Lieblings-Rolleninterpreten (3 + 3)

  • Mélisande:historisch - jeweils in der genannten Aufnahme :

    1 - Irène Joachim 1941 Désormière

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    2 - Suzanne Danco 1951 Live Désiré-Émile Inghelbrecht

    3 - Janine Micheau 1953 Fournet

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    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Dann brachte die Deutsche Oper Berlin 2004 eine Neuinszenierung von Marelli, die ich ich leider nur 1x sah, aber sehr genoss. Die Mélisande sang

    5. Véronique Gens

    Interessant, ich wusste gar nicht, dass Véronique Gens die Mélisande gesungen hat. Hätte ich gerne gehört.

    vom "französischen TRISTAN"...

    Den Titel hat doch eigentlich eher Chaussons „Roi Arthus“ weg ; falls noch nicht gehört, eine absolute Empfehlung.

    Ich finde, dass Debussys Oper wenig mit dem "Tristan" gemein hat. Aber die Bezeichnung stand ja auch in Anführungsstrichen. "Roi Arthus" mag ich sehr, leider habe ich dieses Stück erst vor kurzem für mich entdeckt. Würde ich gerne mal auf der Bühne sehen, aber Aufführungen sind rar.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Ich finde, dass Debussys Oper wenig mit dem "Tristan" gemein hat.

    Ich finde, dass beides viel miteinander gemeinsam hat. Die Ausweglosigkeit der Handlung, auch der Treuebruch gegenüber engsten Angehörigen (Bei Wagner ist es "nur" der Ziehvater, bei Debussy der Bruder), die Introvertiertheit und Todessehnsucht einiger Protagonisten (vor allem die beiden männlichen Titelfiguren zeigen hier eine starke Parallele) und - ja - der musikalische Sog, wobei die ganze Debussy-Oper ohne den "Tristan" (und den berühmten "Tristan"-Akkord) m.E. gar nicht möglich gewesen wäre. "Tristan" wird viel gespielt, "Pelléas" auch immer wieder. Eine Oper, die hingegen so gut wie gar incht gespielt wird, dann m.E. schon von daher nicht der "Französische TRISTAN" sein.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Allerdings ist die Konstellation Arthus - Guinevere - Lancelot - Mordred dem "Tristan" eindeutig nachgebildet, und die Situation des zweiten Akts ist dem "Tristan" direkt analog.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Das mag ja alles sein, aber es ist schlicht ein ungesieltes Stück, ist also schon allein vom Erfolg und der Wirksamkeit her mit dem "Tristan" überhaupt nicht vergleichbar.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Das mag ja alles sein, aber es ist schlicht ein ungesieltes Stück, ist also schon allein vom Erfolg und der Wirksamkeit her mit dem "Tristan" überhaupt nicht vergleichbar.

    Das ist nun allerdings nicht Chaussons Problem :D

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Naja, ich denke schon, dass es Gründe gibt, dass das Stück weit seltener gespielt wird als der "Pelléas". Aber nun bitte wieder zurück zum Thema dieser Rubrik! Danke!

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Bei der Mélisande kann auch ich etwas beitragen:

    CD-Aufnahme: Elisabeth Söderström (Boulez/Sony)

    Live: Christiane Karg (Oper Frankfurt 2012, vgl. RE: Debussy: Pelléas et Mélisande - Oper Frankfurt, 4.11.2012 (Premiere))

    Zum Werk selbst:

    [...] wobei die ganze Debussy-Oper ohne den "Tristan" (und den berühmten "Tristan"-Akkord) m.E. gar nicht möglich gewesen wäre.

    Ich höre da eher Verbindungen zum Parsifal (der wird sogar in einem Orchesterzwischenspiel zitiert). Vgl. auch

    Succubus
    5. Oktober 2012 um 19:09

    Das wäre mal ein Musikstück der Woche ... in den Ferien, für drei oder vier Wochen ...

