auch nicht - jedenfalls legt der Meister des Non-Vibrato kein Mittelmaß vor.

:wink:
Moin zusammen,

in der Tat - zwei sehr unterschiedliche Einschätzungen. Dann verlasse ich mich lieber auf mein Gefühl und lasse die Finger von dieser GA.
Bin ja auch mit Mackerras mehr als zu frieden. :thumbup:

Viele Grüße und einne tollen Start in den Tag,
Mero

Archaeopteryx

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459

Samstag, 12. Februar 2011, 11:49

Kennt jemand diesen Klumpen mehr als flüchtig?



Der ist zwar Amazonas-gesenkt immer noch schweineteuer, aber ich bin in letzter Zeit so dermaßen liedophil dass ich echt in Versuchung komme... außerdem mag ich Hyperion und ihren Enzyklopädie-Flash.

Würde mich freuen, wenn mich jemand von Geldausgeben abhalten kann, aber ich glaube kaum dass es klappen wird... :hide:
"Joachim schabte wild drauflos und erzeugte dabei ein Geräusch, neben dem der Versuch, eine Nuss auf der Schuhsohle zu zerreiben, sich wie der Klang einer Äolsharfe ausgenommen hätte. (...) Doch wir waren alle interessiert und begeistert. Wir klatschten, und er verneigte sich in unbeirrbarer Feierlichkeit."
Bernard Shaw über ein Konzert von Joseph Joachim im Jahre 1890

460

Samstag, 12. Februar 2011, 12:39

Die Hyperion-Edition. Ich teile mal, für alle die, die sie noch nicht kennen, die Basics und dann meine Eindrücke mit:

a) Es sind sämtliche bekannten Schubertlieder eingespielt, und zwar nach der Bärenreiteredition von Walter Dürr. Enthalten alle Ensemble-Lieder und sogar (ich meine: alle) gesprochenen Texte der Zyklen.

b) Es singen unterschiedliche Sänger und Sängerinnen. Meist eine oder einer pro Platte. Das Alter der Sänger oszilliert zwischen Anfang Zwanzig und Ende Fünfzig. Viele von ihnen entstammen dem angelsächsischen Sprachraum, was zum Teil deutliche Proleme mit dem deutschen Phoneminventar zeitigt.

c) Es spielt immer derselbe Pianist, der Initiator dieses Projekts Graham Johnson. Und er spielt auf keinem "historisch" zu nennenden Instrument.

d) Den einzelnen CDs waren in den originalen Einzelveröffentlichungen umfangreiche und äußerst wertvolle Bookletinformationen beigegeben. Ich weiß nicht, ob diese Texte in die Box in ungekürztem Umfang übernommen wurden.

e) Die Aufnahmequalität bewegt sich im Standardbereich, mehr ist es leider m.E. nicht geworden.

Ich habe die Schubertlieder für Männerstimme (welche den überwiegenden Anteil am Liedschaffen des Komponisten darstellen) mit Fischer-Dieskau kennengelernt und bin dann mit fliegenden Fahnen zu Johnson mit seiner philologisch anspruchsvolleren und vollständigeren Hyperion-Edition übergewechselt. Mitte der Neunziger Jahre, gerade mein Studium aufgenommen habend, wurden alle Einzel-CDs für meine selbst liedsingende Freundin angeschafft und jeder Liederabend zwischen Frankfurt und Hannover aufgesucht. Interessant war mir in dem Zusammenhang insbesondere der Lieder-Zyklus, den Fischer-Dieskau mit etlichen der Hyperion-Sängerinnen und -Sänger im Schubertjahr 1997 in der Kölner Philharmonie veranstaltet hat. Die Vergleichsmöglichkeiten zu den zehn Jahre bis ein Jahr zuvor aufgenommenen CDs haben mein Urteil dann doch sehr geprägt.

