• ...meine eine Cerha-Lulu ist seinerzeit (2000 in Düsseldorf) das Geschwitz-Debüt der Silja gewesen, und als die damals im Interview den Cerha-Akt wortwörtlich 'elend' nannte, dachte ich mir, dass dieses gewisse Gefühl von Langeweile zumindest nicht nur an mir gelegen hatte ;);)

    Die 1. Szene des 3. Akts hat Schwächen, das wurde ja bereits nach der ersten Produktion 1979 in Paris mehrfach bemängelt. Aber auf die zweite Szene wollte ich nicht verzichten. Das alternative Anhängsel von Variationen und Adagio (was als formale Lösung von Berg ja auch nicht autorisiert wurde) scheint mir auch keine ideale Lösung.

  • Schauen wir noch einmal zu unseren westlichen Nachbarn in Belgien; die Vlaamse Opera in Antwerpen und Gent hat auch ihr Programm veröffentlicht: https://www.operaballet.be/en/season-24-25. Es gibt durchaus spannende Produktionen:

    Puccini: Madama Butterfly

    Gluck Iphigénie en Tauride

    Strauss: Salome (u. a. mit Matthews, Blondelle, Denoke)

    Bellini: Norma (konzertant, nur in Antwerpen mit Anna Princeva in der Titelrolle)

    Weber: Der Freischütz (I: Marthaler)

    Nono: Intolleranza 1960 (nur Gent)

    Berg: Wozzek

    Auf dem Weg dorthin könnte man auch noch in Aachen vorbeischauen; das Theater begeht in der nächsten Spielzeit seinen 200. Geburtstag: https://www.theateraachen.de/de/premieren/2024-2025.html

  • Ich erwähne hier einmal das Theater Basel, da 2024/2025 Wagners Ring des Nibelungen mit Siegfried und Götterdämmerung, jeweils in der Inszenierung von Benedikt von Peter, zum Abschluss kommen wird. Im Frühjahr 2025 wird es zwei komplette Zyklen geben. Ich hatte im Oktober 2023 die Gelegenheit, mir die Walküre anzuschauen, und ich muss gestehen, dass mir das als Familiensaga angelegte Konzept überhaupt nicht gefallen hat. Mir war die ganze Produktion mit dem häufigen Auftauchen stummer Rollen wie Erda, Donner und Froh als ständige Begleiter Frickas oder bereits Siegfried als Knabe immer wieder zu überfrachtet und zu unlogisch. Aber das war mein persönlicher Eindruck....

    Das komplette Programm: https://www.theater-basel.ch/de/spielzeit2425

  • Ein ambitionierter Spielplan in Braunschweig, mit u.a. Die Vögel von Braunfels, Schlaflos von Eötvös und Karmeliterinnnen von Poulenc zum Abschied von Intendantin und als Einstand der neuen Opernchefin in Braunschweig:

    News

    Je niedriger der Betroffenheitsgrad, desto höher der Unterhaltungswert!

    Einmal editiert, zuletzt von boccanegra (15. Mai 2024 um 12:04)

  • Die beiden für mich schönsten Opernhäuser im Ruhrgebiet haben auch ihre Programme 2024/25 veröffentlicht. Ich finde beide Angebote wenig spannend; da gab es schon interessantere Spielzeiten.

    besser zukünftig nicht mehr auf Wiederaufnahmen an beiden Häusern (bei den wirklich spannenden Produktionen jedenfalls) spekulieren; das macht dann schon mal eine frühsommerliche Enttäuschung weniger :etsch1:

    Fehlanzeige in Gelsenkirchen bzgl. 'Billy Budd' u. 'Bernarda Alba' (Aribert Reimann), Fehlanzeige auch nebenan in Essen bzgl. Gordon Kampes 'Dogville' (trotz mindestens einer tatsächlich ausverkauften Vorstellung während der Premierenserie - sicher; ich war auch drinnen!)

    kein Kommentar

    Das TV gibt mehr 'Unterhaltung' aus, als es hat - in der bürgerl. Gesetzgebung nennt man das 'betrügerischen Bankrott' Werner Schneyder Es ging aus heiterem Himmel um Irgendwas. Ich passte da nicht rein. Die anderen aber auch nicht. FiDi über die Teilnahme an seiner ersten (und letzten) Talkshow

  • Aber dass Essen Produktionen aus den 1980er und 1990er Jahren wiederaufnimmt, gefällt mir. Gerade die Mielitz erlebt ja in der kommenden Spielzeit eine regelrechte Renaissance: "Fidelio" (1989) und "Lohengrin" (1983) kommen in Dresden wieder, wo ihre "Bohème" (1983) nie runtergegangen ist und demzufolge auch noch läuft, dazu "Tosca" (1997) in Essen. Gibt's in Wien nicht auch noch was?

