• Mein Tag mit Musik

    Ganz simpel: Wann hört Ihr normalerweise Eure Musik?

    Hat sich so etwas wie ein festes Muster herauspräpariert, das Eurem Arbeitsalltag oder Eurem Freizeitverhalten folgt? Gibt es Verrückte, die ständig irgendetwas dudeln haben müssen? Sind Kenner da, die sich erst den letzten Beethoven´schen Klaviersonaten widmen, wenn auch die letzten philosophischen Fragen für den Tag geklärt sind? Haben wir weltanschaulich Markierte unter uns, die sich Musik mit ungeradem Takt nur aufzulegen getrauen, wenn der Jupiter im dritten Haus der großen Schlange steht?

    Gibt es Privilegierte, die während ihrer Arbeit hören können? Geht Euer erster Gang nach dem Heimkommen direkt zum CD-Regal? Stellt Ihr bei Anrufen nur leiser oder aus? Wenn Besuch kommt, macht Ihr da den DJ oder sperrt Ihr Eure Platten weg? Muß die Familie mit der Musik klarkommen oder die Musik mir der Familie?

    Mozart zum Wachwerden, Vivaldi zum Frühstück, Tschaikowsky zum Dinner und Chopin bei Nacht? Oder wie?

    Oder sind wir alle einfach nur normale, beinahe langweilige Menschen, die der Gelegenheit zu ihrem Recht verhelfen, indem sie sich im Fluß der Zeit und der Ereignisse treiben lassen und die Musik zu ihnen finden lassen?

    Tja, wie auch immer, wie sieht Euer typischer Tag mit der Musik aus?


    Alex :wink:


    "In the year of our Lord 1314 patriots of Scotland, starving and outnumbered, charged the field of Bannockburn. They fought like warrior poets. They fought like Scotsmen. And won their freedom."

  • Zitat

    Gibt es Privilegierte, die während ihrer Arbeit hören können?

    Ja, ich gehöre als selbstständiger Hupenschnitzer zunächst einmal zu dieser raren, vom Schickal verwöhnten Kategorie - wobei es nicht selten passiert, daß ich beim Ausprobieren meiner Röhrchen sehr unsensibel dazwischen röhre/röhren muss.
    Unter die Abteilung "konzentriertes Zuhören" fallen meine zahlreichen Begegnungen mit Musik tagsüber also zugegebenermaßen eher nicht...allerdings bin ich bei bestimmten Stücken oder Passagen dann auch schon mal schwer versucht, das Messer aus der Hand zu legen und einfach nur die Lauscher zu spitzen....

    Alles in allem muß ich aber gestehen, daß mich Musik in der Regel nur dann komplett gefangen nimmt, wenn ich sie live höre. Auf die Konserven kann ich keinesfalls verzichten, aber sie bleiben eben doch ---Konserven!

    Abends habe ich nicht immer, aber immerhin recht oft das Bedürfnis nach Gedudel aus meine Boxen. Extrem diszipliniert-strukturverfolgend höre ich aber auch dann selten zu :schaem:. Trotzdem - erstaunlicherweise - ist mir die eine oder andere Komposition über diese suboptimale Art des Kennenlernens enorm wichtig geworden!

    "Mein Tag mit Musik" gestaltet sich darüber hinaus auch immer wieder durch Unterrichten und eigenes Tröten. Der Spaßfaktor ist in beiden Fällen stark von den anderen Mitwirkenden abhängig....

    Viele Grüße

    Bernd


    .

