Sänger – Eure liebsten Männerstimmen

  • Wähle jetzt mal mehr Sänger aus, die ich schon live erlebt habe und die mich sehr beeindruckten:


    Bryn Terfel
    Jonas Kaufmann
    René Pape
    Nikolai Schukoff
    Juan Diego Flórez
    Falko Hönisch
    Rolando Villazón
    Plácido Domingo
    Nikolay Borchev
    Yonghoon Lee


    Liebe Grüße
    Ingrid

  • Bei Hermann Uhde hast Du unbedingt Recht, er hatte eine so traumhaft schöne, ausdruckstarke Bass-Stimme wie fast kein anderer in seinem Jahrgang.


    Ich kann mich erinnern wie unfein das Wiener Publikum bei der ersten Neueinstudierung der Gounodschen "Margarethe" 1963 war [damals sagte man in Wien noch nicht Faust], als Nicolai Ghiaurov [und er] den Mephisto sangen, für Ghiaurov war es der erste im Westen, als Hermann Uhde statt die 2. Premiere die 1. sang und das Publikum ihn ausbuhte, das war eine der größten Gemeinheiten, ja das Publikum kann grausam sein.


    Lieber Peter,
    sowas höre ich natürlich ungern und kann es auch schlecht nachvollziehen, auch ist es äußerst unfair. Da ich den Mitschnitt dieser Aufführung habe, kann ich es noch weniger verstehen, denn Uhde hat einen guten mephisto gegeben (und die Probleme mit dem Französischen hatte Kmentt, der den Faust sang auch). Zum Glück ist auf dem Mitschnitt das Buh-Konzert nicht zu hören.

    "Allwissende! Urweltweise!
    Erda! Erda! Ewiges Weib!"

  • 5 Tenöre:
    John McCormack
    André d'Arkor
    César Vezzani
    Ivo Zidek
    Tito Schipa


    5 Baritone:
    Simon Keenlyside
    Thomas Allen
    Arthur Endrèze
    Mattia Battistini
    Giuseppe Taddei


    5 Bässe
    Kurt Moll
    Eduard Haken
    Pol Plançon
    Alexander Kipnis
    Tancredi Pasero


    Als Zugabe 5 Kontratenöre
    Alfred Deller
    Derek Lee Ragin
    Philippe Jaroussky
    Drew Minter
    Henri Ledroit

    Alles, wie immer, IMHO.

  • Meinw Auswahl

    Hallo allerseits!


    Hier endlich meine Auswahl, allerdings ohne Reihenfolge und Unterscheidung der Stimmfarbe:


    - F. Wunderlich


    - K. Böhme


    - H. Prey


    - W. Windgassen


    - W. Anheisser


    - P. Schreier


    - S. Burrows


    - N. Gedda


    - M. Salminen


    - W. Brendel
    - D. van der Walt



    Liebe Grüße und auf bald!


    Kathy

  • Voting Männerstimmen – mein Stand 2012:




    1 Cesare Siepi – Baß


    2 Ruggero Raimondi – Baß-Bariton


    3 Franco Corelli – Tenor


    4 Thomas Allen – Bariton


    5 Giuseppe di Stefano – Tenor


    6 Simon Keenlyside – Bariton


    7 Luca Pisaroni – Baß-Bariton


    8 Lawrence Tibbett – Bariton


    9 Waldemar Kmentt – Tenor


    10 Wolfgang Brendel – Bariton


    11 Bernd Weikl – Bariton


    12 Roberto Alagna – Tenor


    13 Luciano Pavarotti – Tenor


    14 Dmitri Hvorostovsky - Bariton


    15 Leo Nucci - Bariton



    :wink: :wink: Kristin

    Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)

  • Meine Favoriten ohne Stellenwert


    1. Fritz Wunderlich
    2. Christian Gerhaher
    3. Kurt Moll
    4. Gottlob Frick
    5. Peter Schreier
    6. Thomas Quasthoff
    7. Eberhard Waechter –
    8. Juan Diego Florez
    9. Hermann Prey
    10. Kenneth Spencer

    viele Grüße von musica

  • Glückwunsch!

    @ musica:


    Gratulation zu deiner Auswahl! Bei einigen der Sänger stimmen unsere Meinungen ja überein. Was sagst du zu meiner Auswahl?


