Lieblings-Rolleninterpreten (3 + 3)

  • Fra Diavolo: Habe ich leider nie auf der Bühne erlebt. Seit ich mich für dieses Genre erwärmt habe, was noch nicht lange her ist, gab es keine passende Gelegenheit dazu. Video-Aufzeichnungen auf DVD oder Bluray gibt es auch keine, soweit mir bekannt ist, und so kenne ich neben dem Laurel & Hardy-Film :) nur zwei Mitschnitte, die in den letzten Jahren als Stream übertragen wurden. In der Produktion aus dem Teatro dell’Opera di Roma von 2017 singt John Osborn die Titelrolle, und nach meinem Dafürhalten ziemlich gut. Ihn nominiere ich daher.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Aber ich habe mal gewühlt: noch vor Fra Diavolo sang er breits Siegmund in der Walküre und später auch Luigi in Puccinis Il tabarro....

    Dann nehme ich gerne die Mitschnitte davon. Grins1

    Es tut mir leid, das ist ein Missverständnis...ich habe in alten Programmheften gewühlt. :versteck1:

    Weeßickdoch! Grins1

    Ich träume immer noch von einer Maschine, wo man den Besetzungszettel reinschiebt und unten die Aufnahme rauskommt. :D

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • 'Fra Diavolo' ist bei mir eine selten gehörte und nie gesehene Oper. Ich kenne eine Aufnahme und mit der bin ich sehr zufrieden, von daher erklärt sich die Nr.1. Ich müsste sie halt wirklich mal live erleben, dann würde sie mir vielleicht mehr zusagen.

    Historisch:

    1 - Nicolai Gedda

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Nach einem Tenor kommt nochn Tenor, aber ein ganz anderer Tenor. Nach dem Beginn des Alphabets geht es ziemlich ans Ende, nach dem 19. Jahrhundert geht es ins 20. Jahrhundert.

    Zum Abschluss der Themenwoche "Opernrollen von Komponisten, die noch fehlen" kommt die männliche Hauptrolle des Hauptwerkes zweier Theatergiganten, das Opus summum eines der bedeutendsten Bühnenkomponisten seiner Zeit:

    Die neue Rolle des Tages ist der Jim Mahoney aus "Aufstieg und Fall der Stadt Maghagonny" von Kurt Weill.

    Für mich eine der 5 lohnendsten Opern, die je geschrieben wurden (inhaltlich wie musikalisch).

    1. Heinz Sauerbaum

    In der problematischen Brückner-Rüggeberg-Aufnahme (weil die Lenya kaum einen Ton singt, den ihr verstorbener Gatte komponiert hat) ist er der Fels in der Brandung und zeigt, dass man diese anspruchsvolle Rolle tatsächlich schön singen kann.

    2. Erich Witte

    Obgleich ja eigentlich eher ein Aristokrat, gibt Witte den Jimmy in einem Generalprobenmitschnitt der Produktion der Deutschen Staatsoper Berlin von 1964 unter Heinz Fricke sehr überzeugend.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    3. Elliot Palay

    In der Joachim-Herz-Inszenierung zur Eröffnung seiner Intendanz an der Komischen Oper Berlin 1977 gibt der US-Amerikaner einen unglaublich kraftvollen und energiegeladenen, zerrissenen und verzeifelten, jedenfalls zutiefst beeindruckenden "Paul Ackermann".

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Natürlich habe ich diese Inszenierung nicht mehr live erlebt, aber sie war trotzdem quasi meine erste Live-Begegnung mit dieser Oper - 1999 bei einer Vorführung auf Großleinwand in der Berliner Urania in Anwesenheit des Regisseurs Joachim Herz, des Dirigenten Robert Hanell und einiger beteiligter Sänger wie Klemens Slowioczek und Werner Enders. Von letzterem bekam ich dann das Video, das ich rauf und runter schaute.

    Meine wirklich live erlebten Interpreten kommen an diese Intensität nicht ganz heran, haben sich aber auch mehr als achtbar geschlagen.

