Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? - Die Kritik am Regietheater

  • Zitat

    Ackermann passt eher zu Fafner, der mit seinem "Ich lieg und besitz" die "Kreditklemme" verursacht!

    ist sehr naheliegend, aber das Bankenwesen als solches ist doch eher der Zirkulationssphäre in der Kapitalverwertung zuzuordnen... also dann wenn die "Kreditklemme" wieder aufgehoben ist :thumbup: ....
    :wink:

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • [...], aber das Bankenwesen als solches ist doch eher der Zirkulationssphäre in der Kapitalverwertung zuzuordnen... also dann wenn die "Kreditklemme" wieder aufgehoben ist :thumbup: ....


    Bei den niedrigen Leitzinsen sollten die Herren so langsam mal mit der "Zirkulation" beginnen! X(


    :wink:


    Gerd

  • ... und die von der Zentralbank vorgeschrieben Mindestreserven dürften ja auch nicht so ins Gewicht fallen... wir werden aber jetzt etwas OT..


    :wink:

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Das, was man gemeinhin "Regietheater" nennt, befürworte ich voll und ganz...


    Was mich aber immer wieder an Inszenierungen stört, welche von Regietheatergegnern als "modern" bezeichnet werden, ist das erzwungen originelle mancher Einfälle... sie zeugen von dem Wunsch des Regisseurs nach einem originellen Einfall... aber kaum von Originalität...


    Am Beispiel Aida: Der Regisseur fragt sich, wie man Sklavinnen heutzutage "zeitgemäß" darstellen kann. Das Ergebniss: Aida und ihr Chor treten als Putzkolonne auf... *gähn*... das ist allzu naheliegend, allzu offensichtlich... und wirkt wie das Ergebnis des Brainstormings der Theater-AG einer 20. Klasse... (So in diesem Frühjahr am Staatstheater Nürnberg gesehen, in einer Inszenierung, die mich von den Putzfrauen abgesehen durchaus überzeugt hat.)


    Falstaff

  • Hallo Christian,


    klingt das Walhall-Motiv für dich nach grauem Smoking? Oder das Schwert-Motiv nach Trainingsanzug?

    Lieber Bernd,


    Mal ganz ehrlich: Klingt das Schwert-Motiv nach mythologischer Vorzeit?? Für Dich und mich klingt es so, weil wir es ausschließlich in diesem Zusammenhang kennengelernt haben, das nennt man Prägung.
    Oder möchtest Du mir erzählen, dass Chabriers Musik zu seiner weniger bekannten Oper "Gwendoline", die im England des 8. Jhd. spielt, nach England des 8. Jhd. klingt?? Es ist eine romantische Tonsprache mit präimpressionistischer, subtiler Orchesterbehandlung, die sich in ihrer Musik der Errungenschaften IHRER Zeit bedient und somit entweder nach nichts anderem als nach 19. Jhd klingt, oder nach gar keiner Zeit, wenn man davon ausgeht, dass Musik zeitüberbrückend allgemeingültig ist bzw. sein kann. Die Musik, die im England des 8. Jhd. WIRKLICH erklang, weicht sicherlich mehr von der Tonsprache Chabriers ab, als diese von der heutigen Zeit abweicht.


    :wink:
    Wulf

    "Gar nichts erlebt. Auch schön." (Mozart, Tagebuch 13. Juli 1770)

  • An dieser Stelle muss doch jemand dieses berühmte Verdi-Zitat über "Don Carlo" bemühen, das zu bekannt ist, als dass sich die Mühe lohnt, es herauszusuchen. Als Frage verkürzt: In welcher Zeit spielt "Don Carlo"? Klingt Posa nach dem spanisch-habsburgischen Zeitalter oder nach Aufklärung? Meiner Meinung nach klingt er in erster Linie nach... Verdi!!!


    Falstaff

  • leider gehst Du über den entscheidenden Punkt hinweg, nämlich daß viele HIP-isten gar nicht an einer Annäherung an das Werk interessiert sind, sondern finden, daß historische Instrumente und Spielweisen helfen, überkommene Interpretationsweisen zu überwinden, also einen sehr modernen Aspekt in diesem künstlerischen Ansatz sehen. Eine "moderne" Inszenierung ist dem relativ nah, denn auch hier geht es häufig darum, verschleiernde Interpretationen zugunsten einer Annäherung an den eigentlichen Kern des Werkes zu überwinden. Anders gesagt: wenn HIP nicht aus Gründen der Authentizität propagiert wird, kann man es auch nicht gegen einen "unauthentischen" Inszenierungsstil ausspielen.


