Rolling Capriccio - Die besten (E-)Gitarristen

  • Wie oben erwähnt: Von George stimmt nur die akustische Gitarre im Hintergrund, die E-Gitarre spielt Eric Clapton.

    @Graf: Gerade noch eimnal nachgelesen - die Beatles Bible schreibt wie folgt: "There's some clarification in Walter Everett's masterful book The Beatles As Musicians (Revolver to Anthology). He says that Lennon is only audible in the coda, notably at 3:43 - 3:46, 3:54 - 4:03 and 4:10 - 4:15. He plays his Epiphone Casino with added tremolo, and it's mixed in the centre of the stereo spectrum."


    :hide: :hide: :hide: ... man bin ich ein Dussel,ich sollte die Covertexte vielleicht mal ein bisschen mehr lesen. :D :D :D

    ... Alle Menschen werden Brüder.
    ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    ... Imagine there is no heaven ... above us only sky

  • Ich weiß das aus dem hammergeilen Buch "Revolution in the Head" von Ian MacDonald (muss man gelesen haben), im Covertext steht's nicht. :) Die Beatles haben mit sehr wenigen Ausnahmen nie die anderen Künstler auf ihren Tracks benannt. Oder kannst du mir die Musiker auf "Within You, Without You" listen?

  • While my guitar gently weeps

    Hallo Phil!

    Erst einmal Danke für Deine exakten Zitate.

    Ich habe mir den ganzen Harrison-Song noch einmal genau angehört.

    1. Da ist von Beginn an die dominante (und übrigens wundervoll sahnig gezerrte) Solo-E-Gitarre präsent, die jederzeit die Gesangsstimme ergänzt und ornamentiert. Insofern gibt es nicht nur ein Solo und auch nicht zwei, wie Du oben (Posting No. 37) schrubst. Es gibt innerhalb durchgängiger Sologitarrenarbeit zwei Solopassagen, beide werden aber eindeutig vom selben Player (Clapton) gespielt. Lennon hätte sowas, pardon, nicht gekonnt.

    2. An den genannten Stellen (posting No. 40) ist in der Tat soetwas wie Dopplung in Form von aufgedickten ("Tremolo"?) "Liegetönen" zu bemerken, was aber schwerlich als Solo, kaum als Gitarrenspiel betracht werden darf. Ich meine, man kann natürlich auch alle aufführen, die sich zur Aufnahmezeit im Proberaum befanden und mit ihrem Körper die Akustik veränderten, aber als Mitwirkung im engeren Sinne sollte man sowohl solche Präsenz wie auch das, was Lennon da veranstaltet, nicht sehen oder hören.

    3. Die Sologitarre (vollständig inklusive der beiden wohlabgegrenzten Solopassagen) stammt ausschließlich von Eric Clapton. Fertig. Aus die Maus. Alles andere hätte auch das Konzept gefährdet, denn es heißt ja "my guitar", da ist der Singular auch auditiv entscheidend.


    Al :wink:


    "In the year of our Lord 1314 patriots of Scotland, starving and outnumbered, charged the field of Bannockburn. They fought like warrior poets. They fought like Scotsmen. And won their freedom."

  • Das hängt damit zusammen, dass ich damals las "Lead-Gitarre: Eric Clapton, John Lennon" und daher automatisch dachte, eine der Solo-Passagen sei von John. Erst zwischen meinen beiden Posts habe ich dann auf deine Anfrage hin nachgelesen, was John eigentlich gemacht hat und bin mit meinem zweiten Post dann vom Irrglauben abgekommen. Verzeih bitte :)

    :wink: Philipp

  • Die Blueser:


    1. B.B. King

    2. Gary Moore (nur für seine Bluesplatten)

    3. Muddy Waters (für sein Slidespiel)

    4. Robert Cray

    5. Roy Buchanan

    6. Eric Clapton (für seine Zeit an der Les Paul)

    7. Stevie Ray Vaughan

    8. Robert Johnson

    9. T-Bone Walker

    10. Blind Lemon Jefferson


    B.B. King ist nicht der beste Bluesgitarrist, er ist im Grunde der einzige. Die Nennung von Gary Moore wird jetzt wieder die üblichen Verdächtigen ihr gescheites Näschen rümpfen lassen, aber ich meine: Ja, das ist Blues. Nicht gedimmter Hardrock, sondern echter, tiefer Blues.

    Besondere Empfehlung: Robert Cray. Stets geschmackvoll, nicht zu überladen. Stevie Ray Vaughan ist mir immer zu... jazzig gewesen, aber er ist natürlich ein Großer.

    Die drei letzten Klassiker sollen ein wenig von den (zuvielen) weißen Bengels, die ich drinhab, in die gute alte Zeit zurückführen.


