Eben geglotzt

  • Ja "Würgeengel" ist cool :)


    Versuch nicht das zu "Verstehen". Ist n Bunuel :D ich hab sowas bei Godard "Weekend" auch nicht versucht.


    Es geht um unsre Zellen, nicht um die Gehirnzellen. Die werden einfach überspielt damit die Körperzellen wieder ne Chance kriegen. So seh ich solche Filme... Nix zu verstehen, einfach mal gucken was das so macht mit uns :)


    "Weekend" fand ich super aber am Ende wars zuviel für mich (die Indianer). Aber ich seh den noch öfter denk ich. Dann kommen die auch auch noch zu mir.



    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Nix zu verstehen, einfach mal gucken was das so macht mit uns

    Richtiger und guter Hinweis. Als anständiger Mitteleuropäer ist man aber immer sehr auf den Gedankenapparat gepolt. Den muss man erstmal ausstellen können. :D

    "Weekend" fand ich super aber am Ende wars zuviel für mich (die Indianer).

    Aber gerade die, diese Che-Guevara-mäßigen Urwaldkontras passten doch wunderbar ins gesamte Bild. Ganz zum Schluss fallen sie halt noch diesen Guerillas in die Hände. Und dann noch die Idee, dass sich Entführte auch mit ihren Entführern solidarisieren können. Typischer Godard. Eine ganze Welt von Ideen in 5 Minuten. :D


    :wink: Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

  • Ich kann den Gedankenapparat ganz gut ausstellen - bevor man ihn oder seine Erzeugnisse für die Realität hält :D



    Hier aus der Billigbox



    "The Terror". Da muß man den Gedankenapparat ausstellen sonst wird es Selbstfolter. Aber wenn das klappt dann isses Amüsement Galore! Ja!


    Die Produktionsgeschichte dieses Films ist ebso unterhaltsam wie das Endprodukt selbst - auf Wiki nachzulesen...



    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)


  • Gefällt mir nach wiederholtem Sehen immer besser.
    Nichts ist wie esd scheint......


    ein wirklich sehenswerter Film.

    "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire


  • Gefällt mir nach wiederholtem Sehen immer besser.
    Nichts ist wie esd scheint......


    ein wirklich sehenswerter Film.

    Als ich vorgestern zum Essen in Hamburg war, sah ich die Ankündigung im direkt daneben liegenden Kino und war durchaus verführt. Aber ich bin mir gar nicht sicher, ob das Haus jetzt noch geöffnet ist.


    :wink: Wolfram

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  • Heute noch 'n Franzose:



    Diesen Film zu rühmen, hieße fast, Eulen nach Athen zu tragen. ^^ Es ist ein Meisterwerk, ein Meilenstein, einer der wichtigsten Filme der Filmgeschichte, weil er einer ganzen neuen Welle eine gesellschaftliche Akzeptanz, mindestens eine Aufmerksamkeit verschaffte.


    Ich habe ihn als Kind/Jugendlicher erstmals damals noch im TV gesehen und war, obwohl von meiner ganzen familiären Prägung eher auf gutgemachte 'Massenware' aus Deutschland oder den USA gepolt, sofort hemmungslos begeistert, was sicherlich auch daran lag, dass die filmischen Neuerungen Truffauts für mich Hollywood-geprägten 12-/13-jährigen akzeptabel waren. Aber dieses Kinderschicksal (so weit ich es damals begriff) traf mich eben total. Und das tut es eigentlich immer noch, gerade weil der Film nicht larmoyant ist oder verzweifelt aufrütteln will, sondern weil er beschreibt. Mit ganz viel Liebe und Verständnis, ohne Pseudo... und ohne Möchtegern...


    Und die Schlussszene am Meer - das ist schlichtweg größtes Kino!


    :wink: Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)


  • Motto vom Film: "Es gibt Momente im Leben, da muss man die Notbremse ziehen."

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann


  • Noch so ein Film, der mir nachgeht.
    Ob er mit anderen Schauspielern als Hellen Mirren und Ian McKellen ebenso "funktionieren" würde, weiß ich nicht- aber sie spielen ihn!
    Und das so selbstverständlich böse, dass es den Film in die Riege der ganz großen einreihen könnte.


    Für mich: ganz großes, ganz böses Kino der besten Art!

    "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire

  • Hier gestern Abend ein sehr katholischer Film:



    Allein, der Zahn der Zeit, der nagt. Während ich die erste Hälfte atmosphärisch sehr dicht und gut gemacht fand kam mir das "schockierende" letzte Drittel doch ein bißchen wie gewolltes Kasperletheater vor. Ich hatte diesen Film sicher 25 Jahre nicht mehr gesehen, nun noch einmal, und nun kann ich ihn wohl abhaken für dies Leben - - nicht daß ich ihn wirklich mies fand aber er interessiert mich nicht mehr. (Vor ein paar Wochen das Omen geguckt, der gefiel mir aus heutiger Sicht weit besser, dies nebenbei).



    :)

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  • Exorzist

    Allein, der Zahn der Zeit, der nagt.

    Komisch - früher fand ich ihn eher mau und langweilig, inzwischen aber sehr stark, auch gerade im Ende. Irgendwie versteht es Friedkin, über die ganze Zeit seine eigenen Akzente zu setzen, wenn es ums Tempo und die Intentionen geht. Das langsame Aufbauen der Spannung, das Intensivieren des Schreckens, das unvermeidliche Ende, welches dennoch so abrupt daherkommt. Und dann ein Abschließen der Geschichte - sozusagen als Bogen zum Anfang im Iran.


