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Montag, 15. März 2010, 11:19

Tangerine Dream

Hallo New Age- und Elektronik-Freude,

oder gibt es keine bei Capriccio ? Leider hatte mein Thread SCHWINGUNGEN MIT WINFRIED TRENKLER IM WDR1 keine Resonanz ausgelöst.

Darum versuche ich nochmal einen Start indem ich konlret auf die Musiker/Formationen eingehe: Eien der beliebtesten, ältesten und bekanntesten New Age - Formationen, die in der elektronischen Musik wegweisend waren ist TANGERINE DREAM = TD.

Damals noch, neben dem Begründer Edgar Froese, mit Bekannten Mitgliedern (Christopher Franke, Johannes Schmölling, Klaus Schulze) ausgestattet, die später selber ihre eigenen Formationen gründeten und geniale Alben produzierten; später bis heute war Fröse mit seinem Sohn Jeorme alleine und hat so einiges brauchbare vorgelegt.

Die Experimentalphase, so möchte ich es mal nennen, in den Anfangstagen war mir zu extreem und auch zu langweilig. Erst als Pop- Jazz und Rockelemente mehr zum tragen kamen und so zu wunderbaren Sounds führte, fand ich TD wirklich gut. Da wundert es auch nicht, das TD bei der jährlichen Schwingungen- wahl immer an der Spitze stand !

Meine ersten und gerne gehörten Alben sind Exit (1981) und Le Parc (1985). Aber erst ab 1986 wurde der TD-Sound für mich richtig interessant: Underwater Sunlight (1986), Optical Race (1988), Lily On the Beach (1989), Melrose (1990) , Rockoon (1992) , Turn of the Tides (1994) , Tyranny of Beauty (1995) , Dream Mixes 1 (1995) , Goblins Club (1996), Times Square (1998) , Mars Polaris (1999) --- alles geniale Alben.

Doch dann wurden die Ideen und musikalischen Einfälle ??? knapper und es folgten und jede Menge Cd´s mit Wiederverwertung ältere Erfolge; teils begründet mit neueren Synthesizern und damit TOP-Klang. Daneben gibt es noch jede menge Alben aus Filmmusiken bei den sich Leckerbissen finden - zum Beispiel Tatort - Das Mädchen auf der Treppe, das es in diversen soundtracks gibt; und Alben mit den tollen LIVE-Konzerten. :thumbsup: Besonders [i]Tournado (Live in Europe 1997) (1997) und [/i]East (Live in Berlin 1990) (2004) fällt absolut positiv heraus, weil die besten Stücke gespielt wurden - Wahnsinnskonzerte.

:S Inferno ( nach Dante Alighieri La Divina Commedia Part 1) (2002) war für meinen Geschmack eine Katastrophe. TD verabschiedete sich von rein Instrumentalen und bot Gesangsnummern. Es gibt dann in der Zukunft noch ein paar Ausreisser in diese Richtung, wie Purgatorio (Dante Alighieri La Divina Commedia Part 2)(2004) ... kenne ich aber nicht.

Dream Mixes 4 (2004), sowie alle andren Dream Mixes sind Neufassungen ältere Stücke, aber keine Neuen -- na ja, ganz nett eine andere "Interpretation" zu hören.

Silver Siren Collection (2007), Booster (2008) , Live in Japan (DVD/CD) (2010) , Dream Mixes 5 (2010) sind die neusten Froese-Werke, die ich aber nicht alle kenne. Die Auswahl ist unermesslich und geht schon ins unüberblickbare. Dazu ein Hinweis auf Wikipedia zu TD.



:prost: Meine Lieblingsstücke sind: Alchemy of the Heart, Towards the Evening Star, Firetongues, Optical Race, Melrose ... um nur ein paar Highlights neben vielen zunennen. Ich habe neben ca 20TD-CD´s auf 3DVD´s fast alle TD-Alben in MP3, von denen ich hier nur einen Auszug genannt habe; sogar vieles noch gar nicht gehört - kein Wunder bei dem Massenangebot.

:wink: Auf einen netten Austausch über TD würde ich mich freuen. Welches sind Eure Favoriten bei TD ? Wenn nicht, was mögt ihr an TD nicht ;( ? Welche Alben habt und schätzt ihr ?
______________

Gruß aus Bonn

Wolfgang

philmus

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2

Montag, 31. Januar 2011, 09:00

Leider entdecke ich diesen thread erst jetzt.. Peinlich für einen langjährigen TD-Enthusiasten...

Meine LieblingsLPs waren eher die der mittleren Phase Anfang der 80er, also "White Eagle", "Logos", "Hyperborea", "Exit" auch, und vor allem "Poland", die Doppel-LP mit dem Warschau-Konzert. Von den früheren hab ich auch viel gehört, "Zeit" ist sehr meditativ, "Alpha Centauri"und "Atem" (Doppel-LP) war der Starschuß für mich:
Als unsere Musiklehrerin das Stück "Sunrise in the 3rd System" anspielte, schauten sich mein Kumpel und ich nur an und wußten "das isses, mehr davon"...
"Rubycon" war mir erst langweilig, heute seh ich da im techno-Kontext ne sehr innovative Sache drin.
"Cyclone" und "Phaedra" zeigen interessante Zwischenstadien, schon etwas klarer strukturiert, aber
"Ricochet" dann ein Dauerbrenner, heute kommt´s mir abgenudelt vor...
Mit "Underwater Sunlight" und Paul Haslinger beginnt für mich der Abstieg. plötzlich klingen die Sounds nach multitimbralen Presets, die "eine-Plattenseite-Stücke" schwinden zugunsten radiokompatibler 5-Minuten-Shortcuts, und damit schwindet auch die kreative Weile, die aus den Übergängen geniale Funken schlug.
Zum Glück ein langsamer Abstieg: "Underwater Sunlight", "Tyger" (Ja: "Alchemy of the Heart" ist großartig!) und Passagen von "Optical Race" möchte ich nicht missen.
Danach hab ich die Segel gestrichen. Der Sohn vom Froese war ja als immerwiederkehrendes Baby auf den alten Covern sehr dekorativ, als Mitmusiker ist er mir nicht sonderlich aufgefallen, aber, wie gesagt, ich bin da 1990 ausgestiegen mit meinem Interesse...
Die Soloalben von Johannes Schmoelling und Herbert Baumann kann ich noch lobend erwähnen, auch aus den frühen 80ern.
"le parc" hab ich wohl vergessen, das war schon eine etwas frühere Enttäuschung für mich, trotz des einen guten Stückes am Ende.