    Auf den Kern gebracht hieße das doch, es muss nicht besser, sein, es muss nicht sinnvoll sein, es muss nicht einmal gut sein, Hauptsache es ist anders! Das kann aber doch kein ernsthafter Maßstab sein, um eine Interpretation zu beurteilen, weder ein Orchester noch ein Regisseur ist deswegen gut, weil er möglichst viel anders macht als seine Vorgänger! Laut deiner Aussage geht es nicht um "Authentizität", ja nicht einmal um eine "Annäherung" an das Werk, sondern schlicht darum, modern zu sein, anders zu sein als die Anderen. Wie ernst kann man denn eine Kunst nehmen, die sich auf so eine Begründung stützt (die meisten modernen Regiesseure tun das, um diesem Einwand gleich zuvorzukommen, zum Glück nicht!)? Was habe ich als Hörer und Zuschauer denn davon, wenn "überkommene Interpretationsweisen" überwunden wurden, die neuen aber viel banaler und einfallsloser sind? Was habe ich davon, wenn eine Interpretation überwunden wird, ich die Überwindung aber nicht verstehe oder nicht nachvollziehen kann? Kurz: Ist es für dich wirklich ein Qualitätsmerkmal, wenn "überkommene Interpretationen" überwunden wurden?


    :wink:
    Lars

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Zitat

    Mir ist das Atmosphärische in Wagners Opern sehr wichtig, weil ich glaube, daß darin etwas viel Tieferes ausgedrückt wird als banale Sozialkritik.

    die Ringwiedergaben mit "modernen"Inszenierungen, die ich mir live bzw. über DVD reingezogen habe, hatten durchaus sehr viel "Atmosphärisches"; z.B. im November Rheingold in Hannover. Die Götter z.Tl. in Badeklamotten (vermutlich würde es Dir , lieber Bernd bei der Vorstellung grauslich werden). Passte alles ganz vorzüglich und erschöpfte sich nicht in "banaler Sozialkritik" (was das auch immer sein mag), sondern zahlreiche Momente verwiesen auf weitere Zusammenhänge, die sich der Hörer/Besucher aber selbst zu ergründen hat (also niemals erhobener Zeigefinger) ...


    :wink:

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Sehr viel Atmosphäre gibt es auch im "Kölner-Ring" (Robert Carsen), den man im Juni 2010 zweimal sehen kann. :juhu:


    :wink:


    Gerd

    Den würde ich gerne sehen, denn von Carsen hat mir bisher fast alles ausgezeichnet gefallen, und ich kenne einiges von ihm.
    lg Severina :wink:

    "Das Theater ist ein Narrenhaus, aber die Oper ist die Abteilung für Unheilbare!" (Franz Schalk)

  • in Hannover hieß der Regisseur Barry Kosky. ich kannte den Namen gar nicht, aber das Resultat ist überzeugend. Wenn die Walküre ebenso sorgfältig ausgearbeitet wird, dann wird es ein großer "Ring".


    :wink:

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Den würde ich gerne sehen, denn von Carsen hat mir bisher fast alles ausgezeichnet gefallen, und ich kenne einiges von ihm.
    lg Severina :wink:


    Liebe Severina, da kann ich Dir nur zustimmen. Neben seinem Ring (dreimal) habe ich in Köln von ihm noch:Falstaff, Macbetto und Katja Kabanowa gesehen und war stets begeistert. So sollte "Regietheater" (dazu muss man ihn wohl zählen) sein! Er übertreibt nicht und lenkt die Aufmerksamkeit immer auf das Wesentliche der Handlung, wie ich meine.


    :wink:


    Gerd


  • Liebe Severina, da kann ich Dir nur zustimmen. Neben seinem Ring (dreimal) habe ich in Köln von ihm noch:Falstaff, Macbetto und Katja Kabanowa gesehen und war stets begeistert. So sollte "Regietheater" (dazu muss man ihn wohl zählen) sein! Er übertreibt nicht und lenkt die Aufmerksamkeit immer auf das Wesentliche der Handlung, wie ich meine.


    :wink:


    Gerd

    Lieber Gerd,
    exakt so sehe ich das auch, ich nenne Carens Stil immer "MM" - moderat modern. Meine liebsten Inszenierungen von ihm sind "Lucia di Lammermoor", "Semele" (umwerfend witzig, was er da aus Händel herausholt) und "Tosca". Leider gibt es offensichtlich nicht allzu viel auf DVD von ihm, denn er hat doch viel in Paris gemacht, das mich brennend interessieren würde.
    Aber wir werden langsam etwas OT :D
    lg Severina :wink:

    "Das Theater ist ein Narrenhaus, aber die Oper ist die Abteilung für Unheilbare!" (Franz Schalk)

