Lieblings-Rolleninterpreten (3 + 3)

  • Frosch:

    1. Josef Meinrad (1984, Covent Garden, Pl.Domingo), der variantenreichste

    2. Otto Schenk (Wr.Staatsoper, immer wieder), der wienerischste Grantler

    3. Helmuth Lohner (ebenso), wie von Armin Diedrich richtig bemerkt: nestroyisch. Und dazu eine Prise Skakespeare.


    Wenn nichts dazwischen kommt, melde ich mich für Samstag an.

    ______________________

    Homo sum, ergo inscius.

  • Scheint, dass ich ordentlich etwas nachzuholen habe Grins1, von daher kurz und knapp:

    Königin der Nacht:

    Historisch:

    1 - Edda Moser
    2 - Wilma Lipp
    3 - Edita Gruberova

    Live kann ich allerdings gar nichts anbieten. Zwar habe ich die Oper in einer wunderbaren Inszenierung von Achim Freyer durchaus häufig gehört, nur alternierten dabei immer Carla del Re und Elfie Hobarth und beide fand ich nie überzeugend.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Boris:

    Historisch:

    1 - Boris Christoff
    2 - Alexander Kipnis
    3 - Nicolai Ghiaurov

    Live:

    1 - Martti Talvela
    2 - Kurt Moll
    3 - Paata Burchuladze

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Cavaradossi:

    Historisch:

    1 - Giuseppe di Stefano
    2 - Franco Corelli
    3 - Placido Domingo

    Live:

    1 - Giacomo Aragall
    2 - Franco Bonisolli
    3 - Neil Shicoff

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Lohengrin:

    Historisch:

    1 - Lauritz Melchior
    2 - Franz Völker
    3 - Ivan Kozlowski

    Live:

    1 - Peter Seiffert
    2 - René Kollo
    3 - Peter Hofmann

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Für Fricka und Pasquale muss ich erst noch einmal in meinen Programmen stöbern, der Frosch hingegen geht ganz schnell, weil nur einmal live gesehen.

    Frosch:

    Historisch:

    1 - Otto Schenk

    Live:

    1 - Fritz Muliar

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Martti Talvela (wegen des Nachnamens) oder Matti Salminen (wegen des Vornamens)?

    Martti in diesem Fall. Sorry, gleich verbessert.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Da es hier für meinen Geschmack immer noch viel zu wenig Rollen aus Barock-Opern gibt und bisher auch nur eine Rolle eines Briten, bringe ich heute die Dido aus Henry Purcells „Dido and Aeneas“ ins Spiel.

    Ich habe die Oper leider nur zweimal auf der Bühne erlebt. Das erste Mal 2008 an der Berliner Staatsoper mit der Choreographie von Sasha Waltz. Diese Produktion wird ja von vielen geliebt, für mich war sie aber eher verstörend, weil ich Tanztheater und Musik nicht zusammengebracht habe und von der Musik abgelenkt war. Definitiv nicht meins (so sehr ich Sasha Waltz sonst auch schätze). Zu der Dido-Interpretin Aurore Ugolin kann ich nichts mehr sagen, was auch ein Anzeichen dafür ist, wie wenig ich mich auf die Musik konzentrieren konnte. Im Corona-Herbst 2020 habe ich dann die Oper nochmals in La Fenice gesehen, in einer ganz wunderbaren, obwohl den Pandemie-Regeln Tribut zollenden Produktion, und hier nominiere ich Giuseppina Bridelli auf jeden Fall als eine Lieblingsinterpretin.

    Aufzeichnungen der Oper gibt es viele, hier kann ich problemlos drei Interpretinnen benennen:

    1. Anne Sofie von Otter
      In der Aufnahme des English Concert unter Trevor Pinnock habe ich diese Oper kennen- und lieben gelernt.

    2. Sarah Connolly
      Sie singt die Dido in der wunderbaren Produktion des ROH, die zum Glück auf Bluray vorliegt. Christopher Hogwood dirigiert.

