Lieblings-Rolleninterpreten (3 + 3)

  • Pedro:

    historisch: Hans Hopf, Bernd Aldenhoff, Rudolf Schock.

    Live erlebt: Ion Buzea - ein Kraftkerl, ein wilder aus den Bergen. Rudolf Schock - die mühsamen Reste einer großen Stimme.

    :pfeif:

  • Später war meiner Erinnerung nach Torsten Kerl der Pedro.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Tja in München war Seiffert leider nicht am Gärtnerplatz aktiv…

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Lieber Armin, vielen Dank für die Nennung von Tiefland. Ich habe die Oper in den achtziger Jahren kennen und lieben gelernt. Nach meinem Gefühl gab es damals eine kleine Renaissance des Stücks; ich erlebte innerhalb kurzer Zeit zwei Neuproduktionen in Krefeld bzw. in Wuppertal. Allerdings möchte ich die Tenöre aus diesen Aufführungen nicht nennen. 2006 gab es eine Neuproduktion in Frankfurt/Main mit John Treleaven als Pedro. Die WA mit Johan Botha habe ich leider verpasst.

    historisch: Heinz Hoppe mit der Staatskapelle Dresden

    Und natürlich darf bei mir die Aufnahme mit Éva Marton und René Kollo unter Janowski nicht fehlen; auch in den achtziger Jahren entstanden.

  • "Tiefland" - Pedro:

    Hier sind meine Kenntnsise recht begrenzt. Im Regal findet sich nur eine Aufnahme mit Max Lorenz, der mich nicht sehr überzeugt. Ich muß mich auf zwei Namen beschränken:

    1. Rudolf Schock (1963, Hans Zanotelli) - sehr intelligente Gestaltung

    2. Bernd Aldenhoff (1953, Rudolf Albert) - eher Naturbursche, aber gemäßigt

    ______________________

    Homo sum, ergo inscius.

  • "Tiefland" - Pedro: Ich kenne nur eine Aufnahme, nämlich die schon gezeigte DVD aus Zürich mit Peter Seiffert, den ich trotz fehlender Vergleichmöglichkeiten nominiere. Mir gefällt diese Oper und ich würde sie gerne einmal auf der Bühne erleben. Leider hat sich bisher nie die Gelegenheit ergeben, und laut Operabase steht auch im nächsten Jahr keine Aufführung an.

    Die anderen Rollen arbeite ich in den nächsten Tagen nach.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Wie bereits angedeutet geht es heute um Jochanaan in Richard Strauss' Oper Salome, der sein Dasein in einer Zisterne fristen muss. Ich mache es kurz und bündig:

    historisch: José van Dam unter von Karajan

    Bernd Weikl unter Mehta und Böhm

     

    Juha Uusitalo; ich habe mir den Stream der MET während der Pandemie angeschaut

    live: Hermann Becht 1982 an der DOR in Düsseldorf

    Vincent Le Texier 2011 in Lüttich in Salomé. Nein, ich habe mich nicht vertippt; man spielte die 1907 in Brüssel zur Aufführung gelangte französische Fassung.

    Scott Hendricks 2012 in Brüssel

  • Sehr schön. Den hatte ich natürlich bei der "Erfindung" dieser Themenwoche von Anfang an auch mit im Blick. Außerdem habe ich im letzten Jahr so ziemlich alle "Salome"-Aufnahmen gehört, die es gibt, habe also noch relativ frische Höreindrücke. Zu meinem Nominierungsbeitrag komme ich heute erst später. Ich kann aber jetzt schon verraten, dass meine Nominierungen mit denen des Rolleneinbringers nullkommanull Überschneidung haben werden. Grins1

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Also, meine Lieblingsrolleninterpreten des Jochanaan sind:

    Ich habe im letzten Jahr etwa 25 Aufnahmen angehört und mein absoluter Favorit war danach:

    1. Josef Metternich

    Ihn kannte ich vorher in dieser Rolle gar nicht und hatte ihn vorher nicht auf der Favoritenliste, da ich dachte: ein reiner Bariton, der vor allem im italienischen Fach zu Hause ist, wird wohl nicht der ideale Jochanaan sein (eher ein Bassbariton in der Wotan-Richtung), aber Pustekuchen: Metternich singt die Rolle auf der Moralt-Aufnahme grandios und bildet zusammen mit Walburga Wegner ein geradezu ideales Protagonistenpaar.

    2. Herbert Janssen

    Er ist im MET-Mitschnitt von 1949 unter Fritz Reiner an der Seite von Ljuba Welitsch schon seit mehr als 30 Jahren mein Lieblingsrolleninterpret des Jochanaan. Ja, vielleicht ist er schon ein Mü über seinen Zenit hinaus und ja, die Tiefe ist nicht besonders gut ausgeprägt (bei "Niemals"-Stelle kommt fast nur heiße Luft), aber was für Emphase, was für Wärme und Menschlichkeit in der Stimme, was für wunderbare Bögen bei "Er ist in einem Nachen"! Er ist der sympatischste Jochanaan, den ich je gehört habe.