  • Ich gehöre zu den unordentlichen Gelegenheitshörern ohne festen Tagesrytmus. Musik als Geräuschkulisse habe ich abgeschafft , dazu ist sie mir zu kostbar und da ich bei geistiger Beanspruchung mich nciht auf Musik konzentrieren kann, bleiben wenige Gelegenheiten am Tag übrig. Ic hhöre insgesamt eher wenig Musik, geniesse sie aber intensiv.
    Ein besonderer Segen ist der IPOD, denn damit kann ich nun allerwege, wenn ich unterwegs bin in Metros, Bussen und Bahnen oder langen Fusswegen Musik oder Hörbücher hören. Im Moment gerade die sehr stimulierenden Symphonien von J.C. Bach.
    Beim Kochen Läuft auch Musik, entweder musique 3, der tolle belgische Klassiksender, den ich inzwscihen France musique vorziehe oder Cds vom Stapel der Unerhörten und Favoriten. Derzeit der gerade eingetroffene Soler Fandangos in diversen Versionen und immer weiter (beider) Schumann-Lieder.
    Nach dem Mittagessen höre ich seit etwa zwei Wochen immer dieselbe meditative Musik von Jonathan Goldmann zum Entspannen, am Nachmittag komme ich meistens gar nciht zum Hören. Abends kann ich nciht alleine bestimmen, und da wir kein Fernsehen haben, gibt es beim Lesen oder Nicht-Lesen fast immer Musik. Da mein Mann meistens denselben Geschmack hat wie ich(oder umgekehrt), ist das Einigen nicht schwierig, am liebsten Kammermusik oder Klavier. In der Regel ohne Gesang, weil ich dabei dann wieder nciht lesen kann und im Moment besonders viel lesen muss und will.
    Wenn wir eine Oper auf DVD anschauen, einigen wir uns auch sehr leicht, denn kreischende Schweinshaxen hassen wir beide und langweilige oder destruktive Inszenierungen ebenso.
    Im Bett höre ich immer Musik, sogar übers Einschlafen hinaus, der Player ist dann morgens noch an. Da gibts ein paar rituelle Standars, zu denen serh viel Bach, Mozart und Schubert gehört. Nicht serh originell(Goldbervariationen, Klarinettenquintett, Klaviertrios etc...) aber serh wirkungsvoll- so wie es sich halt für Rituale gehört.

    Da ich ja auch sehr viel mit Musik arbeite, ist sie eigentlich immer irgendwie anwesend, allerdings in richtig konzentrierter Hör-Form komme ich bei weitem nciht mit den hiesigen "Eben erst gehört" Freaks mit und wundere ich mich immer wieder über deren Kapazitâten über den ganzen Tag.
    Am liebsten geniesse ich Musik sowieso live, das unmittelbare Erlebnis ist unvergleichlich reicher als die Konserve!, und lasse mir keine Gelegenheiten entgehen, das zu tun. Heute abend Ian Bostridge mit Schubert, Britten, Fauré, Debussy. :jub:

    F.Q.

    Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)

  • Ich höre jeden Tag auf dem Weg von und zur Arbeit Musik über den mp3-player. Bei 20 Minuten Fußmarsch kommen da in der Woche einige Opernakte zusammen. Auch bei häuslichen Verrichtungen wie Kochen, Backen, Brauen läuft der CD-Spieler oder das Radio.
    Ich höre Musik selten nebenbei, daß heißt aber nicht, daß ich während des Musikhörens keine anderen Dinge tue. Es heißt nur, daß ich mich mehr auf die Musik konzentriere als auf die zu erledigende Tätigkeit. Vermutlich werde ich eines Tages vom Bus überrollt, nur weil Maria Callas mal wieder so herzergreifend stirbt. :stern:
    Da ich ja in einer Musikbibliothek arbeite, habe ich das Glück, ab und an dienstlich Musik hören zu können, (z.B. bei jpc oder amazon, wenn es darum geht, welche Aufnahmen zu erwerben wären) oder ich kann meinen Musikkonsum zumindest als dienstliche Aufgabe tarnen. :D
    Außerdem meckert mein Chef nicht, wenn bei stupiden Tätigkeiten wie Regale aufräumen etc. der mp3-player zum Einsatz kommt.
    Außerdem gibt es natürlich die Abende mit Rotwein, Kerzenlicht und den Lieblings-CDs, die wir vermutlich alle kennen.
    Es vergeht also kaum ein Tag, an dem ich nicht Musik höre. Manchmal mache ich es allerdings auch wie die gute Florence Foster-Jenkins und trällere mich durch Arien, denen ich nicht in Ansätzen gewachsen bin, aber da ich das nicht in der Royal Albert Hall tue sondern in meiner Küche fühlt sich niemand groß gestört.
    Im Übrigen bin ich absolut nicht multitaskingfähig, wenn ich wirklich denken muß, kann ich keine Musik gebrauchen. Ich konnte schon als Kind nicht lernen wenn Musik läuft, und ich finde es auch zu schade, Werther oder Mimi sterben zu lassen während ich über irgendeinem Problem brüte.
    EDIT
    Da Fairy von ihren musikalischen Einschlafgewohntheiten gesprochen hat: auch bie mir läuft der CD-Spieler, allerings lasse ich mich gerne in den Schlaf labern. Will sagen, bei mir laufen Abends leichte Hörbücher die ich so gut kenne (meist vom eigenen Lesen) daß es nix ausmacht, wenn ich nach 10 Minuten weg bin. "Harry Potter" 1-7 habe ich seit einigen Wochen durch. In den letzten Tagen liefen "Jan Weiler: Maria ihm schmeckt's nicht" und "Der kleine Nick". Von Sempé und Goscinny. Allerdings eignet isch letzteres nur bedingt als Einschlafhilfe, da ich immer wieder lachen muß. Die Bücher sind ZU genial, und wie Rufus Beck sie liest auch :mlol:

    Ein Paradies ist immer da, wo einer ist, der wo aufpasst, dass kein Depp reinkommt...

