- obwohl bei mir gerade die Naxos-Scherbakov-CD im Hintergrund läuft - sondern die Gunst der Stunde für den eigenen Thread nutzen, den diese Stücke verdient haben.


Eine schöne Einführung!
Moi aussi. - Irgendwie habe ich das Gefühl, daß ich die Nikolayeva bald brauche . . . . ., Ashkenazy gefällt mir ja nicht schlecht, aber ich bin bei ihm vorsichtig solange ich nicht anderes kenne und der Sherbakov ist nach meinem ermaligen Hören heute noch nicht wirklich zu mir gedrungen - die melancholischen Halbinseln kamen mir etwas hastig angefahren um kurz anzulegen vor. - Vielleicht - hoffentlich - bald mehr.Sicherlich hätte Edwin zum Threadthema auch einiges beizutragen. Na er wird ihn sicher lesen und dann hoffentlich seine fünf Cent dazugeben.



Zitat
Written in strict numerical order (Volume 40 of Collected Works gives the exact date of composition for all the Preludes and Fugues). All were 'played over' by Tatyana Nikolayeva on the day following their composition. The only item to be partly composed then rewritten was the Prelude for No. 16.
Zitat
Schostakowitsch schrieb mit diesen 24 Präludien und Fugen eine eigene Spielart "meditativer Musik". [...] wurde er in diesen 24 Präludien und Fugen zum Vorläufer einer Musikrichtung, die 25 Jahre später als "Minimal music" und "meditative Musik" neue kompositorische Aktualität erlangen sollte -- einer Musik, in der sich die Intensität serieller Konzentration plötzlich im "Raum" auflöste, in musikalischer "Zurücknahme", in der Beschränkung auf wenige Töne und Motive, in der beschwörenden Kraft von Wiederholungen, die ihre Entwicklung in seismographischen Veränderungen finden. (Als stilles Vorbild der amerikanischen wie der russischen Spielart läßt sich Erik Satie vorstellen, der hier wie da -- über Komponisten wie Lourie und John Cage -- auf die Neue Musik von großer Nachwirkung war.)
Die rororo-Bildmonographie von Gojowy habe ich mir auch vor kurzer Zeit besorgt und bin ebenso wie du über diese Stelle gestolpert und habe mich sehr gewundert. Godowoy scheint die Minimal Music (MM) nicht wirklich zu kennen. Die MM zeichnet sich durch Festhalten an der Tonalität, durch Repetition und unmerkliche Veränderung einfacher harmonischer und melodischer Pattern sowie durch eine fast parallele Stimmführung aus, die sehr interessante rhythmische Effekte ergibt.Eine gewisse Affinität zu Klavierstücken von Erik Satie kann ich schon teilweise erkennen. Aber wie steht es mit Minimal Music? Da kenne ich mich überhaupt nicht aus. Können die Experten dieser Musikrichtung der zitierten Aussage zustimmen? Hat Schostakowitsch sogar einen gewissen Einfluss auf Minimal Music gehabt, oder wäre das übertrieben ausgedrückt?


Und zufrieden sein kann, wie die erfolgten Kritiken hier mitlerweile belegen.
Der Beitrag von maticus 5/2009 belegt gar eine "Satie-Nähe" für die 24 Präludien und Fugen. Satie, ein Komponist mit dem ich ohnehin auf Kriegsfuß stehe/genau wie mit Minimal Music - für mich beides "Langweiler der ersten Klasse".
Zitat
Favoriten von maticus:
Meine momentanen Favoriten sind die Nummern (besonders fett)
1, 4, 5, 9, 10, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 20, 21, 24,
aber es gibt (inzwischen) keine, die ich überhaupt nicht mag.
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Liebt Klassik in historischen Aufnahmen. Und liebt Jazz.
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Ist doch ganz einfach: Hier gibt es eben keine "Kenner", die den "Kultstatus" dieser Aufnahmen zu würdigen wissen. Außer Dir natürlich. Du hebst Dich ja derartig von dem gemeinen Volk hier ab, dass Du Dich zu Recht nicht einmal dazu herablässt, zu verraten, um welche Aufnahmen es eigentlich geht. Von einer Begründung, was diese im Gegensatz zu allen anderen zu "wirklich großen Aufnahmen" macht, mal ganz abgesehen. Mit so etwas gibt sich ja bekanntlich kein wahrer Kenner ab.Ein seit Juni 2009 bestehender Capriccio-Thread über op. 87 erwähnt alle möglichen Aufnahmen,(...) aber nimmt die wirklich großen Aufnahmen von Präludien und Fugen aus op. 87, die Kenner weltweit hymnisch rühmen, die Kultstatus besitzen, überhaupt nicht zur Kenntnis? Ich frage mich wirklich manchmal, woran so etwas liegen könnte.
Und danach vertiefe ich mich in die grandiosen Aufnahmen zweier Klavier-Titanen, die op. 87 wie niemand sonst auf der Welt im Konzertsaal interpretiert haben (bei einem der beiden saß ich mal glückerfüllt in der ersten Reihe des Saals, als dies passierte - wenige Reihen hinter mir saß übrigens der andächtig lauschende Leonard Bernstein -), von denen es auch viele Mitschnitte dieser Interpretationen gibt. Die genieße ich einfach mal im Stillen. Ohne zu verraten, wen ich meine. Ihr könnt mir dann ja in den nächsten Tagen entgegenschleudern, dass Mûza Rubackyté, Marios Papadopoulos und alle anderen doch auch ganz, ganz tolle op. 87-Interpreten seien und dass ich von großen Namen verblendet sei. Bitte schön - gerne schön. Suum cuique.