Das Klavierspiel Graham Johnsons ist nicht unbedingt das, was ich als in jedem Falle angebracht bezeichnen möchte. Er begleitet unaufdringlich und nimmt sich sicher oft zurück, seine Phrasierung sagt mir allerdings nicht immer zu, in Vergleichen mit anderen dezidierten Liedbegleitern bleibt Johnsons Eindruck bei mir bisweilen blaß und fahrig. Wir redenhier selbstverständlich nur von Nuancen, denn Graham Johnson spielt noch immer oben in der Liga mit. Ich habe das Glück gehabt, sowohl Johnson wie auch Irwin Gage in einem Meisterkurs erleben zu dürfen, und die Differenz zwischen den beiden war frappant. Johnson hatte es bei seinem Hyperion-Projekt nun meistens sicherlich nicht nötig, dozierend Anweisungen zu geben. In toto würde ich sagen, daß Johnson ein ambitionierter und in seinem Zurücktreten richtig agierender Begleiter ist, dem ab und an der allerletzte Detailreichtum verloren geht.

Zu den Sängern müßte man ganze Threads vollschreiben. Es gibt Sternstunden (für mich M. Price, M. Görne, Ch. Schäfer, J. Banse, Ch. Pregardien, P. Schreier oder St. Varcoe) und mittelmäßige Ausfälle. Hier kann nicht jedem alles gleichermaßen gut gefallen, das war auch Johnson sicher klar. Als gelungen möchte ich besonders die Aufzeichnungen der mehrstimmigen Lieder hervorheben, die meist mit jungen (damals noch) Talenten durchgeführt wurden. Das hat bisweilen was von einem fröhlichen Chill-Out in der Musikhochschule, sehr sympathisch. Verglichen mit den DG-Aufnahmen der Ensembles, welche Mitte der Siebziger die FiDi-Edition abrunden sollten, durchaus hier und da ein kleiner Gewinn.

Vielfach darf man keinen Dieskau´schen Textfetischismus erwarten (was für viele von uns eher eine Empfehlung darstellen dürfte). Ann Murray beispielsweise oder der unerträgliche Ian Bostridge trällern ihre Passagen bisweilen mit der Nonchalance eines Volksmusikanten herunter. Janet Baker oder auch Edith Mathis und die vermutlich bereits kranke Lucia Popp kämpfen mit Alterserscheinungen, bieten, jede für sich, gleichwohl noch große, reife, lebenssatte Interpretationen.

Man muß für die Hyperion-Edition ab und ein ein Öhrchen zuknipsen können. Und nicht entäuscht sein, wenn ein besonders geliebtes Lied einmal in die "falschen" Hände geraten ist, das kommt schon vor. Das kommt es aber im Konzertsaal auch, immerhin, Totalausfälle wie, sagen wir, Barbara Hendricks sind bei Johnson gar nicht erst zugelassen worden. Ich fürchte, viele werden die Engländer unter den Interpreten als allzu glatt und nichtssagend empfinden. Abschließend aber möchte ich festhalten, daß es für mich, zumindest für mich, keine Alternative zur Hyperion-Edition gibt. Ich höre nach wie vor viel Fischer-Dieskau (und nicht nur sein 70er Mammutprojekt), nach wie vor viele Einzelaufnahmen, bei den Damen vor allen anderen Christa Ludwig, Gundula Janowitz, die mit Gage Ende der Siebziger das weibliche Pendant zu FiDis Männerliedern in Angriff genommen hat (leider ist hier nur eine Box erschienen) und Jessye Norman. Dennoch greift man ganz automatisch immer wieder zu den (in den Erstpressungen) schöngestalteten Hyperion-CDs.

Ich würde allenfalls empfehlen, nicht die erfragte Box zu erwerben, sondern sich nach und nach die Original-CDs gebraucht und gut erhalten zuzulegen. Denn wenn ich recht verstanden habe, sind bei der Box die Lieder anders (nach der mutmaßlichen Chronologie?) angeordnet und somit viele unterschiedliche Sänger nicht allein in dem Projekt, sondern sogar auf einer und derselben CD zu finden. Außerdem sind da, wie schon erwähnt, die Booklets.


