Sie sind nicht angemeldet.

41

Donnerstag, 22. Juli 2010, 17:17

Guillermo Gregorio (geb. 1941) bezieht sich in seiner ganzen Musikauffassung stark auf den russischen Konstruktivismus und viele von dessen grundlegenden Überlegungen und Formprinzipien.

Hier gibt es eine Rodchenko-Suite:



Interessanterweise kannte ich viele der Musiker, für welche die Werke hier auch geschrieben wurden, aus der experimentellen Jazz-Szene, einschließlich Gregorio selbst. Der ist aber auch ein Komponist neuer Musik, die mit Jazz nichts oder nur sehr wenig zu tun hat.

:wink: Matthias

42

Donnerstag, 22. Juli 2010, 17:45

Apostels Zyklus Kubiniana ist von Schleiermacher komplett auf CD eingespielt worden:



Lieber Bernd,
danke für link und Antwort.

:wink: Talestri
One word is sufficient. But if one cannot find it?
Virginia Woolf, Jacob's Room

43

Donnerstag, 22. Juli 2010, 17:54

Zitat von »Zwielicht«
Apostels Zyklus Kubiniana ist von Schleiermacher komplett auf CD eingespielt worden:


Ach, die CD habe ich ja sogar. :pfeif:

:wink: Matthias

pt_concours

Stichwortgeber

  • »pt_concours« ist männlich

Beiträge: 260

Wohnort: bei Elbe und Sandstein

  • Nachricht senden

44

Samstag, 24. Juli 2010, 18:28

F. Focke, C. Bresgen

Apostels Zyklus Kubiniana ist von Schleiermacher komplett auf CD eingespielt worden...


Hallo,

mich hat der Beitrag von Zwielicht noch auf die Spur eines weiteren Werkes gebracht das ebenfalls von Schleiermacher eingespielt wurde:

Fré FOCKE (1910 - 1988): Tombeau de Vincent van Gogh (1951)


(rec. 2002)

Die zwanzig Stücke des Werkes sind alle durch den Titel direkt Gemälden von van Gogh zugeordnet.


Von Niels GADE gibt es einen Klavierzyklus (op.19) mit dem Titel Aquarelle, aber diese Stücke sind keinen konkreten Werken zugeordnet.




Ein weiteres Klavierwerk habe ich noch gefunden:
Cesar BRESGEN: Totentanz nach Holbein für zwei Klaviere (1947)


(rec. 1956)

Das Werk passt ja zeitlich und inhaltlich sehr gut in den von Zwielicht zitierten "Rahmen".

Gruß pt_concours
W o h n z i m m e r w e t t b e w e r b:
Petit concours à la maison... (S. Richter, 1976)

45

Montag, 16. August 2010, 09:37


Ganz ohne Ecke ist doch wohl Debussys L'isle joyeuse von Watteaus L'embarquement pour Cythère (Fassung im Louvre) inspiriert worden.


Auch ganz ohne Ecke:

L'Embarquement pour cythère (für 2 Klaviere)
von Francis Poulenc


Lief gerade auf SWR2. Radiohören bildet 8+)

Schöne Grüße,
Peter

46

Sonntag, 21. November 2010, 22:21

Der französische Komponist Hugues Dufourt, einer der Vertreter der sog. Spektralen Musik, lässt sich zu seinen Komposistionen immer wieder von Werken der bildenden Kunst inspirieren. Dabei sind es nicht nur die Inhalte, sondern vor allem auch die Strukturen, der formale Aufbau der Werke, die er in seinen ihnen gewidmeten Kompositionen aufzunehmen versucht:

Zitat

Schon in La Tempesta d'après Giorgione hatte ich versucht, die Bildebenen in der Dauer auszubreiten, indem ich Schichten von Zeitdauern und Klangfarben übereinanderlegte. Ebenso in Le Philosophe selon Rembrandt, in dem mich die wohldurchdachte Organisation der Formen und Fluchtpunkte fesselte, so dass ich sie auf meine Komposition anwendete.
(Dufourt in einem Interview im Booklet zu "La maison du sourd")


