WAGNER: Der Ring des Nibelungen – Größtes Werk der Operngeschichte?

Vom 7. Juni bis 14. Juni 2024, 17:00 Uhr, findet die 14. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme hier zu registrieren.
  • WAGNER: Der Ring des Nibelungen – Größtes Werk der Operngeschichte?

    Sieht man einmal von Stockhausens "Licht"-Zyklus ab, welcher an die 30 Stunden Musik beinhaltet, so dürfte Richard Wagners Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend, "Der Ring des Nibelungen", - zumindest vom schieren Umfang her gesehen - das größte musikdramatische Werk sein, das jemals für die Bühne geschaffen wurde. Ein "Ring-Zyklus" mit den Opern "Das Rheingold", "Die Walküre", "Siegfried" und "Götterdämmerung" benötigt je nach Dirigent um die 15 Stunden zur Aufführung. Wagner arbeitete mit Unterbrechungen insgesamt 25 Jahre am "Ring". Während die beiden ersten Teile bereits mehrere Jahre vor der Fertigstellung des gesamten Zyklus ihre Uraufführung hatten ("Das Rheingold" 1869 in München, "Die Walküre" 1870 ebenfalls in München), so wurden die beiden anderen Teile erstmals 1876 im Rahmen des ersten kompletten "Rings" im Bayreuther Festspielhaus gegeben.

    Vom musik- und theaterwissenschaftlichen Standpunkt aus ist Wagners Magnum Opus das Werk, über das in der Geschichte und auch heute noch am meisten geschrieben und diskutiert wurde / wird. Die Gründe dafür sind vielfältig und ins Negative gewendet für so manchen bestimmt auch ein Anlass, den Ring zu meiden (was ja - wie von Erda selbst im "Rheingold" proklamiert wird - gar keine so schlechte Idee ist ... :D ) : Der bloße Umfang mag ein Grund sein, viel wichtiger aber sind sicherlich die höchst komplexen musikalischen und dramatischen Inhalte, die es erlauben, den "Ring" ein Leben lang zu studieren um am Ende dann doch nicht mit Brünnhilde sagen zu können: "Alles, alles, alles weiß ich!".

    Worum geht es im "Ring des Nibelungen"? Ganz einfach: um alles. Der "Ring" wird oft auch als ein "Weltendrama" bezeichnet und das nicht umsonst. Wagner bemächtige sich als Basis der Form und Struktur der griechischen Tragödie, füllte sie mit germanischer und nordischer Mythologie und zeigt uns Ursprung und Niedergang einer Welt, an deren Ende aber gleichzeitig auch ein Neuanfang steht. Große Politik findet sich im "Ring" ebenso wie das ganz persönliche Drama eines Einzelnen. So ziemlich alles, was uns bewegt, wird hier direkt oder indirekt in irgendeiner Art thematisiert.

    Dieser Thread soll dazu dienen, das Werk an sich zu diskutieren. Wer den "Ring" kennt: was bedeutet Euch der "Ring"? Was fasziniert Euch? Was stößt Euch ab? Wie seid ihr zum "Ring" gekommen? Und wer ihn nicht kennt: Kein Interesse? Schlechte Erfahrungen? Berührungsängste? Ich werde bald noch weitere "Ring"-Threads folgen lassen, die in der Art der "kommentierten Diskographien" gehalten sein sollen. Jeweils einen für jede einzelne Oper, sowie einen für den Gesamt-"Ring", bei dem Aufnahmen ganz speziell auch daraufhin besprochen werden sollen, wie sie als "Ganzes", als Zyklus wirken. Trotzdem ist es natürlich nicht verboten, sich auch in diesem Thread hier zu speziellen Aufnahmen zu äußern, würde aber gleichzeitig darum bitten, eingehende Besprechungen auf die anderen Threads zu verlegen. Im Übrigen bin ich gerade am Überlegen, ob es vielleicht auch noch sinnvoll wäre, im Unterforum "Aufführungspraxis" einen Extra-Thread zur Aufführungsgeschichte des "Rings" zu machen und ob man das besser in diesem Thread diskutiert. Für Rückmeldungen von Seiten der Admins / Mods und auch den anderen Capriccios zu dieser Überlegung wäre ich dankbar!

    Aber nun genug der Worte von meiner Seite: Ring frei!

    DiO :beatnik:

    "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold

  • RE: WAGNER: Der Ring des Nibelungen – Größtes Werk der Operngeschichte?