Alex :wink:

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461

Samstag, 12. Februar 2011, 12:49

Lieber Graf,
dankesehr für die lange Einführung und Einschätzung.
Da ich FiDi aus ganzem Herzen verabscheue, war ich sehr froh, als ich las, dass er in dieser Edition nur die gesprochenen Texte der Müllerin darbietet. Da fiel mir ein Stein vom Herzen.
Graham Johnson kenne ich aus einigen Einspielungen mit Felicity Lott und eben aus der neuen Brahms-Reihe bei Hyperion. Ich kenne mich mir Liedbegleitung nicht so gut aus, deswegen genügt er meinen Ansprüchen voll und ganz.
Dass da Ausfälle mit dabei sein müssen, ist bei der Anzahl von Sängern klar - mir geht es einfach darum, alles von Schubert zu Hause zu haben - ähnlich, wie die Bachkantaten-Edition von Gardiner stellenweise auch eher das Grüne als das Gelbe vom Ei ist, ich sie aber trotzdem aus enzyklopädischen Gründen keinesfalls missen möchte. Lichtpunkte sind in jeder Edition dabei, und wenn ich Namen wie Felicity Lott oder Sarah Walker lese, bin ich geneigt, dem Kaufdrang nachzugeben :thumbsup: .
Zur Chronologie: die Lieder sind nach Deutschverzeichnisnummern sortiert. Daraus resultiert oftmals, dass 10 Sänger auf einer CD singen. Da ich aber sicherlich nicht alles durchhören werde, macht mir das glaube ich nichts aus. Zusätzlich gibt es noch drei CDs mit Werken von Zeitgenossen Schuberts, die gleiche Texte vertont haben wie er.

Das Booklet zum neuen Baustein kann man hier downloaden (völlig legal) und es sieht recht fett aus, näch? :thumbsup:
"Joachim schabte wild drauflos und erzeugte dabei ein Geräusch, neben dem der Versuch, eine Nuss auf der Schuhsohle zu zerreiben, sich wie der Klang einer Äolsharfe ausgenommen hätte. (...) Doch wir waren alle interessiert und begeistert. Wir klatschten, und er verneigte sich in unbeirrbarer Feierlichkeit."
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Archaeopteryx« (12. Februar 2011, 13:03)


462

Samstag, 12. Februar 2011, 12:59

Zusätzlich gibt es noch drei CDs mit Werken von Zeitgenossen Schuberts, die gleiche Texte vertont haben wie er.

Genau. Und eine Interview-CD mit einer Dame, deren Ur-ur-urgroßvater auch Schubert hieß, welcher zwar im Allgäu und nicht in Österreich gelebt hat, aber abends gerne die Blockflöte ausgepackt hat...

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463

Samstag, 12. Februar 2011, 13:04

Hää? :stern:
"Joachim schabte wild drauflos und erzeugte dabei ein Geräusch, neben dem der Versuch, eine Nuss auf der Schuhsohle zu zerreiben, sich wie der Klang einer Äolsharfe ausgenommen hätte. (...) Doch wir waren alle interessiert und begeistert. Wir klatschten, und er verneigte sich in unbeirrbarer Feierlichkeit."
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464

Samstag, 12. Februar 2011, 13:08

Da ich FiDi aus ganzem Herzen verabscheue

Ach, müsst Ihr Alte-Musik-Fuzzies denn immer anbeten oder verachten, gibt es für Euch denn gar keine Graustufen? Ihr habt schon auch oft die Wahrheit mit der Weisheit dabei gepacht, oder? Jaja, doch doch... :D

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465

Samstag, 12. Februar 2011, 13:11

Also bitte, es gibt wenige, die ich nicht leiden kann, und FiDi gehört leider dazu.
Grauzonen gibt es ganz viele, bei Besagtem gibt es leider bei mir nur schwarz. Ich bin FiDigeschädigt, weil mein Musiklehrer IMMER Aufnahmen von ihm vorgespielt hat. Und irgendwann ist man einfach mal satt, oder?
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466

Samstag, 12. Februar 2011, 13:21

Ich habe mir die Box vor einigen Jahren zugelegt, weil ich so mal alle Lieder kennenlernen konnte, nicht wegen der besonderen Interpretationsqualität. Daneben habe ich natürlich noch etliche andere Aufnahmen, die mir besser gefallen.

Zu dieser Box gibt es ein Textbuch mit einer achtseitigen Einführung von Graham Johnson. Na ja. Wenn man keinen Wert auf Vollständigkeit legt, braucht man sie eigentlich nicht. Manche CDs sind durch das chronologische Ordnungsprinzip auch schwer erträglich, aber man braucht ja nicht alles hintereinander zu hören.

lg vom eifelplatz, Chris.

