Lieblings-Rolleninterpreten (3 + 3)

  • Der ist eigentlich noch gar nicht eingeführt, obgleich "Bertarido" so leidenschaftlich gegen ihn polterte. :D

    Da zeigt sich mal wieder die alte Weisheit: Bad Publicity is better than no publicity. :D Und Poltern passt ja beim Ochs. :P

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Nachzutragen war der Wolfram. Von Konserve eindeutig Dietrich Fischer-Dieskau, mit einigem Abstand Eberhard Waechter.

    Live noch selten gesehen, nennen mag ich nur Miljenko Turk, der den Wolfram 2008 in Köln gab (Markus Stenz/Jasmin Sofaghari) und mir da ausgezeichnet gefiel, in der Produktion von 2017 (F.X. Roth/Patrick Kinmonth) leider weit weniger.

    Paul

    Von Konserve: Rene Kollo (neben dem Lied von der Erde unter Bernstein die einzige Rolle, in der er mir uneingeschränkt gefällt).

    Live:
    Hubert Delamboye (Köln 1998, Philippe Auguin/Günter Krämer), mit deutlichem Alterston, aber ohne Mühe und Gestemme, ein idealer Interpret für die Rolle.
    Stefan Vinke (Köln 2021, Gabriel Feltz/Tatjana Gürbaca). Da hatte er einen guten Tag! Im Vergleich zur Erstbesetzung war er jedenfalls eine gigantische Verbesserung, und er spielte wirklich grandios!

    Bernd

    Fluctuat nec mergitur

  • Was het er denn bitte mit dem Mariandel vor?

    Dasselbe, was die Marschallin (als Verheiratete) mit dem Octavian nicht nur vorhatte, sondern längst getan hat?

    Sorry, aber du behauptest, nicht schwarz-weiß zu sehen und zeichnest dann exakt das Schwarz-weiß-Gemälde, dass du eigentlich immer zeichnest

    Ich zeichne kein schwarz weiss Gemälde und schon gar nicht immer. Die Marschallin ist keine Unschuldsfigur, aber sie kann niemanden schwängern und dann mit dickem Bauch entlassen. Das ist der wesentliche Unterschied.

  • Die Marschallin ist keine Unschuldsfigur, aber sie kann niemanden schwängern und dann mit dickem Bauch entlassen. Das ist der wesentliche Unterschied.

    Genau, wenn Frauen Sex mit Abhängigen oder Minderjährigen haben, dann ist das nicht so schlimm, denn sie können diese ja nicht schwängern. Das ist der wesentliche Unterschied, warum Frauen grundsätzlich immer Opfer sind und Männer grundsätzlich immer Täter.

    Es hätte kein besseres Argument deinerseits für meine These geben können, dass Frauen bei dir grundsätzlich immer die Guten/Opfer und Männer grundsätzlich immer die Bösen/Täter sind. Diesen Eindruck hatte ich aus dem Gesamtbild deiner hiesigen Beiträge längst gewonnen, wie schon meine erste (noch humoristische) Erwiderung auf deinen ersten hiesigen Ochs-Beitrag bezeugt. Dein letzter Beitrag beweist mir nur, wie Recht ich damit hatte.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Doch, ich kapiere sehr wohl! Da ist eine Userin, die sich hier zwar nicht mit ihren Lieblingsrolleninterpreten für ausgewählte Rollen einbringen will, die aber heute kräftig diese Rubrik aufgemischt hat.

    Ob du das nach ein paar Tagen Anwesenheit alles so "kapiert" hast, was hier gerade passiert, sei mal dahingestellt...

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Ja, genau, einer, der sich hier den Arsch aufreißt und permanent alle Votings in seine Liste einträgt und aktualisierend zusammenfasst - und eine, die sich zwar nicht konstruktiv im Sinne der Rubrik mit Lieblingsrollennominierungen beteiligt, aber sofort einen dicken Hals bekommt, wenn jemand eine andere Rollenauffassung hat als sie - und dann auch nicht aufhören kann, das immer wieder zu betonen ("anderes Stück" usw.).

    Aber vielleicht sollte "FafnerHH" deinen Beitrag nochmal lesen und überdenken, der sieht die Schuld ja nur bei mir...