  • Auf den Kern gebracht hieße das doch, es muss nicht besser, sein, es muss nicht sinnvoll sein, es muss nicht einmal gut sein, Hauptsache es ist anders! Das kann aber doch kein ernsthafter Maßstab sein, um eine Interpretation zu beurteilen, weder ein Orchester noch ein Regisseur ist deswegen gut, weil er möglichst viel anders macht als seine Vorgänger! Laut deiner Aussage geht es nicht um "Authentizität", ja nicht einmal um eine "Annäherung" an das Werk, sondern schlicht darum, modern zu sein, anders zu sein als die Anderen. Wie ernst kann man denn eine Kunst nehmen, die sich auf so eine Begründung stützt (die meisten modernen Regiesseure tun das, um diesem Einwand gleich zuvorzukommen, zum Glück nicht!)? Was habe ich als Hörer und Zuschauer denn davon, wenn "überkommene Interpretationsweisen" überwunden wurden, die neuen aber viel banaler und einfallsloser sind? Was habe ich davon, wenn eine Interpretation überwunden wird, ich die Überwindung aber nicht verstehe oder nicht nachvollziehen kann? Kurz: Ist es für dich wirklich ein Qualitätsmerkmal, wenn "überkommene Interpretationen" überwunden wurden?


    :wink:
    Lars


    Lieber Lars,


    sorry, aber hast Du einen anderen Beitrag gelesen als meinen? ;+) :D Zunächst habe ich eigentlich von keiner Präferenz geschrieben, sondern lediglich von der (m. E. (Un-))Vergleichbarkeit zweier Positionen (Nicht-HIP-Musik mit herkömmlicher Inszenierung vs. HIP-Musik mit "moderner" Inszenierung). Und dann schrub ich: "[...] geht es häufig darum, verschleiernde Interpretationen zugunsten einer Annäherung an den eigentlichen Kern des Werkes zu überwinden." Es kann also gerade nicht darum gehen, irgendwas zusammenzuschrauben, Hauptsache, es ist neu. Maßstab eines vernünftigen Regisseurs (wie auch eines vernünftigen Dirigenten) sollte m. E. immer sein, inwiefern die getroffenen Maßnahmen dem Werk und seinem Gehalt dienen. Der Irrtum der eher konservativ aufgestellten Opernliebhaber liegt jedoch für mich gerade darin, daß eben gerade dieser Respekt vor dem Werk am Besten dadurch ausgedrückt wird, daß man das Libretto Wort für Wort abbuchstabiert und auskostümiert. Brünnhilde mit Brustpanzer und Flügelhelm mag ja 1876 super-sexy gewesen sein (und ist damit wohl auch irgendwie "authentisch"), heute wird man damit eher Lacher ernten.


    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Zitat

    Brünnhilde mit Brustpanzer und Flügelhelm mag ja 1876 super-sexy gewesen sein (und ist damit wohl auch irgendwie "authentisch"), heute wird man damit eher Lacher ernten


    Lieber Symbol,


    als "eher konservativ aufgestellter Opernliebhaber" kenne ich persönlich niemanden, der Brünnhilde besonders gerne mit Brustpanzer und Flügelhelm sehen will.


    Und gegen"abbuchstabierende Inszenierungen" habe ich fast genauso viel wie gegen *akademische*, den Notentext schematisch herunterlesende Interpretationen der Musik, die der jeweiligen Oper zugrunde liegt.


    Nur scheint mir zwischen dem "Abbuchstabieren" und den heutzutage in Deutschland üblichen Regiekruditäten eine kilometertiefe Kluft zu liegen. Der Vergleich zum Kochen liegt nahe - in vielen Opernbetrieben wird beständig mit Zutaten gearbeitet, die zum zugrunde liegenden Fleisch hinten und vorne nicht passen. Außerdem ist die dauernde Überwürzung eines der Hauptprobleme: Vor lauter Chili kann man die eigentliche Substanz nicht mehr schmecken. Eine solche Küche befriedigt bestenfalls Grobsensoriker - und dementsprechend bedienen unsere Opernregisseure eine Klientel, die immer wieder auf starke und neue Reize an der Oberfläche angewiesen ist.... :stumm:


    Von einer gelungenen Inszenierung erwarte ich subtile Nuancen. Aber stattdessen wird mir in den meisten Fällen eins mit dem Holzhammer übergebraten.