    LG,


    Kathy

  • Was ich bin gar nicht erwähnt - da bin ich "fast enttäuscht" dabei sang ich ja so - hoch. :jub: :jub:


    Liebe Grüße Euer Streiferl. :wink: :wink:

  • Es ist immer schwer eine reihenfolge festzulegen...es ist ja immer viel Geschmackssache dabei...


    Ich liebe sehr edle Stimmen, deshalb liegen Namen wie Dieskau oder Gobbi nicht in vordersten Front...sicher vergesse ich auch jemand..aber ich versuchs mal...immer abwechselnd Tenor, Bariton, Bass


    1. Fritz Wunderlich...wohl eine der schönsten Stimmen überhaupt
    2. Ettore Bastianini...im Falle Verdi wohl der beste Bariton
    3. Cesare Siepi...ein Bass der Vollendung
    4. Luciano Pavarotti...eine sichere Höhe und perfekte Technik
    5. Renato Bruson...eine edle Stimme vorallem im mittleren Register...wohl kaum einer singt so ein Belcanto
    6. Boris Christof...was für eine Stimme und der Umfang
    7. Carlo Bergonzi...sicher nicht die größte Stimme, aber was er mit seiner Technik draus macht...dieser Platz ist verdient
    8. George London...was für eine Wagnerstimme und ausgesprochen schön finde ich
    9. Nicolai Ghiaurov,,,ein runder Klang der Vollendung
    10. nun muss ja wieder ein Tenor kommen...schwer..kann mich nicht entscheiden Corelli oder Di Stefano oder Domingo...nimm Dir einen Lb, gruß

  • 2. Ettore Bastianini...im Falle Verdi wohl der beste Bariton


    Himmel, was für eine Stimme! Ich höre hier schon seit Tagen immer mal wieder das Duett mit Flaviano Labò aus dem "Don Carlo": "E' Lui desso! L'Infante" unter Santini (1961). Das ist einfach nur genial! (Lieben Dank an den - dessen Namen ich vergaß (tschuldigung)- der mir diesen Hinweis gab!) Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll: Das ist einfach nur wahnsinnig, berauschend, unglaublich sinnlich... ach, so hört doch selber! Das ist LEBEN!


    Ja, das war (ist!) eine wirklich edle Stimme!


    Aber warum erwähnst Du Jussi Björling nicht, wenn Du von edlen Stimmen sprichst?

  • Als Neuling hier möchte ich dann auch mal meine Lieblingssänger vorstellen, wenn auch etwas verspätet in diesem thread.


    TENÖRE


    Nummer 1 ist und bleibt Franco Corelli. Keiner sang sich so in mein Innerstes wie er, er berührt einfach immer wieder meine Seele. Seine Stimme ist so voller Sinnlichkeit und Erotik, ich konnte immer nachvollziehen, dass die (meist) Sopranistinnen für ihn starben (siehe Leonora ;+) )


    Unter den aktuellen Tenören höre und sehe ich gern Jonas Kaufmann. Ich persönlich mag diese männlich-baritonalen Tenöre lieber.




    BARITON


    Da fällt mir eine Rangfolge schwer. Hier kommt es auf die Rolle an.


    Als Scarpia, Jago und Rigoletto für mich unerreicht bleibt Tito Gobbi. Eine gewaltige Stimme mit unglaublicher Gestaltungskraft! Dazu kam eine enorme Bühnenausstrahlung und Schaupielkunst.


    Andererseits gab es den wunderbaren Ettore Bastianini, der vor allem mit Corelli atemberaubende Duette gesungen hat.


    Piero Cappuccilli war ein wunderbarer Posa und vor allem Macbeth. In HH applaudierte einmal die große Grace Bumbry nach dem Macbeth-Monolg auf offener Bühne (gemeinsam mit dem Publikum) ihrem Kollegen.


    Besonders gern hörte und sah ich auch Sherill Milnes, zusammen mit Domingo ein beeindruckender Jago und Posa. Seinen Macbeth, ganz anders als Cappuccilli, finde ich auch besonders hörenswert.


    Unter den aktuellen Baritons (sagt man so?) kenne ich keinen, der mich nachhaltig beeindruckt.