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Ob du das nach ein paar Tagen Anwesenheit alles so "kapiert" hast, was hier gerade passiert, sei mal dahingestellt...


    etc...

    Könnt Ihr bitte davon absehen, hier dauernd persönlich zu werden? Sonst müssen wir persönlich werden.

    Danke!

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

  • Mein kleiner Beitrag zur Marschallin-Diskussion: Wenn wir den Hofmannsthalischen Text mit heutigen Maßstäben messen, liegen wir da richtig?

    (Außerdem war ja die Marschallin in den dreißiger Jahren ihres Lebens, was wäre wenn sie von Rofrano plötzlich schwanger wäre?)

    :pfeif: "Unwissender"

  • Mein kleiner Beitrag zur Marschallin-Diskussion: Wenn wir den Hofmannsthalischen Text mit heutigen Maßstäben messen, liegen wir da richtig?

    (Außerdem war ja die Marschallin in den dreißiger Jahren ihres Lebens, was wäre wenn sie von Rofrano plötzlich schwanger wäre?)

    :pfeif: "Unwissender"

    Ich glaube, wir würden zumindest falsch liegen und Unfrieden verbreiten, wenn wir hier auf deine Frage antworten würden. Aber über die Figur des Ochs haben wir vor Jahren schonmal an anderer Stelle hier im Forum kontrovers diskutiert. Vielleicht möchte das ja irgendjemand der Beteiligten dort fortsetzen. Ich finde das Thema nämlich durchaus interessant und offenbar gibt es dazu ja auch Gesprächsbedarf.

    Mir persönlich war diese Verharmlosung des Ochs immer fremd. Strauss und Hofmannsthal sollen ihn ja als eine vielschichtige und im Kern nicht unsympathische Figur verstanden haben. Ich mag das gerne glauben, finde aber, dann hätten sie die Rolle anders gestalten müssen.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Offensichtlich habe ich gestern vergessen einen neuen Zwischenstand einzustellen. Also stelle ich jetzt einen aktuellen Zwischenstand ein. Ob es weitere geben wird, wird man sehen.

    Ich fände es sehr schade, wenn es wegen der unglückseligen Ochs-Debatte, die ich leider mit verursacht habe, hier nicht weiterginge. Meine nächste Rolle für den morgigen Tag steht jedenfalls bereit.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Ich bringe heute eine Rolle aus einer Oper ein, die in den letzten Jahren zu einem meiner Lieblingsbühnenwerke geworden ist: Francis Poulencs „Dialogues des Carmélites“. Es gibt in dieser Oper einige interessante Rollen, ich wähle für dieses Mal die Blanche de La Force.

    Zunächst die live erlebten Interpretinnen.
    1. Mit Abstand meine Nummer 1 in dieser Rolle, erlebt in La Monnaie in Brüssel in der Wiederaufnahme der Py-Produktion mit Alain Altinoglu am Pult: Patricia Petibon. Wenn ich meine fünf intensivsten Opern-Erlebnisse aufzählen sollte, wäre diese Aufführung gewiss darunter (was nicht nur, aber auch an der Petibon lag)
    2. Letztes Jahr in Glyndebourne in der Kosky-Inszeniering habe ich Sally Matthews in dieser Rolle gehört, ebenfalls sehr gut.
    Weitere live gehörte Interpretinnen schaffen es nicht in diese Liste.

    Auch unter den nicht live erlebten Interpretinnen nominiere ich nur zwei:
    1. Anne Sophie Schmidt in der Aufzeichnung aus Straßbourg (Patricia Petibon singt dort die Constance).
    2. Dagmar Schellenberger in der Aufzeichnung aus der Scala.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Oh, sehr schön!

    Live ist einfach, denn da habe ich nur 2011 Patricia Petibon im Theater an der Wien in der Inszenierung von Robert Carsen erlebt. Es war ihr Rollendebüt, wenn ich mich recht erinnere, und es war phänomenal. Sie sang und spielte alle anderen an die Wand.

    Historisch: Denise Duval, Maria Ewing, Dagmar Schellenberger

    Liebe Grüße,
    Areios

    "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
    Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

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