    Oha.... ;)

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • ich bin spät dran, aber es bleibt sehr überschaubar; weder bin ich der ganz fleißige Musikhörer (der sich zudem zu c. 40% anderen Musikrichtungen widmet), noch der mehr-als-mäßig-regelmäßige Operninteressent.

    Fidelio-Leonore (i)historisch: nicht mal die Flagstadt kann ich hier anführen; Beethoven + Gesang (v. Zyklus 'An die ferne Geliebte' mal abgesehen) geht bei mir einfach nicht, auch nicht, wenn Bruno Walter dirigiert; den N. Y.er Mitschnitt v. '41 hab ich drum längst abgegeben.

    Allerdings wäre Kirsten Flagstadt meine erste Kandidatin für einen (hier leider nicht zur Debatte stehenden!) ''Sonderpreis d. Jury'' - wenn sie (in besagter Aufnahme) mit einem munteren Johh, ich muss gestään, ich binn äddwaß er-mieded die Bühne betritt, hatte ich immer das Gefühl, dass mal eben die Mutter von Pippi Langstrumpf vorbeischaut :P

    Carmen (i)historisch: Solange Michel unter Cluytens; in aller Regel sind mir die Carmenitas den gewissen Kick zu ''liebenswürdig'' - das durch und durch verlogene Biest aus der Novelle von Merimee spüre ich am ehesten bei ihr!

    Billy Budd (ii)live: Peter Mattei in Frankfurt; ich war seinerzeit in der ersten u. letzten Vorstellung der Premierenserie; in einer insges. eindringlichen Produktion war es mit ihm schon am gänsehäutigsten . . .

    Jenufa-Küsterin (ii)live: au Mann . . . seinerzeit hatte ich sehr spontan irgend 'nen Urlaub um einen Tag verkürzt, um mir ein zweites Mal Trudeliese Schmidt in Duisburg anzusehen; es könnte dann tatsächlich ihr allerletzter Auftritt (zumindest an der Rheinoper) gewesen sein! War eine sehr andere Gestaltung als das bei dieser Rolle vermutl. halbwegs Gewohnte, sehr(!) an reale Schreckensschranzen wie Margot Honecker oder Elena Ceaucescu erinnernd...

    Santuzza (i)historisch: Lina Bruna Rasa 1940 unter Mascagni - ist u. bleibt von meinen paar verrauschten Opern-GA die herzallerliebste....

    Turandot (i)historisch: Asche auf Walldorff; abgesehen von ein paar anderen tenoralen Ermahnungen, nicht einzuschlafen, kenne ich nichts anderes als die Erede-Aufnahme mit Christel Goltz - aber mit ihrem Auftritt wird's schon sehr prickelnd (u. ganz spontan muss ich da an diese legendäre 'kreisende Kamera' von Michael Ballhaus denken!)

    Dido (Purcell) (i)historisch: Martha Mödl in einem (bis heute mein ich eher unbekannten) Hamburger Live-Mitschnitt v. 14.01.1955. Sich mit solch vorgestrigen Dirigat (Hans Schmidt-Isserstedt) anzufreunden, ist und bleibt schwierig, aber diese nach Nordafrika geflüchtete Kundry (was auch immer sie an diesem 17 J. jüngeren Hänfling namens Hermann Prey finden mag) + mega-schräge Hexen-Szenen entschädigen völlig!!

    Salome (ii)live: Bettine Kampp in Meiningen u. (DVD)Catherine Malfitano unter Sinopoli

    Riegel-Otto-Rigoletto (i)historisch Heinrich Schlusnus unter Robert Heger; es dürfte vielschichtigere Gestaltungen geben - aber ich liebe diese Stimme, u. ein bisserl Eindimensionalität bekommt dieser Titelfigur m. E. ganz gut . . .

    Tannhäuser-Wolfram (DVD): an Bernd Weikl in der Götz Friedrich - Inszenierung führt m. E. in der Tat nixx vorbei . . .