Die beiden Werke, von denen Dufourt da spricht, kenne ich noch nicht. Wohl aber die folgenden:

"La Maison du sourd", zu deutsch "Das Haus des Tauben", ist ein Konzert für Flöte und großes Orchester. Die Flöte setzt erst nach 15 Minuten des knapp vierzigminütigen Werkes ein, ist dann aber ununterbrochen im Einsatz. "La Maison du sourd", 1999 uraufgeführt, bezieht sich auf den Maler Goya, der 1792 ertaubte und 1819 ein Haus in der Nähe von Madrid bezog, das seither "Quinta del sordo", "Haus des Tauben" genannt wird. Die Wände dieses Gebäudes bedeckte Goya mit seinen berühmten "Schwarzen Gemälden", die später auf Leinwand übertragen wurden und im Prado in Madrid ausgestellt sind. - Dufourts flächige Musik wirkt auf mich zutiefst beunruhigend und schwankt zwischen traum- und alptraumhaft; ich kenne wenige zeitgenössische Werke, die so eine tiefe und unmittelbare emotionale Wirkung auf mich haben.
Zu erleben via Youtube, allerdings erst ab dem Einsatz der Flöte, unter
"http://www.youtube.com/watch?v=EalsQbCEYrg"
"http://www.youtube.com/watch?v=MyhH3KuPNXw"
"http://www.youtube.com/watch?v=CpjOtC5mYoY&feature=related"
Ich mag die ziemlich harsch interpretierten Youtube-Ausschnitte übrigens lieber als die CD-Aufnahme:

die irgendwie weicher und harmloser klingt, allerdings natürlich den Vorteil der Vollständigkeit und der sehr viel besseren Klangqualität hat.

Außerdem ist auf der CD noch das ebenfalls von einem Gemälde inspirierte Orchesterstück "Lucifer d'après Pollock" zu hören. Den Farbspritzern auf Pollocks "Action Painting"-Leinwand entsprechen "Klangspritzer", die in Dufourts Partitur die Flächenklänge durchziehen.

Grüße
vom Don
Solitudinem faciunt, pacem apellant.
Tacitus

47

Donnerstag, 26. Mai 2011, 23:35

Vorhin gehört:
Sándor Veress: Hommage à Paul Klee - Fantasien für zwei Klaviere und Streichorchester
Dénes Várjon und András Schiff, Budapest Festival Orchestra, Heinz Holliger


Veress' sieben kleine "Fantasien", zwei bis vier Minuten lang (nur die dritte fällt mit sieben Minuten etwas aus dem Rahmen) sind freundliche, nicht sehr tief gehende, aber angenehm zu hörende und stellenweise recht interessante Charakterstücke von gemäßigt moderner, an Bartók geschulter Tonsprache.
Die Satzbezeichnungen beziehen sich jeweils auf Bilder Klees: "Zeichen in Gelb", Feuerwind", "Alter Klang", Unten und Oben", Steinsammlung", "Grün in Grün", "Kleiner Blauteufel".
Grüße
vom Don
Solitudinem faciunt, pacem apellant.
Tacitus

48

Mittwoch, 20. Juli 2011, 21:30

Eine Art geistlicher Version der bekannten Bilder einer Ausstellung:

Einojuhani Rautavaaras Werk Before the Icons von 2005. Rautavaara selbst instrumentierte fünf der bereits unter dem Titel Icons erschienen Klavierstücke. Diese sind direkt inspiriert von byzanthinischen Ikonen. Zwischen die fünf Ikonen, die der Meister ausgewählt hat, hat er vier 'Gebete' komponiert und stellt, gleichsam als Epilog, ein Amen an den Schluß. Manchen gefällt die Klavierfassung besser, ich selbst bevorzuge stets das Orchester. Für Freunde der Musik des Finnen ein Muss, finde ich. :thumbsup:
Lucius Travinius Potellus
Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

