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bei Filmmusik lasse ich es gelten. Du als eingefleischter Filmmusik-Fan greifst natürlich zu den Gesamtwerken, wie man an deinen abgebildeten CD´s sieht.







Mensch Diabolus - Du bist doch ein Quell guter Hinweise -
Wie ich heute bei der Internet-Recherche herausgefunden habe, gab es bereits 1999 ein Buch über John Williams. Allerdings wurde das Buch von einem Chilenen in Spanisch geschrieben und es ist daher wenig verwunderlich, dass man hierzulande noch keine Notiz davon genommen hat. Das Buch ist von Roberto Aschieri und heißt "Over the Moon: La música de John Williams para el cine". Leider hat sich bislang noch niemand gefunden, der sich einer Übersetzung angenommen hätte - mein bisschen Spanisch reicht für eine Lektüre hinten und vorne nicht. Wer genügend Spanisch kann, der kann hier ein bisschen Probelesen.
Was ich dann aber nicht ganz nachvollziehen kann, ist, dass Du weiter oben "Harry Potter" in diese Reihe stellst. "Potter" ist für mich ein stilistisch ganz anderer Score als "A.I." - da schwelgt Williams wieder oft in (spät-) romantischer Harmonie, zumindest noch im ersten und ich glaube auch im zweiten Teil.

Zitat
Ich frage mich, wo der Williams die Zeit hernimmt, so viel zu komponieren.
Ist dieses Motiv "seines" oder vielleicht doch eher Prokofievs Motiv aus "Alexander Newski"?Da wäre zum einen die Musik zu "Jaws", in Deutschland unter dem Titel "Der weiße Hai" bekannt.
Nicht nur hat Williams mit seinem berüchtigten 2-Noten-Motiv [...]
Ist dieses Motiv "seines" oder vielleicht doch eher Prokofievs Motiv aus "Alexander Newski"?Da wäre zum einen die Musik zu "Jaws", in Deutschland unter dem Titel "Der weiße Hai" bekannt.
Nicht nur hat Williams mit seinem berüchtigten 2-Noten-Motiv [...]
John Williams wird manchmal Ekkletizismus vorgeworfen, mich würde mal interessieren wie Ihr das seht/hört. Zitiert er bewusst seine Vorgänger im Filmmusik- und klassischen Bereich oder hat er die Musik der Kollegen so internalisiert, dass er sich an deren Klangsprache neuschöpfend anlehnt?
ein Plagiatsvorwurf sollte "Ekkletizismus" nicht bedeuten.
Zitat
dass man jedoch gerade auch bei ihm vorsichtig mit Plagiats- und Epigonentumsvorwürfen sein sollte
es ist DAS Beispiel. Das Thema steht bei Prokofiew im gleichen Kontext - es untermalt eine herannahende Gefahr. Dass John Williams "Alexander Newski" nicht kennt, darf wohl ausgeschlossen werden. Es kann doch sein, dass er Prokofiew bewusst zitiert hat?So ein musikalisches Mini-Fragment wie dieses 2-Noten-Motiv ist aber vielleicht nicht das geeignete Fall-Beispiel um einen etwaigen Eklektizismus von John Williams zu diskutieren. Ob man bei sowas überhaupt von einer "Urheberschaft" sprechen kann sei mal dahingestellt. Williams' Leistung bestand meiner Meinung nicht in der Genialität dieses Motivs als musikalische Figur, sondern darin, dass er dieses Motiv kongenial mit dem Bild verknüpft hat - der besondere Mehrwert liegt in der Kontextualisierung. Deshalb getrau ich mich auch von "seinem" Motiv zu sprechen.
[es ist DAS Beispiel. Das Thema steht bei Prokofiew im gleichen Kontext - es untermalt eine herannahende Gefahr. Dass John Williams "Alexander Newski" nicht kennt, darf wohl ausgeschlossen werden. Es kann doch sein, dass er Prokofiew bewusst zitiert hat?
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Wenn das so stimmt wie Du sagst, dann ist der Fall natürlich anders gelagert ... Ich gehe auch davon aus, dass Williams dieses Werk auf jeden Fall gekannt hat.
tu das.Ich glaub ich muss den "Alexander Newski" jetzt wirklich noch rauskramen!