    < < - - same thing with Rita Gorr u. George London unter Leinsdorf (Walküre: Fricka-(i)historisch u. Wotan-(i)historisch); dazu Wotan-(ii)live: Ralf Lukas in Detmold (auch darstellerisch nicht unübel als 20er-J. Konzernchef, dem die Felle wegschwimmen.)

    Rheingold-Loge (i)historisch: Wolfgang Windgassen unter Wilhelm Schüchter

    Siegfrieds Siegfried (ii)live: Vincent Wolfsteiner in Nürnberg (auch gestalterisch interessant - viel mehr bedrohlich als schräg-witzig.)

    Gurnemanz (ii)live: Hans-Peter König in Duisburg; ist bald 20 J. her - dürfte damit einer seiner frühesten Manzen gewesen sein. Ganz am Ende dacht' ich mir 'hieße die Oper statt 'Parsifal' Gurnemanz, müsste das Haus jetzt zittern vor Jubel...'

    Das TV gibt mehr 'Unterhaltung' aus, als es hat - in der bürgerl. Gesetzgebung nennt man das 'betrügerischen Bankrott' Werner Schneyder Es ging aus heiterem Himmel um Irgendwas. Ich passte da nicht rein. Die anderen aber auch nicht. FiDi über die Teilnahme an seiner ersten (und letzten) Talkshow

    3 Mal editiert, zuletzt von wes.walldorff (23. April 2024 um 09:21)

  • Lyonel:

    Historisch:

    1 - Fritz Wunderlich
    2 - Peter Anders

    Live kann ich da leider gar nichts anbieten. In der Hamburgischen Staatsoper liefen im Bereich der Spieloper in den letzten 40 Jahren gerade einmal 'Zar und Zimmermann' (in einer tollen Inszenierung von Peter Beauvais, aber die ist nun auch raus) und eine Saison, vielleicht zwei, der 'Wildschütz'. Man kann also nicht sagen, dass dieses Repertoire hier in irgendeiner Form gepflegt wird. X(

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Dido:

    Historisch:

    1 - Kirsten Flagstad

    Die Aufnahme mit Martha Mödl kenne ich leider nicht, sonst würde ich sie sicherlich sofort nominiert haben.

    Live habe ich die Oper einmal im Weimarer Schloss in einer sehr engagierten Studentenaufführung gesehen, aber leider habe ich den Namen nicht ehr präsent.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • van Bett:

    Historisch:

    1 - Gottlob Frick

    Live:

    1 - Kurt Moll

    Eigentlich bin ich immer nur im 'Zar' gewesen, wenn Moll sang, von daher...

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Ich war jetzt ein bisschen verhindert, muss also nachholen:

    Dido: historisch eigentlich nur Victoria de los Ángeles. Ich finde ihre Stimme vor allem in der Schlussarie so gut und passend für die Rolle, dass ich meine übrigen Aufnahmen kaum höre und dementsprechend gar keine wirklichen Erinnerungen an die anderen Didos habe.

    Live habe ich Dido and Aeneas öfter gesehen als jede andere Oper, aber meist in Hochschulproduktionen, bei denen ich mich - Schande! - nicht an die Namen der Sängerinnen erinnere. Sie waren aber alle, ausnahmslos, deutlich besser als Aušrine Stundyté an der Bayerischen Staatsoper, die ich hiermit ausdrücklich nicht nominieren möchte.

    Mélisande: leider noch nicht live gesehen, historisch natürlich Victoria de los Ángeles in der nicht nur ihretwegen wunderbaren, süffigen Cluytens-Aufnahme. Dazu Patricia Petibon und Magdalena Kožená.

    "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
    Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

  • Den Boris Godunow kenne ich nicht in so vielen Versionen. Auf CD habe ich Martti Talvela, dessen Lob ich mich anschließe. Live habe ich nur Ivo Stanchev erlebt, der die Rolle auch hervorragend ausgefüllt hat.

    "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
    Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

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