    Viele Grüße


    Bernd

  • Zitat

    Der Vergleich zum Kochen liegt nahe - in vielen Opernbetrieben wird beständig mit Zutaten gearbeitet, die zum zugrunde liegenden Fleisch hinten und vorne nicht passen. Außerdem ist die dauernde Überwürzung eines der Hauptprobleme: Vor lauter Chili kann man die eigentliche Substanz nicht mehr schmecken. Eine solche Küche befriedigt bestenfalls Grobsensoriker - und dementsprechend bedienen unsere Opernregisseure eine Klientel, die immer wieder auf starke und neue Reize an der Oberfläche angewiesen ist....

    ist mir noch etwas zu verallgemeinernd, aber nicht ganz abwegig:


    Überwürzung ist sicherlich bei einigen Regiearbeiten - auch bei den einigermaßen gelungenen - ein Problem: z.B. Soldaten in Stuttgart (DVD); oder bei den weniger gelungenen Resultaten z.B. Tristan in Mailand (TV-Mitschnitt); oder bei den mißlungen Arbeiten z.B. Fidelio in Hannover. Der unselige ZDF-TV-Mitschnitt der Boheme zeigte die gleichen Symptome..


    Aber wie ist es bei Moses und Aron während der Ruhrtrienale ? Der Arte-TV-Mitschnitt ließ keinerlei Chili-Überwürzung erkennen. Decker hatte mir das Werk durch und durch sinnvoll erarbeitet (auch das Orchester unter Boder ist den Wiedergaben unter Mehta (München und Gatti überlegen). Kein überflüssigen Mätzchen, teilweise konnte sogar der Eindruck einer sehr großen Zurückhaltung gewonnen werden. Decker setzte auf die musikalische Message. Ähnlich positiven Eindruck hatte von ich der Rheingoldregie in Hannover ...


    :wink:

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann


  • Nur scheint mir zwischen dem "Abbuchstabieren" und den heutzutage in Deutschland üblichen Regiekruditäten eine kilometertiefe Kluft zu liegen. Der Vergleich zum Kochen liegt nahe - in vielen Opernbetrieben wird beständig mit Zutaten gearbeitet, die zum zugrunde liegenden Fleisch hinten und vorne nicht passen. Außerdem ist die dauernde Überwürzung eines der Hauptprobleme: Vor lauter Chili kann man die eigentliche Substanz nicht mehr schmecken. Eine solche Küche befriedigt bestenfalls Grobsensoriker - und dementsprechend bedienen unsere Opernregisseure eine Klientel, die immer wieder auf starke und neue Reize an der Oberfläche angewiesen ist.... :stumm:


    Von einer gelungenen Inszenierung erwarte ich subtile Nuancen. Aber stattdessen wird mir in den meisten Fällen eins mit dem Holzhammer übergebraten.


    Das ist so ein Beitrag, der mich wenig glücklich macht. Ich meine, dass wir da schon weiter waren. Eine pauschale Abwatschung der einen oder anderen Richtung bringt nur einen unnützen, weil nichts sagenden Streit. Das Entscheidende ist mE immer, ob eine Inszenierung gelingt oder nicht. Und das kann man nur an einem konkreten Fall diskutieren und letzten Endes beurteilen. In diesem Sinne geht Amfortas09 den richtigen Weg. Danke dafür.


    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)


  • (leider unterstellt der Artikel, dass in den USA ausschließlich der Kitsch herrscht)


    Ich lese anderes in dem Artikel, .lieber Amfortas09


    Zitat

    Während Europa beinah flächendeckend mit Opernproduktionen versorgt ist, die verfälschende, in der Regel meist nur die handwerkliche Hilflosigkeit der Regisseure tarnende Machwerke darstellen, regiert jenseits des Ozeans ein retrospektiver Geist, der wiederum vor keinem noch so überladenen Kitsch zurückscheut. Hier wie dort bleibt der Geschmack auf der Strecke, sind ästhetisch hochwertige, mit Takt und Feingefühl gegenüber den Ansprüchen des Kunstwerks wie jenen des modernen Publikums erarbeitete Musiktheaterproduktionen die Ausnahmen.


    Das ist doch etwas anderes als "ausschließlich". Es gibt eben auch sauren Kitsch, insoweit sind das nur zwei Seiten einer Medaille. (BTW: Auf der Suche nach dem Stichwort "Saurer Kitsch" fand ich allein fünf benannte Väter des Begriffs, und unbenannte bis zu "mein alter Deutschlehrer". Da die Belege aus den letzten 10-15 Jahren stammen, wird wohl Hans Egon Holthusen, von dem ich den Begriff aus den Sechzigern kenne, der tatsächliche Vater sein.)


    Das Schlimme ist, dass die Vielzahl der Produktionen, der Zeitdruck und nicht zuletzt (fehlende) Finanzen so viel an Schrott produzieren, dass in beiden Fällen das wirklich Wertvolle verschwindet oder - je nach vorgefasster Meinung - zu Unrecht unter den Müll subsumiert wird. Globalisierungen sind im Reich der Kunst immer schlechte Ratgeber ...


    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!