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Wenn der Music-Lover vom Titanen raunt, wissen wir doch, wer gemeint ist.
, lieber Thomas!


Zu nennen sind die Live-Aufnahmen vom 26. Februar 1954 aus Paris, die Studio-Aufnahmen vom 5. und 22. März 1954 aus Paris sowie die Moskauer und New Yorker Mitschnitte von 1955. Empfehlenswerte Bezugsquellen für alle drei von Gilels gespielten Präludien und Fugen sind diese CDs


Das macht sie natürlich zur ultimativen Expertin. Wenigstens wissen wir jetzt, nach welchen Kriterien Du urteilst, danke. Leider schweigst Du Dich zu den Eigenschaften der von Dir empfohlenen Einspielungen weiter aus. Ach nein: "kultig" sind sie. Na dann....Die Meinungsführerschaft von Tatjana Nikolajewa in Sachen op. 87 anzuzweifeln, wäre aberwitzig. Sie (...) ist sogar inmitten einer öffentlichen Aufführung dieses Werks gestorben.
Interessante These. Ich war bisher eigentlich der Meinung, dass der Notentext auch eine ganz brauchbare Basis für die Auseinandersetzung mit einer Komposition sein könnte.Ihre Gesamtaufnahmen des Zyklus' sollten m.E. stets Ausgangspunkt einer Befassung mit diesem Werk sein.
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Genauso wie Lavine das oben in Posting #10 geschrieben hat, hatte ich das auch in Erinnerung. So habe ich es in einem CD-Booklet gelesen und so steht es auch auf der Homepage ihrer Schallplattenfirma:Das Werk stand auch 1993 auf dem Programm ihres Konzerts in San Francisco, bei dem sie ein tödlicher Gehirnschlag ereilte.
Quelle: "http://www.hyperion-records.co.uk/a.asp?a=A1004&name=nikolayeva"
Zitat
Tatiana Nikolayeva died whilst playing the Shostakovich Preludes and Fugues at a public concert in San Francisco on 13 November 1993.
Quelle: "http://www.tatiana-nikolayeva.info"
Zitat
The Opus 87 set became one of the most important works in Nikolayeva's repertoire, taking up a whole recital programme. Indeed, it was while she was performing the big B flat minor fugue at the Herbst Theater in San Francisco on 13 November that she suffered a massive brain haemorrhage and soon lapsed into a coma.
Quelle: "http://en.wikipedia.org/wiki/Tatiana_Nikolayeva"
Zitat
On November 13, 1993, while playing the Shostakovich Preludes and Fugues at a concert in San Francisco, Nikolayeva was stricken by a cerebral haemorrhage and was unable to complete the performance. She died nine days later, on November 22. (Some sources say she died on November 13, but this is incorrect.)
Von den neueren Einspielungen wird diejenige von Alexander Melnikov sehr gelobt. Der Autor meint, dass sie mit den maßstabsetzenden Interpretationen durch Nikolajewa und Richter mithalten kann:
Zitat
Nikolayeva, Richter and Melnikov are the pianists who allow us to glimpse into the music's history and soul. Who have the ears to hear its 'secret songs'.
Quelle: "http://www.tatiana-nikolayeva.info"
Zitat
Here, at last, is a vision of Shostakovich's magnificent work that can stand next to those of Nikolayeva and Richter.
Ein paar Worte noch zu der schon mehrfach erwähnten Tatjana Nikolayeva:
Sie hat DS durch ihren fabulösen Umgang mit dem WTK bei einem Klavierwettbewerb in Leipzig (DS saß damals in der Jury) überhaupt erst auf die Idee gebracht, Präludien und Fugen zu komponieren. Sie arbeitete lange Zeit eng mit Schostakowitsch zusammen. Sie ist die Widmungsträgerin (wie Nocturnus bereits erwähnte). Sie hat das op. 87 außerordentlich häufig in ihre Konzertprogramme aufgenommen. Das Werk stand auch 1993 auf dem Programm ihres Konzerts in San Francisco, bei dem sie ein tödlicher Gehirnschlag ereilte. Es gibt von ihr eine Hyperion-Einspielung von 1990 und eine (schönere) bei Melodiya, vermutlich aus den 60ern.





Zitat
Dmitry Shostakovich's Twenty-Four Preludes and Fugues op. 87: An Analysis and Critical Evaluation of the Printed Edition Based on the Composer's Recorded Performance
Denis V. Plutalov University of Nebraska at Lincoln, dplutalov@gmail.com
Zitat
SHOSTAKOVICH: Tatyana Petrovna, you are playing my pieces in a wrong way!
NIKOLAYEVA: Come on, Dmitri Dmitrievich, you don‘t understand a thing in
piano playing!55
55 Prof. Maria Gambarian in a private conversation with the author, December 1996. On the other side,
Shostakovich was absolutely delighted with Maria Yudina‘s rendering of his
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