467

Samstag, 12. Februar 2011, 16:58

Lieber Alex,

danke auch von mir für Deine ausführlichen Erläuterungen zur Hyperion-Schubert-Edition. Ich hatte mir gerade vor etwa einer Woche überlegt, ob ich sie mir zulegen soll, dann aber auch erst einmal den Vorsatz gefasst, mir nach und nach die Aufnahmen, die mich am meisten interessieren, in Form von Einzel-CDs zusammenzusuchen.

Ich kenne z. B. bisher nur wenige Aufnahmen mit Stephen Varcoe, höre seine Stimme und auch sein Singen darin jedoch sehr gern. Mit deutschen Kunstliedern habe ich ihn bisher allerdings noch nicht gehört. Es freut mich, dass Du seine Aufnahmen der Schubert-Lieder hier in die Sternstunden einreihst; dann werden sie wohl mein erstes Suchobjekt sein.

:wink:
Federica
The moon looks on them all: the healers and the brilliant talkers, the eccentrics and the silent walkers, the dumpy and the tall.
(W.H. Auden)

468

Samstag, 12. Februar 2011, 20:23

Archie, "also bitte" darf ich als Signatur vermakeln? Das hat Loriot´sche "Ach, was"-Qualitäten...

Liebe Federica,

Varcoe hat gleich die zweite erscheinene CD innerhalb des Hyperion-Projekts gestaltet und es dabei außer einem Schiller- und einem Goethelied (dafür allerdings das wundervolle "Am Flusse") mit solchen des sog. Schubertkreises zu tun bekommen. Eine immer wieder gerngehörte Platte.

Entnehme ich Deinen Aussagen, daß Du die Einzel-CDs anstrebst?


Alex :wink:

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469

Samstag, 12. Februar 2011, 20:26

Archie, "also bitte" darf ich als Signatur vermakeln? Das hat Loriot´sche "Ach, was"-Qualitäten...


Tu'n se sich keenen Zwang an. Wenn ich aber noch andere Anregungen geben darf, würde ich dir eher zu "Guck mal, ein Eichhörnchen!" raten. Das ist echt-Loriot. Oder auch "Brigitte, kommst du mal?" :thumbsup:
"Joachim schabte wild drauflos und erzeugte dabei ein Geräusch, neben dem der Versuch, eine Nuss auf der Schuhsohle zu zerreiben, sich wie der Klang einer Äolsharfe ausgenommen hätte. (...) Doch wir waren alle interessiert und begeistert. Wir klatschten, und er verneigte sich in unbeirrbarer Feierlichkeit."
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470

Sonntag, 13. Februar 2011, 00:46

Tut mir leid, jedoch Dein "aber bitte" ist echt Loriot! Ich sage immer: Loriot ist überall. Und Eichhörnchen. Eichhörnchen sind auch überall. Guck mal, ein Eichhörnchen!! Ein Eichhörnchen!!! "Brigitte, kommst Du mal" gibt es auch als "Heinrich, kommst Du mal!"

Ich haaaab´s gewußt.

Wir haben im Forum einen etwas unseligen Fred, der Loriots erotische...äh, Ergüsse abhandelt. Dem wollen wir als Nachspiel einen andern Thread beigesellen, und weil meine Freundin gerade mit einem andern Mann Videos guckt, nehm ich mir mal die Zeit...

Alexopterix :wink:

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471

Sonntag, 13. Februar 2011, 01:18

, und weil meine Freundin gerade mit einem andern Mann Videos guckt, nehm ich mir mal die Zeit...

Alexopterix :wink:


Ja, die Nummer mit der Briefmarkensammlung zieht heutzutage nicht mehr ... 8+)

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472

Sonntag, 13. Februar 2011, 11:58

Noch was: kennt jemand dieses Scheiblein? Für mich besonders reizvoll wegen der Viola d'amore...