    Sieht man einmal von Stockhausens "Licht"-Zyklus ab, welcher an die 30 Stunden Musik beinhaltet, so dürfte Richard Wagners Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend, "Der Ring des Nibelungen", - zumindest vom schieren Umfang her gesehen - das größte musikdramatische Werk sein, das jemals für die Bühne geschaffen wurde.

    Und was ist mit Bungerts vierteiliger Odyssee? Von jenem siebenteiligen Zyklus von Melchior Sachs über Ahasver ganz zu schweigen...

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • RE: WAGNER: Der Ring des Nibelungen – Größtes Werk der Operngeschichte?

    Und was ist mit Bungerts vierteiliger Odyssee? Von jenem siebenteiligen Zyklus von Melchior Sachs über Ahasver ganz zu schweigen...

    Ich ahnte schon, dass ich mich mit dieser Aussage in die Nesseln setze und meine Nicht-Kenntnis und Ignoranz im Bereich der Oper schonungslos offengelegt wird ... aber, lieber Armin, "gönn mir die geifernde Lust"! Zumindest weiß ich jetzt Bescheid! :D

    DiO :beatnik:

    "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold

  • Ich kenne keines der drei hier angeführten Werke, aber ich bin der Ansicht, dass "Der Ring des Nibelungen" von den wirklich bekannten Werken wohl eindeutig das längste ist. Außerdem ist anzumerken, dass es am Theater durchaus üblich ist, alle vier Teile innerhalb einer Aufführungsreihe gemeinsam aufzuführen, obwohl ich mir vorstellen könnte, dass es auch durchaus möglich wäre, nur eines der vier Teile spielen zu lassen.

    -----------------------

    Il mare, il mare! Quale in rimirarlo
    Di glorie e di sublimi rapimenti
    Mi si affaccian ricordi! Il mare, il mare!
    Percè in suo grembo non trovai la tomba?

  • Wie seid ihr zum "Ring" gekommen?

    Was mich angeht: Der Ring war meine Erstbegegnung mit Wagners Werken überhaupt; nur den Tannhäuser kannte ich etwas vom Radio. Vor über 35 Jahren hatte ich die Gelegenheit, den ganzen Zyklus in Stuttgart zu erleben (günstige Studentenkarten); ohne jede Vorbereitung (nicht mal das Libretto gelesen, von der Handlung keine Ahnung, und Übertitel gab's damals auch noch nicht) warf ich mich hinein, konnte mit dem Rheingold zunächst gar nichts anfangen, auch die Walküre ließ mich weitgehend unberührt. Doch dann, im 2. Akt, in der sog. Todesverkündigungsszene (Brünnhilde verkündet Siegmund den nahenden Heldentod, die Aussicht auf "Wunschmädchen" entzückt diesen allerdings keineswegs und es gelingt ihm sogar, die Walküre umzustimmen) schnackelte es bei mir, ich war tief betroffen und gerührt - und die folgenden Jahre ein glühender Wagnerianer. Das verflog später wieder, heute z. B. berühren mich Janáčeks Opern viel mehr.

    Da Stuttgart damals - Anfang der 1970er - übrigens die Bayreuther Inszenierungen - nicht nur den Ring - importierte (als sog. "Winter-Bayreuth"), hatte ich das große Glück, Regie und Bühnenbilder des legendären Wieland Wagner noch selbst erleben zu dürfen. Als Sänger habe ich noch Wolfgang Windgassen als Loge und Jean Cox als Siegfried in Erinnerung.

    Im Übrigen bin ich gerade am Überlegen, ob es vielleicht auch noch sinnvoll wäre, im Unterforum "Aufführungspraxis" einen Extra-Thread zur Aufführungsgeschichte des "Rings" zu machen und ob man das besser in diesem Thread diskutiert. Für Rückmeldungen von Seiten der Admins / Mods und auch den anderen Capriccios zu dieser Überlegung wäre ich dankbar!

    Ich würd's erstmal lassen, wie es ist, und hier die Tetralogie im Ganzen als Werk zu diskutieren. Sollten sich speziellere Fragen ergeben, z. B. zur Aufführungsgeschichte, könnte man das ja immer noch ausgliedern.


