So köstlich bei dieser Aufnahme diverse Einzelheiten anmuten, insgesamt wird man mit dem Ergebnis nicht recht froh, denn zu sehr fällt alles stilistisch auseinander - obwohl sich alle Beteiligten sehr bemühen. Der gesprochene Verbindungstext verblödelt unnötig und kontrastiert peinlich mit der hintergründigen Ironie des Rideamus-Librettos.
Da das die einzige Aufnahme ist, die von "Die lustigen Nibelungen" zu bekommen ist, ist es auch die Aufnahme, die ich gekauft habe, als ich das Stück, von dem ich schon so viel gutes gehört hatte, endlich komplett kennen lernen wollte. Ich kann dir, lieber Waldi, bei allem, was du schreibst, zustimmen, außer vielleicht bei der Kritik an Guido Wieland. Wieland, von dem ich sonst noch nie gehört habe, macht seine Sache schon okay, finde ich. Außer Wieland, Preger und Schwaiger haben alle Beteiligten so wenig zu singen, dass man sie kaum richtig beurteilen kann.
Dieser bemüht blödelnde Zwischentext stört mich allerdings auch, aus genau dem Grund, den du auch beschreibst: Er verharmlost das Stück in Richtung der beschwingten Seniorenunterhaltung, wie es in den 1950er bis 1970er Jahren leider gerne gemacht wurde. Offenbar ist diese Aufnahme eine Produktion für den Rundfunk. Hört man das Stück im Radio, ist dieser Moderator bestimmt ganz witzig und hilfreich, um die Handlung zu verstehen. Auf CD geht es einem aber irgendwann auf die Nerven, denn eine CD zum immer-wieder-Hören ist eben doch etwas Anderes als eine Radiosendung, die nur einmal durch den Äther flattert.