Lieblings-Rolleninterpreten (3 + 3)

  • Jean Madeira - 1951 Stiedry (bzw . Karin Branzell)*

    * = Im Augenblick ist unklar , wer singt . Aud meinen CDs ist Madeira angegeben , ich erinnere aber , daß sonst Branzell genannt wir . Oder es ist so eine Geschichte wie mit dem 37er Bodanszky - Rheingold , bei dem Immortal Perdormances die Sängerin der Erda - Doris Doe , auf Naxos zu hören - durch die einmontierte Kerstin Thorborg ersetzte .Jedenfalls mag ich die Stimme der Erda in der Stiedry Aufnahme .

    Das ist nun aber wirklich etwas misslich für mich - wie soll ich das in den Gesamtstand einfließen lassen?

    Hier wird behauptet, Madeira sänge:

    CLWARHEI.HTM

    Da es sich ja wohl um einen Vorstellungsmitschnitt der MET handelt und die MET ein gutes Archiv hat, sollte das eigentlich herauszubekommen sein.

    Metropolitan Opera Archives

    Es soll sich um die Aufführung vom 27. Januar 1951 handeln. Laut MET-Archiv sang da Karin Branzell.

    Metropolitan Opera Archives

    Am 25.1.1951 sang hingegen Jean Madeira.

    Metropolitan Opera Archives

    Im Radio übertragen wurde aber nur die Vorstellung vom 27.1.1951 (laut MET-Archiv mit Frau Branzell), nicht die Vorstellung vom 25.1.51 mit Frau Madeira. Überhaupt gab es "Rheingold" an der MET im Jahr 1951 nur am 25. und 27. Januar 1951, im Jahr 1950 gar nicht und 1952 auch nicht.

    Wenn es sich also um den Radio Broadcast vom 27.1.1951 handelt, was höchstwahrscheinlich der Fall ist, sollte es, wenn das MET-Archiv zuverlässig ist (wovon ich ausgehe), Frau Branzell sein, die ich also in die Liste aufnehme.

    Du könntest natürlich nochmal hörend vergleichen:

    Hier singt die Branzell die Erda, allerdings fast ein Vierteljahrhundert früher:

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    Hier singt die Madeira einige Jahre später unter Solti die Erda:

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    Die Aufnahme, um die es eigentlich geht, müsste diese sein:

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    Du kannst ja nochmal hörend vergleichen, aber wenn du nach diesem Hören keinen Einspruch einlegst, trage ich Karin Branzell als deine nominierung in die Liste ein.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Eindeutig bestimmen kann man es, wenn auf irgendeiner Version der Aufnahme Milton Cross zu hören ist... Ich kann zu Hause in Jacksons "Sign-Off at the Old MET" schauen, wo die Geschichte der Radioübertragungen von 1950 bis 1966 dargestellt ist. Den Stiedry gibt es bei MET on Demand, also in einer offiziellen Version. b-major könnte dort mal reinhören, ob die Sängerin dort die ist, die er meint. Ist mit einem 7-Day-Trial auch kostenlos.

    Das Rheingold (metopera.org)

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Alberich und Mime sind am 25. und 27.1.1951 im MET-Archiv auch unterschiedlich angegeben - ein Name klingt zumindest jeweils nach Deutschmuttersprachler, der andere nicht..

    Pechner und Klein (25.1.) vs. Davidson und Chabay (27.1.)

    Vielleicht können also die beiden Nibelungen helfen, das Erda-Geheimnis zu lösen.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Genug gewichen . Ich habe mir Jean Madeira als Erda mit Knappertsbusch 1956 , Leinsdorf 1961 und Solti (die schwächste) angehört . Sie singt nicht in meiner Aufnahme . (Irgendetwas an der Stimme der Madeira irritiert mich) . Karin Brazell ist in meiner Aufnahme zu hören , in der Saison , in der sie ihre lange Karriere - nicht nur an der Met - beendete . Übrigens war sie Lehrerin von Jean Madeira .(Auf der dankenswerterweise vom stimmenliebhaber verlinkten you tube Aufnahme ab 1:55 zu hören) . Also Karin Brazell ist richtig eingetragen , mir liegt diese Erda mehr . - Und zur meiner Verwirrung angemerkt : Ich habe die CDs aus dem Nachlass eines Bekannten . Von diesem kenne ich auch die Geschichte mit dem Ersetzen der Stimme von Doris Doe durch die (späteren ) Plattenaufnamen von Kerstin Thorborg . Wer es nicht weiß , merkt es nicht . Und in die Besetzung mit Friedrich Schorr als Wotan und Karin Brazell als Fricka unter Bodansky 1937 (MET Tour in Boston) passt Thorborg gut . Aber damit geht Richard Caniell , der Kopf hinter Immortal Performances , für mich zu weit . Mal eine Stelle ausflicken , damit kann ich leben , aber eine ganze Rolle / Interpretin austauschen ? Und so kam ich auf den Gedanken , daß er das mit Brazell / Madeira vielleicht auch gemacht hat .

    Good taste is timeless - "Ach, ewig währt so lang " - "But I am good. What the hell has gone wrong?" - A thing of beauty is a joy forever.