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Werter Gurnemanz,

    für mich war der "Ring" die erste Begegnung mit der Kunstform "Oper" überhaupt, nicht nur mit Wagner. Eigentlich sollte ich damals ein Referat zum Thema "Filmmusik" vorbereiten. Als ich mich mit dem Begriff "Leitmotivik" auseinandersetzte, war natürlich schnell der Name Wagner im Spiel. Ich dachte mir: Komm, trau Dich, auch wenn es OPER ist (für mich bis dahin SEHR negativ konotiert: große Theatralik, Gekreische, seichte Liebesgeschichten). Wohl die meisten hätten mir davon abgeraten mich mit dem "Ring" an die Oper heranzuwagen. Aber: Es war retrospektiv gesehen die beste Entscheidung (ansonsten macht man ja meistens lauter Fehler im Leben :D :D :D ). Ich wäre wohl nie bei der Oper gelandet, hätte ich mit Belcanto oder den gängigen Schlachtrössern (La Traviata, Boheme etc.) angefangen. Ok, an die hochdramatischen Sopran-Partien musste ich mich erst mal gewöhnen, aber viele andere Dinge standen für mich total im Gegensatz zu meinem bisherigen Bild von der Oper: Eine fantastische Geschichte mit Göttern, Riesen, Zwergen etc. hätte ich nicht in der Oper erwartete, für mich war das immer das schmachtende Menschen-Paar, er liebt sie, aber sie liebt ihn nicht oder sie liebt einen anderen oder umgekehrt ... you know! Und hier beim Ring stieß ich auf eine hoch-komplexe, unglaublich tiefgründige Geschichte, die es verstand das Große mit dem Kleinen zu verbinden. Fast jede einzelne Figur mit guten und schlechten Seiten, einfach INTERESSANT - weit jenseits von schablonenhaftigen Stereotypen, das faszinierte mich ungemein. Joachim Kaiser sagte mal - sinngemäß - : "Im Ring wird in der Figur des Alberich zum ersten Mal in der Oper gezeigt, wie jemand böse WIRD, während sich in den Opern ansonsten nur immer Figuren tummelten, die einfach böse SIND." Da steckt viel Wahres drin.

    Vom Inhalt abgsehen hat mich auch die Musik vom ersten Ton an gefangen genommen. Das in seiner Schlichtheit berückend schöne Vorspiel zum Rheingold, aufbrausende Industrial-Music des 19. Jahrhunderts mit dem Abstieg nach Nibelheim, der kammermusikalische Ton des 1. Aktes der Walküre, die Verspieltheit des 1. Aktes Siegried, der große, monumentale Gestus in der Götterdämmerung etc. etc. Und was für mich zum damaligen Zeitpunkt noch sehr wichtig war: Durch die verwendete Leitmotiv-Technik konnte man sich selbst als musikalischer Laie eingehend mit der Musik beschäftigen, ohne große Ahnung von Noten, Akkorden, Modulation etc. zu haben. Damit war von Beginn an sowohl eine inhaltliche als auch musikalische Auseinandersetzung möglich, was ich sehr spannend fand.

    Aber um kurz Off-Topic zu gehen: Von Janacek kenne ich noch gar nichts. Was würdest Du von Wagner kommend als Einstieg empfehlen? Füchslein, Jenufa, Totenhaus?

    Beste Grüße, DiO :beatnik:

    "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold

  • Was würdest Du von Wagner kommend als Einstieg empfehlen? Füchslein, Jenufa, Totenhaus?

    Ersteres: Als ich zufällig mal an Příhody lišky bystroušky (Das schlaue Füchslein) geriet, begann meine Begeisterung für Janáček, dessen musikalische Sprache und musikdramatische Konzeption mir heute näher liegen: Konzentration aufs Wesentliche, ohne Umwege, schroff und sanft zugleich, in mehrfacher Hinsicht ein konsequentes Gegenbild zu Wagners Hang, ins Unendliche zu schweifen. Wobei ich den Parsifal wiederum nach wie vor hochschätze, aber das ist wieder ein anderes Thema...

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Werter Gurnemanz,
    Joachim Kaiser sagte mal - sinngemäß - : "Im Ring wird in der Figur des Alberich zum ersten Mal in der Oper gezeigt, wie jemand böse WIRD,


    Schreibt der Herr Kaiser denn auch, was an Alberich so Böses ist?

    Ich finde viele andere Charaktere deutlich böser:

    • Siegfried: Erschlägt einfach den Fafner, obwohl der ihm nichts getan hat. Der wollte bloß in seiner Waldhöhle liegen und besitzen.
    • Brünnhilde: Anstiftung zum Mord
    • Siegmund & Sieglinde: Ehebruch und Inzest
    • Wotan: Diebstahl und Ehebruch in unzähligen Fällen.