War noch jemand auf dem Umsonst-Konzert vorm Reichstag ca 1986 oder 87?
Und gibts hier womöglich noch Kenner von Klaus Schulze?

Gruss
Herr Maria
.................................................................................................

Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
daß Alles für Freuden erwacht

Im Übrigen bin ich der Meinung, daß die Sommerzeit abgeschafft gehört.

3

Montag, 31. Januar 2011, 10:15

TD wird bei mir ab 1985 erst interessant

Hallo Philmus,

:thumbup: es feut mich das ich hier bei Capriccio wenigsten einen TD-Kenner antreffe.

Offenbar hast Du schon wesentlich früher mit TD angefangen als ich. Das geht aus deiner Beschreibung der favorisiteren TD-Alben hervor. Mein TD Interesse wurde damals durch die WDR-Sendung Schwingungen mit Winfried Trenkler ausgelöst, die von Mitte der 90er bis in die 90er-Jahre lief.
Die ersten TD-Alben wie "White Eagle", "Logos", "Hyperborea" sehe ich eher als Experimantalstudien an. Hier dauert mir die Entwicklungszeit einfach zu lange, bis sich musikalisch mal etwas erbauliches innerhalb der Stücke tut; es ist mir schlicht zu langatmig.

Hinzu kommt mein Interesse an der Entwicklung der Synthesizer-Technik, das in meiner Diplomarbeit "Synthesizer mit spannungsgesteuerten Oszillatoren" mündete. Von daher bin ich klangorientiert, denn die Synthesizer der ersten Experimental-Alben von TD klangen zuerst fürchterlich.

;+) Es sieht scheinbar so aus, dass mein geschmackliches Interesse für TD im Bereich 1985 beginnt (EXIT und Le Parc lasse ich noch gelten), wo dein Interesse schon langsam abnimmt. :wink: Somit haben wir gemeinsam nur geschmackliche Überdeckungen von 1985 bis knapp 1990 mit den Alben OPTICAL RACE (meine erste TD - CD mit der alles begann), UNDERWATER SUNLIGHT (eines meiner liebsten Alben), TYGER u.ä. aus der Zeit.
Nicht zu vergessen auch die hervorragenden LIVE-Konzerte Berlin Konzert 08/1987 und LIVEMILES mit dem Alberquerque-Konzert aus New Mexico von 1988; das von Dir genannte Warschau - Konzert neben späteren auch.

TD kommt in neueren Alben gerne auf die Anfänge (die Dir voll liegen) zurück und legt mit aktuellen Synthesizern diese Werke klanglich neu auf: Beispiele dafür sind Antique Dreams (2000) und The Seven letters from Tibet (2000) ... klanglich durch die neuen Synthies in Ordnung, aber so richtig wird mein Geschmacksnerv dort auch nicht getroffen - zu langatmig ...

8+) Ich schätze mehr die ansprechend rhythmischen Pieces, als diese "Geduldstouren". Klaus Schulze ist sicher auch einer der ganz Grossen in dem Bereich, aber seine Werke erfordern auch zu viel Geduld. :D Da reisst bei mir der Gedunldsfaden - - - was kann man in dieser ewig langatmigen Zeit (bei dem man das Ende herbeiseht) nicht alles an guter Musik (wie Klassik) hören !??!
______________

Gruß aus Bonn

Wolfgang

philmus

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4

Montag, 31. Januar 2011, 13:33

das meiste war früher


Die ersten TD-Alben wie "White Eagle", "Logos", "Hyperborea" sehe ich eher als Experimantalstudien an. Hier dauert mir die Entwicklungszeit einfach zu lange, bis sich musikalisch mal etwas erbauliches innerhalb der Stücke tut; es ist mir schlicht zu langatmig.
Das ist ja schon auch ein bißchen witzig, daß Du die Alben, die für manchen Puristen schon Verrat an der hehren Experimentalmusik waren, so empfindest... Wie kämen Dir dann die wirklich alten Sachen von `72 (Zeit, Alpha centauri, Atem) vor?
Da waren die 10 Jahre späteren Sachen schon recht zahm, aber, mir gefällts....

Zitat

Hinzu kommt mein Interesse an der Entwicklung der Synthesizer-Technik, das in meiner Diplomarbeit "Synthesizer mit spannungsgesteuerten Oszillatoren" mündete. Von daher bin ich klangorientiert, denn die Synthesizer der ersten Experimental-Alben von TD klangen zuerst fürchterlich.
Wenn Du die von 72 meinst, das war wohl schon viel Suchen und ausprobieren. Aber ich meine, man hört die Entwicklung der ganzen 70er Jahre durch, wie sie das Equipment in den Griff kriegen, mit Bandechos super Sequenzerartige Sachen hinkriegen; und man hört halt jedem Sound an, daß er liebevoll von Hand zusammengeschraubt wurde. Und es gibt ganz am Anfang auch noch viel akustisches Instrumentarium, Flöte, Cello, Trommeln, kombiniert mit Mellotron und dem ersten Moog.
Da klingt nix nach Plastik wie bei Kraftwerk, die halt ne andere Ästhetik hatten, aber durchaus auch selbstgemachte Klänge hatten. Daß die den später als Preset für jedermann käuflichen sehr ähneln, ist ja nicht ihre Schuld (oder doch?!)
und das hört halt in den 80ern auf, als die ersten Keyboards mit Presets auftauchen und jedem den schnellen Synthiesound hinschmeißen, da klingts erstmal alles sehr beeindruckend, aber überhaupt nicht mehr individuell... Die Sounds von Underwater Sunlight sind nicht so weit von damals aktuellen Geschichten entfernt, ich höre da Art-of-Noise-artiges z.B.... Während ich zu den Kreissägen-Sounds von White Eagle (6 Jahre früher) kein Pendant finde aus der Zeit, das ist wirklich eine andere Qualität von Selbstausdruck und Gestaltung bis in die Details hinein, die sich später dem esoterischen Einheitsklang schon bedenklich nähert.

