





Ich Dummerle habe die einzige HIP-Einspielung vergessen. Im letzten Jahr - also nagelneu - interpretiert von Tobias Koch auf einem Erard-Fortepiano von 1852.

Die Waldszenen unter Richter sind absolute Referenz, daran führt meiner Meinung nach kein Weg dran vorbei.
Wunderbar abgetönt, Lazic ist ein Ästhet!
Wahrscheinlich hatte ich deshalb nie das Bedürfnis, eine andere Interpretation zu hören. Ich mag die Waldszenen unglaublich gerne, habe auch ein paar Stücke daraus mal selbst geklimpert, aber bei Richter hatte ich nie irgendwelche Zweifel, dass das eigentlich anders klingen müsste als bei ihm.Die Waldszenen unter Richter sind absolute Referenz, daran führt meiner Meinung nach kein Weg dran vorbei.
an dieser Beobachtung ist schon was dran. Afanassiev zerstört die Idylle, die gerne mit den Waldszenen assoziiert wird. Nicht umsonst sind sie bei ihm mit Kreisleriana verknüpft, die er auch literarisch bereits in der Irrenanstalt spielen läßt (sein Theaterstück ist im Booklet abgedruckt) - mein Lieblingsstück aus dieser CD ist der letzte Satz der Kreisleriana, wo bei extrem langsamem Grundtempo in den Zwischenabschnitten der Rhythmus regelrecht zu torkeln anfängt.Afanassiev hat die Waldszenen m. E. regelrecht zerstört (so mein letzter Eindruck, müsste ich aber mal wieder hören)
Stichwort "Dummerle"
Hast Du die auch vergessen? Oder kennst´ noch gar nicht?
Ja, aber liebe Cosima, das ist doch wohl so selbstverständlich, dass ich es gar nicht angeführt habe. DAS sollte nun jeder wissen, dass dir der Richter ein sehr teurer ist, oder?
Die Cosima hats auch erkannt.![]()
Gruß, Cosima
Die „Waldszenen“ werden selbstredend weit seltener eingespielt als z.B. die „Kinderszenen“ oder die „Kreislerianer“, was daran liegen mag, dass op. 82 fast schon zum Spätwerk gehört, und dieses weithin noch immer unterschätzt wird.
. Es trifft das Gegenteil zu: Wenn man denn die Waldszenen zum sogenannten Spätwerk zählen will, dann sind sie eines der bekanntesten, unter den Klavierwerken sicher das populärste. Das gilt nicht nur für die Gegenwart und unmittelbare Vergangenheit mit ihren unzähligen Aufführungen und Einspielungen, sondern für die gesamte Rezeptionsgeschichte: Wie man im Artikel von Joachim Draheim im Schumann-Handbuch nachlesen kann, waren die Reaktionen auf die Waldszenen fast durchweg positiv, bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden Nachfolgewerke komponiert, es gab diverse Editionen im europäischen Ausland, bei Oscar Wilde (bzw. Dorian Gray) und Hermann Hesse stand das Werk hoch im Kurs...Aber ein Meisterwerk sind die Waldszenen zweifellos, auch wenn sie die bittersüße und so begehrte Aura des "vernachlässigten Meisterwerks" einbüßen.




.. und einen erstaunlichen Carnaval! (kenne leider nur den aus der Box. Warum muß die auch so schw..isch teuer sein...)Casadesus hat leider (meiner Meinung) als Schumann-Interpret noch nicht die Würdigung erhalten, die er verdient.
Die CD enthält eine Reihe von sehr schönen Interpretationen (z.B. auch eine großartige "Fantasie op.17"!).

Die Frage muss doch eher lauten: Warum verschwindet diese Edition (und viele weitere!) so schnell aus den Katalogen der Plattenfirmen! (...was dann diese hohen Preise zur Folge hat...).. Warum muß die auch so schw..isch teuer sein...)Khampan
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