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Aber dass Essen Produktionen aus den 1980er und 1990er Jahren wiederaufnimmt, gefällt mir.

    Sicher, Hilsdorfs 89er Aida (hartnäckige Gerüchte sprechen von Buhsalven nach der Premiere) ist längst Kult - wozu also absetzen. Dennoch habe ich die fixxe Idee bekommen, den Hilsdorf mal anzuschreiben (ich bin auf zwei Gesprächsveranstaltungen mit ihm gewesen: face2face jedenfalls kommt man ganz gut an ihn ran!) - und zwar, dass er bittschön Rabazzz beim Aalto machen soll, dass sie mal eine Saison lang seine Aida nicht zeigen (mit der er selbst btw gar nicht so glücklich ist: das weiß ich tatsächlich von ihm selber!!) und an den dafür vorgesehenen Terminen Dogville wiederholen.....

    Das TV gibt mehr 'Unterhaltung' aus, als es hat - in der bürgerl. Gesetzgebung nennt man das 'betrügerischen Bankrott' Werner Schneyder Es ging aus heiterem Himmel um Irgendwas. Ich passte da nicht rein. Die anderen aber auch nicht. FiDi über die Teilnahme an seiner ersten (und letzten) Talkshow

  • Oper Bonn:

    Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg (ab 03.10.24)
    D: Dirk Kaftan, I: Aron Stiehl. Mit Tobias Schabel | Mirko Roschkowski | Joachim Goltz | Ana Princeva | Manuel Günther | Dshamilja Kaiser.

    Shaiman: Hairspray (Musical nach dem Waters-Film; ab 20.10.24)
    D: Jürgen Grimm, I: Erik Petersen.

    Händel: Alcina (ab 10.11.24)
    D: Dorothee Oberlinger, I: Jens-Daniel Herzog. Mit: Marie Heeschen | Charlotte Quadt | Gloria Rehm | Anna Alàs i Jové | Matteo Roma.

    Puccini: Tosca (Übernahme aus Bologna, ab 01.12.24)
    D: Dirk Kaftan, I: Giovanni Scandella. Mit: Yannick-Muriel Noah/Monica Conesa/Angela Gheorghiu | Roberto Aronica/George Oniani/Stefano La Colla/Ramón Vargas | Giorgos Kanaris/Claudio Otelli.

    Verdi: La forza del destino (ab 02.02.25)
    D: Will Humburg, I: David Pountney. Mit: Yannick-Muriel Noah | George Oniani | Franco Vassallo | Pavel Kudinov.

    Donizetti: L'elisir d'amore (ab 16.03.25)
    D: Hermes Helfricht, I: Maren Schäfer. Mit: Santiago Sánchez/Matteo Roma | Katerina von Bennigsen/Gabriela Legun | Giorgos Kanaris | Enrico Marabelli

    Weill: Die Dreigroschenoper (ab 06.04.25)
    Dazu gibt die Webseite der Oper aktuell nichts her. Doch: Im Schauspielteil! Demnach in Bad Godesberg! Dennoch im Opernhaus!
    D: Daniel Johannes Mayr, I: Simon Solberg.

    Anno Schreier: Die blaue Sau (in der Reihe Junge Opern Rhein-Ruhr; UA, ab 17.05.25)
    D: Hermes Helfricht, I: Jürgen R. Weber
    Mit: Katerina von Bennigsen | Charlotte Quadt | Carl Rumstadt

    Kancheli: Musik für die Lebenden (ab 15.06.25)
    D: Daniel Johannes Mayr, I: Maxim Didenko
    Mit: Ralf Rachbauer | Tae Hwan Yun | Giorgos Kanaris

    Ana Sokolović: Svadba (Hochzeit) (Kammeroper a capella, ab 21.06.25)
    Mit: Nicola Wacker | Dshamilja Kaiser | Susanne Blatter | Carolyn Holt

    Außerdem ein Kinderstück (Nils Karlsson Däumling von Thierry Tiedrow) und ein "Popalbum als Oper" unter dem Titel Vespertine.

    Wiederaufnahmen: Hänsel und Gretel, Zauberflöte

    Da stehen für mich (mindestens) Meistersinger, Alcina, Forza und das Stück von Kancheli an! Dazu vs. mit der Enkelin die neue "Junge Oper", H&G und Zauberflöte.

    Bernd

    Fluctuat nec mergitur

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