    Der Film war nie schnell - selbst für 1973 ist er langsam; doch dafür wirkt die Idee dahinter deutlich tiefer beim Anschauen.

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd


  • :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    wie chilliger Heimatfilm... mit Blick auf Naturschönes wie Eibsee, auch mt Knicks, Schleifchen und so...

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Die Kästner-Filme, bei denen er selbst die Finger im Spiel hatte (bzw. auch die ganze Figur), sind alle große Klasse. Von den Aufgüssen des "Doppelten Lottchens" schmeckt mir so richtig eigentlich nur "Ein Zwilling kommt selten allein", auch wenn es einem irgendwie den Magen umdreht, was aus der Hauptdarstellerin später geworden ist.


    Von den "Heidis" stehen auch zwei Versionen im Regal, die ich aber schon sehr lange nicht mehr konsumiert habe. Die Serie mit René Deltgen
    habe ich dämmrig als recht ansprechend im Hinterkopf,


    die Disney-Version als tolerabel.


    Die alte Schwarzweiß-Verfilmung habe ich seinerzeit öfter gesehen, die ist sehr gut. Aber es gibt, glaube ich, noch mehr.

    ______________________


    Homo sum, ergo inscius.

  • Habe vor längerer Zeit mit meinen Kindern häufig die Zeichentrickserie von Heidi gesehen. Und, ich muss es gestehen, die hat mir sehr gut gefallen. Würde ich auch wieder gerne mit meinen Enkeln sehen...Die Heidi-Geschichte erscheint mir irgendwie zeitlos. Ich glaube, dass sie auch bei den Kindern in der heutigen Zeit gut ankommt, und auch bei den Erwachsenen, die gerne in die "heile Welt" aufatmend zurückblicken.

    Wenn alle ein klein wenig verrückter wären, dann wäre die Welt nicht so durchgedreht.

  • Ich schaue gerade mal in den Klassiker hinein:


    Heidi
    Schweiz 1952

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

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    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Bei mir ein eher amerikanischer Heimatfilm und gemacht von einem der großen Heroen der 'Nouvelle Vague':



    Fritz Langs zweiter Western in Hollywood. Tja, ganz nett, ganz gekonnte Unterhaltung mit den üblichen Heroen und den üblichen Weicheiern als komödiantisches Element. Der eigentliche Konflikt zwischen Familientreue und anständig bleiben wollend, geht hier zu Lasten einer der Hauptfiguren aus, bleibt aber seltsam vage und unklar. Eine durchgehende Handschrift Langs kann ich hier nicht erkennen und einzig die Farbfotografie ist beeindruckend. Meisten jedenfalls.


    :wink: Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

  • Eine durchgehende Handschrift Langs kann ich hier nicht erkennen

    Wie sollte das auch möglich sein? Nach Lilliom (1934) war er nur noch in Hollywood und für Artur Brauner als Regisseur tätig. Von all diesen Filmen (und da sind wirklich Großartige dabei!) kann man nicht sagen, sie hätten eine besondere Durchdringung wie Die Nibelungen oder eine visuelle Dimension wie Metropolis. Im besten Fall hatte Lang ein gutes Drehbuch zur Verfügung, aus dem er einen starken Unterhaltungsfilm machen konnte wie z.B. Gefährliche Begegnung; allenfalls Auch Henker sterben fällt da etwas heraus, weil er so deutlich im Zeitgeschehen steht. Daß er Stimmungen erzeugen konnte, daß er Schauspieler zu Höchstleistungen führen konnte - das alles gilt für die meisten Filme ab 1935. Daß ein M oder ein Testament des Dr. Mabuse nicht mehr erreicht wird, liegt an ganz anderen Dingen.

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    jd

  • Ohne Thea von Harbou - bei all ihrer Problematik - war Lang nur mehr die Hälfte wert. Oder noch weniger.

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    Homo sum, ergo inscius.

  • Oder noch weniger.

    Sagen wir: die Hälfte... :D Die ganzen Drehbücher seiner Filme waren Gemeinschaftsarbeiten.

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    jd

  • Daß ein M oder ein Testament des Dr. Mabuse nicht mehr erreicht wird, liegt an ganz anderen Dingen.

    'Durchgehend' war vielleicht auch ein wenig zu hoch gegriffen. Aber z.B. in 'Ich und Du' (1938), wahrlich keiner der Lang-Klassiker, gibt es immer wieder Einstellungen, die eben diese persönliche Handschrift zeigen. Solche fehlen hier schlichtweg. Es ist ziemliche Massenware, routiniert inszeniert und für 1941 wohl auch zeitgemäß.


    Aber du hast natürlich recht, die Arbeits- und Produktionsbedingungen in Hollywood, aber v.a. wohl auch ein anderes Verständnis von Film bedingte es, dass er diese Leistungen nicht mehr erreichte. Anderseits hat er auch in Hollywood noch eine ganz Reihe erstklassiger Filme gemacht.


    :wink: Wolfram

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  • Sagen wir: die Hälfte... :D Die ganzen Drehbücher seiner Filme waren Gemeinschaftsarbeiten.

    Wobei 'Metropolis' z.B. schon eine recht verquere Gesellschaftsutopie zeigt. Die Aussöhnung von Arbeitern der Hand und des Kopfes, was die Nähe Theas zur NS-Ideologie ziemlich deutlich zeigt. Nicht umsonst wohl dann auch das Angebot Goebbels an Lang, wobei ersterer da wohl 'was falsch gesehen hat. ^^


    :wink: Wolfram

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