    3. Malena Ernman
      In der Produktion der Opéra comique, musikalische Leitung William Christie, auch auf Bluray verfügbar.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Eine Oper, nach der ich in den Neunzigern (rund um meine erste Live-Begegnung) mal ganz scharf war und mir zahlreiche Aufnahmen auf CD zulegte. Das flackerte um die zweite Live-Begegnung 2007 nochmal ein bissl auf, seitdem schlummert meine Rezeptionsgeschichte dieser Oper aber still und friedlich vor sich hin.

    Also werden es maximal 5 (3 + 2) Lieblingsrolleninterpretinnen bei mir werden.

    Beginnen wir historisch und da natürlich mit der Mutter aller Didos:

    1. Kirsten Flagstad

    Wunderbar gesungen, mit schönem dunklen Klang, sie war ja in den 1950er Jahren dann doch eher ein Mezzo. Durch sie lernte ich sowohl diese ganze Rolle als auch die Schluss-Arie kennen und lieben. Von ihr hörte ich auch zum ersten Mal die Arie "Erbarme dich" aus der "Matthäus-Passion", also die berühmteste Alt-Arie daraus. Grins1 Die Flagstad liebte ich von den Wagner-Aufnahmen mit Melchior her, durch ihren Fach- und Repertoirewechsel nach dem Krieg und die damals entstandenen Aufnahmen kam ich als Wagnerianer auch zu Purcell und Bach. :)

    Dann natürlich

    2. Janet Baker

    DIE klassische "historische" Altistin für dieses Fach. Schöne, dunkle, volltönende Stimme. Ich liebe sie auch in der späten Richter-Aufnahme der "Matthäus-Passion" sehr.

    Die "modernste" Aufnahme dieser Oper, die ich damals hörte, war die Harnoncourt-Aufnahme aus den frühen 1980er Jahren mit

    3. Ann Murray

    Während sie mich 1994 live als "Ariadne"-Komponist doch arg enttäuschte, gefällt sie mir hier stimmlich sehr.

    Und jetzt live:

    Meine live-Erstgegegnung war im April 1995 eine konzertante Aufführung unter Marcus Creed im Rahmen der "Wochen der Alten Musik" an der Staatsoper Berlin. Die Titelpartie sang (wohl):

    4. Alison Browner

    Hier singt sie etwas aus Händels "Messiah":

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    Meine zweite Live-Begegnung mit dieser ungewöhnlichen Oper war dann 2007 eine Freilichtproduktion auf der Felsensinsel "Stein" im Wörlitzer Park. Damals sang die Titelpartie die junge

    5. Sabine Noack

    Sie war damals Ensemblemitglied am Anhaltischen Theater Dessau, das diese Produktion bestritt.

    Noch im gleichen Jahr sang sie im Theater selbst den Hänsel - eine Produktion, die von ARTHAUS als Video veröffentlicht wurde:

    Seitdem habe Purcells "Dido" nie wieder gehört oder gesehen. Ich würde nicht ausschließen, noch einmal reinzugehen, wenn es sich ergibt, aber gezielt auf der Suche (noch dazu verbunden mit reisen) bin ich nicht.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Hm, da kann ich nur mit der Aufnahme der Flagstad dienen, also nominiere ich die mal.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Wenn nichts dazwischen kommt, melde ich mich für Samstag an.

    Oh, das hatte ich doch glatt überlesen. Selbstverständluch kannst du gerne den morgigen Samstag übernehmen. :thumbup:

    Den Sonntag mache ich dann selbst, stelle aber morgen eine neue Terminliste für die kommende Woche ein.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Friedrich von Flotows "Martha" war, wenn die Berichte stimmen, einmal die weltweit beliebteste Oper überhaupt. Und seit Caruso hatte jeder Tenor, der internationale Geltung anstrebte, "Ach so fromm" im Repertoire. Die Partie des Lyonel auf diese Parade-Arie zu beschränken, ist aber schade, denn sie hat viel mehr zu bieten. Zwar war "Martha" nach einer Phase der Popularität vor zwei bis drei Generationen dann längere Zeit eher im Abseits, aber langsam scheint das Interesse wieder zu erwachen. Die Oper verträgt "Modernisierungen" (bitte die Anführungszeichen beachten!) allerdings nicht so gut bzw. ist das nichts für Dilettanten (und ich fürchte, viele Regisseure sind im Grund solche) und sie bedarf im besonderen Maß nicht nur erstklassiger Stimmen sondern auch solcher Sänger, die neben schönen Tönen auch genügend Gestaltungskraft besitzen. Leider habe ich nie eine Live-Aufführung erlebt, aber es gibt eine Reihe ganz hervorragender Einspielungen und die Auswahl ist bei den Lyonels gar nicht leicht. Eine Reihung bei den Erstgenannten wäre eigentlich müßig, denn sie sind alle gleichwertig.

    1. Donald Grobe (1960, Walter Martin) - Der viel zu früh verstorbene Amerikaner verstand sich auf Moderne wie auf Romantik gleicherweise

    2. Ferruccio Tagliavini (1955, Francesco Molinari Pradelli) - Italienisch funktioniert es blendend und es war eine von Tagliavinis besten Interpretationen

    3. Fritz Wunderlich (1960, Berislav Klobucar) - Leider nur ein Querschnitt, aber der hat unsere gegenwärtige Auffassung wohl am meisten geprägt

    Gerechterweise muß man anfügen, daß in dieselbe 5 Stern-Kategorie auch noch drei weitere Tenöre gehören: Peter Anders (1944), Nicolai Gedda (1968) und Rüdiger Wohlers (1978, TV-Fassung). Mit vier Sternen begnügen müssen sich, weil vom Stimmtypus her nicht optimal, Waldemar Kmentt (1953) und Richard Tucker (1961; Englisch verträgt sich mit dieser Musik auch weniger gut), einen halben Stern weniger billige ich Siegfried Jerusalem zu und ähnlich würde ich auch AJ Glueckert einstufen. Aber beide sind trotzdem noch immer gut anzuhören.

    ______________________

    Homo sum, ergo inscius.

  • Mag der Himmel dir vergeben…

    Historisch:

    Natürlich Wunderlich, wer konnte es besser?

    Caruso, dessen Lieblingsrolle es war und die er ziemlich komplett eingesungen hat.
    Peter Anders, dessen Gesamtaufnahme die beste bleibt.
    Live kann ich immerhin zwei gute nennen, weil wir hier eine witzige Produktion haben: AJ Glueckert und Gerard Schneider. Der kam im Dezember direkt vom Lenski in Berlin, sang von der Seite, während die Regieassistentin spielte…

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Caruso, dessen Lieblingsrolle es war und die er ziemlich komplett eingesungen hat.

    Kannst du diese "ziemlich komplette" Fast-Gesamtaufnahme mit Caruso hier mal irgendwie verlinken oder weitere Angaben dazu machen, welche Teile der Rolle der eingespielt hat? Ich kenne bislang nur die Arie und habe daher die Vermutung, dass deine Angabe, dass er die Rolle "ziemlich komplett eingesungen" hat, ziemlich komplett übertrieben ist, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

    Live kann ich immerhin zwei gute nennen, weil wir hier eine witzige Produktion haben: AJ Glueckert und Gerard Schneider.

    Kenne ich beide nicht, vom ersten bräuchte ich mal die ausgeschriebenen Vornamen.

    Der kam im Dezember direkt vom Lenski in Berlin

    Im letzten Dezember, also Dezember 2023? Wusste gar nicht, dass da "Onegin" in Berlin gespielt wurde. Dann kann es höchstens die Komische Oper im Schiller-Theater gewesen sein.

    Zur Rolle selbst werde ich auch noch einen Beitrag schreiben - meine Lieblingsoper ist das aber nicht.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Es gibt mit ihm das Duett „Solo, profugo, rejetto“, die Ensembles aus dem zweiten Akt, die Duette mit Harriet muss ich mal nachschauen

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

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