  • "Rheingold"-Erda

    in den fünf Minuten, in denen sie im 4. Bild die Szene dominiert, macht sie großen Eindruck, aber wenn gut 20 Minuten später dieser "Vorabend" zu Ende geht, ist sie beinahe schon wieder vergessen,

    Ja, so ist das, und da ich nicht mehrmals hintereinander in die gleiche Produktion gehe, habe ich meine Live-Erdas allesamt wieder vergessen, und das gilt auch für die Interpretinnen der weniger gehörten Aufnahmen. Momentan kann ich da nur Ortrun Wenkel und Hanna Schwarz nominieren.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Falls morgen nicht Bellinis "Sonnambula" vorgesehen ist, würde ich den Mittwoch übernehmen - mit dem Elvino (Prendi: l'anel ti dono").

    ______________________

    Homo sum, ergo inscius.

  • Falls morgen nicht Bellinis "Sonnambula" vorgesehen ist, würde ich den Mittwoch übernehmen - mit dem Elvino (Prendi: l'anel ti dono").

    Nein, aber mein Ringträger ist so weit nicht weg…

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Suor Angelica

    Kaum von Aufnahmen gehört. Bleibt Barbara Frittoli (Chailly).

    Live:

    Nina Stemme (Köln 1999, Feranec/Decker)
    Jacquelyn Wagner (Köln 2013, Humburg/Höckmayr)

    ***

    Den Faust kenne ich noch kaum. Der einzige Live-Mephisto war nicht allzu erfreulich.

    ***

    Erda

    von Aufnahmen:

    Ernestine Schumann-Heink. Auch wenn es nur den ersten (aber größten) Teil der Rolle gibt: maßstabssetzend.
    Ortrun Wenkel (Bayreuth 1980 sowie unter Janowski)
    Birgitta Svendén (Bayreuth 1994)

    Live:

    Leandra Overmann (Bonn 1997 bzw. 2001, Soustrot bzw. Ott/Schoenbohm)
    Cornelia Wulkopf (Köln 2001, Tate/Carsen)
    Hilke Andersen (Köln 2010, Stenz/Carsen)

    Bernd

    Fluctuat nec mergitur

  • Ich könnte wieder den Freitag übernehmen.

    Sta bene.

    Falls morgen nicht Bellinis "Sonnambula" vorgesehen ist, würde ich den Mittwoch übernehmen - mit dem Elvino (Prendi: l'anel ti dono").

    Habe dich für Mittwoch eingetragen.

    Nein, aber mein Ringträger ist so weit nicht weg…

    Ok, habe MICH für Donnerstag nochmal eingetragen, damit überhaupt noch ne zweite "Ring"-Rolle diese Woche dran kommt. :D

    (Auch wenn ich auch noch zwei Nicht-"Ring"-Rollen mit Ring auf Halde gehabt hätte.)

    Mi 12.06. WA (neu)

    Do 13.06. SL (neu)

    Fr 14.06. BE (neu)

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Och, so wenige Ringe außerhalb Wagners gibt es gar nicht, auch wenn eine Tolkien-Oper erst in Planung ist. Man könnte sogar „Nozze di Figaro“ reinnehmen, im vierten Akt schenkt der Graf „Susanna“ einen Ring…

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Och, so wenige Ringe außerhalb Wagners gibt es gar nicht,

    Mir fällt an Opern, in denen ein Ring eine wichtige Rolle spielt, gerade nur noch "Pelléas et Mélisande" ein, aber die mich in dieser Oper interessierende Rolle habe ich schon eingebracht. Also werde ich wohl wirklich etwas aus dem "Ring des Nibelungen" nehmen.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Och, so wenige Ringe außerhalb Wagners gibt es gar nicht,

    Mir fällt an Opern, in denen ein Ring eine wichtige Rolle spielt, gerade nur noch "Pelléas et Mélisande" ein, aber die mich in dieser Oper interessierende Rolle habe ich schon eingebracht. Also werde ich wohl wirklich etwas aus dem "Ring des Nibelungen" nehmen.

    Wie wäre es mit „Carmen“? Sie schmeißt Jose den Ring vor die Füße, woraufhin er sie umbringt… Und in „Martha“ wird Lionel durch einen Ring als Graf von Derby erkannt.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Ich habe sie auch benannt, weil die Platte die Rolle fast komplett enthält, was hinreicht


    Ich habe nachfragt , weil gestern bei Philbert ausdrücklich nach Gesamtaufnahmen nachgefragt wurde . Schön , wenn es nicht Voraussetzung ist . Hatte ich so nicht verstanden .

    Good taste is timeless - "Ach, ewig währt so lang " - "But I am good. What the hell has gone wrong?" - A thing of beauty is a joy forever.

  • Ich habe nachfragt , weil gestern bei Philbert ausdrücklich nach Gesamtaufnahmen nachgefragt wurde . Schön , wenn es nicht Voraussetzung ist . Hatte ich so nicht verstanden .

    Da ging es um den Mephisto, wo ein oder zwei Arien nicht ausreichen, um von einer dokumentierten Rolleninterpretation zu sprechen. Bei der "Rheingold"-Erda ist das anders. Das hatte ich aber in meinem Erda-Einbringungs-Beitrag ausdrücklich dazugeschrieben:

    In jedem Falle ist bei der "Rheingold"-Erda die Rollen-Interpretation mit einer (Quasi-) Arien-Interpretation identisch, was die Freunde historischer Sängerinnen freuen dürfte, wenn von einigen Sängerinnen, von denen ansonsten eher keine kompletten Rolleneinspielungen vorliegen, liegt die "Rheingold"-Erda vor

    In jedem meiner Zusammenfassungs-Beiträge steht auch etwas dazu.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

    Einmal editiert, zuletzt von stimmenliebhaber (10. Juni 2024 um 22:11)

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