Zitat

Ich schätze mehr die ansprechend rhythmischen Pieces, als diese "Geduldstouren". Klaus Schulze ist sicher auch einer der ganz Grossen in dem Bereich, aber seine Werke erfordern auch zu viel Geduld. :D Da reisst bei mir der Gedunldsfaden - - - was kann man in dieser ewig langatmigen Zeit (bei dem man das Ende herbeiseht) nicht alles an guter Musik (wie Klassik) hören !??!
JA, das ist eine Hürde und führt auch dazu, daß ich höchstens mal auf längeren Autofahrten mal wieder reinhöre, bei KlausSchulze ist das ja noch viel stärker... Da mag ich sehr die Sachen zusammen mit Streichorchester ("X", da hat er sogar ne ganz schöne Fuge komponiert...) oder die mit Wolfgang Tiepold am Cello ("Dune", "Trancefer"), das gibt noch mal ne andere Ebene neben den doch oft sehr lang dahinströmenden Electronics.
Die Zeit hat man halt als Jugendlicher, das so nebenbei zu hören, ist ja eigentlich mehr so Ambient oder Chillzeugs, das die Atmosphäre erzeugt und vielleicht nicht alle Aufmerksamkeit erfordert :D
Da ist aber TD auch in den alten Zeiten schon ganz anders gewesen, das sind eher Geschichten über verschiedene Parts hinweg, wo die Übergänge manchmal echt raffiniert gemacht sind und nicht wie bei Klaus Schulze wirklich ein Strom über ne halbe Stunde sich ergießt...

Gruss
Herr Maria
.................................................................................................

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5

Montag, 31. Januar 2011, 13:57

Schon witzig. Bis gestern Abend sagte mir TANGERINE DREAM überhaupt nichts. Dann höre ich die neueste Podcast-Folge des Filmmusik-Magazins "Music on Film". Dort wird der Soundtrack zum neuen Disney-Filmspektakel "Tron - Legacy" besprochen. Der Soundtrack stammt von der französischen Elektromucke-Band DAFT PUNK. Die Diskutanten kommen irgendwann auf TANGERINE DREAM und die Anfänge des Elektro-Film-Scores Ende der 70er / Anfang 80er. Besonders gelobt wird der Score zum Film "Thief" (1981). TANGERINE DREAM, soso, denk ich mir ... und heute früh taucht plötzlich dieser Thread auf! :faint:

DiO :beatnik:
Humor can only save some of us.

6

Mittwoch, 2. Februar 2011, 11:10

RE: Filmmusik bei Tangerine Dream

Hallo DiO,

ja, in Punkto Filmmusik hat Tangerine Dream schon immer eine bedeutende Rolle eingenommen. Diese Film-Soundtracks hat Fröse aber auch immer parallel als Album herausgetracht - die geschäftphilosophie von Fröse ist ohne hin so, alles was gut war nochmal wiederholt aufzulegen. I

In WIKIPEDIA kannst du sehen, dass von 1977 bis 1999 alleine für 10Filme (darunter auch TATORT (Das Mädchen auf der Treppe und Moorland)= komponiert wurde.

Eines der wegweisenden TD-Mitglieder Christopher Franke hat sich Ende der 90er-Jahre selbstständig gemacht und noch zahlreicher für Filme und Serien (wie BABYLON) in den USA produziert.

Christopher Franke, der entscheidend am Erfolg meiner favorisierten ZD-Alben Underwater Sunlight, Optical Race, Tyger u.a. beteiligt war, hat eine Menge eigene CD´s produziert: darunter

:thumbsup: THE LONDON CONCERT )1992), Pacific Caost Highway, KLEMANIA (1993) , Raven (1993, auch eine Filmmusik) in denen sich kleine Meisterwerke befinden, die kaum leider einer kennt ! :?: Schade - das ist genau wie bei den massig unbekannten Werken in der Klassik, die nicht Mainstream sind.



@Hallo Philmus

Die Sachen von `72 (Zeit, Alpha centauri, Atem) hatte ich mal auf CD. :D Aber nicht lange. Ich wundere mich bis heute wie man mit sowas überhaupt auf CD herausbringen kann. Ich erkenne sicher die von Dir angesprochene Genialität an, die darin steckt - auch ganz neue Klänge zu entwickeln. ;+) Aber was nützt das alles, wenn es mich nicht anspricht. Für mich langweilig bis zum geht nicht mehr - und dann der Sound :faint:

Du sprichst in deinem ersten Beitrag hier die multitimbralen Synhesizer an. Ich selber spiele und besitze heute 5Stück solcher Super-Geräte (teils als Expander (ohne Tastatur)). Du glaubst gar nicht was da an tausenden kreativen Klangmöglichkeiten gegeben ist. Vor allem solche, die klanglich erbaulich sind und fabelhafte Sounds und Stücke ermöglichen. Ich bin halt klangorientiert.

Meinen damaligen ersten Synthesizer sehe ich nur noch als mein historisches Erinnerungsstück.
______________

Gruß aus Bonn

Wolfgang

7

Mittwoch, 2. Februar 2011, 17:31

Ich mag eigentlich nur diese hier:



die noch gar nicht nach »TD« klingt. Hier ist das »Avantgardistische« von Musik und Klang noch nicht Kreatur der Fähigkeiten von Technikern bei Moog, Korg und Roland, sondern strömt aus dem Creativpool von Froese/Schulze/Schnitzler ;+) .

Ich mag »Electronic Meditation« - tatsächlich allerdings weder besonders elektronisch noch gar meditativ - richtig gern! :)

Adieu,
Algabal
»Dieser Austausch, den wir hier betreiben, ist nichts anderes als ein soziales Spiel.« (Knulp)

philmus

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8

Mittwoch, 2. Februar 2011, 18:17

Ich mag eigentlich nur diese hier:



die noch gar nicht nach »TD« klingt. Hier ist das »Avantgardistische« von Musik und Klang noch nicht Kreatur der Fähigkeiten von Technikern bei Moog, Korg und Roland, sondern strömt aus dem Creativpool von Froese/Schulze/Schnitzler ;+) .
Das würde ich mal ganz anders formulieren: Die NOCH nach TD klingt.