    Al :wink:


    "In the year of our Lord 1314 patriots of Scotland, starving and outnumbered, charged the field of Bannockburn. They fought like warrior poets. They fought like Scotsmen. And won their freedom."

  • Nels Cline

    Na klar. Danke für den Hinweis, lieber Matthias.
    Dann kennst du wahrscheinlich auch die Nels Cline Singers? Eine Band, in der selbstredend niemand singt? Eine tolle Truppe!

    LG
    Carsten

    „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)

  • Die Nennung von Gary Moore wird jetzt wieder die üblichen Verdächtigen ihr gescheites Näschen rümpfen lassen

    Richtig. Keine Ahnung, ob mein Näschen gescheit ist. Aber putzen musste ich es gerade.

    Besondere Empfehlung: Robert Cray

    Oh Graf, da bin ich bei dir, eng und kuschelig wie es meine Art ist, und frage mich, warum ich den vergessen habe...

    LG
    C.

    „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)

  • Die besten Bluesgitarristen?

    Allein diese Frage bietet schon einen Kosmos der Möglichkeiten:


    Strat oder ES 335?
    Verzerrt oder unverzerrt?
    Plättchen, Pfötchen oder Bierhals?
    Elektrisch oder akustisch?
    Zirkusclown oder Geschichtenerzähler?

    Alle von Euch Genannten sind natürlich gut.

    Aber da gibt es noch einen, der - nur auf einem Stück - alle meine Präferenzen auf das wundervollste erfüllt, die da lauten:

    ES 335 unverzerrt, keine Lickvorführung, äußerster Ausdruck mit sparsamsten technischen Mitteln, Gitarrenarbeit gerahmt von übermenschlichem, an alle Elemente appellierendem Gesang:

    :juhu: :juhu: :juhu: Little Milton: I Can`t Quit You Baby auf der alten Chess-Box mit Willie Dixon auf dem Cover aus den 60igern :juhu: :juhu: :juhu:


    Nur als mp3 bei amazon einhörbar.

    Seit fast 40 Jahren weine ich mit diesem Mann mit, vor allem, weil ich ihn kein 2. Mal wieder so gut gehört habe.


    Später mehr

    LG Andreas

  • Ich sprenge mal etwas die Kategorien, dafür nominiere ich nur jeweils den Besten:

    Jazz: Django Reinhardt

    Blues: Blind Willie McTell

    Country: Townes Van Zandt

    Folk: Doc Watson

    .


    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Immer noch da ... ab und an.

  • Lieber Carsten,

    kenne ich leider nicht. Was machen die?

    :wink: Matthias

    Lieber Matthias,

    als du den Namen Nels Cline ins Spiel brachtest, erinnerte ich mich sofort an ein Konzert im Rahmen der Jazzfietstour, einem Festival im Norden der Niederlande, bei dem man mit dem Fahrrad (Fiets) verschiedene Konzert-Orte abradelt um dann dort feine Auftritte zu erleben. Diese Konzerte finden in kleinen Kichen, in Scheunen und anderen Locations statt. Dort sah ich z.B. einmal den auch von dir geschätzten Cellisten Ernest Reijseger. Aber eben auch ein Gitarren-Trio mit Bass und Schlagzeug von und mit Nels Cline. Dieses Trio nannte sich klangschön Nels Cline Singers und bot eine tolle Mischung aus Jazz, Avantgarde und Noise. Ich erinnere mich, dass das für mich das Highlight der damaligen Jazzfietstour war. (2005? 2006? - Ich weiß es nicht mehr genau...). Erst später bemerkte ich, dass Cline auch der Gitarrist von Wilco war...

    Kleine, wenn auch nicht allzu aussagekräftige Ausschnitte hier:

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    LG
    C.

    „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)

  • Also, ich habe mir jetzt einmal Matthew Bellamy als Gitarristen näher angehört und angeschaut. Sein Spiel verortet sich ganz klar in jener Richtung "New generation", die etwa auch von den Radiohead-Klampferos im Pop der letzten fünfzehn Jahre vertreten wurde.

    Im Vordergrund steht weder beseeltes Singlenotespiel noch trickreiches Variieren des Rhythmusparts, es geht vielmehr um Klangmuster der schickeren und abgefahrnen Art, wie sie wohl auch von einem veritablen Prozentsatz unter den gitarristischen Anfängern heute sehr geschätzt werden. Es gibt zwar immer noch ein starkes Traditionsbewußtsein innerhalb des Nachwuchses, die sich erstmal die großen und bekannten Sachen draufschaffen wollen ("Ey, ich kann dieses Nirvana-Riff spielen, ey!"), aber der Hunger nach ähnlich effekthascherischen Escapaden, wie sie bei u.a. Bellamy geboten werden, scheint groß zu sein.