    Dahingegen hat Alberich lediglich ein wenig Gold gestohlen, gerade so viel, dass man einen Ring draus schmieden kann.


    Werter Gurnemanz,
    Vom Inhalt abgsehen hat mich auch die Musik vom ersten Ton an gefangen genommen. Das in seiner Schlichtheit berückend schöne Vorspiel zum Rheingold, aufbrausende Industrial-Music des 19. Jahrhunderts mit dem Abstieg nach Nibelheim, der kammermusikalische Ton des 1. Aktes der Walküre, die Verspieltheit des 1. Aktes Siegried, der große, monumentale Gestus in der Götterdämmerung etc. etc. Und was für mich zum damaligen Zeitpunkt noch sehr wichtig war: Durch die verwendete Leitmotiv-Technik konnte man sich selbst als musikalischer Laie eingehend mit der Musik beschäftigen, ohne große Ahnung von Noten, Akkorden, Modulation etc. zu haben. Damit war von Beginn an sowohl eine inhaltliche als auch musikalische Auseinandersetzung möglich, was ich sehr spannend fand.


    Genauso wurde auch ich infiziert, als mein Musiklehrer in der Schule das Rheingoldvorspiel auflegte.


  • Schreibt der Herr Kaiser denn auch, was an Alberich so Böses ist?

    Ich finde viele andere Charaktere deutlich böser:

    • Siegfried: Erschlägt einfach den Fafner, obwohl der ihm nichts getan hat. Der wollte bloß in seiner Waldhöhle liegen und besitzen.
    • Brünnhilde: Anstiftung zum Mord
    • Siegmund & Sieglinde: Ehebruch und Inzest
    • Wotan: Diebstahl und Ehebruch in unzähligen Fällen.

    Dahingegen hat Alberich lediglich ein wenig Gold gestohlen, gerade so viel, dass man einen Ring draus schmieden kann.

    ... mit dem er dann zunächst die Nibelungen und schließlich die ganze Welt unterjochen will. :D Das find ich schon einigermaßen böse! :yes:

    Aber Du hast natürlich dahingehend recht, dass (fast) jeder Dreck am Stecken hat! :wacko: Ich hatte ja schon geschrieben: "Fast jede einzelne Figur mit guten und schlechten Seiten, einfach INTERESSANT - weit jenseits von schablonenhaftigen Stereotypen ..." Das ist das spannende am Ring, es gibt keinen einzigen 100% Gutmenschen (-gott, nibelung etc.), jede Figur ist vielschichtig auch wenn es oberflächlich vielleicht nicht so wirkt.

    P.S.: Ich habe die SZ-Videokolumne von Joachim Kaiser wieder gefunden:
    "http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/31069"


    Beste Grüße, DiO :beatnik:

    "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold

  • Das "Rheingold" hat mich mit Wagner infiziert. Ich saß vor einigen Jahren neben dem CD-Regal meines Vaters, suchte einen Zeitvertreib, und da stand der "Ring", dirigiert von Furtwängler. Ich dachte mir, ich könnte dem bis dahin abgelehnten Wagner ja mal eine Chance geben, und rumms - war es geschehen... :D

    Der "Ring" ist in der Tat ein geniales, gigantisches Werk. Sicherlich kann man über einige Aspekte auch kritisch diskutieren (die Handlung der "Götterdämmerung" finde ich z. B. tendenziell etwas überladen), aber was mich z. B. neben der unglaublichen Musik immer wieder fasziniert, ist die Ambivalenz vieler Figuren. Hier ist kaum jemand ein wandelndes Klischee. Alberich als Bösewicht? Er wird doch so, wie er wird, aus Zurückweisung und enttäuschter Liebe bzw. unerfüllten erotischen Sehnsüchten. Siegfried als strahlender Held? Da ist er aber nicht so wirklich helle, der strahlende Held... Von seinem "gefährlichen Rassismus" (Joachim Kaiser) mal ganz abgesehen. Und so kann man dem "Ring" immer wieder neue Seiten abgewinnen.

    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Einigen wir uns auf unentschieden ... :D

    Ok! :thumbup: (Long live Monty Python!!!)

    Im Übrigen musste ich gerade feststellen, dass ich Joachim Kaiser weiter oben nicht ganz richtig zitiert habe: Er hat nämlich nicht gesagt, dass dieses "Böse-werden" im "Ring" zum ersten Mal in der Oper gezeigt wird, er hat es nur besonders herausgestellt und darauf verwiesen, dass selbst Shakespeare das nicht so gemacht hat ...