    BASS


    Nummer 1 für mich immer noch Nicolai Ghiaurov. Seine wohlklingende Stimme erfüllte das Operhnaus wie eine Orgel! Auch er besaß zusätzlich eine herausragende Darstellungskraft. Seine große Szene im Carlos war immer wieder atemberaubend. Aber auch sein Mephisto oder Boris. Dass er auch komödiantisches Talent hatte, bewies er einmal in HH als Basilio im Figaro.


    Unter den heutigen Sängern beeindruckte mich Rene Pape als Mephisto und als Philipp.


    Bryn Terfel (wohl eher Bass-Bariton) sah ich in der Met-Übertragung als Wotan, seine stimmliche und schauspielerische Darstellung hat mich sehr ergriffen.

  • Nummer 1 ist und bleibt Franco Corelli. Keiner sang sich so in mein Innerstes wie er, er berührt einfach immer wieder meine Seele. Seine Stimme ist so voller Sinnlichkeit und Erotik, ich konnte immer nachvollziehen, dass die (meist) Sopranistinnen für ihn starben (siehe Leonora ;+) )

    Liebe Leonora,


    willkommen bei Capriccio, Du sprichst mir bei Corelli ziemlich aus dem Herzen, aber mittlerweile stelle ich an die selbe Stelle (ich finde eine ganz andere Art von Stimme) Giuseppe di Stefano. Zwei Tenöre gleich geschätzt.


    Bei den Baritonen kann ich Dir auch beipflichten, was Tito Gobbi angeht, aber auf den Folgeplätzen. An allererster Stelle steht bei mir Lawrence Tibbett, allerdings glaube ich, daß er ein Baß-Bariton war, aber das ist nur mein Ohr, mein Laien-Ohr.
    Mein 2. Bariton, und da ist die Stimmlage eindeutig, ist Sir Thomas Allen, der große britische Ausnahme-Bariton, der mir schon so große Freude gemacht hat, als Don Giovanni, Danilo, Eisenstein, Vater Besenbinder, Marcello und vor allem als Sixtus Beckmesser.


    Und mein Favorit für immer ist der Baß Cesare Siepi, :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: dicht gefolgt von Ruggero Raimondi, aber nur gefolgt. Siepi ist mein Don Giovanni, Figaro, Philipp II und Fiesco für immer. Raimondi, ach je, dasselbe Fach, aber was für ein Graf Almaviva, Silva, Figaro, Escamillo, Mustafa, Don Pasquale usw....


    Liebe Grüße von


    Kristin am Nachmittag, der dieser Beitrag viel Freude macht. :wink:

    Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)

  • Nummer 1 ist und bleibt Franco Corelli. Keiner sang sich so in mein Innerstes wie er, er berührt einfach immer wieder meine Seele. Seine Stimme ist so voller Sinnlichkeit und Erotik,



    Hallo Leonora,


    aha. In Dein Innerstes also - so einfach geht das ;+) . - Leider - oder auch gottlob (?) - neigen wir Frauen gelegentlich dazu, gerade solche Sänger zu heroisieren, die eben genau dies transportieren: Sinnlichkeit und Erotik. - Hast Du Dich einmal gefragt, wieso das so ist? ^^


    Ich glaube, wir sind nur einen winzigen Schritt von unseren Urahnen entfernt, was derlei Dinge angeht. :angel:

  • Leider - oder auch gottlob (?) - neigen wir Frauen gelegentlich dazu, gerade solche Sänger zu heroisieren, die eben genau dies transportieren: Sinnlichkeit und Erotik.

    Na gottlob doch, was wäre denn z.B. ein Sänger des "Don Giovanni" wenn er das nicht könnte? Fehl am Platz!!! Es liegt in der Natur. Der große Leo Slezak hat geschrieben, eine Stimme muß die Herzen erreichen, wie recht er hatte.


    :wink: :wink: :wink: Kristin

    Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)

  • Liebe Kristin,


    wie gut , dass wir alle unterschiedliche Vorlieben haben - es gibt ja so viele wunderbare Sänger und natürlich auch Sängerinnen. Aber vielleicht sollte ich lieber GAB sagen. Ich finde es sehr auffällig, dass hier in erster Linie Künstler vergangener Tage genannt wurden. Auch ich höre immer wieder am liebsten meine alten live- Mitschnitte aus der Scala oder der Met, Wien oder oder aus den 50igern und 60igern - so nach dem Motto, früher war alles besser.



