Wer nicht lesen will, muss hören!

  • Hallo Agravain,

    dann wünsche ich genussvolles Hören! Gegen Westphal habe ich nichts, seine Thomas-Mann-Hörbücher konnte ich gut anhören. Trotzdem fände ich es schön, wenn es wenigstens die Buddenbrooks und den Zauberberg in einer aktuelleren Fassung gäbe. Wenn in einigen Jahren der Urheberrechtsschutz abgelaufen ist (2025?), wird es hoffenlich die beiden Werke noch mal neu eingelesen und als mp3-CDs geben.

    "Stumrhöhe" kann man auch in der Audiothek anhören und herunterladen - gelesen von Regina Münch.

    https://www.ardaudiothek.de/sendung/sturmh…erbuch/77835002

    Die ARD-Audiothek ist ja überhaupt eine wahre Hörbuchfundgrube. Zum Beispiel gibt´s dort auch "Stolz und Vorurteil" vollständig.

    https://www.ardaudiothek.de/sendung/jane-a…urteil/76485716

    Von Fontane haben sie "Irrungen und Wirrungen"

    https://www.ardaudiothek.de/sendung/theodo…rungen/69773030


    und Effi Briest:

    https://www.ardaudiothek.de/sendung/effi-b…lserie/69859582


    Im Moment höre ich gerade Rahel Varnhagen (die Briefe als Hörspielbearbeitung).

    https://www.ardaudiothek.de/sendung/rahel-…kennen/93014334

    Nur auf "Middlemarch" als Hörbuch warte ich bisher vergeblich.

    Vom Schlechten kann man nie zu wenig und das Gute nie zu oft lesen. Arthur Schopenhauer

  • Wenn in einigen Jahren der Urheberrechtsschutz abgelaufen ist (2025?) [...]

    Ich vermute, der Schutz läuft am 1.1.2026 aus. Thomas Mann starb 1955. Dann 70 Jahre weiter und zum 1.1. des Folgejahrs.

    Unter Vorbehalt, ich bin kein Kenner des Urheberrechts.

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Na, das wird ja ein langer Urlaub. Aber schöne Auswahl und indeed, Derek Jacobi hat eine fantastische Stimme. Genieß es!

    :wink: Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Fitzek - Der Insasse

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    meine Lauscherchen sind keine Hörbuchfans .. aber diese Chose kam als spannender Super-Triller rüber ... gleichfalls geeignet - wie Fitzek-HSP-Playlist - als unterhaltsamer Backround zum z.B. Spring Cleaning oder Gartenzaunpinseln.. ... Handlung größtenteils in einer Klapse verortet..
    ... auch cooler Speech wie:
    .. als er wieder zu sich kam, wünschte er sich beinahe, Tramnitz würde ihm noch einmal gegen den Kopf schlagen. Am besten mit einem Vorschlaghammer, so fest, dass er nie wieder aufwachte. Dass er nie mehr diese Schmerzen fühlen müsste.

    Die Intensität war mit nichts zu vergleichen, außer vielleicht mit der Vorstellung, dass sein gesamtes Gehirn ein riesiger entzündeter Schneidezahn war, den ein wahnsinniger Arzt ohne Betäubung mit einer Nagelzange hatte ziehen wollen, wobei er ihm jedoch abgebrochen war; und jetzt lagen die Nervenenden frei und wurden mit säurehaltigen Gedanken gespült....... Grins1 :thumbup: :thumbup:

    .. Story mit überraschenden Wendungen... Sprecher-Stimme fetzig modulierend, vor allem beim Fiesling Tramnitz .....

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Simon Callow hat einige Romane von P.G.Wodehouse in gekürzter Form eingelesen, die aber zur Zeit weder als CD noch als MC leicht zu bekommen sind. Was eine wirkliche Schande ist, denn seine Interpretationen sind einfach köstlich. P.G.Wodehouse ist für sich allein genommen schon ein wirkliches Vergnügen, durch Simon Callow wird das dann noch einmal verdoppelt. Ein weiterer Beweis dafür, was ein großer Sprecher für einen literarischen Text bedeuten kann.

    Jedenfalls habe ich mich in der letzten Zeit mal wieder durch meine Aufnahmen mit Callow/Wodehouse durchgehört. Es tut schon recht gut, in diesen Tagen mal wieder so richtig lachen zu können.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Ich hatte großen Spaß mit dieser Lesung:


    Vladimir Nabokov: Pnin.

    Ulrich Matthes höre ich als Sprecher sehr gerne. Seine Lesung von "Pnin" ist mMn kongenial. Vor allem die Sprechweise Professor Pnins, der des Englischen nicht wirklich mächtig ist und mit starkem russischen Akzent spricht, gelingt ihm fantastisch.

    :wink: Talestri

    One word is sufficient. But if one cannot find it?

    Virginia Woolf, Jacob's Room

  • Der Pnin ist ja auch – auf eine ganz andere Art als Lolita oder Ada oder das Verlangen – ganz großartige Literatur. Ich könnte einerseits weinen ob des Schicksals von Pnin, aber gleichzeitig ist das mit einer gewissen Leichtigkeit so ausbalanciert, dass auch wieder eine Spur von Trost rüberkommt.