Gruss
Herr Maria
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daß Alles für Freuden erwacht

Im Übrigen bin ich der Meinung, daß die Sommerzeit abgeschafft gehört.

9

Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:31

Schon witzig. Bis gestern Abend sagte mir TANGERINE DREAM überhaupt nichts. Dann höre ich die neueste Podcast-Folge des Filmmusik-Magazins "Music on Film". Dort wird der Soundtrack zum neuen Disney-Filmspektakel "Tron - Legacy" besprochen. Der Soundtrack stammt von der französischen Elektromucke-Band DAFT PUNK. Die Diskutanten kommen irgendwann auf TANGERINE DREAM und die Anfänge des Elektro-Film-Scores Ende der 70er / Anfang 80er. Besonders gelobt wird der Score zum Film "Thief" (1981). TANGERINE DREAM, soso, denk ich mir ... und heute früh taucht plötzlich dieser Thread auf! :faint:

DiO :beatnik:
Hallo DiO,

ich möchte Dir diese Scheibe empfehlen:


Dort sind die Titelstücke der ersten vier Staffeln von Babylon 5 - hach, was habe ich diese Serie geliebt. :love: :love: :love:

Und diese Scheibe nenne ich auch mein eigen - nur mit einem anderen Cover:



Anlass für den Kauf war die von Teleton erwähnte Radiosendung Schwingungen. Diese gehörte in meiner Jugend zum festen Wochenprogramm. Damals habe ich die Sendungen auf MC aufgenommen - leider haben diese Bänder die Zeit nicht überstanden. ;(

Viele Grüße,
Mero

<Grübel>.... Moment mal, ich hatte doch mal die TD-Sammlung eines Freundes übernommen..... <in den Keller stapf>

Puh, staubig da unten :o: - aber zumindest habe ich gefunden, was ich gesucht habe. 8o

Ein Dutzend TD-Scheiben aus den 70ern und 80ern (also die Alben - in den 70ern gab's ja noch keine CDs ;+) )

10

Mittwoch, 2. Februar 2011, 23:05

Hallo DiO,

ich möchte Dir diese Scheibe empfehlen:


Dort sind die Titelstücke der ersten vier Staffeln von Babylon 5 - hach, was habe ich diese Serie geliebt. :love: :love: :love:


Lieber Mero,

herzlichen Dank für den Tipp. Da werd ich bei Gelegenheit mal reinhören, auch wenn ich die Serie nie geschaut hab ... :)

DiO :beatnik:
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philmus

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11

Donnerstag, 3. Februar 2011, 22:20

Heute morgen mal wieder "Logos - Live in London" gehört von ´82 und muss doch sagen, da war die Experimentierphase wirklich vorbei:
teilweise geniale Klangbilder, okay, sehr einfache Rhythmusmaschine, da kenne wir seit techno/drum´n´bass elaborierteres, aber schöne Polyphonie, schöne Sounds, eine gewisse Statik manchmal, auch kommt einem das, was früher opulent klang, heut sehr sparsam vor, was die Anzahl der gleichzeitigen Sounds angeht. Ich bleibe dabei, die TDs Anfang der 80er sind der Höhepunkt. "White Eagle"(mit dem schon angesprochenen Tatort-Song), "Hyperborea", "Exit", "Poland"(live in warschau), "Logos", auch "Force Majeure" (nur Chris Franke und Edgar Froese), für die, die´s etwas rockiger mögen... Die Qualität der live-Alben ist ganz großartig, das ist wunderbar, was die da ohne Studiogefrickel hinzgezaubert haben.
Natürlich sind wir 30 Jahre später andere Diffizilitäten gewohnt, was elektronisch zusammengeschraubte Musik angeht, und manches kommt uns heut simpel vor, aber formal und teilweise auch musikalisch ist das schon bewundernswert und jedenfalls sehr eigen, was ich von den späteren Sachen so nicht mehr spüre.
Was später aus dieser Band gemacht wurde mag seine Qualitäten haben, aber das ist eigentlich ne andere Band. das macht sich an den Menschen fest: Mit dem Ausstieg von Herbert Baumann und dem Einstieg von Johannes Schmoelling :juhu: Ende der 70er beginnt für mich die eigentliche Blütezeit, dann kam mit Paul Haslinger (statt Schmoelling) die erste Wandlung ins etwas modernere, fast kitschige, aber für mich grad noch vertretbar (Underwater Sunlight, Tyger, Livemiles), aber seit dem Ausstieg von Chris Franke bin ich da als Hörer auch ausgestiegen. Vielleicht sollte ich mal wieder reinhören, das ganz andere akzeptieren, aber erstmal kann ich nur empfehlen, Tangerine Dream vom Anfang der 80er nochmal zu hören, das ist für mich der Gipfel dessen, was die Jungs fabriziert haben.

Gruss
herr Maria
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Im Übrigen bin ich der Meinung, daß die Sommerzeit abgeschafft gehört.

12

Samstag, 5. Februar 2011, 00:31

RE: Elektronic Meditation

Das würde ich mal ganz anders formulieren: Die NOCH nach TD klingt.


Da diese von Algabal geschätzte TD-Scheibe offenbar nicht aus den Zeiten stammt, die ich bei TD schätze, sagt mir das Album im Moment nichts. Ich habe neben meinen zahlreichen TD-CD´s trotzdem so gut wie alles als MP3 vorliegen --- Electronic Meditation müßte dabei sein. :wink: Ich werde mal reinhören und dazu meinen Senf abgeben.



;+) :) Die Sichtweise was nach TD klingt, hängt glaube ich ganz davon ab, wann man bei TD eingestigen ist. Von daher kann ich auch philmus Ambitionen gut nachvollziehen. Er steht auf das Experimentelle und die damals neuen selbstentwickelten Sounds. Diese Sounds sind aber auch oftmals durch das Experimentieren zufällig entstanden. Als ehemaliger Synthesizer-Bastler der Anfänge kenne ich mich da aus. heute möchte ich meine zeit mit diesen alten geräten nicht mehrverschwenden und bin jedesmal fastziniert, was die heute aktuellen Maschinen des 21.Jahrhunderts für Möglichkeiten bieten und geniale Sounds drauf haben.