    @ Symbol: Auch ich sehe den "Ring" natürlich nicht völlig unkritisch. Dass die "Götterdämmerung" teilweise etwas überladen und "fett" ist, da kann ich Dir tendenziell zustimmen (G.B. Shaw hat sie ja als einzige "Oper" im Ring bezeichnet). "Rheingold" und "Walküre" sind für mich geniale Würfe von vorne bis hinten, für mich ohne Längen. Aber zu "Siegfried" und "Götterdämmerung" habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Die Frage-Szene zwischen Mime und Wanderer im "Siegfried" ist für mich die vielleicht langweiligste Stelle im ganzen "Ring", die würde ich meistens gerne überspringen (tu's aber dann doch nicht! ;-)). Auch das Ende von "Siegfried", das, was der Erweckungsszene folgt, ist mir etwas zu zäh und langwierig geraten. Wann kommt endlich die leuchtende Liebe und der lachende Tod??? :D
    Vielleicht liegt es aber auch ganz einfach daran, dass ich eher an Exposition denn an Konklusion interessiert bin. Im "Rheingold" und in der "Walküre" bleibt noch viel Raum für eigene Fantasie "Wie wird das werden?", im "Siegfried" und der "Götterdämmerung" bekommt man dann vieles vor die Nase gesetzt. Dessen ungeachtet, sind mir die beiden letzten Teile des "Rings" aber auch sehr teuer und ich würde sie nicht missen wollen, gibt es doch auch in ihnen reichlich geniale Musik und Szenen.

    DiO :beatnik:

    "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold

  • Zitat

    Auch das Ende von "Siegfried", das, was der Erweckungsszene folgt, ist mir etwas zu zäh und langwierig geraten. Wann kommt endlich die leuchtende Liebe und der lachende Tod??? :D

    das liegt eindeutig am Orchester, wenn es zäh + spannungslos wiedergegeben wird (wie z.B. mit Thielemann, Solti, Karajan). Ich halte den 3. Siegfried-Akt mit zu besten Opernakten von Wagner.... Schwierigkeiten habe ich eher mit dem letzten Akt der Götterhämmerung..

    :wink:

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • das liegt eindeutig am Orchester, wenn es zäh + spannungslos wiedergegeben wird (wie z.B. mit Thielemann, Solti, Karajan). Ich halte den 3. Siegfried-Akt mit zu besten Opernakten von Wagner.... Schwierigkeiten habe ich eher mit dem letzten Akt der Götterhämmerung..

    :wink:

    Lieber Amfortas,

    den gesamten 3. Akt habe ich auch nicht kritisiert. Vor allem der Auftakt mit Wotan / Erda ist fantastisch. Bis unmittelbar nach der Erweckung finde ich den 3.Akt auch gelungen, aber das Finale zieht sich dann meiner Ansicht nach. Und das kann nicht ausschließlich am Orchester liegen. Ich kenne mittlerweile über 10 Interpretationen und keine einzige hat es geschafft, mir diesen Schluss wirklich schmackhaft zu machen. Hehehe, was wäre es für ein Cliffhanger gewesen, wenn Wagner direkt nach Brünnhildes Erweckung den Vorhang hätte fallen lassen??? :D

    DiO :beatnik:

    "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold

  • Zitat

    Bis unmittelbar nach der Erweckung finde ich den 3.Akt auch gelungen, aber das Finale zieht sich dann meiner Ansicht nach. Und das kann nicht ausschließlich am Orchester liegen. Ich kenne mittlerweile über 10 Interpretationen und keine einzige hat es geschafft, mir diesen Schluss wirklich schmackhaft zu machen. Hehehe, was wäre es für ein Cliffhanger gewesen, wenn Wagner direkt nach Brünnhildes Erweckung den Vorhang hätte fallen lassen??? :D

    ne ne ne, bitte glaub's mir einfach !!! (sorry für den etwas banalen Appell), es liegt eindeutig am lahmen oder spannungslosen Ochester... allein schon wie geil ist die Modulation; Brünnhilde "Sonnhell leuchtet leutet der Tag meiner Schmach.."

    ein anderes Beispiel, jetzt nicht von Wagner: ich hatte mir mindestens 30 (!) verschiedene Mitschnitte von Bruckner Sinfonie Nr. 9 reingezogen + fand das Werk stinklangweilig, nichtsagend, öde, schwach, dröhnend, laut .. bis ich einen Radio-Livemitschnitt aus Seoul (Chung, 2009 ) und einen Radio-oder InhouseMitschnitt (kaum zu unterscheiden) aus Philadelphia (van Zweden, 2009) mir reingezogen hatte, und da wurde mir schier die Watte aus den Ohren gezogen, ähnlich ging es mir mit Puccinis La Bohme, Tosca und Tschaikowskys Sinfonie Nr. 4 + 5, Brucker S. 8, Bergs Kammerkonzert und mit Mozarts Jupitersinfonie. Eigentlich alles bekannte Hits im konzertbetrieb ... die Genannten blieben mir stumm, bis ich endlich mir einen fetzigen Live-Mitschnitt reinzog und seitdem ist das alles für mich fetzige Musik ....

