Lieblings-Rolleninterpreten (3 + 3)

Vom 7. Juni bis 14. Juni 2024, 17:00 Uhr, findet die 14. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme hier zu registrieren.
  • "La Traviata"-Violetta

    historisch: Hjördis Schymberg/Pilar Lorengar/Maria Callas

    live erlebt: Edda Moser/Julia Varady/Lucia Aliberti

    Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten...

    GB

  • "Tosca"-Scarpia

    historisch: Tito Gobbi/George London/Armando Borgioli

    live erlebt: Ingvar Wixell/Garbis Boyagian/Roman Burdenko

    Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten...

    GB

  • Gesamtaufnahmen von "Samson et Dalila" kenne ich nicht viele, aber immerhin fällt die Wahl schwer:

    1. Rise Stevens (1958, Fausto Cleva) - da ist einfach alles drin

    2. Ebe Stignani (1955, Fritz Rieger) - trotz italienischer Sprache und schlechter Tonqualität, das will etwas heißen!

    3. Rita Gorr (1963, Georges Pretre)

    Elina Garanca habe ich nur via TV erlebt und nicht live, sondern würde ich sie sofort nominieren.

    ______________________

    Homo sum, ergo inscius.

    Einmal editiert, zuletzt von Waldi (15. Mai 2024 um 20:32)

  • Die Dalila aus Saint-Saens' "Samson et Dalila"

    Eine schöne Oper, die zu selten gespielt wird. Ich habe sie leider nur einmal live erlebt, nämlich 2019 an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf mit Ramona Zaharia, die ich ohne zu zögern nominiere. Das war es dann auch schon, denn bei den wenigen Aufzeichnungen, die mir auf DVD vorliegen, hat mich keine Dalila begeistert. DIe Aufnahme aus Covent Garden mit Elīna Garanča habe ich leider nicht, werde sie mir aber besorgen.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Die Dalila führt bei mir leider auch immer noch ein gewisses Schattendasein, aber immerhin kann ich mit zwei GA aufwarten, die mir beide außerordentlich gut gefallen und einer konzertanten Aufführung, die absolut toll war.

    Historisch:

    1 - Hélène Bouvier
    2 - Rita Gorr

    Live:

    1 - Olga Borodina (allerdings nicht unter Nagano, sondern unter Steinberg)

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Vorletztes Wochenende hatten wir Opernreise nach Straßburg. Magnards "Guercoeur" ist ein tolles Stück, wäre aber für hier mangels Masse nicht sehr ergiebig. Allerdings kam ich am Grab eines Opernhelden vorbei. Weil er Protestant war, durfte Moritz von Sachsen, Marschall von Frankreich, in Paris nicht begraben werden und fand seine Ruhe in der Straßburger Thomaskirche. Dementsprechend ist das morgige Thema Maurizio in Cileas "Adriana Lecouvreur".

    Aufnahmen:

    1. Corelli war der Partner Magda Oliveros, und diesmal brüllt er nicht ganz so wie bei anderen Gelegenheiten

    2. Es ist eine sehr gute Rolle von Jonas Kaufmann

    3. Ziemlich ideal ist Piotr Beczala, von dem es eine MET-Übertragung gibt.

    Live:

    In München brachten sie eine Produktion für Margaret Price heraus, deren sehr guter Partner war Alberto Cupido. Und noch eine Nummer luxuriöser war eine Festspielaufführung mit Freni, Panerai und Domingo. In Frankfurt sah ich das zwar auch, aber Loebes tenorale Allzweckwaffe Wolfsteiner ist den Genannten gegenüber chancenlos...

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • "Adriana Lecovreur" ist keine zentrale Oper für mich. Eigentlich habe ich (in Corona-Lockdown-Zeiten) nur den MET-Stream mit Netrebko gesehen. Ihr Maurizio war Piotr Beczała, der mich in dieser Rolle allerdings nicht so sehr überzeugte wie in anderen Rollen. Ich nominiere ihn trotzdem, da ich mich ansonsten bei dieser Rolle gar nicht beteiligen könnte. Live habe ich diese Oper nämlich noch nie gesehen und eine klassische Audioaufnahme angehört auch nicht.