  • Mich umschwirren werktäglich Gesänge aller Art, allerdings meist rudimentär, weil ich meine Gesangschülerinnen und -schüler

    hin und wieder unterbrechen muss. Vieles wird, je nach Ausbildungsstand, Takt für Takt, gar Note für Note, erarbeitet.

    Den Bariton montags bereite ich auf seine erste öffentliche Winterreise vor, den anderen donnerstags auf die Brahms - Magelone.

    Dann gibt es noch jede Menge Kunstlied, Oper ( Schlussmonolog der Salome z. B. ), natürlich auch Vaccai und Vokalisen.

    Kein Wunder, dass ich sonst eher Instrumentales höre, vorzugsweise im Auto ( Haydn - Sinfonien, Rossini - Ouvertüren, Sibelius usw. ). Beim Frühstücken bade ich in totaler Stille. Abends, nach dem Krimi im TV, geht es meist bei Classica weiter, wo bekanntlich das Angebot an klassischer Musik sehr groß ist, gestern z. B. die Wiener Phiharmoniker unter Carlos Kleiber mit Mozarts " Linzer " -

    ein Erlebnis !


    Ciao. Gioachino :wink:

    miniminiDIFIDI

  • Weil mein Musikgeschmack nicht so ganz familienkompatibel ist, kann ich eigentlich nur, wenn ich alleine bin, Musik hören. Das geht meist am Vormittag und in meiner "unantastbaren" Stunde nach dem Mittagessen bei Espresso und Capriccio-Stöbern.

    Musikhören verträgt sich bei mir mit Hausarbeiten, Kochen und am Computer-Sitzen. Bei Korrekturarbeiten kann ich anfangs noch im Hintergrund Musik haben (am besten, wenn ich die Stücke gut kenne), mit fortgeschrittener Dauer und sinkender Konzentration geht es dann immer weniger.
    Wenn ich selber etwas schreiben oder ausarbeiten muss, Kurse vorbereite etc. kann ich keine Musik hören, das lenkt mich zu sehr ab. Und konzentriertes Lesen verträgt sich ebenfalls nicht mit Hören.

    Ein paar musikalische Fixpunkte im Radio gibt es auch, die sind aber meist zu Zeiten, wo ich mit meinen Kindern bei der Hausübung sitze oder als Chauffeur unterwegs bin. Die werden dann (falls ich nicht vergesse) aufgenommen und am Abend gehört. Das Problem ist nur, dass ich durch Capriccio so viele Anregungen bekomme, ich daher in den Radioprogrammen immer mehr finde, was mich interessiert, und dann nicht immer die Zeit habe, das alles anzuhören. So horte ich auf dem Computer, lasse dann wieder CDs brennen und fülle damit die Regale. :D

    Leider sind auch meine Wege nicht so lange, dass es sich auszahlen würde, den mp3-Player mitzunehmen. Aber zumindestens für längere Bahnfahrten und im Urlaub kommt er dann zum Einsatz.

    Jedenfalls habe ich das Gefühl, immer viel zu wenig Zeit zum Musikhören zu haben (v.a.in Hinsicht auf die Menge der CDs, die ich noch hören will)- aber die Hoffnung, dass sich das irgendwann ändern wird! (Bitte nehmt mir nicht meine Illusionen!!)


    Liebe Grüße,
    :wink:
    Renate

    Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)

  • Ich habe das Glück, daß mein Mann meinen Musikgescmack im großen und ganzen teilt. Wenn wir uns über Musik in die Haare kriegen, dann höchsten darüber, ob wir "Figaro" mit Siepi auf CD oder mit Terfel auf DVD genießen sollen :D
    Seiner Vorliebe für Krach (Metallica, NOFX, Apocalyptica etc.) geht er dankenswerterweise nach wenn ich nicht da bin. So sind wir beide zufrieden :thumbup:

    Ein Paradies ist immer da, wo einer ist, der wo aufpasst, dass kein Depp reinkommt...