    ....und warum sollte ausgerechnet Wagner da eine Ausnahme bilden.. wie gesagt, ich tue mich schwer mit dem 3. Götterhämmerungsakt (da ist es der Schlussgesang der Brünnhilde bzw. der Schluss der Götterhämmerung, der mich völlig kalt lässt, übringens auch die Schlussansprache von Sachs, obwohl ich die MS überaus mag ) ... auch mit dem Schmiedelied im 1. Siegfriedakt (wa ich vorher überhaupt nicht mochte) habe seit Live-Levine 2004 meinen Frieden gemacht: was für ein toller, fetziger Orchestersatz.. aber ich will eigentlich nicht zum Wagnerapologeten hier mutieren, da ich Wagner ganz + gar nicht unkritisch bin.... orchestral gut finde ich auch den Haenchen-Siegfried aus Amsterdam (seine Götterhämmerung beeindruckt mich wiederum weniger, bei Zagrosek-Stuttgart ist es genau umgekehrt, also muss es doch mit dem Orchester zusammenhängen)

    :wink:

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Werter Gurnemanz,

    für mich war der "Ring" die erste Begegnung mit der Kunstform "Oper" überhaupt, nicht nur mit Wagner. Eigentlich sollte ich damals ein Referat zum Thema "Filmmusik" vorbereiten. Als ich mich mit dem Begriff "Leitmotivik" auseinandersetzte, war natürlich schnell der Name Wagner im Spiel. Ich dachte mir: Komm, trau Dich, auch wenn es OPER ist (für mich bis dahin SEHR negativ konotiert: große Theatralik, Gekreische, seichte Liebesgeschichten). Wohl die meisten hätten mir davon abgeraten mich mit dem "Ring" an die Oper heranzuwagen. Aber: Es war retrospektiv gesehen die beste Entscheidung (ansonsten macht man ja meistens lauter Fehler im Leben :D :D :D ). Ich wäre wohl nie bei der Oper gelandet, hätte ich mit Belcanto oder den gängigen Schlachtrössern (La Traviata, Boheme etc.) angefangen. Ok, an die hochdramatischen Sopran-Partien musste ich mich erst mal gewöhnen, aber viele andere Dinge standen für mich total im Gegensatz zu meinem bisherigen Bild von der Oper: Eine fantastische Geschichte mit Göttern, Riesen, Zwergen etc. hätte ich nicht in der Oper erwartete, für mich war das immer das schmachtende Menschen-Paar, er liebt sie, aber sie liebt ihn nicht oder sie liebt einen anderen oder umgekehrt ... you know! Und hier beim Ring stieß ich auf eine hoch-komplexe, unglaublich tiefgründige Geschichte, die es verstand das Große mit dem Kleinen zu verbinden. Fast jede einzelne Figur mit guten und schlechten Seiten, einfach INTERESSANT - weit jenseits von schablonenhaftigen Stereotypen, das faszinierte mich ungemein. Joachim Kaiser sagte mal - sinngemäß - : "Im Ring wird in der Figur des Alberich zum ersten Mal in der Oper gezeigt, wie jemand böse WIRD, während sich in den Opern ansonsten nur immer Figuren tummelten, die einfach böse SIND." Da steckt viel Wahres drin.

    Vom Inhalt abgsehen hat mich auch die Musik vom ersten Ton an gefangen genommen. Das in seiner Schlichtheit berückend schöne Vorspiel zum Rheingold, aufbrausende Industrial-Music des 19. Jahrhunderts mit dem Abstieg nach Nibelheim, der kammermusikalische Ton des 1. Aktes der Walküre, die Verspieltheit des 1. Aktes Siegried, der große, monumentale Gestus in der Götterdämmerung etc. etc. Und was für mich zum damaligen Zeitpunkt noch sehr wichtig war: Durch die verwendete Leitmotiv-Technik konnte man sich selbst als musikalischer Laie eingehend mit der Musik beschäftigen, ohne große Ahnung von Noten, Akkorden, Modulation etc. zu haben. Damit war von Beginn an sowohl eine inhaltliche als auch musikalische Auseinandersetzung möglich, was ich sehr spannend fand.