    Das ist mein größter Einwand gegen Musik, dass Österreicher darin exzelliert haben.
    (Arno Schmidt: Das steinerne Herz)

  • Der Pnin ist ja auch – auf eine ganz andere Art als Lolita oder Ada oder das Verlangen – ganz großartige Literatur.

    Es ist sprachlich überwältigend, so dass ich beim Lesen mindestens auf jeder Seite einen Satz markieren musste!

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    Virginia Woolf, Jacob's Room

  • Monika Rinck: Risiko und Idiotie

    Ein herrlich albernes und kluges Hörspiel nach Essays der Dichterin Monika Rink. Regie: Leopold von Verschuer, BR 2022. Darin so schöne Sätze wie dieser: „Jede Form des Verstehens bringt die Überschätzung des eigenen Standpunkts mit sich“ :jaja1:

    :wink: Talestri

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    Virginia Woolf, Jacob's Room

  • Es gibt jetzt eine ganze Serie von Krimi-Hörspielen um Charles Paris herum in der Tube. Paris ist Schauspieler, der seine Karriere in den Sand gesetzt hat, seine Ehe, seine Leber, seine diversen Beziehungen und noch 'ne Menge mehr. Ab und an ergattert er ein Engagement, bei denen es dann regelmäßig zu Mordfällen kommt, die er, dank seiner manchmal vorkommenden Abstinenz auch lösen kann.

    Die Fälle und ihre Auflösung sind jetzt nicht unbedingt der Grund, warum man sich die Hörspiele zuführen sollte, sondern vielmehr geht es um das ganze Drumherum. Er selber ist ein charmanter Hallodri, lebensunfähig und unverbesserlich, die Dialoge mit seiner Noch-Ehefrau oder seinem Agenten sind bester britischer Humor und die Einblicke in die Theater- und Filmszene schlichtweg köstlich.

    Also beste Unterhaltung! In dieser Folge geht es übrigens um eine Hamlet-Inszenierung.

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    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Ich sehe gerade, dass dieses Charles-Paris-Hörspiel nicht mehr verfügbar ist, wer aber trotzdem Lust darauf hat - es finden sich weiterhin eine ganze Reihe anderer in der Tube.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Was passiert, wenn eine 30jährige, oberflächliche Influencerin einer 86jährigen 'old bitch' im Rahmen eines Wohltätigkeitsprogramms helfen möchte, kann man hier erleben:

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    Da prallen nicht nur zwei Welten aufeinander, das ergibt dann auch beste englische Unterhaltung. Sehr witzig!!!

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Auf archive.org sollten sich noch alle finden, meine ich. Großartige Teile!

    Danke für den Hinweis. Muss ich gleich mal nachschauen. :cincinbier:

    Ja, die Dinger sind wirklich toll.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

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  • Während ich heute im Garten arbeitete, habe ich mir dies hier mal wieder auf die Ohren gehauen:

    Ach, das ist schon verdammt gut, geschrieben wie gelesen. Ich mag Westphal einfach und erst recht bei Thomas Mann und die Novelle ist großartig. Was für grandiose Szenen im Hotel oder am Strand bis einen das Lachen dann doch im Halse stecken bleibt ob der faschistischen Verführung durch den Zauberer.

    :wink:Wolfram

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    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Alle paar Jährchen wieder verfalle ich erneut mehr oder weniger heftig der guten Agatha Christie. Nur schade, dass ich eigentlich alle Bücher gelesen habe und mich sofort an den Täter erinnere. Aber trotzdem bringt es Spaß, die so unglaublich gute Konstruktion der Fälle wieder einmal zu genießen oder das skurrile Personal, wie zum Beispiel all die Majors und 'Spinsters' (And can you speak English? - I was at Eton. - So you can't!), verschroben und engstirnig und unfreiwillig komisch wie sie sind, dazu das liebevoll - klischeehafte alte England und den unglaublichen Humor der Autorin.

    Und zum Glück gibt es ja nicht nur die Bücher, wobei die natürlich immer zuerst kommen, sondern auch die Verfilmungen und die Hörspiele. Verdammt gut sind dabei die älteren BBC-Produktionen mit John Moffat als Hercules Poirot wie hier mit einem seiner besten Fälle:

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    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Nach der Lektüre das Hörbuch:

    Natürlich arg gekürzt auf nicht einmal drei Stunden. Das ist im Schweinsgalopp durch das Werk und würde ihm auch nicht gerecht werden, wenn nicht John Gielgud lesen würde. Die ironische Distanz, die er einnimmt, die er aber an den entsprechenden Stellen in Richtung Humor oder Tragik aufbricht, bekommt dem ganzen Roman unglaublich gut.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Witzig und intelligent, kurzweilig und erhellend - Roger Willemsen und Karl Lagerfeld unterhalten sich über Bücher, Literatur, Lesen.

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    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Das obige Video ist in der Tat verschwunden. Schade eigentlich.

    Natürlich weiterhin verfügbar, da auf CD vorliegend:

    Heute noch einmal den Cocteau gehört: La voix humaine' in der Interpretation durch die Knef. Das ist ja v.a. ein Vehikel für eine große Schauspielerin, von daher könnte ich mir eine ganze Reihe anderer 'Theaterdiven' mit diesem Text vorstellen. Aber die Knef macht es schon gut, wenn vielleicht doch von der Anlage her ein wenig zu konventionell. Andererseits kann man dankbar sein, dass es überhaupt eine deutschsprachige Aufnahme gibt.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

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