:prost: Für mich klingt TD erst ab ca. 1982 wirklich nach TD - eben so, wie es geschmacklich empfinde.
______________

Gruß aus Bonn

Wolfgang

13

Samstag, 5. Februar 2011, 01:02

RE: Chris Franke

ich möchte Dir diese Scheibe empfehlen:


Dort sind die Titelstücke der ersten vier Staffeln von Babylon 5 - hach, was habe ich diese Serie geliebt.



Hallo Mero, Philmus und Algabal,



freut mich das nun noch weitere TD-Liebhaber dazu kommen.

Ich habe erst nach dem Kennenlernen der C.Franke CD - BABYLON Vol1 im TV mal in die Serie reingeschaut. Naja, ganz nett die Serie, aber ich hab es dann nicht weiter verfolgt. :thumbup: Aber die Musik hat mich ebenfalls dermassen begeistert, das ich mir neben der BABYON-Suite (das ist die erste Babylon-CD) auch die von dir geschätze und abgebildete Vol.2 gekauft habe. Die Dritte Shadow dancing mit Kurzstücken war (wegen fehlender Entwicklung innerhalb der Stücke) uninteressant war und wurde gleich von mir weiterverkauft (war nicht einfach die bei EBAY weg zu bekommen).

Inzwischen ist Babylon 5 - The Lost tales von 2007 die letzte CD - das ging immer weiter. Ich zähle bei amazon alleine 30 Babylon - CD´s. Das alles zu testen ist mir zu ... riskant.


Vol.1 - auch Super







8+) Ich mag es übrigens auch gerne etwas rockiger und rhythmischer, denn das ist genau der Punkt, den die TD-Anfänge nicht erfüllen !

Natürlich habe ich auch die CD Rockoon, bei der neben dem Chef Sohn Jerome Fröse stark seine Finger im Spiel hat. Zuerst hat mir der bereits hier wieder neue TD-Sound auch nicht so hohe Begeisterung hervorgerufen, aber mit der Zeit und mehrmaligem Hören sage ich heute: Das ist TD !
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Gruß aus Bonn

Wolfgang

14

Samstag, 5. Februar 2011, 01:15

RE: Schwingungen auf dem WDR

Damals habe ich die Sendungen auf MC aufgenommen - leider haben diese Bänder die Zeit nicht überstanden.


Ich habe aus zeitgründen alle schwingungen-WDR-Sendungen (Do 22:00 bis 0:00Uhr) immer auf meinem Tonbandgerät mitgeschnitten. Die Stücke die mir gefielen, dann auf mein damaliges SONY-High-End-Tapedeck übernommen um nur die gute Musik pur zu haben. Später dann digital auf MD.



Bei mir sind es nicht die Bänder (die sind OK), sondern das Tonbandgerät hat seinen Geist aufgegeben. :!: das Beste habe ich ja auf MD !

;+) Und was mir sowieso TOP gefallen hat - auf CD:

TD, Dancing Fantasy, Ron Boots, Interface, C.Franke, Peru, Megabyte sind nur einige Namen, die ich ganz besonders schätze und daher auch die CD´s habe. Das CD-Label IC hat hier einen ganz großen Anteil.
______________

Gruß aus Bonn

Wolfgang

deemoo

Inzwischen Mitteltöner ;-)

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15

Samstag, 5. Februar 2011, 02:13

Ihr Lieben!

Auch ich bin leider erst eben auf diesen interessanten Thread gestoßen - und das, obwohl ich damals Tangerine Dream gerne gehört habe, ebenso gelegentlich "Schwingungen" in WDR 1, das ja mit Glanz und Gloria untergegangen ist und sich in EINSLIVE gewandelt hat; ob's was gebracht hat?

Das Tatortstück "Das Mädchen auf der Treppe" finde ich ganz wunderbar, aber mein persönliches Highlight ist und bleibt "Tangram" - so tolle Klänge und Rhythmen und Melodien, phantastisch. Mit anderen Scheiben von TD hatte ich mehr Schwierigkeiten; die Musik von Klaus Schulze solo habe ich mehrmals "nagetestet", war und ist aber echt nix für mich. Schade eigentlich, aber wenn's nicht gefällt ...
Die Vorreiterrolle von TD im elektronischen Bereich fand ich auch beachtenswert ihne jetzt ein Sachkenner der Materie zu sein, ebenso habe ich viel und gerne Kraftwerk gehört (und selbst heute noch, wo diese frühen Meister allesamt von der modernen Computertechnik und vielen vielen neuen Gruppen überrannt worden sind). Und Depeche Mode nicht vergessen, die auch Erstaunliches auf dem Gebiet der klanglichen Erneuerung geleistet haben in den 80ern.

Liebe Grüße, Deemoo

:klatsch: :klatsch: :klatsch:

philmus

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16

Samstag, 5. Februar 2011, 11:18

Die Sichtweise was nach TD klingt, hängt glaube ich ganz davon ab, wann man bei TD eingestigen ist. Von daher kann ich auch philmus Ambitionen gut nachvollziehen. Er steht auf das Experimentelle und die damals neuen selbstentwickelten Sounds. Diese Sounds sind aber auch oftmals durch das Experimentieren zufällig entstanden.
Eigentlich hatte ich doch deutlich gemacht, daß ich für die großartigste Phase von TD die halte, wo schon knapp 10 Jahre experimentieren vorbei waren. Die frühen 80er-Jahre sind bei TD keine Experimentierphase mehr, definitiv. Du würdest ja bei Beethoven auch nicht schreiben, daß Du ihn erst ab der 7ten schätzt und das Frühwerk, also die 4.-6., Dir zu experimentell ist :pfeif: ??? Das ist einfach ne Frage der historischen Korrektheit. Aber letztlich freu ich mich natürlich, daß die Jungs immer noch ihr Publikum haben, habens verdient. Und ich werde sicherlich mal in die neueren Sachen reinhören, nachdem hier so viel Begeisterung rüberkommt...
Und Depeche Mode nicht vergessen, die auch Erstaunliches auf dem Gebiet der klanglichen Erneuerung geleistet haben in den 80ern.
Jau! Die Scheibe mit dem Hammer... und den Tischtennisbällen... wie hieß die noch?