    Aber um kurz Off-Topic zu gehen: Von Janacek kenne ich noch gar nichts. Was würdest Du von Wagner kommend als Einstieg empfehlen? Füchslein, Jenufa, Totenhaus?

    Beste Grüße, DiO :beatnik:


    :juhu: :juhu: :juhu:

    ... Alle Menschen werden Brüder.
    ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    ... Imagine there is no heaven ... above us only sky

  • ne ne ne, bitte glaub's mir einfach !!! (sorry für den etwas banalen Appell), es liegt eindeutig am lahmen oder spannungslosen Ochester... allein schon wie geil ist die Modulation; Brünnhilde "Sonnhell leuchtet leutet der Tag meiner Schmach.."

    ein anderes Beispiel, jetzt nicht von Wagner: ich hatte mir mindestens 30 (!) verschiedene Mitschnitte von Bruckner Sinfonie Nr. 9 reingezogen + fand das Werk stinklangweilig, nichtsagend, öde, schwach, dröhnend, laut .. bis ich einen Radio-Livemitschnitt aus Seoul (Chung, 2009 ) und einen Radio-oder InhouseMitschnitt (kaum zu unterscheiden) aus Philadelphia (van Zweden, 2009) mir reingezogen hatte, und da wurde mir schier die Watte aus den Ohren gezogen, ähnlich ging es mir mit Puccinis La Bohme, Tosca und Tschaikowskys Sinfonie Nr. 4 + 5, Brucker S. 8, Bergs Kammerkonzert und mit Mozarts Jupitersinfonie. Eigentlich alles bekannte Hits im konzertbetrieb ... die Genannten blieben mir stumm, bis ich endlich mir einen fetzigen Live-Mitschnitt reinzog und seitdem ist das alles für mich fetzige Musik ....

    ....und warum sollte ausgerechnet Wagner da eine Ausnahme bilden.. wie gesagt, ich tue mich schwer mit dem 3. Götterhämmerungsakt (da ist es der Schlussgesang der Brünnhilde bzw. der Schluss der Götterhämmerung, der mich völlig kalt lässt, übringens auch die Schlussansprache von Sachs, obwohl ich die MS überaus mag ) ... auch mit dem Schmiedelied im 1. Siegfriedakt (wa ich vorher überhaupt nicht mochte) habe seit Live-Levine 2004 meinen Frieden gemacht: was für ein toller, fetziger Orchestersatz.. aber ich will eigentlich nicht zum Wagnerapologeten hier mutieren, da ich Wagner ganz + gar nicht unkritisch bin.... orchestral gut finde ich auch den Haenchen-Siegfried aus Amsterdam (seine Götterhämmerung beeindruckt mich wiederum weniger, bei Zagrosek-Stuttgart ist es genau umgekehrt, also muss es doch mit dem Orchester zusammenhängen)

    :wink:

    Werter Amfortas, der Du leiden musst, weil der Opernteufel es einfach nicht einsehen will! :troest:

    Du, ich weiß ganz genau, wer mich in dieser Hinsicht bekehren wird: Zubin Mehta mit dem Valencia-"Siegfried"!!! :stumm: :stumm: :stumm: :mlol:

    Jetzt mal im Ernst: Ich glaube, wir reden etwas aneinander vorbei. Musikalisch finde ich das alles gar nicht so un-fetzig aber inhaltlich, dieser ganze Textschwall ... ich weiß nicht! Aber ich denke diese Sache kann mit einem reichlich dumm dreinschauenden Siegfried auf der Bühne gerettet werden! ;+)

    Was den 3.Akt der Götterdämmerung betrifft: Ist der für Dich als Ganzes schwierig oder eher nur wegen Brünnhildes Abgesang am Ende?

    Das "Schmiede-Lied" war bei mir übrigens von Anfang an ein Hit, welches ich in den Tagen darauf vergeblich in den Media-Control-Charts von 1876 suchte ... da schepperts und krachts, dass es eine reine Freude ist! Immer nur fest druff auf den Stahl! :D

    DiO :beatnik:

    "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold

  • Zitat

    Was den 3.Akt der Götterdämmerung betrifft: Ist der für Dich als Ganzes schwierig oder eher nur wegen Brünnhildes Abgesang am Ende?

