Lieblings-Rolleninterpreten (3 + 3)

  • Ah, nochmal nachgeschaut. Die Westbroek war die Sieglinde, Wagner sang das auf der DVD. Also die Namen verwechselt. Aus irgendeinem Grund machte die Westbroek die CD und Wagner die DVD, man hätte eigentlich annehmen können, das sei die gleiche Aufführung.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Ich hatte die Westbroek live, kam wegen der DVD auf die Wagner

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Sieglinde

    von Aufnahmen:

    Da geht in der Tat kein Weg an Lotte Lehmann vorbei! Und auch an Leonie Rysanek nicht!

    Das macht die Auswahl für Nr. 3 schwierig! Da wäre Göta Ljungberg im "Potted Ring", Jeannine Altmeyer im Boulez-Ring, Jessye Norman unter Janowski, Angela Denoke im Stuttgarter Ring; und auch Daniela Köhler im eben gehörten Züricher Ring gefiel mir ziemlich gut. Ich entscheide mich aber für

    Nadine Secunde im Kupfer-Ring.

    Live:

    Da geht die Krone eindeutig an

    Nina Stemme (Köln 2001, Tate/Carsen)

    Dahinter

    Anne Schwanewilms (Bonn 1998 und 2001, Soustrot bzw. Ott/Schoenbohm)
    Ricarda Merbeth und Astrid Weber haben mich in den Kölner Wiederaufnahmen 2007 und 2010 weniger überzeugen können.

    Bernd

    Fluctuat nec mergitur

  • Meine live in Bayreuth und anderswo gehörten Sieglinden sind mir alle nicht in Erinnerung geblieben, was sicher auch damit zu tun hat, dass mir diese Rolle erheblich weniger wichtig ist als die des Siegmund (oder der Brünnhilde). Also nur von Aufnahmen: Jeanine Altmeyer, Nadine Secunde und Angela Denoke.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Ich kann Mittwoch machen

    "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
    Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

  • 'Sieglinde':

    Historisch kommt man da an der Lehmann ja nun wirklich nicht vorbei. Gerade bei der Bronzemedaille gibt es da für mich eine ganze Reihe von Kandidatinnen. Live fiel es mir da leichter. In Hamburg sang die 'Sieglinde' meistens Linda Plech, die ich hier aber wirklich nicht nominieren möchte, während die Herlitzius damals schon zu sehr nach einer Brünnhilden - Anwärterin klang.

    Historisch:

    1 - Lotte Lehmann
    2 - Leonie Rysanek
    3 - Maria Müller

    Live:

    1 - Waltraud Meier
    2 - Nadine Secunde

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Dann gib mir mal den Donnerstag.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • La verité, dit-on, sortait d'un puits; la Muse,
    Si vous le permettez, sortira d'un tonneau.

    Meine Herzensrolle für heute ist die Muse des Herrn Ernst Theodor Wilhelm Amadeus Hoffmann, gesehen durch den pince-nez von M. Jacques Offenbach !

    von Aufnahmen:

    Catherine Dubosc (Nagano), mit dem unbestreitbaren Vorteil der Muttersprachlerin.
    Angela Brower (Carydis/Jones)
    Angelika Kirchschlager (Nagano/McVicar)

    Live:

    Ute Döring (Köln 1998, Jenkins/Krämer). Das war ihre erste Hauptrolle in Köln; die Nervosität sang sie sich mit den oben zitierten Zeilen der Eingangsnummer weg und sang und spielte danach das, was die Muse im Hoffmann ist: die weibliche Hauptrolle! Sternstunde (denn auch sonst stimmte alles ziemlich gut an jenem Abend)!
    Kathrin Leidig (Bonn 2015, Vestmann/Doucet). Nicht ganz mit demselben Feuer, aber immer noch sehr bewegend in einer Regie, die total am Stück vorbei inszenierte.
    Kristina Wahlin (Köln 2008, N.N./Krämer)

    Susanne Seefing (Mönchengladbach 2015) sang zwar schön, aber mit (zu) kleiner Stimme und blieb ein wenig blaß.

    Glou, glou !

    Bernd

    Fluctuat nec mergitur

  • Mon Dieu, c‘est difficile… Nicht daß ich die Oper nicht mögen würde, sondern weil ich da nicht recht jemanden präsent habe. Zudem kommt das Problem der Fassungen, vor allem in alten Aufnahmen ist die Rolle ja oft arg gestutzt, nicht mit Nicklausse gekoppelt etc. Daher nominiere ich zunächst mal nur Sylvia Kuziemski aus dem Felsensteinfilm und Anne Sofie von Otter bei Tate. Vielleicht reiche ich noch wen nach. Live hatte ich am Gärtnerplatz mal Ann-Katrin Naidu.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Morgen (Mo 17.06.) bringt „Quasimodo“ die 111. Rolle ein (angesichts dieser Schnapszahl müsste die eigentlich was mit Alkohol zu tun haben…) –

    Hm, da gibt es tatsächlich noch eine andere Herzensrolle ...