Gruss
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Florian Voß

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17

Samstag, 5. Februar 2011, 14:00

Mein bester Freund in den 80ern hat beim Kiffen immer TD aufgelegt (der erste Jugendliche mit Thorens und meterhohen Boxen, damals in Karlsruhe) - ich hab das meist nach fünf Minuten ersetzt durch CAN (Tago-Mago). Dann gab´s immer Streit (aber in Zeitlupe, wir waren ja völlig stoned). Und schließlich haben wir uns jedesmal auf "An Electric Storm" von White Noise geeinigt. TD fand ich dröge. - Muss ich mal wieder reinhören, denn die frühen Kraftwerk fand ich damals auch lahm; heute sind das die einzigen Sachen, die ich von Kraftwerk höre (Kometenmelodie!)...




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Eine Krähe war mit mir
aus der Stadt gezogen

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Montag, 7. Februar 2011, 15:10

Mein bester Freund in den 80ern hat beim Kiffen immer TD aufgelegt (der erste Jugendliche mit Thorens und meterhohen Boxen, damals in Karlsruhe) -
Daß er sich die leisten konnte, hatte aber nichts mit etwaigen Drogengeschäften zu tun? :stumm:

Zitat

Und schließlich haben wir uns jedesmal auf "An Electric Storm" von White Noise geeinigt.

Ist ja eigentlich mehr was für - Ecstasy? geile Scheibe jedenfalls, und sicher um Meilen weniger dröge, da hast Du Recht... aber auch nicht so meditativ...

Gruss
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Montag, 7. Februar 2011, 19:58

Nee, war Großmutters Liebling... soweit ich weiß. Und was White Noise anbelangt: auf E oder Speed fand ich dass nicht so den Bringer, auf solchen Filmen lieber Madriver ("Amphitamine Gazelle") oder gleich die White light/White heat von den Velvets. An Electric Storm wurde bekifft so phantastisch durchsichtig, man entdeckte ständig neue Einzelheiten. Das war mit 15, 16 sozusagen mein erstes Erlebnis mit der Durchhörbarkeit eines Werks :D .




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20

Montag, 7. Februar 2011, 20:18

Also speed, okay, das ist was anderes, aber diese sexuelle Grundfärbung im "white noise" paßt schon zu E. Allerdings war das ja damals auch noch nicht die Partydroge, sondern mehr so ein Ritual zur Selbsterfahrung...
Aber das transparente Hören beim kiffen ist schon ein Ereignis. Passt ja mal wieder zu Deiner Theorie vom hippiesken Ursprung der HiPster - könnte das eine Rolle gespielt haben? Daß die angefreakten Musiker endlich mal wirklich so durchsichtig und klar das hören (und spielen) wollten, wie es ihnen der Hanf zu hören gelehrt hat?
Also den bekifft vorgenommenen Anschlags- und vor allem: Zuhör- (dem Ton)Übungen in einer bestimmten Phase meines Lebens verdanke ich einen sehr klangorientierten Zugang zum Üben technischer Diffizilitäten in Fingersatz etc
sorry, das war jetzt doch wieder das andere Thema :beatnik:

Gruss
Herr Maria
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Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
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Im Übrigen bin ich der Meinung, daß die Sommerzeit abgeschafft gehört.

Florian Voß

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21

Montag, 7. Februar 2011, 20:35

Allerdings war das ja damals auch noch nicht die Partydroge, sondern mehr so ein Ritual zur Selbsterfahrung...


O, ich kann mich gut erinnern, wie MDMA (und auch MDDA) aufkam in den Mitachtzigern. Hatte damals noch nicht den Namen XTC, aber in meinen Kreisen wurde das sofort als Partydroge benutzt. Zur Meditation: Haschisch (meist aus Afghanistan oder Marokko), oder Stechapfel, oder Muskatnuss. (Ham wa eigentlich schon nen Drogen-Faden? - Is doch allet schon verjährt...). Extasy zum Zappeln.

EDIT: jetzt weiß ich´s wieder: umgangssprachlich wurde das Zeug damals "Flimmerteile" genannt, weil man auf E immer solche Migräne-Auren sah.




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philmus

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22

Montag, 7. Februar 2011, 22:42

Migräne-Auren ist gut... :thumbsup:

Daß der TD-Thread irgendwie ein Drogen-Thread wird, wen wollte das verwundern 8+)
Obwohl ich dann von der atmosphärischen Wirkung zur Bad-Trip-Vermeidung eher zum frühen Vangelis raten würde, so "China" bis ca "Chariots of Fire", oder "Soil Festivities"...
Die TDs, um mal zurück zum Thema zu kommen, hatten ja immer wieder mal die Tendenz zum statischen, auch etwas Unpersönlichen, während die ausufernden Klaviersoli eines Vangelis immer schön Heiterkeit aufbringen und gut kontrastieren zum Elektro-Gewaber...

Gruss
Herr Maria
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23

Dienstag, 8. Februar 2011, 12:07

RE: TD-Alben und Vorlieben der Capriccios

Da ich mit Drogen und Rauchen nichts am Hut habe, möchte ich auch nicht weiter darauf eingehen.

Ich sage immer: :D Mit Rauchern und allen die mir diesem symphatisieren haben wir nichts zu tun !



* Demoo nannte das TD-Album Tangram von 2008. Da TD in vielen neuen Alben von 2001 -2009 gerne auf die Anfänge und auf ihre Virgion-Jahre zurückblickt und viele alte Stücke quasi in neuem Sound wiederholt, hatte ich das Album Tangram (2008) nicht näher intensiver beachtet. Warscheinlich hattel ich ähnliches erwartet. Bei den alten Sachen in denen mir das Rhythmische fehlt; da geht mir zu wenig die Post ab, das langweilt mich auf die Dauer.