    Platz 3 geht überraschenderweise an einen nicht-originalsprachlichen Interpeten:

    3. Tito Gobbi

    1952 unter Sanzogno in einer italienischsprachigen Aufnahme der fanatischste Jochanaan, den ich je gehört habe und daher neben Metternich meine lohnendste Jochanaan-Neuentdeckung bei meinem letztjährigen vergleichenden "Salome"-Hören.

    Deshalb gehen einige geschätzte Sänger bei dieser Rolle leer aus, u.a. mein historischer Lieblings-Wotan Ferdinand Frantz und auch mein live erlebter Lieblings-Wotan Robert Hale, obwohl ich diesen neben seiner zauberhaften damaligen Gattin Inga Nielsen in der Gesamtaufnahme unter Schönwandt sehr gerne als Jochanaan höre. Das gilt erstaunlicherweise auch für James Morris in der Ozawa-Aufnahme, den ich ansonstan (v.a. als Wotan) interpetatorisch nicht übermäßig schätze, der hier aber beim Jochanaan genau richtig ist.

    (live erlebt)

    4. Ekkehard Wlaschiha

    Er ist im April 1992 an der Staatsoper Berlin mein erster Live-Jochanaan gewesen und eigentlich mein liebster Live-Jochanaan geblieben, obwohl ich danach noch einige andere sehr gute erlebt habe, aber einige Mitschnitte aus München, Berlin und der MET bestätigen meine damaligen überaus positiven Eindrücke. Zwei verlinke ich mal:

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    Was für eine Kraft, was für eine Wucht, was für eine Emphase!

    5. Falk Struckmann

    Er dürfte mit mindestens 5 Live-Erlebnissen (in einer 5er-Serie mit Inga Nielsen an der Staatsoper Berlin, bei der ich keine Vorstellung ausließ, vielleicht auch nochmal davor oder danach ohne sie) mein meisterlebter Live-Jochanaan sein gewesen sein. Auch er hatte eine ungeheure Wucht in der Stimme, war an den richtigen Stellen aber auch zu warmen Tönen fähig.

    Ihn gibt es in dieser Rolle ganz offiziell, womöglich etwas zu spät (ich kenne diese Aufnahme nicht, bevorzuge Audiomitschitte aus den Jahren zwischen 1995 Leipzig und 2002 Berlin, die finde ich nicht bei YT, habe sie aber auf meiner Festplatte):

    Der letzte freie Nominierungsplatz geht an

    6. Monte Pederson

    Ihn erlebte ich sehr überzeugend 1994 an der Staatsoper Berlin.

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    Positiv überrascht war ich 2002 auch von Bernd Weikl in Hamburg, nachdem der mich in den Jahren zuvor in einem anderen Rollen mitunter doch verärgert hatte. Als ich mir freilich vor einen Jahr auch diesen Film nochmal ansah, gefiel er mir (im Vergleich zu den vielen anderen frisch gehörten) nicht so gut wie früher, also vor ca. 30 Jahren, als ich diesen Film kennen lernte.

    Mein schlechtester Live-Jochanaan war womöglich doch Theo Adam - was ich damals im Dezember 1992 bei seinem letzten Live-Auftritt in dieser Rolle gar nicht so empfand, aber als ich mir vor drei Jahren einen Mitschnitt, den ich bekam, anhörte, zog es mir förmlich die Schuhe aus...

    So, das war mein Senf zum Jochanaan. Grins1 :wink:

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • In München gab es „Salome“ in einer Inszenierung Everdings. Der Zisternendeckel wurde mit einer Winde hochgezogen,was aussah wie ein überdimensionaler Klodeckel. Aber das war schnurz, wenn da ein Lackl wie Terfel in der Blüte seiner Jahre herausstieg und loslegte, so daß auch den allermeisten Zuschauerinnen die Libido in die Höhe schnellte… bei weitem der stärkste Eindruck, den ich in der Rolle je hatte. Vor ein paar Monaten hatten wir hier Nicholas Brownlee, das war auch nicht übel.
    Aufnahmen:

    1. Schmetternich gehe ich mit.
    2. Josef Herrmann unter Keilberth in Dresden.
    Für den dritten muss ich noch ein wenig querhören

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • "Salome"-Jochanaan

    historisch: José van Dam/Herbert Janssen/William Dooley

    live erlebt: Bernd Weikl/Samuel Youn/Theo Adam

    Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten...

    GB

  • Der Freischütz"-Max

    historisch: Hans Hopf/Rudolf Schock/Willy Treffner

    live erlebt: Will Hartmann/Gerd Brenneis/Günter Neumann

    Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten...

    GB

  • Was ist denn mit einigen unserer Stamm-Nominierer wie "Quasimodo", "Waldi", "b-major", "Areios" oder "Waldi" los? Der Jochanaan kann doch eigentlich keine große Hürde für euch sein, oder? "Bertarido" wird noch unterwegs sein und "Wolfram" wird sicherlich wieder irgendwann nacharbeiten... :wink:

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

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