"Joachim schabte wild drauflos und erzeugte dabei ein Geräusch, neben dem der Versuch, eine Nuss auf der Schuhsohle zu zerreiben, sich wie der Klang einer Äolsharfe ausgenommen hätte. (...) Doch wir waren alle interessiert und begeistert. Wir klatschten, und er verneigte sich in unbeirrbarer Feierlichkeit."
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473

Sonntag, 13. Februar 2011, 17:52

Alessandro Stradella, Instrumentalmusik, Gesamteinspielung bei Rivo Alto (1992)

--------------------------------------------------------

Janácek ist schon etwas Feines, gerade die Streichquartette (und die Klaviermusik). Aber leider weiß ich nichts über diese Einspielung.

--------------------------------------------------------

Meine Frage geht hin nach etwas Seltenem, dabei begriffen, vergriffen zu sein; jedenfalls gibt anscheinend nur noch zwei (?) italienische Online-Händler, die folgende Einspielung haben:

Die Instrumentalmusik des italienischen Komponisten Alessandro Stradella, Anfang der 1990er Jahre eingespielt, 1992 auf dem venezianischen Label Rivo Alto unter dem Titel Opere strumentale in vier einzelnen CDs (Vol. 1 - 4) erschienen; die Leitung hatte Angelo Ephrikian:

http://www.ibs.it/cd/dischi/3983/Alessandro-Stradella.html (etwas teurer)
http://www.nannucci.it/bin/search?t=202&…=&o=1&o2=0&s=61 (günstiger, aber kein Paypal)

Bei JPC habe ich einen einzigen Treffer bei Volume 3: http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-…-3/hnum/8102960

Weiß irgendwer irgendetwas zu diesen Scheibchen? Im Internet habe ich bei der Suche nach Kritiken nichts Brauchbares gefunden! :(

Grüße, Kermit
Es ist leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kermit« (13. Februar 2011, 18:42)


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474

Sonntag, 13. Februar 2011, 17:56

Hm, tut mir Leid, ich habe in letzter Zeit viel über Stradella gelesen und einiges von ihm gehört, aber diese CDs kenne ich gar nicht... nur einige Instrumentalstückchen, auf verschiedene Recital-CDs verteilt...

Aber zum Kennenlernen ist das bestimmt was - wo findet man schon noch richtig gute Gesamteinspielungen... :shake:
"Joachim schabte wild drauflos und erzeugte dabei ein Geräusch, neben dem der Versuch, eine Nuss auf der Schuhsohle zu zerreiben, sich wie der Klang einer Äolsharfe ausgenommen hätte. (...) Doch wir waren alle interessiert und begeistert. Wir klatschten, und er verneigte sich in unbeirrbarer Feierlichkeit."
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475

Montag, 14. Februar 2011, 00:50

@Andreas, Anfrage vom Oktober

Meinereiner liebt die Einspielung bei BIS:

http://www.bis.se/index.php?op=album&aID=BIS-CD-563

Grüße, Kermit
Es ist leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.

476

Montag, 14. Februar 2011, 11:08

Noch was: kennt jemand dieses Scheiblein? Für mich besonders reizvoll wegen der Viola d'amore...


das Scheiblein kenne ich nicht, aber einige Informationen zum Problem der von Janáček geplanten Viola d'amore sind im Online-Janáček-Lexikon nachzulesen (wie immer die erste Adresse bezüglich J.):
"http://www.leos-janacek.org/lex/1s3.htm#streichquartett2"

Allem Anschein nach wollte Janáček das exotische Instrument nur wegen des Namens verwenden, um seine erotischen Avancen gegen die angebetete Kamilla verstärkt auszudrücken. Weiß gar nicht ob J. das Intrument überhaupt gehört hatte, zumindest sicher nicht in einem Streichquartett.

Freilich, interessant könnte das Experiment trotzdem sein, aber es gibt so gute Konkurrenzaufnahmen, gegen die es auch auf interpretatorischer Ebene zu bestehen gilt...
Zutrauen würde ich das z.B. dem Mandelring-Quartett (Janacek Nr. 1 haben sie im Konzert saugut gespielt), dessen Aufnahme von 2009 zudem textkritisch interessant sein könnte: laut Lexikon "rekonstruiert aufgrund Urpartitur und Erkenntnisse von Milan Škampa".