:!: Nicht so in Tangram: Hier stelle ich ein ausgewogenes Verhältnis von sphärischen Einlagen, die sich bis zu rockigen Passagen steigern - gut gemacht - TD unverkennbar - für meinen Geschmack gutes recht aktuelles Album. Sie besinnen sich hier auch auf ältere Inhalte und Sounds, aber mit guter Entwicklung. Oft sucht Fröse altes Material zusammen, das nie veröffentlicht wurde und schneidert etwas neues daraus. Freilich kommt kein Album des 21.Jhd mehr an diese Meisterstücke von 1986 - 1997 heran: Optical Race, Underwater Sunlight, Tyger, Lily on the Beach, Melrose, Turn of the Tides, Rournado, Valentine Whells um nur eine Auswahl zu nennen ...



Bei TD fällt auf, das ihr Vorhaben der Anfänge nie ein Stück zu wiederholen, gänzlich verworfen wurde. Ich habe ja nun fast alles (siehe WIKIPEDIA, da stehen alle Alben aufgelistet) als MP3 vorliegen. :faint: Das ist so eine Riesenmasse, das ich selbst lange nicht alles von kenne und Jahre damit beschäftigt wäre ! Aber es fällt auf, das Fröse eine sehr starke Wiederverwertungspolitik auf den einzelnen CD-Alben betreibt. Dazu hat er auch die Dream Mixes -Serie ins Leben gerufen (die letzte Dream Mixes 2010), auf der alles bekannte wiederholt wird. So kann man den Verkauf auch von TD-CD´s auch fördern, ohgne was wirklich neues zu bringen ! Aber Schluss mit dieser Kritik - es ist wirtschaftlich nachvollziehbar - :D die Jungs müssen ja auch Leben !
:!: Alleine eine von meinen beiden Lieblingsstücken: :thumbsup: Firetongues und :thumbsup: Towards the Evening Star finden sich auf mindestens 5 verschiedenen TD-CD´s ! Natürlich schön, wenn es nur 2Stück, die Live-und Studioversionen sind, aber es wird immer wieder verkauft. ;+) Sind ja andererseits auch wirklich löbliche Stücke. Meine weiteren Lieblingsstücke, wie Alchemie of the Heart (Tyger 1987) und Song of the Whale (Und. Sunlight 1986) snd dann tasächlich seltener zu finden.



* Das von Algabal genenannte ertse TD-Album Elektronic Meditation (1970) kann ich als Ganzes nicht finden. Die enthaltenen Stücke: Genesis, Journey ..., Coldsmoke, Ashes to Ashes, Resurection. Aber 1970 - TD ---- ich glaube nicht das mich das vom Hocker reissen dürfte ! Ich habe das Stück Genesis gestern auf dem "Rückblickalbum" The Pink Years gefunden. Nachdem man hier bei Capriccio Empfehlungen und Heute gehört liesst, was Algabal alles hört, passt dies zu seinen Intentionen. Ich finde das Stück zwar nicht uninteressant - recht experimentell - Trommeln und Flöten (frei gespielt, die werden kaum notiert sein), aber eine ganz andere Welt als das, was ich an TD schätzen würde - siehe meine TD-Lieblingsstücke ! Die weiteren Stücke auf den The Pink Years verlangen außerste Geduld = Neboulis Dawn, Atem - für mich zum Abgewöhnen ...

* Tatort: Das Mädchen auf der Treppe Maxi-Single (1982) ist ein sehr schönes Stück, das mir damals im TV beim Tatort sehr positiv aufgefallen ist. ;+) :P Davon hat Fröse auch mehrere Fassungen herausgebracht.
______________

Gruß aus Bonn

Wolfgang

philmus

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24

Dienstag, 8. Februar 2011, 14:25

RE: RE: TD-Alben und Vorlieben der Capriccios

Nicht so in Tangram: Hier stelle ich ein ausgewogenes Verhältnis von sphärischen Einlagen, die sich bis zu rockigen Passagen steigern - gut gemacht - TD unverkennbar - für meinen Geschmack gutes recht aktuelles Album. Sie besinnen sich hier auch auf ältere Inhalte und Sounds, aber mit guter Entwicklung.
Tangram war ursprünglich auch Anfang der 80er -erinnere mich an rhythmisch sehr interessante 7/8-Sequenzen... Wie das als CD klingt, weiß ich nicht, ob das sehr verändert wurde...

Zitat

Tatort: Das Mädchen auf der Treppe Maxi-Single (1982) ist ein sehr schönes Stück, das mir damals im TV beim Tatort sehr positiv aufgefallen ist. ;+) :P Davon hat Fröse auch mehrere Fassungen herausgebracht.
Findet sich auf der LP "White Eagle", die ich für eine der besten halte...

Gruss
Herr Maria
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deemoo

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25

Sonntag, 27. Februar 2011, 14:56

Tangram

Das Tanfram Album ist nicht von 2008, sondern aus grauer Vorzeit, ich habe mich daran intensiv erfreut in den 80ern :angel:
Sphärische Klänge in Länge, hach ...

:juhuu:

deemoo

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26

Sonntag, 27. Februar 2011, 15:00

Tangerine Dream und TRON Legacy

War gestern zum zweiten Mal in TRON Legacy.

Mein Fazit: Visuell pantastisch, inhaltlich na ja ... Zumindest knüpft er intensiv und auch mit dem damals und heute auftretenden Jeff Bridges an den alten Film aus den 80ern an.

Aber wichtig für diesen Thread: Viele musikalische Passagen haben mich sehr an TD und allgemein die elektronische Musik von damals erinnert, das haben die Mannen von Daft Punk toll hingekriegt. Und trotzdem ist der Soundtrack modern und passt absolut in unsere Gegenwart. :juhu:

LG, Deemoo

27

Sonntag, 27. Februar 2011, 17:51

RE: Tangram 2008 und die Experimentierphase


Das Tangram Album ist nicht von 2008, sondern aus grauer Vorzeit, ich habe mich daran intensiv erfreut in den 80ern




Hallo Deemo,

das TANGRAM-Album, das ich kenne ist tatsächlich aus 2008. Es ist, wie ich mir aufgrund des musikalischen Materials schon dachte, eine überarbeitete Wiederveröffentlichichung. ;+) 8+) Das wird von Edgar Fröse gerne gemacht um alte TD-Vorlieben, entweder neu remastert in besserem Klanggewand oder sogar mit neuen Synthesizern neu eingespielt, dem TD-Liebhaber erneut schmackhaft zu machen. (Selbst das TOP klingende Album Melrose (1990) liegt in einer neu remasterten Version als Melrose -Remastert (2003) vor !)