    Und guten Abend, Cosima,


    weißt Du, ich frage mich schon so vieles, gerade auch was meine Psyche angeht :juhuu: , da lass ich das beim Musikhören mal sein und genieße einfach. Ist es nicht herrlich, dass es Dinge gibt, die einem rundum das Gefühl geben, dass das Leben schön ist? Corelli hören gehört für mich dazu (auch wenn das Operschicksal ja gerade ihm meist tragisch mitspielt :faint: ) - naja und noch einiges anderes mehr, aber das betrifft andere Themen :rolleyes: .


    Liebe Grüße
    Leonora

  • Ich finde es sehr auffällig, dass hier in erster Linie Künstler vergangener Tage genannt wurden.

    Hallo Leonora,


    ganz stimmt das nicht mehr für mich, wenn auch die genannten Sänger meine allerliebsten sind bzw. waren. Mittlerweile habe ich auch andere entdeckt, z.b. den jungen russischen Baß Ildar Abdrazakov, den ich bei 2 Met-Übertragungen ins Kino bewundern durfte und auf dessen Figaro im Herbst ich mich sehr freue. Endlich eine wirklich schöne, ausdrucksvolle Stimme und er kann auch noch spielen. Dann gibt es bei den aktuellen dunkleren Stimmen z.B. Simon Keenlyside oder Dmitri Horostovsky, die ich sehr schätze.


    Irgendwie hat sich mein Geschmack mit den Jahren auf die dunkleren Stimmen mehr verlagert, warum auch immer.


    Bezüglich Corelli ist es so, daß er mich nach wie vor sehr berührt, bei einer Aufnahme mit Domingo mit derselben Oper ist es lange nicht so bzw. nicht vorhanden. Er sang mir größtenteils zu routiniert. Franco sang halt mit großer Passion und ja, die Stimme war auch sexy, grins. Sir Rudolph Bing schrieb mal, er wäre die Inkarnation der Oper gewesen, der dramatischen italienischen bestimmt (glaube ich). Als Calaf z.B. ist er für mich nach wie vor unerreicht.



    :wink: :wink: :wink: Kristin

    Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)

  • Zitat

    den jungen russischen Baß Ildar Abdrazakov,


    Hallo liebe Musikkristin !
    von ihm gibt es eine Recitals CD mit rus .Arien ?Supi kann ich nur sagen !!!!!
    Kennst du sie schon? Cover wollte ich nicht einstellen hier im Thread!


    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Lieber Palestrina,


    ja habe ich, phantastisch gefällt sie mir. Außerdem gibt es in Youtube einen ganzen Don Carlo von Turin 2013, wo er einen tollen, wenn auch reichlich jungen, König singt und spielt. Ein Bassist, auf den ich mit großer Hoffnung und Freude blicke.


    :wink: :wink: Kristin

    Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)

  • Nun gut dann folgt hier meine Liste - die Hierarchie allerdings ist sicher nicht eindeutig:


    Thomas Stewart, Bariton: stimmliche Schönheit und Autorität, gepaart mit intelligenter Wortbehandlung, eminenter Tiefe des Ausdrucks und beispielhaftem Stimmsitz


    Giuseppe Taddei, Bariton: plastischer Ausdruck und singulärer Farbenreichtum, Breite d. Repertoires


    Matti Salminen, Bass: Urviech der Bühne, stimmliches Naturereignis


    Walter Berry, Bassbariton: wunderbare Kombination aus Natur und Kultur, auffallend rollenspezifische stimmdramatische Farben


    Jonas Kaufmann, Tenor: baritonale Färbung, breite dynamische Palette, intelligent-intuitive Rollendurchdringung, exzellente Bühnenerscheinung


    Fritz Wunderlich, Tenor: der Tenor der Tenöre dank singulärer Stimmschönheit und wegen seiner natürlich-ungekünstelten Interpretation


    George London, Bassbariton: eine Stimme wie glühende Lava, die als Naturereignis den ab und an etwas pauschalen Ausdruck mühelos vergessen macht


    Franz Crass, Bass: der Legatokünstler mit dem Cello im Kehlkopf


    Rolando Villazon, Tenor (sic!): Intensität, Persönlichkeit, Kampfgeist (dabei überhöre ich persistierende Probleme keinesfalls; dass er in meiner Liste aufscheint, ist vornehmlich Eindrücken geschuldet, die bereits länger zurückliegen)


    Gottlob Frick, Bass: schwarz, schwärzer, Frick

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