Ferenc Fricsay - und die Suche

  • Denn die Gefahr (für seine Liebhaber), dass ein Mann wie Fricsay in Vergessenheit geraten könnte oder es schon "weitgehend" ist (Siehe 1. Internationaler Fricsay-Dirigier-Wettbewerb, mit dem die Initiatoren genau dieser Gefahr entgegensteuern wollen), liegt auf der Hand und ist - beim besten Willen - nicht allen Ernstes zu bestreiten. Wer es trotzdem tut, wird seine Gründe dafür haben...

    Ja, ich habe einen guten Grund, das zu bestreiten - man nennt ihn gemeinhin "Vernunft". Chopin und Tschaikowski waren auch nicht fast dem Vergessen anheim gefallen, als man Wettbewerbe nach ihnen benannte. :D

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Oh jeee. Denken ist nicht jederMANNS Sache, oder?

    Also: Fricsay ist vielen Leuten, die in it sind durchaus sehr bekannt. Klar, T. Swift ist absolut gesehen populärer. Aber was soll's? Die hat nie das RIAS SO dirigiert, oder?

    Lassen wir diesen Blödsinn bitte endlich. Und, Bernd, du verwechselst das Forum leider mit Instagram oder sowas. Sorry.

    Adieu, Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Lassen wir diesen Blödsinn bitte endlich

    Darum habe ich bereits nunmehr vor mehr als vier Stunden gebeten. Und nein, ich verwechsle nicht das Forum mit irgend etwas. Aber bitte ruhig weiter neue Vorwürfe und Unterstellungen statt über die Sache zu diskutieren. Ich lasse ab jetzt wirklich diesen zu recht von Dir so genannten "Blödsinn". Und damit: Gute Nacht!

  • Ich denke, bei Fricsay muss man zwei Dinge auseinanderhalten. Fricsya hat das Glück gehabt, in einer Zeit aktiv gewesen zu sein, in dem die Rundfunkanstalten und Plattenfirmen begannen, sehr regelmäßig und viel Aufnahmen zu produzieren. Und er war gleichzeitig Chefdirigent des Rundfunkorchesters in der deutschen Hauptstadt und durch diese Anstellung dafür zuständig, viel Zeit in Rundfunk- und Aufnahmestudien zu verbringen und sowohl das Kernrepertoire als auch Zeitgenössisches rauf und runter aufzunehmen. Dadurch gibt es, gerade gemessen an seiner vergleichsweise kurzen aktiven Zeit, sehr viele Aufnahmen mit ihm. Dass diese Aufnahmen auch über Jahrzehnte hinweg präsent geblieben sind, ist ein Indiz für seine über das Tagesgeschäft hinaus wirkende künstlerische Qualität, aber auch für einen Musikmarkt, der immer wieder günstige Aufnahmen für die Wiederauflage in Budgetreihen braucht. Als ich begonnen habe, mich für klassische Musik zu interessieren, war Ferenc Fricsay schon einige Jahrzehnte tot, in den CD-Reihen, die ich als Schüler gekauft habe, und in den Leihbibliotheken aber sehr präsent, vor allem mit seinen Opernaufnahmen.

    Wenn man hingegen nach den bekanntesten Dirigenten des letzten Jahrhunderts fragen würde, wäre Ferenc Fricsay vermutlich trotz dieser Präsenz nicht dabei. Er ist kein Furtwängler oder Bernstein, über die Filme gedreht und Theaterstücke geschrieben wurden, kein Karajan, dessen Inszenierung für mehr als eine Generation das Bild eines Dirigenten geprägt hat. Der Vergleich mit Böhm passt da vielleicht ganz gut, der auch mit seinen Aufnahmen nach wie vor präsent ist, als Person aber aus dem Bewusstsein der Klassik-Welt ziemlich verschwunden ist.

    Wenn aber von Fricsay die Rede ist, dann eigentlich immer mit Bewunderung. Meiner Wahrnehmung nach ist das der seltene Fall eines Dirigenten, der nie die Gemüter spaltet, sondern über den man als Person wie als Künstler nur Lob in den höchsten Tönen liest und hört.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

    Einmal editiert, zuletzt von Cherubino (12. Februar 2024 um 12:10)

  • Wenn man hingegen nach den bekanntesten Dirigenten des letzten Jahrhunderts fragen würde, wäre Ferenc Fricsay vermutlich trotz dieser Präsenz nicht dabei

    Genau darum geht es. Ansonsten Zustimmung in jedem Punkt. Und damit kann der Thread in der Sache weitergeführt werden. Danke für Deinen bemerkenswerten Beitrag.