  • Mein Mann ist da nicht das Problem. Unser Musikgeschmack hat eine recht große Schnittmenge, wobei Oper nicht eingeschlossen ist. Meine älteste Tochter reagiert relativ unwirsch auf meine musikalischen Vorlieben :D .
    Außerdem ist bei uns am Nachmittag meist die Bude voll und da ist Musikhören (egal welche) für meine Ohren zuviel.

    Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)

  • Musik höre ich ziemlich unregelmäßig. Habe ich Arbeit, die Konzentration erfordert, geht überhaupt nichts anderes. Will ich genau hinhören, dann darf mich auch nichts ablenken. Praktisch heißt das, daß sich immer wieder Tage ergeben, wo ich musikalisch absolut auf dem Trockenen sitze. Wenn möglich kompensiere ich das durch Intensivhörtage, womit ich freilich manchmal meiner Umwelt etwas auf die Nerven gehe, weil ich sie zu wenig wahrnehme oder nicht entsprechend auf sie reagiere. Meine Frau hört zwar auch gerne, aber nur wenn sie nicht zu müde ist und den Kopf frei hat. Am Abend, wenn das Fernsehprogramm wieder einmal nix bietet, dann legen wir ganz gerne eine CD ein - Reichweite Klassik bis Operette - oder auch seltener eine Opern-DVD. Als ich noch täglich an die Uni ging, lief bei Routinetätigkeiten mitunter Radio Stephansdom im Hintergrund. Seit ich in Pension bin, komme ich kaum mehr dazu (oder meine Multiorientierungsfähigkeiten lassen nach - ich will's lieber nicht so genau wisssen).
    Im ungarischen Domizil habe ich zwei Plätzchen, an denen ich mich zu Siestazeiten behaglich aufs Sofa strecken und Musik hören kann. Schlechtwetter hat den Vorteil, daß ich mehr Zeit dafür finde. Beim Autofahren vertrage ich Musik nur, wenn wenig los ist auf den Straßen und es genügt, mit halbem Ohr hinzuhören. Dabei lausche ich ganz gerne ABBA oder solchen Sachen, auch manch klassischem Stück, das mir relativ vertraut ist und nicht zu viele Pianostellen hat. Mit irgendwelchen Steckern im Ohr durch die Wohnung oder durch die Gegend zu laufen, ist nichts für mich.
    Meine anderen Hobbys wie Lesen und Filme (sehr subjektive Auswahl) vertragen sich mit Musik meist nicht so besonders. So ergibt sich, daß manche Sachen schon seit Monaten vor meinem Auge schimmeln, weil ich nicht dazukomme oder nicht in Stimmung bin. Insbesondere mit meinen Richard-Wagner-Anschaffungen bin ich arg im Rückstand. Und zu meinen Schubertliedern langt es nur alle heiligen Zeiten.

    Liebe Grüße

    Waldi

    ______________________

    Homo sum, ergo inscius.

  • Meine Lieben!

    Ich kann Musik immer hören - nur nicht beim Lernen, da lenkt es mich zu sehr ab. Meine Lieblingsmusik höre ich wenn ich über sie schreibe, wie heute Verdis "Giovanna D'Arco" da weiß ich gleich woran ich schreibe,

    und der großteil meiner Beschreibungen gehen ja sehr nahe ans Original, mit ein wenig von mir [bei Richardl Nr. 1 + 2 war etwas mehr von mir dabei],

    am Abend höre ich als Nacht- und Einschlafmusik, zum Lesen - Operette, mit zumeist in guter Besetzung.

    Beim Autofahren kann ich kaum Musik hören, denn ich bin Beifahrer, bei den Fahrschulen wollte man mich nicht mehr, aus unverständlichen Gründen - nur weil ich mich mit dem Fahrlehrer 4x überschlagen hatte und das Geld zurückbekam - für den ganzen Kurs, also muss ich mich nach dem Fahrer richten und in den Öffis wird ja kaum Verdi gespielt.