P.S. @TB: in Frankfurt gibt's doch gar keinen Senf
Dem Guttenberg unter den Filmkomponisten. Tut mir leid, aber den Zahn muss ich ziehen - am besten unter Wasser.
Die Geringschätzung "Soundtapete" finde ich übrigens nicht unbedingt passend zu vielen aus meiner Sicht Meisterwerken von beispielsweise John Williams.

Dem Guttenberg unter den Filmkomponisten. Tut mir leid, aber den Zahn muss ich ziehen - am besten unter Wasser.
Die Geringschätzung "Soundtapete" finde ich übrigens nicht unbedingt passend zu vielen aus meiner Sicht Meisterwerken von beispielsweise John Williams.
Der Mann hat so viel geklaut und abgekupfert, man höre sich nur mal bei Stravinsky. Prokofiev und Holst näher ein.
Und hat er jemals die Namen erwähnt? Nö.
Aber eins muss ich ihm dann schon lassen: aus meiner heutigen Sicht (es schmerzt), muss ich zugeben (oh Gott), dass die Star-Wars-Musik nicht nur Williams vielleicht interessantestes Projekt war, sondern auch das Beste an den Filmen. Ich spreche selbstverständlich von Teil 1-3 (und ich meine die alte Nummerierung, die neuen Episoden konnte man in ihrem Mischmasch aus Kitsch, Pseudophilosophie und Action kaum ertragen).
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Werterster Opernteufel,
Werter Wulf!
Schenkt man Deinen Ausführungen Glauben, so müssten die Star Wars-Scores fast ausschließlich aus zusammengeklauten Material bestehen. Dann hast Du doch bestimmt ein paar konkrete Beispiele auf Lager? Und noch was: Auf was bezieht sich Dein Plagiatsvorwurf eigentlich? Auf Melodien, Harmonien, Instrumentation, Rhythmen???
DiO![]()
Auf Thematik, auf Instrumentation, und in der Thematik inbegriffene musikalische Parameter wie eben Rhythmus, Klangfarbe etc.
Werterster Opernteufel,
auf vielesAuf Thematik, auf Instrumentation, und in der Thematik inbegriffene musikalische Parameter wie eben Rhythmus, Klangfarbe etc.
Beispiele? Gerne:
In Sachen Orchestration: Gustav Holst - es reichen eigentlich schon Die Planeten (Holsts bekanntestes aber vielleicht gar nicht mal bestes Werk). Einfach mal durchhören und staunen. Es ist so evident, denn so wie Holst instrumentiert hat, hat kaum jemand vor ihm das getan.
In Sachen Harmonien: Holst, z.B. Perfect Fool
In Sachen thematische "Erfindung": mal Romeo und Julia von Prokofiev gehört? Wenns bei den Montagues und Capulets zur Sache geht, denke ich (leider): Hey, das kennste doch. Ist das nicht die Jagd durch die Wälder von Endor?? Aber auch Arnold Bax, verblüffende Ähnlichkeit mit dem Beginn des 2. Satzes aus seiner 2. Symphonie: "http://www.youtube.com/watch?v=miNmjhrd81c&feature=related"
Und bei Stravinsky rhytmisch - ganz klar. Also, Prokofiev, Holst, Stravinsky kann man auf jeden Fall zählen. Ob Williams Baxsche Werke kennt, weiß ich nicht, aber zu manch anderen Werken besteht zumindest eine deutliche Nähe.
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Wulf
Lieber DiO,
wenn es dafür gereicht hat, deine Neugier für Baxsche Musik zu wecken, die allerdings auch recht herb und ungeschliffen daher kommen kann, bin ich froh.![]()
Was ist mit Prokofiev? Romeo & Julia? Da hat Williams auch ganz schön in Sergejs Score geschmult.....![]()
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Wulf
- bin ich der einzige, den das Thema, das in Harry Potter I beim ersten View von Hogwarts in den Blechbläsern ertönt, frappierend an das ähnlich instrumentierte Thema ziemlich zu Beginn von Tschaikowskis "Schwanensee" erinnert? Das ist mir schon anno Schnee, als der Film in den Kinos lief (eher ungut) aufgefallen.Ach so, Entschuldigung! Der letzte Beitrag stammt natürlich nicht von mir, sondern ich habe ihn ohne Nennung der Quelle (Wulf) einfach hier rein kopiert.
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