49

Dienstag, 25. Oktober 2011, 13:03

In den Jahren 1752/53 malte der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo die Decke des Treppenhauses der Würzburger Residenz aus und schuf das mit rund 670 qm größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Deckenfresk…burger_Residenz). Thema des Riesengemäldes: die (damals bekannten) vier Kontinente. Von bisher dreien dieser Bilder hat der Franzose Hugues Dufourt (*1943) sich zu jeweils etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten langen Kompositionen für ein achtköpfiges Ensemble (Klavier / Flöten / Oboe, Englisch Horn / Klarinetten / Schlagzeug / Violine / Bratsche / Cello) inspirieren lassen:

"L'Afrique d'après Tiepolo" (2005) und "L'Asie d'après Tiepolo" (2009) wurden vom Ensemble Recherche jeweils bei den Tagen für neue Kammermusik in Witten uraufgeführt und erschienen auf dieser schönen KAIROS-CD:



Ein dritter Teil, "L'Europe d'après Tiepolo", erlebte vor wenigen Tagen, am 7. Oktober, in Straßburg seine Uraufführung. Eine zweite Aufführung in Graz am 9. Oktober wird heute abend auf Ö1 gesendet (23 Uhr) - hoffentlich komplett, denn angekündigt ist eine Sechzigminutensendung für ein Achzigminutenkonzert, und bei Neue-Musik-Sendungen auf Ö1 ist es mir schon häufiger passiert, dass gerade die interessantesten Stücke nur ausschnittweise präsentiert werden. Ein hervorragender Einführungstext zu "L'Europe" ist hier zu lesen: http://musikprotokoll.orf.at/de/werk/l%E…%C3%A8s-tiepolo. - In allerlei Ankündigungen zu "L'Europe" heißt es, das sei das letzte Stück aus Dufourts Tiepolo-Zyklus; ich will sehr hoffen, dass es nur das jüngste ist und er sich auch noch an die Arbeit zu "Amerika" machen wird!

In Vorfreude auf Europa habe ich mir gestern abend "L'Afrique" und"L'Asie" noch einmal angehört, und diesmal nicht mit den schlechten Tiepolo-Reproduktionen aus dem CD-Booklet, sondern mit besseren von zeno.org:

Afrika (zwei Teile, gehören nebeneinander):




Wohlfeile Exotismen vermeidet Dufourt, und trotzdem erscheinen mir die Fresken geradezu getreu in Musik abgebildet. Offenbar liest Dufourt sie sehr genau von links nach rechts: Die Musik zu "Afrika" bewegt sich zunächst lange in langsam wiegenden, schwerfälligen Schritten und evoziert so Bilder von einer Karamelkarawane, lastend unter der Wüstensonne. Erst spät wird die Musik wilder, tumultiger - ich assoziiere dazu die dunkelhäutige Figurengruppe ganz am rechten Rand des zweiten Bildes, also des rechten Teils des Freskos.

Asien (zwei Teile, gehören nebeneinander):




"Asien" hingegen beginnt wuselig, mit einer latenten, irgendwie selbstverständlichen, ungerührten Aggressivität, viel metallener Percussion und einigen tiefen Holzbläsern (man muss nicht, aber man kann durchaus das Trompeten des Elefanten dabei mithören), und landet später in ruhigeren Klängen, die erst noch gespenstisch und beunruhigend anmuten, bis sie schließlich am Ende in einem ganz langsamen Duett von Bariton-Oboe und gestrichenem Marimbaphon eine eigenartige, sanfte, Madame-Chauchat-hafte Verführung ausstrahlen, so dass man sich am liebsten willig in sie hineinfallen lassen möchte.

Grüße
vom Don

(Bilder laut zeno.org gemeinfrei)
Solitudinem faciunt, pacem apellant.
Tacitus

Zwielicht

La saison nouvelle

  • »Zwielicht« ist männlich

Beiträge: 2 762

Wohnort: Saarbrücken

  • Nachricht senden

50

Dienstag, 25. Oktober 2011, 20:43

Von bisher dreien dieser Bilder hat der Franzose Hugues Dufourt (*1943) sich zu jeweils etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten langen Kompositionen für ein achtköpfiges Ensemble (Klavier / Flöten / Oboe, Englisch Horn / Klarinetten / Schlagzeug / Violine / Bratsche / Cello) inspirieren lassen:


Das ist ein toller Hinweis, vielen Dank! Ich wusste davon nichts, die CD habe ich mir gleich bestellt.