    Hier ein Ausschnitt der MET-Produktion:

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    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • In dem Fall würde ich vorschlagen, je nach Gusto entweder mal einen der diversen Mitschnitte mit Olivero zu testen, die noch mit 100 die Statthalterin Cileas auf Erden war, oder die schöne Aufnahme mit Scotto und Domingo zu probieren. Die von Sutherland und Bergonzi ist für beide viel zu spät.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Nun ist das Werk selbst nicht so ganz nach meinem Gusto. Aber vielleicht irgendwann mal wieder, insofern danke für die Empfehlungen. einiges, was hier in dieser Rubrik schon empfholen wurde, habe ich inzwischen tatsächlich gehört, zum Beispiel Lina Bruna Rasa als Santuzza unter Mascagni. Ich habe auch den 1. Akt "Lakmé" in der Sutherland-Aufnahme gehört, aber das ist, abgesehen vom berühmten Frauen-Duett, einfach nicht mein Ding.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Die Dalila aus Saint-Saens' "Samson et Dalila"

    Eine schöne Oper, die zu selten gespielt wird. Ich habe sie leider nur einmal live erlebt, nämlich 2019 an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf mit Ramona Zaharia, die ich ohne zu zögern nominiere. Das war es dann auch schon, denn bei den wenigen Aufzeichnungen, die mir auf DVD vorliegen, hat mich keine Dalila begeistert. DIe Aufnahme aus Covent Garden mit Elīna Garanča habe ich leider nicht, werde sie mir aber besorgen.

    Wie gesagt, ich habe auch den Eindruck, dass das eine gar nicht so leicht zu besetzende Rolle ist. Es gibt auch erstaunlich wenige unterschiedliche Sängerinnen in den Aufnahmen und Mitschnitten, verglichen mit anderen zentralen Rollen des Alt-Faches.

    "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
    Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

  • Maurizio: Ich hab das Werk nur vor zwanzig Jahren mal in Graz mit Evan Bowers als Maurizio, Tamar Iveri als Adriana, der kürzlich verstorbenen Claire Powell als Fürstin von Bouillon und Anoushah Golesorkhi als Michonnet live erlebt. Tamar Iveris Melodram war gänsehauterregend und hat mich davon abgehalten, je eine Aufnahme zu erwerben, da das bei allen, wo ich reingehört habe, rein akustisch nicht gut rübergekommen ist. Es war aber damals in Graz überhaupt eine hervorragende Besetzung.

    "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
    Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

  • Nun ist das Werk selbst nicht so ganz nach meinem Gusto. Aber vielleicht irgendwann mal wieder, insofern danke für die Empfehlungen. einiges, was hier in dieser Rubrik schon empfholen wurde, habe ich inzwischen tatsächlich gehört, zum Beispiel Lina Bruna Rasa als Santuzza unter Mascagni. Ich habe auch den 1. Akt "Lakmé" in der Sutherland-Aufnahme gehört, aber das ist, abgesehen vom berühmten Frauen-Duett, einfach nicht mein Ding.

    Die Adriana ist sicher keins der ganz großen Meisterwerke, aber Diven und Tenöre, die nach Abwechslung von Puccini suchen, lieben es, so dass es doch recht gern gespielt wird. Und es hat auch einiges an schönen Melodien nebst funktionierender Dramaturgie zu bieten. Insofern hätte sie durchaus noch eine Chance verdient.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Von Cilea und seiner "Adriana" kenne ich außer einigen Ausschnitten nur eine Gesamtaufnahme mit Peter Dvorsky als Maurizio. Keine aufregende Leistung von ihm, obwohl er sich im Verlauf der Handlung deutlich verbessert. Für eine Nominierung geht es sich aber nicht aus.

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    Homo sum, ergo inscius.

  • die schöne Aufnahme mit Scotto und Domingo

    In der Tat eine wunderschöne Aufnahme dieser tollen Oper. Deshalb nominiere ich für den Maurizio Plácido Domingo in der Rubrik 'historisches'. Live:

    1. Marcelo Álvarez 2015 in Paris an der Seite von Angela Gheorghiu

    2. Sergey Polyakov 2022 in Düsseldorf

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    3. Piotr Beczała in der MET-Übertragung

    Für die Dalila möchte ich unter 'historisches' schon Christa Ludwig nennen. Das war eines meiner ersten Opernhörerlebnisse, und die LP-Box steht heute noch im Regal. Live:

    1. Marjana Lipovšek 1988 oder 1989 in Bregenz mit einem starken Carlo Cossutta an ihrer Seite

    2. Lucia Naviglio Ende der neunziger Jahre in Bonn in einer Inszenierung von Gian-Carlo del Monaco. Später war sie überwiegend in Italien tätig. Bei der Recherche hierzu habe ich entdeckt, dass sie 2021 im Alter von 63 Jahren leider an den Folgen von COVID verstorben ist.

  • In München brachten sie eine Produktion für Margaret Price heraus, deren sehr guter Partner war Alberto Cupido.

    Wenn ich mich richtig erinnere, dann war Neil Shicoff die Premierenbesetzung für den Maurizio. In der damaligen Radioübertragung hatte er allerdings einige stimmliche Probleme, was mich davon abgehalten hat, ihn hier zu nennen.....

  • Die Premiere hatte ich nicht, eine spätere, wo Cupido sang. Dazu noch die Festspielaufführung mit Domingo/Freni.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

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