Lieblings-Rolleninterpreten (3 + 3)

  • Lohengrin:

    1. Rudolf Schock (1953, W.Schüchter), die ideale Mitte zwischen Held und Mensch, stimmlich noch voll da

    2. Lauritz Melchior, der Heldentenor schlechthin

    3. Jess Thomas (1965, W.Sawallisch), nicht so gut wie Schock, aber trotzdem herausragend

    Nicht schlecht in dieser Rolle, wenngleich etwas eindimensional, war auch der ziemlich vergessene George Vincent, der lange im Münchner Ensemble sang. Live wäre natürlich Piotr Beczala der klassische Kandidat, aber leider habe ich ihn nur via TV erlebt.


    Nachtragen kann ich jetzt ein bißchen die Butterfly:

    1. Renata Tebaldi

    2. Clara Petrella (1953, A.Questa)

    3. Maria Callas (1955, Karajan)

    Sehr gut natürlich Scotto, Freni, de los Angeles... Live nicht erlebt, aber sicher momentan unter den Allerbesten Kristine Opolais.

    ______________________

    Homo sum, ergo inscius.

  • Lohengrin:

    Neben den "Meistersingern" die Wagner-Oper, die ich am wenigsten mag, daher habe ich auch nur wenige Vorstellungen besucht. In Bayreuth habe ich 1993 Paul Frey in der Herzog-Inszenierung als Lohengrin gehört, aber daran kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern, und in der Video-Aufzeichnung gefällt er mir nicht besonders. Gut erinnere ich mich aber noch an Klaus Florian Vogt, den ich 2009 an der Linden-Oper in der köstlichen Herheim-Inszenierung erlebt habe, auf jeden Fall ein Lieblings-Interpret (auch wegen der vielen Aufnahmen, die es mit ihm gibt). Das war es dann auch schon an Live-Erlebnissen, wenn ich keines vergessen habe. Von den mir vorliegenden Video-Aufzeichnungen nenne ich auf jeden Fall Piotr Beczala in Bayreuth 2018 und Peter Hofmann in der Bayreuther Friedrich-Inszenierung von 1982. Das war eine meiner ersten Wagner-Opern, die ich damals im Fernsehen gesehen habe, und Peter Hofmann ist einfach die Verkörperung des strahlenden Schwanen-Ritters, wenn man denn eine ungebrochene Darstellung dieser Rolle sehen möchte.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Das Tagesgericht : Die Titelrolle des Don Pasquale von Gaetano Donizetti . ( Wie immer in den angegebenen Aufnahmen ).

    1 Fernando Corena - 1951 La Rosa Parodi

    2 Sesto Bruscantini - 1952 Rossi

    3 Renato Capecchi - 1955 Molinari-Pradelli

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Mussorgski: Boris Godunow – Boris Godunow

    Bisherige Teilnehmer: 6 (SL, AD, BB, BM, QM, BE)

    Boris Christoff (2x), George London (2x), Matti Salminen (2x), Ildar Abrazakov, Ain Anger, Nicolai Ghiaurov, Hans Hotter, Alexander Kipnis, Kurt Moll, Jewgeni Nesterenko, Ulf Paulsen, Ezio Pinza, Mark Reizen, Fjodor Schaljapin, Martti Talvela, Bryn Terfel, Alexander Tsymbalyuk

    Hier fehlt einer, den ich schmerzlich vermisse: Martti Talvela! Selbst erlebt habe ich ihn leider nie, aber seine Gestaltung der Titelrolle auf dieser Einspielung finde ich tief berührend:

    Sollte hier irgendwann mal nach dem besten König Marke (Wagner: Tristan und Isolde) gefragt werden: Auch hier würde ich sofort den Finnen nominieren: In beiden Rollen bewundere ich vor allem die tiefe Melancholie, die ich bei ihm wahrzunehmen meine.

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Wenn du nochmal genau in das Zitat-Feld schaust, ist der zumindest schon 1x dabei, fehlte also nicht. ;)

    Danke für Deinen Hinweis: Dann bin ich dort nun doch nicht ganz allein.

    :)

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Don Pasquale:

    1. Sesto Bruscantini (1952, M.Rossi)

    2. Salvatore Baccaloni (G.Papi, 1940)

    Die sonst Gehörten haben das Podest teilweise nur ganz knapp verfehlt. An Fernando Corena kann ich mich nicht mehr erinnern, aber der wäre vermutlich auf dem Treppchen.

    ______________________

    Homo sum, ergo inscius.

  • Das Tagesgericht : Die Titelrolle des Don Pasquale von Gaetano Donizetti .

    Besten Dank für die neue Rolle.

    Meine Lieblingsoper ist das nicht wirklich, "Die schweigsame Frau" mit der beinahe identischen Handlung mag ich viel lieber. :love:

    Aber häufiger gespielt wird natürlich der Don Pasquale, weshalb er mir auf Aufnahmen und in Vorstellungen auch schon einige Male untergekommen ist. Ein live erlebter Lieblingsrolleninterpret fällt mir ganz spontan dennoch nicht ein (den hätte ich in Nullkommanichts beim Morosus parat gehabt...)

    Also Don Pasquale:

    Ist auf alle Fälle eine Oper, die ich nicht nur höre, sondern - wenn - dann auch sehe.

    1. Italo Tajo (in der RAI-Videoaufzeichnung unter Erede)

    2. Oskar Czerwenka in der deutschsprachigen Videoaufzeichnung der Wiener Produktion

    3. Ruggero Raimondi in der Zürcher Videoaufzeichnung unter Santi

    Live hatte ich vier verschiedene, nennen möchte ich lediglich

    4. Bruno Pola, der 2003 die Premierenbesetzung an der Deutschen Oper Berlin.

    Eine Aufzeichnung scheint es nur von seinem Malatesta zu geben, nicht von seinem Pasquale.

