Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Capriccio Forum für klassische Musik. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Ich schreib demnächst auch selbst noch etwas zum Werk, zitiere aber erstmal aus einem anderen Thread einen Beitrag von Ralph, in dem er Mozarts kompositorisches Verfahren im Kopfsatz von KV 451 sehr anschaulich erläutert:
Zum Eröffnungsritornell überhaupt und am Beispiel KV451
Bei Mozart dient das eröffnende Orchesterritornell im Wesentlichen der Exposition von thematischem Material. Das Verfahren, dieses in deutlich voneinander abgegrenzten Gliedern zu präsentieren, bietet die Möglichkeit, diese im späteren Satzverlauf, aus ihrer ursprünglichen Umgebung herausgehoben, wieder aufzugreifen. Konrad Küster ("Formale Aspekte des ersten Allegros in Mozarts Konzerten" (1989)) unterteilt das Orchesterritornell in 15 Ritornellzonen, welche theoretisch alle unterschiedliches Material beinhalten können (freilich werden in einem Konzert niemals alle denkbaren Zonen durchlaufen). So findet man im Mozart‘schen Anfangstutti oft eine blühende Vielfalt an musikalischen Ideen.
Dies sei exemplarisch am Orchesterritornell von KV451 dargestellt:
index.php?page=Attachment&attachmentID=274
Mozart präsentiert hier zehn voneinander absolut unterschiedliche Ideen. Der musikalische Fluss und thematische Zusammenhang entstehen dadurch, dass (fast) jede neue Phrase ein oder mehrere Elemente der vorangegangenen übernimmt (im Notenbeispiel mit Ziffern angedeutet). Dabei entsteht keine Hierarchie in dem Sinne, dass es etwa zwei Themen gäbe, die gegenüber den restlichen Taktgruppen besondere Priorität genießen. Vom Kopfmotiv, welches ohnehin nur einen Ton verwendet, wird lediglich der für Mozart typische Marschrhythmus an einigen Stellen wieder aufgegriffen.
Die späteren Konzerte sind oft von größerer motivisch-thematischer Einheit.


Forensoftware: Burning Board® 3.1.7, entwickelt von WoltLab® GmbH