    Liebe Grüße sendet Euch Euer Peter aus Wien, zur Zeit Hundesitter. :wink: :wink:

  • Hallo, liebe Capricciosi,
    ich bin erst vor wenigen Tagen hier angekommen, aber ein paar Mitglieder erinnern sich vielleicht noch an "Diotima" auf T.! :rolleyes:
    Also Musik ist für mich so wichtig wie die Luft zum atmen! Besonders intensiv höre ich jedoch Musik, wenn es mir mal nicht so gut geht. Sie war schon immer mein Rettungsanker. Das geht über Händel, Beethoven, Brahms, Sibelius, Grieg, Loewe-Balladen, etc... Und wenn mal gerade kein Player erreichbar ist, dann klingt einfach irgend eine Melodie in mir. Manchmal sind es auch Fragmente meiner Violin-Etüden. :thumbup:
    Ich hatte mal eine Phase, da habe ich über Monate täglich die Winterreise, bevorzugter Interpret, Hermann Prey, gehört. Und ich höre sie auch heute noch gerne.

    Mit lieben Grüßen,
    Polarlicht.


  • Ich habe den Lappen, aber er hat mich drei Prüfungen und den Fahrlehrer Jahre seines Lebens gekostet.


    Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Aber erstaunlicherweise fahre ich seit dieser Zeit (1971) unfallfrei. Aber ich bin immer noch froh, dass mein Mann immer dann fährt, wenn wir zusammen unterwegs sind.

    Ja, zu meinen Hörgewohnheiten:
    Ich fahre täglich ca. eine halbe Stunde zur Arbeit und zurück. Diese Stunde nutze ich natürlich zum Musikhören (Arien, ganze Opern ). Damit fängt der Tag schon immer gut an.
    Ich höre Musik grundsätzlich bewusst, d.h. nicht als Geräuschkulisse.
    Meistens höre ich Musik, wenn ich am PC bin, d.h. z.B. jetzt. Ein bis zwei Abende pro Woche höre ich an meiner Anlage im Wohnzimmer Opern oder schaue mir eine DVD an.

    :wink: Ramona

  • Ein typischer Tag mit Musik?

    Der fängt im Normalfall erst am Nachmittag an, da ich bei der Arbeit keine Musik höre – ich teile mir das Büro mit einem Kollegen und Kopfhörer wären – wenn dies überhaupt geduldet wird, keine Ahnung – nicht sehr praktisch, da ich rel. viel mit Kolleg/inn/en kommuniziere – sei es direkt bei ihnen oder bei uns im Büro oder telefonisch. Und mit Leuten irgendwelcher anderen Institutionen oder Firmen oder auf unseren Betrieben ist auch zu telefonieren. Und zum Drucker gehen, zur Kaffeemaschine, zu den Zeichner/inne/n ...

    Den Weg zur Arbeit – 10 Minuten mit dem Rad, kaum weniger mit dem Auto und entsprechend länger zu Fuß, alles eine Frage des Wetters – absolviere ich mangels I-Dingenskirchen auch ohne Musik, und Klassik während der Autofahrt habe ich mir inzwischen ganz abgewöhnt, bringt in meinem Wagen nichts.

    Also steht frühestens am Nachmittag Musik an, es kann aber auch gut sein, daß ich vielleicht das Radio einschalte – so gut wie ausschließlich DR Kultur – oder es still in der Wohnung bleibt und ich was lese oder im Internet surfe oder am Aband mal den Fernseher einschalte.

    Unter der Woche muß eigentlich nur ich oder meine Nachbarin mit meiner Musik klarkommen, aber bisher hat sie sich noch nicht über die Lautstärke beklagt. Quasi ritualisiert ist in geringem Umfang das Wochenende, wenn meine Freundin zu Besuch da ist, dann läuft immer Klassik zum Frühstück und teilweise auch tagsüber – sonst hört sie keine Klassik. Und ich habe es schon geschafft, daß sie letztens bei Mozart unter Karajan – ich brauchte einfach mal wieder die Bestätigung meiner Meinung – ungläubig fragte "das ist Mozart?" – Pinnock und Hogwood zeigen Wirkung :D
    Und wen ich bei ihr bin, höre ich eher selten Musik, es sei denn, ich habe mal wieder im Kulturkaufhaus zugeschlagen oder eine meiner Bestellungen zu ihr umgeleitet. Da muß die Musik dann mal mit der Familie klarkommen und ich greife zu den Kopfhörern (ich habe aber die Hoffnung, daß die Jüngste jetzt, da sie voller Begeisterung im Schulchor mitsingt, doch auch ein bißchen Zugang zur Klassik findet).
    Da in meinem Schlafzimmer nur ein schlecht klingender uralter Radiowecker steht, erübrigt sich die Frage nach dem Musikhören im Bett mehr oder weniger.