    Der 3. Akt es wird ab dem Auftritt von Brünnhilde für mich schwierig.. (nebenbei: habe ich auch mit dem Liebestod von Isolde auch Schwierigkeiten. Der 1. + der 2. Tristanakt wirken auf mich geschlossener, einheitlicher..)

    ach wenn ich den Opernteufel doch ganz vom 3. Siegfriedakt überzeugen vermöchte ;+) ... ich meine, der Textschwall bei den Nornen (Götterhämmerung) ist auch ziemlich fett + schwitzig, was Sprache betrifft, + Bekanntes wird noch 1-mal wiederholt, aber was für geile Musik hat diese Nornenszene bei Wagner entzündet....
    :wink:

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Der 3. Akt es wird ab dem Auftritt von Brünnhilde für mich schwierig.. (nebenbei: habe ich auch mit dem Liebestod von Isolde auch Schwierigkeiten. Der 1. + der 2. Tristanakt wirken auf mich geschlossener, einheitlicher..)

    ach wenn ich den Opernteufel doch ganz vom 3. Siegfriedakt überzeugen vermöchte ;+) ... ich meine, der Textschwall bei den Nornen (Götterhämmerung) ist auch ziemlich fett + schwitzig, was Sprache betrifft, + Bekanntes wird noch 1-mal wiederholt, aber was für geile Musik hat diese Nornenszene bei Wagner entzündet....
    :wink:


    Er war schon doll von sich selbst inspiriert, gell? :D

    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Der "Ring" bedeutet mir enorm viel.

    Er war meine Wagner - "Einstiegsdroge" mit dem allerersten Eindruck in der Schule durch Vorspielen des Trauermarsches, den ich als Schülerin völlig überraschend total unwerfend fand. Der erste und bleibende Gesamteindruck war dann die Chérau - Inszenierung und somit die Feststellung, dass das "beweihräucherte" Werk ohne "hehre" Alter- und Deutschtümelei ja hochspannend und interessant ist und letztlich die Kernaussage in der modernen Weise viel besser herausgearbeitet ist.

    Für mich ist es ein großes Werk, auch wenn ich es nicht unkritisch sehe. Stark die Figuren, ihre Ambivalenz (die in fast allen seiner Opern - jedenfalls den in Bayreuth gepielten - mehr oder weniger ausgeprägt zu beobachten ist). Deren Dialektik hat uns m. E. viel zu sagen, keiner ist nur gut und keiner nur böse (was letzteres betrifft, kommt nach meinem Dafürhalten Hunding am nächsten, vielleicht auch, weil er etwas weniger Profil erhalten hat als manche andere) . Unsympathische Gestalten wie z. B. Fricka werden sehr differenziert konzipert. Es kommt deutlich zutage, dass sie ihre Verletztheit durch das stänige Fremdgehen Wotans versucht, durch eine Überbetonung der ehelichen Rechte Hundings - die er eigentlich nicht wirklich besitzt, weil er Sieglinde ja gegen ihren Willen festhält - zu kompensieren; dem Göttergatten dies heimzuzahlen, indem sie ihn in ein Dilemma treibt, dass alle zunächst Unbeteiligten mit in den Strudel zieht.

    Solche Charakteranalysen und Verstrickungslinien, die so wie die Menschheitsgeschichte in Kurzform (klingt fast absurd, ich weiß) ineinander verwoben sind durch ein fast kreisförmiges Sich - Einander - Bedingen, kann man hier "haufenweise" anstellen.

    Schwierig finde ich auch manche Längen, wobei hier sowohl ein möglichst "spritziges" Dirigat, als auch stringente Personenregie daraus doch Abläufe gestalten können, die interessieren. (was ich bisher in Valencia extrem gelungen fand)

    Es ist erstaunlich, dass Wagner doch klug genug war, seinen ekligen Antisemitismus aus den Werken herauszuhalten. Wäre dies anders, wären seine Werke trotz aller Genialität der Musik zu Recht desavouiert. Was jedoch der Schwachpunkt universal gedachter Themen bleibt, ist ihre missbräuchliche Interpretierbarkeit, die auch hier einen Hitler zum Lieblingshörer und Entwickler pervertierter Phantasien über Wagners Werk gemacht hat.


    LG
    :wink:
    Ulrica

    Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren (Bert Brecht)

    ACHTUNG, hier spricht Käpt´n Niveau: WIR SINKEN!! :murg: (Postkartenspruch)

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