    Wie schön gesagt: Keine Oper, die ich wirklich liebe - und sollte sie mir in meinem Operngängerleben nicht mehr über den Weg laufen, wär's mir recht...

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Vom Pasquale habe ich auch nur die Aufnahme unter Kertesz im Regal stehen, muss mich beim Nominieren daher auf Corena beschränken.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Corena

    Der nun wahrlich nicht der Schlechteste in dieser Rolle und in diesem Fach ist. Hätte ich Interpreten genannt, die ich nur gehört, aber nicht auch (im Video) gesehen hätte, wäre neben Kusche (WDR, deutsch) sicher auch Corena dabei gewesen (und als Dritter wahrscheinlich Bruscantini, noch vor Böhme).

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • "Don Pasquale" mag ich sehr gerne, höre ich aber nicht so häufig. Meine drei Namen für die Titelrolle: Fernando Corena, Simone Alaimo, Ruggero Raimondi (in der gezeigten Züricher Aufnahme, auf die ich meistens zurückgreife, wenn ich die Oper hören möchte).

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Don Pasquale

    Keine Oper, die ich wirklich liebe - und sollte sie mir in meinem Operngängerleben nicht mehr über den Weg laufen, wär's mir recht..

    Ausnahmsweise sind wir uns da mal einig. Ich habe diese Oper nur einmal auf der Bühne gesehen, und auch nur deshalb, weil ich eine Premieren-Freikarte hatte, nämlich im Januar 2010 an der Komischen Oper Berlin. Die Inszenierung hat wenig dazu beigetragen, mir die Oper näherzubringen, aber immerhin ist mir Jens Larsen als guter Don Pasquale in Erinnerung geblieben, wobei mir allerdings die Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Zu Hause hatte ich noch nie das Bedürfnis, mir das Stück anzuhören und anzuschauen.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • "Tosca"-Cavaradossi;

    live erlebt: Franco Tagliavini-Luciano Pavarotti-Luis Lima

    historisch: Giuseppe di Stefano-Jussi Björling-Franco Corelli

    Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten...

    GB

  • "Don Carlos"-Philipp II

    live: Martti Talvela-Paul Plishka-Roberto Nalerio-Fraccia

    historisch: Cesare Siepi-Harald Stamm-Nicolai Ghiaurov

    Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten...

    GB

  • Die erste Rolle in dieser Rubrik war der Wotan in "Die Walküre" von Richard Wagner. Damit dieser nicht zu lange fröhlich bleibt, bringe ich heute als 50. Rolle endlich seine Holde ins Spiel. Grins1

    Fricka in "Die Walküre" von Richard Wagner

    Meine Lieblingsrolleninterpretinnen sind:

    (historisch)

    1. Elsa Cavelti

    In der Furtwängler-RAI-Rom-Aufnahme 1953 gefällt sie mir wesentlich besser als die Klose ein Jahr später im Studio und auch als die Höngen 1950 an der Scala. Stimmlich üppig-ausladend.

    2. Kerstin Thorborg

    In diversen MET-Mitschnitten ziemlich ideal.

       

    3. Annelies Burmeister

    Im Bayreuther Böhm-"Ring" 1967 sehr delikat und klangschön.

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    Ilosvay und Milinkovic haben in diversen Bayreuther Mitschnitten der 1950er Jahre natürlich auch ihre Meriten.

    Christa Ludwig ist mir bei Solti noch etwas zu jung, bei Levine an der MET schon etwas zu alt. Grins1

    (live erlebt)

    4. Hanna Schwarz

    Sie war Anfang und Mitte der Neunziger Jahre DIE Fricka im Friedrich-Tunnel-"Ring" an der Deutschen Oper Berlin, furiose und umjubelte Auftritte.

    In der Videoproduktion des Bayreuther "Jahrhundert-Rings" ist sie in dieser Rolle (deutlich früher) auch zu erleben:

    5. Uta Priew

    Sie war die Premierenbesetzung der Fricka im Barenboim-Kupfer-"Ring" an der Staatsoper Berlin (wo ich sie mehrfach erlebte), aber auch schon im Dresen-"Ring" an der Wiener Staatsoper. Man muss die Fricka nicht keifen, sondern kann sie auch klangschön und mühelos singen, wie Uta Priew (sozusagen als Burmeister-Nachfolgerin) bewies.

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    6. Rosemarie Lang

    Sie alternierte im Barenboim-Kupfer-"Ring" an der Staatsoper Berlin mit Uta Priew als Fricka, auch sie habe ich in dieser Partie mehrfach erlebt. Ihre "Walküren"-Fricka war dramatischer als die der Priew.

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    Knapp nicht in die Top-3 meiner live erlebten Lieblingsrolleninterpretinnen geschafft hat es Ute Walther, ebenfalls an der Deutschen Oper Berlin. Klar nicht infrage kommen für mich u.a. Frau Fujimura (erlebt an der DOB und in Bayreuth), Frau Gubanova (Staatsoper Berlin im Schiller-Theater) und Christa Mayer (Semperoper Dresden). Andere Damen in dieser Rolle fallen mir jetzt gerade namentlich nicht ein.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

    Einmal editiert, zuletzt von stimmenliebhaber (17. April 2024 um 08:57)

  • Fricka:

    1. Wilja Ernst-Mosuraitis (1993/95, G.Neuhold)

    2. Aga Joesten (1950, K.Schröder)

    3. Brigitte Fassbaender (1981, H.v. Karajan)


    Beim Wotan kann ich nun nachnominieren:

    Ferdinand Frantz und Karl Kronenberg.

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    Homo sum, ergo inscius.

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