    Wenn ich tatsächlich mal ein Wochenende allein verbringe, stelle ich mir häufig schon im Lauf der Woche einen Stapel CDs zusammen, die ich am Samstag und Sonntag einlegen möchte. Und ich schaffe es meistens auch, irgendwelche Anregunge aus Klassikforen zu ignorieren. Aber ansonsten entscheide ich meistens spontan, was jetzt mal wieder ein- oder aufgelegt wird.

    Grüße,
    Wolfgang

    Die Wahrheit zu sehen müssen wir vertragen können, vor Allem aber
    sollen wir sie unseren Mitmenschen und der Nachwelt überliefern,
    sei sie günstig oder ungünstig für uns. (August Sander)

  • So meine Lieben! Ganz Ernsthaft!

    Obwol das Geschriebene stimmt. Als ich noch selbständiger Kaufmann mit einem eigenen Verkaufsgeschäft war, ich hatte ein kleines Schraubengeschäft [leider] in Pacht in Wien, in einer Seitenstraß der Mariahilferstraße -

    aber bei mir lief immer eine Oper, damals noch auf LPs Gesamtaufnahmen von Adam bis Zemlinsky, und manchmal kam es vor, dass Leute dachten sie wären irrtümlich im falschen Geschäft,

    auch meine Auslagen waren nach Geburtsjahren von Komponisten oder auch Schriftstellern eingerichtet, denn, da ich ein Schraubengeschäft, einzeln, zum Verkauf hatte, nicht wie jetzt in Paketen wo man das meiste in einer Ecke dann hat und nicht mehr benötigt. Dachte immer Schrauben kennt eh ein Jeder. Aber manche Kunden blieben länger um sich ganze Passagen von Opern anzuhören.

    Mein Verdi bekam eine Auslage, sowie Adalbert Stifter [einer meiner Lieblingsschriftsteller] u.a. m.

    So jetzt habe ich Einiges richtiggestellt, sonst glaubt der Graf, am End', ich sei ein Depp. :klatsch: :klatsch:

    Liebe Grüße sendet Euch Euer Peter aus Wien, der Halsschmerzen hat. :wink: :wink:

  • Meine Lieben!

    Ich konnte, und kann, mir keinen Tag ohne Musik vorstellen, jetzt ist eben in DVD "Turandot2 mit Marton, Carreras, Ricciarelli, gestern war es "mein Verdi" mit Giovanna d' Arco".

    Leider habe ich es nicht so mit Konzert, obwohl ich es auch liebe, bei mir geht ständig Oper oder Operette oder Musical, meine Nacbarn sind mir eigentlich egal,

    da ich mitsinge und heute den Kalaf singen wollte, was durch die Halsschmerzen zur Zeit nicht geht, die Gesangstechnik habe ich ja noch immer, das verlernt man kaum, durch jahrelanges Training,

    aber ich lasse José Carreras das "Nessun dorma" allein singen, den ein Husterer dabei ist net schön.

    Der lieben Fairy und der lieben Ingrid, sende ich innige Handküsse :kiss: :kiss: den übrigen Lesern auch liebe Grüße Euer Peter aus Wien, der noch immer Hundesittet und verkühlt ist. :wink: :wink:

  • So jetzt habe ich Einiges richtiggestellt, sonst glaubt der Graf, am End', ich sei ein Depp.


    Nein, das glaubt der mit Sicherheit nicht.


    "In the year of our Lord 1314 patriots of Scotland, starving and outnumbered, charged the field of Bannockburn. They fought like warrior poets. They fought like Scotsmen. And won their freedom."

  • Wenn ich Musik hören will, dann erst recht. Es muss ähnlich wie im Konzertsaal klingeln.
    Also unterwegs oder im Büro wird man mich nie sehen beim Musikhören.
    Wenn ich zu Hause bin und niemand braucht mir, dann verschanze ich mich in meinem Hörraum.
    Am Anfang solange die Anlage sich aufwärmt, bin ich am Computer, antworte ich meine Mails und lese ich verschiedenen Foren.
    Dann aber sitze ich mich in meinem Sessel und geniesse ich "the power of music". Mit power ist nicht die Lautstärke, Wucht und physikalische Stärke gemeint, sondern das was die Musik in mir auswirkt.
    Nicht selten fühlt man sich neu geboren.

    Musikalische freundliche Grüsse

  • Wenn ich Musik hören will, dann erst recht. Es muss ähnlich wie im Konzertsaal klingeln.

    Im Konzert das Handy nicht ausschalten - das haben wir gerne. :D

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

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