Lieblings-Rolleninterpreten (3 + 3)

  • Immerhin stammt sie von Rossini selber, dem es erlaubt ist, derlei zu erfinden... sagt dann in jedem Fall etwas über seine Selbstdarstellung aus.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Aber wenig über seine Musik. Und ob die Anekdote von ihm stammt oder "nacherzählt" wurde, ist auch nicht sicher.

    Alles, wie immer, IMHO.

  • Fand Rossini selbst aber doch, das Rondo der Cenerentola hat schon der Conte Almaviva im "Barbiere"-Finale gesungen. :D

    Okay, ich ziehe das "nicht austauschbar" zurück. ^^ Die Mehrfach-Verwendung von Musikstücken stört mich bei ihm aber ebensowenig wie bei Händel.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Aber wenig über seine Musik. Und ob die Anekdote von ihm stammt oder "nacherzählt" wurde, ist auch nicht sicher.

    Hier ist die Quelle, wobei ich feststellte, daß ich mich nicht ganz genau erinnert habe.

    Did Rossini compose the overtures before or after writing his operas? (interlude.hk)

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Hier ist die Quelle, wobei ich feststellte, daß ich mich nicht ganz genau erinnert habe.

    Did Rossini compose the overtures before or after writing his operas? (interlude.hk)

    According to legend ... Rossini apparently said.

    Heißt: völlig erfunden.

    Übrigens: Ja, Rossini komponierte seine Ouvertüren zuletzt, wie es damals jeder machte.

    Alles, wie immer, IMHO.

  • Cenerentola:

    1. Cecilia Bartoli, sozusagen auf immer und ewig

    2. Joyce DiDonato, von ihr könnte man dasselbe sagen, ich nenne aber die Barcelona-Cenerentola 2014 unter P.Summers

    3. Lucia Valentini Terrani (Gabriele Ferro, 1983)

    Verdient hätten es natürlich auch zum Beispiel Teresa Berganza oder Frederica von Stade.

    ______________________

    Homo sum, ergo inscius.

  • Die Mehrfach-Verwendung von Musikstücken stört mich bei ihm aber ebensowenig wie bei Händel.

    Mich störte es schon, wenn ein und dieselbe Musik einmal von einer Dienstmagd = Aschenputtel gesungen wird und einmal von einem Adligen = Conte Almaviva. Ich denke, dass bei Händel zumindest die Rollencharaktere ähnlicher waren und König X dann vielleicht mal was sang, was vorher König Y gesungen hatte. Die Sache mit diesem Rondo zeigt mir einfach, dass diese Musik so GAR NICHT an die jeweilige Handlung gekoppelt ist.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Hier ist die Quelle, wobei ich feststellte, daß ich mich nicht ganz genau erinnert habe.

    Did Rossini compose the overtures before or after writing his operas? (interlude.hk)

    According to legend ... Rossini apparently said.

    Heißt: völlig erfunden.

    Übrigens: Ja, Rossini komponierte seine Ouvertüren zuletzt, wie es damals jeder machte.

    Ich bin der Sache nun doch noch mal nachgegangen und stellte fest, dass der Text es immerhin in die Ausgabe von Rossinis Briefen geschafft hat…

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Mich störte es schon, wenn ein und dieselbe Musik einmal von einer Dienstmagd = Aschenputtel gesungen wird und einmal von einem Adligen = Conte Almaviva.

    Erstens ist es nicht dieselbe Musik (angepasst ist sie schon, zumindest von Tenor zu Alt), zweitens ist Angelina zu dem Punkt nicht mehr eine Dienstmagd, sondern die Auserwählte des Prinzen und in diese Arie zeigt sie den neu gewonnenen Großmut einer Adligen,

    Alles, wie immer, IMHO.

  • Naja, textlich betont sie eher, dass sie doch die alte geblieben ist. Mich überzeugt diese "lose" Verbindung zwischen Musik und Handlung einfach nicht besonders, die ist bei anderen Komponisten wesentlich stärker. Daher schätze ich Rossini zwar als großen Musiker, aber nicht als großen Musikdramatiker. Kann aber jeder so sehen, wie er will.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • SRY mal (ich bin hier ja eher selten in den letzten Wochen) - 'nach-nominieren' ist ok, oder??

    :wink:

    Das TV gibt mehr 'Unterhaltung' aus, als es hat - in der bürgerl. Gesetzgebung nennt man das 'betrügerischen Bankrott' Werner Schneyder Es ging aus heiterem Himmel um Irgendwas. Ich passte da nicht rein. Die anderen aber auch nicht. FiDi über die Teilnahme an seiner ersten (und letzten) Talkshow

  • 'nach-nominieren' ist ok, oder??