    4. Pieter Roux - 2006 in Dessau ein stimmlich sehr auftrumpfender und auch darstellerisch überzeugender Jimmy in einer lohnenden Inszenierung von Helmut Polixa

    5. Michael König - er war 2014 die Premierenbesetzung einer Neuproduktion der Staatsoper Berlin im Schiller-Theater und ging in dieser Rolle voll auf.

    6. Christopher Ventris - er sang in dieser Produktion auch eine Serie, etwa ein halbes jahr nach der Premiere

    In Madrid sang er diese Rolle 2010 in englischer Sprache, in Berlin natürlich deutsch.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ebenfalls live erlebt habe ich Christoph Späth an der Komischen Oper Berlin (er war in der Premierenserie noch der Jack O'Brian und ich war skeptisch, als er in einer Seire mit Noemi Nadelmann als Jenny zu ihrem Jim aufrückte - aber er war dann beinahe noch das beste am ganzen Abend...), Jens Klaus Wilde in Cottbus sowie Allen Clayton (etwas "speziell") in der jüngsten Kosky-Inszenierung an der Komischen Oper Berlin (2x im Herbst 2022 live erlebt, die Live-wirkung war deutlich überzeugender als der Stream in Corona-Zeiten). Natürlich habe ich auch schon eine Premierenkarte für die kommende Neuproduktion an der Deutschen Oper Berlin im Juli 2025.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Fra Diavolo:

    als einzigen vor vielen Jahren live erlebt: Ion Buzea (hat mir gut gefallen, es gibt auch eine DVD mit ihm, die mal besessen habe).

    :pfeif:

    Leider ohne die wunderbare Ouvertüre:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Kann zu Mahagonny leider nichts konkret beisteuern, so show me the way to the next whisky bar…

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Video-Aufzeichnungen auf DVD oder Bluray gibt es auch keine, soweit mir bekannt ist,

    Fra Diavolo:

    als einzigen vor vielen Jahren live erlebt: Ion Buzea (hat mir gut gefallen, es gibt auch eine DVD mit ihm, die mal besessen habe).

    :pfeif:

    Leider ohne die wunderbare Ouvertüre:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Die DVD kannte ich nicht, aber da es ein Opernfilm ist, alles sehr bieder inszeniert und dann noch auf Deutsch gesungen, ist das nichts für mich.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Die neue Rolle des Tages ist der Jim Mahoney aus "Aufstieg und Fall der Stadt Maghagonny" von Kurt Weill.

    Für mich eine der 5 lohnendsten Opern, die je geschrieben wurden (inhaltlich wie musikalisch).


    Kann zu Mahagonny leider nichts konkret beisteuern, so show me the way to the next whisky bar…

    Geht mir ebenso. Das ist diesmal ein Stück, das ich nur in homöopathischen Dosen genießen kann. Einzelne Nummern daraus gerne ab und an, aber Weils Musiksprache liegt mir dann doch zu wenig, um mir die ganze Oper am Stück anzuhören oder gar eine Aufführung zu besuchen. Und ja, Brechts Texte sind immer lohnend, aber im Zweifelsfall lieber im Sprechtheater als gesungen. Mit Ausnahme vielleicht der "Dreigroschenoper".

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Beim Wegräumen es Barbiers festgestellt , daß ich doch eine Aufnahme von La Cenerentola habe . Guter Ordnung halber also ein historischer Nachtrag , der überdies gerade läuft und mich erfreut . (Ich habe die Cantus - Ausgabe , aber da gab es kein Bild) ..

    Rossini - Cenerentola

    Zara Dolukhanova - 1951 Bron

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • 'Aufstieg und Fall' habe ich bislang zweimal live erlebt und es ist weiterhin nicht mein Fall, warum ich wohl auch keine Aufnahme im Regal habe. Eigentlich mag ich Weill sehr gerne, gerade die Songs, aber wahrlich nicht nur. Aber mit diesen Brechtschen Lehrstücken habe ich immer mehr Probleme (Dreigroschenoper ausgenommen). Unter anderem waren die Aufführungen deshalb für mich auch kein Erlebnis. An William Pell erinnere ich mich überhaupt nicht mehr und Albert Bonnema hat auch keinen nennenswerten Eindruck bei mir hinterlassen. Deshalb von mir keine Nominierungen.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!