  • Der Vergleich mit Böhm passt da vielleicht ganz gut, der auch mit seinen Aufnahmen nach wie sor sehr präsent ist, als Person aber aus dem Bewusstsein der Klassik-Welt ziemlich verschwunden ist.

    Wobei es auch über diesen vor wenigen Jahren in Graz ein Theaterstück gegeben hat:

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    Nicht nur deshalb würde ich sagen, dass Böhm als Person heute deutlich präsenter ist als Fricsay.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Als ich begonnen habe, mich für klassische Musik zu interessieren, war Ferenc Fricsay schon einige Jahrzehnte tot, in den CD-Reihen, die ich als Schüler gekauft habe und in den Leihbibliotheken aber sehr präsent, vor allem mit seinen Opernaufnahmen

    So ist es. Ich habe mit ca. 20 begonnen, CDs zu sammeln und regelmäßig CD-Läden unsicher zu machen. Fricsays Aufnahmen, vertrieben und x-mal aufgelegt von der DGG, waren immer prominent vertreten - Kernrepertoire sozusagen. Kein Mozartregal ohne Fricsay, und auch kein (kleineres) Bartókregal. Fricsay ist im deutschsprachigen Raum ein Klassiker.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Und nein, ich verwechsle nicht das Forum mit irgend etwas.

    Wirklich nicht? Meist recycelst (repostest) du irgendwas, was du im Netzt findest. Schreib doch mal selbst irgendwas. Das könnte ggf interessant sein. :)

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Wenn man hingegen nach den bekanntesten Dirigenten des letzten Jahrhunderts fragen würde, wäre Ferenc Fricsay vermutlich trotz dieser Präsenz nicht dabei.

    Ich denke, es käme darauf an, wen man fragt, oder? Und ich bin nicht sicher, ob das für Menschen wie Sanderling, Mravinsky, Kubelik, Wand, Böhm, Kempe, Knappertsbusch oder auch Klemperer tatsächlich anders wäre. Ich fürchte eher nicht.

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Meist recycelst (repostest) du irgendwas, was du im Netzt findest.

    Ist mein vorhin zitierter Beitrag # 3.855 ("Eben gehört") aus dem Netz "recycelt"? Ich habe von Dir keine Antwort auf meine darin aufgeworfene Frage gelesen. Aber wolltest nicht auch Du diesen "Blödsinn" (weitere Vorwürfe persönlicher Art) lassen?

  • L

    Wenn man hingegen nach den bekanntesten Dirigenten des letzten Jahrhunderts fragen würde, wäre Ferenc Fricsay vermutlich trotz dieser Präsenz nicht dabei.

    Ich denke, es käme darauf an, wen man fragt, oder? Und ich bin nicht sicher, ob das für Menschen wie Sanderling, Mravinsky, Kubelik, Wand, Böhm, Kempe, Knappertsbusch oder auch Klemperer tatsächlich anders wäre. Ich fürchte eher nicht.

    Ich bin mir sehr sicher, dass es für alle diese Menschen genau so aussehen würde, vielleicht von einer oder zwei Ausnahmen abgesehen.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Und nein, ich verwechsle nicht das Forum mit irgend etwas.

    Wirklich nicht? Meist recycelst (repostest) du irgendwas, was du im Netzt findest. Schreib doch mal selbst irgendwas. Das könnte ggf interessant sein. :)

    „Absolute Zustimmung“, um ein „berühmtes“ Zitat zu wiederholen !!!

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    Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)

  • Meist recycelst (repostest) du irgendwas, was du im Netzt findest.

    Ist mein vorhin zitierter Beitrag # 3.855 ("Eben gehört") aus dem Netz "recycelt"? Ich habe von Dir keine Antwort auf meine darin aufgeworfene Frage gelesen. Aber wolltest nicht auch Du diesen "Blödsinn" (weitere Vorwürfe persönlicher Art) lassen?

    Halte dich einfach fern von Algabal. Dann verbrennst du dich nicht.

    Gute Nacht

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

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