Jedenfalls ist dieses Tangram - Album auch bei mir, der mehr die TD-Phase ab ca.1985 schätzt, gut in dem neuen Soundgewand angekommen.


Membran (Music Alliance Membran), 2008



In der letzten Zeit habe ich mal meine TD-Dateien durchforstet und dabei auf die von Philmus, Algabal und deinen "Uraltalben" ein Augenmerk gelegt:

** Dabei habe ich aus White Eagle (1982), das Stück Mojave Plan und Logos auf der LIVE-CD Newcastle 1981 (2002), die ebenfalls eine remasterte Wiederauflage von älteren Werken ist, gefunden - gut
und
** auf der CD LOGOS-Live (1982) fand ich das Stück Dominion ebenfalls sehr hörenswert.
** Das berühmte TATORT-Piece Das Mädchen auf der Treppe hat mir in zwei später erstellten Versionen auf der Maxi-Single Limited World Tour Edition (1997) sogar noch besser gefallen, als die bekannte Original-Version (das ist bei mir eigendlich selten), weil es dort in einem fabelhaft klingenden Klanggewand neu präsentiert wird; die Neu-Versionen dauern 4:08 und 6:56.

Das von Algabal guotierte erste Album Electronic meditation (1970) habe ich nicht ganz ausfindig machen können. Aber das erste Stück genesis und das letzte Stück resurection (dort sind hinter einem Orgelsound Stimmen zu hören, die mit einem Tonband rückwärs abgespielt werden ...) befindet sich auf der CD Athmospherics (1995), die Stücke von 1970 bis 1983 enthällt.... Nun ja -- meine Richtung , die abseits der Experimentalphase liegt und mehr die rhythmusbetonten TD-Werke trifft, ist das ehrlich gesagt nicht. Das Live-Album Tangerine Tree aus der Royal-Albert Hall vom April 1975 spricht ebenfalls für diese Tatsache. Alles sehr interessant, die Post geht da in dem Sinne bei TD noch nicht ab ....

:!: Was seit 1970 bis heute von TD an Alben vorliegt ist eine unendliche Menge an Material für das man wahnsinnig viel Zeit brauchen würde um alles genau kennenzulernen. Hinzu kommen die massig produzierten Wiederveröffentlichungen: Die meist als Doppel-CD veröffentlichten Dream Mixes (I bis V) sind nur ein Bruchteil davon.
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Gruß aus Bonn

Wolfgang

28

Sonntag, 27. Februar 2011, 18:39

Wiederveröffentlichungspolitik von Edgar Fröse

Manchmal geht mir die Wiederveröffentlichungspolitik von Edgar Fröse ja auf den Keks: Andauernd finden sich auf beuen CD´s alte Stücke. ;+) Aber nur manchmal !

:thumbup: Das gute alte Pieces in neuen Versionen zu hören sind bringt auch schonmal interessante Vorteile mit sich: gerade höre ich eines meiner zahlreichen TD-Lieblingsstücke
Towards the evening Star - das findet sich zuerst (soweit man das nachvollziehen kann) auf der CD Goblins (1985). Ich hab das Stück auf mindestens 6 CD´s und in verschiedenen Versionen; auch LIVE. Auf der CD Vintage Vanguard (2008) ist es ohne "Majo" (das kann jetzt nur der nachvollziehen, der das Stück kennt) und so finde ich es noch besser.
Firetongues, auch ein TOP-Piece, das sich mindstens 7mal auf diversen CD-Alben findet, ist dort glänzend gelungen.

Genau wie das Stück Tyger (1987) in der reinen Instrumentalversion aus dem Milwaukee Riverside Theater.



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Was gefällt mir von TD wirklich nicht ?

Das Album INFERNO (2002). ;+) Ein Einzelfall, der sich in der Art zum Glück nicht wiederholte....
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Gruß aus Bonn

Wolfgang

deemoo

Inzwischen Mitteltöner ;-)

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29

Dienstag, 1. März 2011, 00:59

Lieber Teleton!

Danke für den Hinweis auf die Neuauflage von 2008! Interessantes Cover, aber das alte ganz in rot fand ich auch sehr schön!
Wenn die vielen neuen Versionen auch stark überarbeitet und musikalisch verändert sind, macht so etwas ja vielleicht auch Sinn, ich kann das nicht beurteilen. Solange es die Hörer erfreut, auf jeden Fall!
LG, Deemoo

30

Mittwoch, 9. März 2011, 08:37



Es gibt seit letztem Jahr diese Wallet-Box mit 10 CDs.

Es handelt sich um aufpoliertes Zeug von Edgar Froese. Sehr nett anzuhören, aber spätestens nach 30 Minuten geht es mir auf den Keks.
Gestern bei 2001 bin ich jedoch darauf aufmerksam geworden und habe es für 9,99€ kurzentschlossen mitgenommen.

Folgende CDs sind enthalten:
  • Seven letters from Tibet
  • Starbound collection
  • Silver siren collection
  • Ocean waves collection
  • Transsiberia
  • Cyberjam collection
  • The Dante song collection from the Divine comedy
  • Canyon cazuma
  • Tangines scales
  • The independent years



Übrigens liegen meine Vorlieben bei TD eher bei den fast ganz alten Platten.
Ich habe TD kennengelernt durch den sehr guten Sampler Dream Sequence. (1974-83)



Meine Lieblingsscheiben sind die beiden Live-Platten Encore und Livemiles sowie die Platte mit Gesang Tyger.
Dort ist mein Favorit: London (Kennt übrigens jemand den Namen der Sängerin?)




Mit Lily on the Beach ging es m.E bergab und ich habe TD aus den Augen (Ohren) verloren.


Grüße

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