Also: auch diese Scheibe kenne ich zwar nicht, würde ich aber für das Experiment empfehlen:



Gruß,
Khampan
In den Sternenhimmel schaut man ja auch ganz gerne mal und versteht ihn auch nicht (Hudebux)

Archaeopteryx

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477

Montag, 14. Februar 2011, 15:15

das Scheiblein kenne ich nicht, aber einige Informationen zum Problem der von Janáček geplanten Viola d'amore sind im Online-Janáček-Lexikon nachzulesen (wie immer die erste Adresse bezüglich J.):
"http://www.leos-janacek.org/lex/1s3.htm#streichquartett2"

Danke für den Link!

Allem Anschein nach wollte Janáček das exotische Instrument nur wegen des Namens verwenden, um seine erotischen Avancen gegen die angebetete Kamilla verstärkt auszudrücken. Weiß gar nicht ob J. das Intrument überhaupt gehört hatte, zumindest sicher nicht in einem Streichquartett.

In dem Streichquartett scheint sich die d'amore in den Proben als unpraktisch erwiesen zu haben - so zumindest steht es in Harenbergs Kammermusikführer. Und die Viola d'amore hat Janacek in Katia Kabanova gezielt als Klangfarbe im Orchester eingesetzt.

Also: auch diese Scheibe kenne ich zwar nicht, würde ich aber für das Experiment empfehlen:


Danke für die Empfehlung - ich werde mir bei Gelegenheit mal beide Aufnahmen vergleichenderweise anhören.4

Grüße
Archie :wink:
"Joachim schabte wild drauflos und erzeugte dabei ein Geräusch, neben dem der Versuch, eine Nuss auf der Schuhsohle zu zerreiben, sich wie der Klang einer Äolsharfe ausgenommen hätte. (...) Doch wir waren alle interessiert und begeistert. Wir klatschten, und er verneigte sich in unbeirrbarer Feierlichkeit."
Bernard Shaw über ein Konzert von Joseph Joachim im Jahre 1890

478

Mittwoch, 16. Februar 2011, 11:05

Gestern habe ich ein sehr schönes Kammerkonzert des NDR Sinfonieorchesters gehört. Darin wurde u. a. Mendelssohns Klaviertrio Nr. 2 gegeben. Kannte ich nicht, hat mir gut gefallen. Eine Aufnahme besitze ich nicht (wohl aber mehrere vom Klaviertrio Nr. 1). Das soll sich jetzt ändern. Nach einer Vorauswahl kommen diese beiden CDs in Betracht:



Was meint ihr? Ich habe eine leichte Präferenz für die Aufnahme von Stern, weil mir Müller-Schott meistens nicht gefällt (zu brav). Ist die Tonqualität okay? Gibt es sonstige Top-Empfehlungen (spottbillig, aber am allerbesten ist...)?

:wink: Thomas

479

Mittwoch, 16. Februar 2011, 14:26

Meiner Meinung nach solltest Du unbedingt zu der Stern-Aufnahme greifen. Besser geht es kaum. Müller-Schott schätze ich auch sehr. Zumindest live, ist er klasse, aber mit Leonard Rose, Eugene Istomin und Isaac Stern, liegst Du (meiner Meinung nach) goldrichtig! Kammermusik in höchster Perfektion :rolleyes: und klanglich, trotz des Alters, absolut noch „ohrenfreundlich“.

LG
corda vuota

Gurnemanz

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480

Mittwoch, 16. Februar 2011, 15:11

Meiner Meinung nach solltest Du unbedingt zu der Stern-Aufnahme greifen. Besser geht es kaum.
Das unterschreibe ich sofort: Wie diese Drei Klarheit, Intelligenz, Leidenschaft und emotionale Wärme unter einen Hut zaubern, finde ich schier unübertrefflich. Auch die Tonqualität ist in Ordnung, ich bin allerdings kein Anhänger aufnahmetechnischer Perfektion.

Die Alternative mit Fischer, Müller-Schott und Gilad kenne ich allerdings nicht.

:wink:
Es grüßt Gurnemanz

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-¿Se trata de una cita? -le pregunté.
-Seguramente. Ya no nos quedan más que citas. La lengua es un sistema de citas.

Jorge Luis Borges

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