    Ja, jeder darf bei jeder Rolle maximal 6 Lieblingsrolleninterpreten nominieren (3 live erlebte + 3 nicht live erlebte) - wann er das tut, ob am Tage der Rolleneinbringung oder Wochen später, ist völlig egal. :wink:

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Ein hoffentlich erlaubter kleiner Einschub zur Austauschbarkeit:

    Ich hörte gestern den "Sigismondo" und dachte an die zehn mal: "Das kenne ich doch schon aus einer anderen Oper..."

    :clap:

  • Zwei der drei Nominierungen für die Cenerentola werden wohl die meisten Diskutanten unter "historisch" reihen, ich habe sie aber live erlebt.

    Mit bloß drei Nominierungen tue ich mir sehr schwer, weil ich dann mindestens zwei anderen Sängerinnen schweres Unrecht zufügen muss. Aber so ist eben die Regel.

    1 - Teresa Berganza (in Wien und Mailand in der legendären Ponnelle-Inszenierung erlebt)

    2 - Adrineh Simonian (war lange Jahre Ensemblemitglied der Wiener Volksoper, ehe sie den Gesang an den Nagel hängte; nicht nur ihre Cenerentola war Weltklasse)

    3 - Frederica von Stade (in München gehört)

    Und weil eben nur drei nominiert werden dürfen, fällt Tara Erraught (Wiener Staatsoper) aus der Wertung.

  • Zur Cenerentola:

    Historisch:

    Cecilia Bartoli (Chailly)
    Jennifer Lamore (Rizzi)
    Teresa Berganza (Abbado)

    Live:


    Maria Kataeva an der Deutschen Oper am Rhein verkörperte und gestaltete die Angelina mit solch einer Überzeugung und Strahlkraft, da konnte man den ganzen Verlauf ihrer Erlebnisse mitfiebern

  • Zwei der drei Nominierungen für die Cenerentola werden wohl die meisten Diskutanten unter "historisch" reihen, ich habe sie aber live erlebt.

    Mit bloß drei Nominierungen tue ich mir sehr schwer, weil ich dann mindestens zwei anderen Sängerinnen schweres Unrecht zufügen muss. Aber so ist eben die Regel.

    Die Regel ist, dass jeder maximal 6 Lieblingsrolleninterpreten nominieren darf, nämlich 3 live erlebte und 3 nicht live erlebte.

    Und weil eben nur drei nominiert werden dürfen, fällt Tara Erraught (Wiener Staatsoper) aus der Wertung.

    Du bist der einzige, der immer nur drei nominiert. Die meisten anderen nominieren gemäß der geltenden Regel bis zu 6.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Wir müssen es nun doch endlich mal beenden, daß die großen italienischen Tenorpartien fehlen. Also bitte ich um eure - wohl teils schon länger erwarteten - Nominierungen für den Rodolfo in Puccinis Boheme.
    Von mir historisch:

    1. Björling. Der Perfekte, auch wenn manch einem in der Rolle der Poet fehlen mag.

    2. di Stefano, bei dem das gerade umgekehrt liegt: er hat die Passion, aber das Technische steht hintenan.
    3. Pavarotti, der als Rodolfo debütierte und in der Aufnahme Karajans eine seiner besten Leistungen überhaupt brachte.

    Live

    1. Ich ging so etwa 1999 mit Freunden, die zu Besuch waren, in die alte Münchner Boheme. Als Rodolfo ein Name, den ich nicht kannte und der offenbar zum ersten Mal in Deutschland auftrat. Tcha, was soll ich sagen? Es war der beste, den ich live je gehört habe. Ein gewisser Rolando Villazon, den Namen sollte man sich wohl merken.
    2. Der erste Opernbesuch mit der Lady war natürlich Boheme. Und der italienische Haustenor, der seine Sache hervorragend machte, hieß Mario Chang.
    3. Aus nostalgischen Gründen mein erster Rodolfo überhaupt, der dann allerdings in ganz anderes Repertoire ging: Chris Merritt, anno dunnemals zu Augsburg.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Rodolfo von Aufnahmen:

    1a. Pavarotti. Erst gestern noch in der Karajan-Aufnahme wiedergehört. Das Dirigat ist stellenweise seltsam, wenn auch insgesamt prächtig. Harwood nervt, vor allem, weil sie ja singen konnte. Und Big P schluchzt am Ende, dass es der Sau graust. Und trotzdem ...
    1b. Björling. Obwohl er eigentlich besser ist als Pavarotti. (Dahinter muss eine größere Lücke.)

    3. Richard Leech (Nagano 1994).

    Über die Live-Rodolfos muss ich noch mal nachdenken; aber ich fürchte, da kommt keiner in die Ränge.

    Bernd

    Fluctuat nec mergitur

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