Gerade bei Deckenbildern sind Reproduktionen ein klägliches Surrogat. Trotzdem der Hinweis darauf, dass der informative Text- und noch mehr der ausgezeichnete Tafelband zur Würzburger Tiepolo-Ausstellung von 1996 spottbillig zu haben sind:





Außerdem sehr empfehlenswert der (lange) Essay von Svetlana Alpers und Michael Baxandall über Tiepolos Würzburger Fresken (gibt's auch in deutscher Übersetzung):




Viele Grüße

Bernd
Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)

51

Mittwoch, 7. März 2012, 15:53

In allerlei Ankündigungen zu "L'Europe" heißt es, das sei das letzte Stück aus Dufourts Tiepolo-Zyklus; ich will sehr hoffen, dass es nur das jüngste ist und er sich auch noch an die Arbeit zu "Amerika" machen wird!

Ich höre grade von Dufourt PERSÖNLICH (Facebook ist geil! Du kannst solche Leute einfach anschreiben, und die antworten auch noch!): "L'Amérique" ist in Arbeit, voraussichtlich wird der kompette Zyklus (!) im nächsten Jahr in Witten aufgeführt!
:jub:

(Und die Ösis haben "L'Europe" natürlich nicht komplett gesendet, sondern nur einen Fünfminutenausschnitt. Stattdessen irgendwas von Haas in voller Länge.)

Danke noch mal an Bernd für den Hinweis auf die wunderbaren Katalogbände, die ich mit viel Freude gelesen und beschaut habe!

Grüße
vom Don
Solitudinem faciunt, pacem apellant.
Tacitus

52

Montag, 19. März 2012, 21:03

Reinhard Febel

Frida (2005)
Ein Traumbild. Musiktheater für drei Stimmen und Ensemble. nach Frida Kahlo: Unos cuantos piquetitos 1935

Gespensterhaus
(2007)
Ein Horrorbild nach "Haunted House" von Edward Hopper 1926. Musiktheater für vier Stimmen und Ensemble

Raum 17 (2009)
nach dem "Rokeby Venus" genannten Gemälde von Diego Velázquez 1648/51
Musiktheater für vier Stimmen und Kammerensemble

ob und wie ich hier die Bilder straffrei reinkriege, weiß ich nicht, sie sind aber leicht im Internet zu finden.

Es bot sich an, die drei Stücke zusammen aufzuführen, das heißt dann:

Morde in Bildern. Drei Kammeropern nach Gemälden. in dieser Form erstmals aufgeführt in Kiel 2009

aktuell aufgeführt in Würzburg anläßlich des 10jährigen Bestehens des Kulturspeichers. IM Kulturspeicher, zwischen Reproduktionen der veroperten Gemälde und mitten in Originalen der "klassischen Moderne".
das Publikum sollte Stehplätze haben, aber dann waren doch Klappstühle bereit, die wir beim Wechsel zwischen den Sälen mitnehmen konnten/sollten. Damit war der Vorstellung viel vom experimentellen Charakter genommen (vermutlich waren v.a. Sicherheitsgründe ausschlaggebend, ein bestimmter Abstand zur Wand muss eingehalten werden, damit der Alarm nicht losgeht). Trotzdem war die Atmosphäre einmalig. umringt von Bildern, sehr nah an Sängern/Schauspielern und Orchester, fast mitten im Geschehen. Zwischen den drei Stücken erläutert eine "Museumsführerin" die Gemälde. Die Musik ist schlicht und ergreifend SUPER
"Im Augenblick sehe ich gerade wie Scarpia / Ruggero Raimondi umgemurxt wird, und überlege ob ich einen Schokoladenkuchen essen soll?" oper337