    Ich stelle fest, dass ich andere Herzenrollen als du habe. Grins1

    Aber zumindest die Schnappszahl ist einigermaßen berücksichtigt, schließlich beginnt diese Oper in einigen Fassungen mit dem "Gluck, Gluck"-Chor...

    Nicht daß ich die Oper nicht mögen würd

    Das unterscheidet uns... :D

    sondern weil ich da nicht recht jemanden präsent habe.

    Das kommt bei mir noch hinzu. ;)

    Bei den Bösewichtern, Frauen oder Dienern fielen mir sofort Lieblingsrolleninterpreten ein, aber bei der Muse???

    Daher nominiere ich zunächst mal nur Sylvia Kuziemski aus dem Felsensteinfilm

    Die hätte ich namentlich nachschauen müssen, hätte das aber nicht gemacht, weil ich die auf keinen Fall nominiere, weil ich die ganz schrecklich finde... Es gibt Szenen der Premierenbesetzung, da war das noch irmgard Arnold, das ist Welten drüber, aber quantitativ leider zu wenig, um von einer vorliegenden Rolleninterpretation zu sprechen.

    Ich muss mal nochmal drüber nachdenken, ob mir noch jemand einfällt. Meine meisterlebte Muse war (in den 1990ern an der Komischen Oper Berlin bei Harry Kupfer) der Bariton Roger Smeets - den nominiere ich schon nal nicht, denn mit der Bariton-Besetzung der Muse habe ich trotz 7 Live-Erlebnissen dieser Inszenierung nie meinen Frieden gemacht...

    Mal sehen, ob ich später noch jemanden nominiere...

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Tatsächlich finde auch ich die Muse nicht ganz einfach zu nominieren, auch wegen des Fassungsproblems - die Fassungen ohne den Auftrittscouplets, Geigenarie und Apotheose können wohl kaum für sich beanspruchen, mehr als 50% der Rolle einzuspielen. Aber auch, weil mir in den neueren Produktionen mediokre Musen unbekannt sind. Die Partie scheint ziemlich dankbar und die Auswahl erfolgt auf hohem Niveau.

    Auf Aufnahme gehts ja noch einigermaßen, wobei es symptomatisch ist, dass ich für diese Rolle nur Livemitschnitte aus diesem Jahrtausend nennen kann.

    Platz 1 geht für mich unangefochten an Angelika Kirchschlager (Salzburg 2002 unter Nagano), trotz Oeser-Fassung.

    2. Angela Brower (München 2011 unter Carydis)

    3. Stella Doufexis (Genf 2008 unter Davin)

    Und da gäbe es noch ein paar Kandidatinnen, für die jetzt kein Platz mehr ist, wie z.B. Stephanie d’Oustrac, Michèle Loisier oder Anne Sofie von Otter.

    Meine drei live erlebten Musen waren alle gut, gut genug für eine Nennung in dieser Rubrik und definitiv auch an der Spitze ihrer jeweiligen Produktion, reichten aber an die obengenannten an interpretatorischer Prägnanz nicht ganz heran:

    1. Camilla Lehmeier in Innsbruck

    2. Andżelika Wiśniewska in Graz

    3. Roxana Constantinescu in Wien

    Liebe Grüße,
    Areios

    "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
    Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

  • Klar, da gibt es das Fassungsproblem. Eine Hauptrolle ist die Muse nur in der Kaye- bzw. Kaye/Keck-Fassung. Die gibt es erst seit den frühen 90er Jahren, die Fassung nach letztem Forschungsstand erst seit 1998. Aber inzwischen werden Neuproduktionen wohl kaum noch nach einer der älteren Fassungen gemacht, und es gibt ja eine Reihe von CD- und Videoproduktionen.

    Aber wir hatten ja auch schon noch ausgefallenere Rollen. Und stimmenliebhaber hat seinen Alk bekommen! Glou glou !

    Die ursprünglich vorgesehen Rolle kommt mit Sicherheit noch. Die ist mir auch weniger eine Herzens(warme)- als eine Gänsehautrolle, was an einer bestimmten live erlebten Interpretin liegt ...

    Bernd

    Fluctuat nec mergitur

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