    Was macht Bellamy genau? Erstmal kann er natürlich alles. Und zwar gleichzeitig. Er kann Musikprogramme handhaben, er kann Klavier spielen, elektrische Gitarre und dabei noch singen wie der ganze Tölzer Knabenchor. Auf der Bühne ist er mal hier, mal dort zu finden, was die Menge freilich schwer beeindruckt. Daß sowohl seine Arpeggien auf den Tasten wie die auf den Saiten eher dürftig ausfallen, ist eine andre Sache. Es geht in der Musik von "Muse" auch nicht darum, nach zwei Durchgängen Lines/Brigde/Refrain sein Solo anzubringen, und das ist denn auch ganz gut so.

    Die Gitarre aber spielt ein merkwürdige Rolle in der Musik dieser Band. Mal gibt es tumbe gedämpfte Heavy-Akkorde zu hören, die einen wähnen lassen, man sei versehentlich bei "Rammstein" gelandet, mal gibt es oktavierte Läufe neben dem Bass her, mal gibt man sich gepflegt die Kante und "experimentiert" coram publico vel studio.

    Diese Experimente bestehen meistens darin, daß verschiedene entlegne Tonleitern mit einer sehr unsauberen Technik durchgehastet werden, am besten noch in einem synkopierten Rhythmus. Hier bin ich hip, hier darf ich´s sein. Die gewaltsam intellektualistische Komponente solchen Tuns ist bisweilen für alte, traditionsbewußte Picker wie mich nur mit dem Gedanken zu ertragen, daß ein Gefühl für dieses coolste und bewundertste aller Rockmusikwerkzeuge niemals ganz aussterben wird, solange es noch Platten von B.B. King und Eric Clapton gibt.
    Ich habe Bellamy noch nie einen Solopart spielen hören, bei dem er einen Ton gehalten, gebendet, und von seiner Färbung kultiviert hätte. Ich habe ihn sehr wohl Tapping und Tremolopicking andeuten sehen. Und hören.

    Sicher, die Musik von Muse verdankt sich einer komplett anderen Anlage, als herkömmlichen 8-bar Bluesschemata. Eine Art von "Neuerfindung" der Rockmusik haben sie jedoch auch nicht vollzogen. Es geht - wieder mal - um Devianz. Darum, sich vom "traditional turn" der frühen Neunziger abzuheben, als Nirvana, G´n´R und viele andere mit harmonisch eher konzentrierten Mitteln (um es freundlich auszudrücken) ein Maximum an Emotion und Rock erzielen konnten.

    Ich weiß allerdings nicht, ob elektrische Gitarrenarbeit viel gewinnt, indem man in jedem Song (pardon, in jedem kleinen Gesamtkunstwerk) eine an Buntheit und Bezuglosigkeit der Elemente kaum zu überbietende Halloween-Parade abhält?

    Daß man mich nicht falsch versteht, ich werfe der Musik von Muse nicht vor, daß sie mir zu kalt oder unersichtlich wäre. Das ist sie durchaus nicht, ich habe auf Algabals Rat hineingegehört und vieles schätzen und lieben lernen. Nur, wie kann man auf das Ureigenste der E-Gitarre, nämlich dem Liebkosen mittels und dem Aufgehen im Singlenotespiel, so rundheraus Verzicht tun?

    Gleichwohl ist es interessant, was Bellamy da macht. Er hat sicher eher ein Konzept von musikdienlichem Spiel als viele andere.


    Al :wink:


    "In the year of our Lord 1314 patriots of Scotland, starving and outnumbered, charged the field of Bannockburn. They fought like warrior poets. They fought like Scotsmen. And won their freedom."

  • Stevie Salas

    Schnelle Suche ergab, daß in diesem Thread Stevie Salas noch gar nicht genannt worden ist . Den habe ich neulich im Fernsehen mit seinem aktuellen Bandprojekt "The IMFs" gehört - Hammer! Der gute Mann kann Funk, Rock und Blues spielen. Hier einige Beispiele:

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    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Zu den besten E-Gitarristen der Welt gehört ganz sicher Tuck Andress, der nur mit seiner Frau Patty als Tuck and Patty auftritt und gelegentlich noch solistisch. Keiner vermisst da die Band, denn er ist selber die Band....

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    Gruss

    Syrinx

    Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen, Wenn es nicht aus der Seele dringt Und mit urkräftigem Behagen Die Herzen aller Hörer zwingt.
    Goethe, Faust 1

  • Auch hier ist der 21.04.2016 nicht spurlos vorbeigegangen. :heul1: :heul1: :heul1: :heul1: :heul1: :heul1: :heul1: :heul1:

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