53

Montag, 19. März 2012, 21:27

P.S.:
Mitwirkende und Fotos gibt's hier:

www.theaterwuerzburg.de/start.php?cnt=2&sub=&mon=3&year=2012&play=545&pic=8&PHPSESSID=4v00masg4i78e83uer6k21rh75

:wink:
"Im Augenblick sehe ich gerade wie Scarpia / Ruggero Raimondi umgemurxt wird, und überlege ob ich einen Schokoladenkuchen essen soll?" oper337

54

Dienstag, 20. März 2012, 20:33

Auf dem Album "Winter Songs" der RIO-Band "Art Bears" (Fred Frith, Chris Cutler, Dagmer Krause) befinden sich viele Songs, deren Texte sich auf Reliefs und Skulpturen französischer Kathedralen beziehen, namentlich der von Amiens. Allerdings hat sich Textdichter Chris Cutler dabei von der urprünglichen Bedeutung der Bilder emanzipiert und sich (meist) komplett neue Geschichten zu den Kunstdarstellungen ausgedacht. So wird zB aus einem Relief, auf dem König Herodes 2 Soldaten zum Kindermord losschickt, eine Erzählung von einem Jungen, einem Mann und einem König mit unterschiedlichen Aktivitätsbedürfnissen, wobei der Junge am aktivsten ist (er will losgehen und weist den Weg), der Mann ihm schon eher widerwillig folgt und der König es vorzieht, daheimzubleiben Er wird wie folgt charakterisiert:

"Unimpressed with the world – let the world come to me!
But he watches the boy, his heart heavy with fear."





Gruß,

Normann
wellen unterschiedlicher frequenz und töne verschiedener höhe

55

Montag, 30. April 2012, 00:21

Eben im Radio darauf gestoßen: Riccardo Zandonai (1883-1944): Quadri di Segantini (1931) - symphonische Gedichte nach Gemälden von Giovanni Segantini.





1) L'aratura (Das Pflügen) (s.o.)
2) Idillio (Idylle zweier Schäfer)
3) Ritorno al paese natio (Rückkehr ins Heimatland) "
4) Meriggio (Mittag)

:wink:
Renate
Und der Himmel da oben, wie ist er so weit!

56

Montag, 30. April 2012, 08:31

Gehört ja auch hierher:



Die Rosenkranzsonaten von Biber sind teilweise von den Rosenkranz-Kupferstichen von Paul Seel inspiriert - er verwendet sogar die Kupferstiche statt Titeln zu den einzelnen Sonaten. (Sind hier auf dem Cover rundeherum zu sehen. Hier in groß:
http://imslp.org/wiki/Mystery_(Rosary)_Sonatas_(Biber,_Heinrich_Ignaz_Franz_von)#Copper-plate_engravings

LG
Tamás
:wink:
"Vor dem Essen, nach dem Essen,

Biber hören nicht vergessen!"


Fugato

57

Samstag, 9. Juni 2012, 15:01

Gestern in Saarbrücken uraufgeführt:
Franck Christoph Yeznikians Orchesterwerk "AEstuarium (III Notes from Salalah)" nach dem ersten Bild aus Cy Twomblys Tryptichon "Three Notes from Salalah" (2005-07).
Eine sehr suggestive, typisch französische, an Grisey und Murail geschulte Musik mit ausladenden Klangfeldern und einer edel-dunkel timbrierten Orchestrierung; bisschen epigonal, aber gut gemacht.
Twomblys Bilder sind, finde ich, eh schon Musik...

Mehr zu dem Trytichon und Abbildungen hier: "http://www.artic.edu/aic/collections/exhibitions/CyTwombly/salalah (englisch)
Mehr zu dem 1969 geborenen Yeznikian hier: "http://franck.yeznikian.free.fr/ (französisch)

Grüße
vom Don
Solitudinem faciunt, pacem apellant.
Tacitus

Counter:

Hits pro Tag: 4 592,76 | Klicks pro Tag: 13 550,85