Eben geglotzt

  • Ulrich Seidl

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    This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)

  • < = = oha - ist das eine Ulrich Seidl Opus, das ich auf DVD habe; jetzt würd' mich schon interessieren, was da ein Forumskollege drüber schreibt (muss ja nicht morgen/übermorgen resp. nä. od. übernä. Woche sein!)


    :wink:

    Konsequenz ist das Schlimmste Bruno Maderna Fleiß ist gefährlich Henning Venske Majo ist ätzend ''Paranoid Park'' (Gus van Sant)

  • Mir hat's schon getaugt, als Wien-Bewohner sind das ja vertraute Typen, so authentisch, herrlich! Und es ist ja gar nicht mal so düster, die beiden Hauptpersonen haben sympathische Seiten und all die Grauslichkeiten halten sich in Grenzen, sodass ich es sogar als lustigen Film rezipieren kann. (Verglichen mit Bela Tarrs Turin Horse, den Filmen von Tsai Ming Liang und vielen anderen aktuellen Härtetests für Filmschauer.) Geriatrie sieht man ja auch nicht oft, mich wundert nicht, dass Seidl unterwegs seine Gewichtung verändert hat und dieser Anstalt dann sehr viel mehr Raum gegeben hat. Der pseudo-dokumentarische Charakter ist für mich sehr gelungen. Und die Personen sind im Gegensatz zu anderen Seidls nicht so exzentrisch sondern eigentlich "normal", wodurch das Geschehen wohl etwas näher an den Betrachter rückt.

    This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)

  • The Lobster

    IRL, UK, GR, F, NE 2015

    Regie: Yorgos Lanthimos

    Darsteller: Colin Farrell, Rachel Weisz, Olivia Colman, Ashley Jensen, John C Reilly, Lea Seydoux, Michael Smiley, Ben Whishaw



    (Gesehen auf Netflix.)


    Cool!



    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Am Wochenende, heute Abend den Rest:


    Verachtung (Jussi Adler Olsen)

    Verachtung
    Ein neuer Fall für Carl Mørck und seinen Assistenten Assad: In einer verlassenen Wohnung haben Handwerker drei mumifizierte Leichen gefunden.
    www.zdf.de




    Am Anschlag – Die Macht der Kränkung. 6-Teiler (a 45 Min.)

    Am Anschlag – Die Macht der Kränkung
    Am Anschlag: Dramaserie über einen Anschlag in einem Einkaufscenter und mögliche Verdächtigte mit traurigen Einzelschicksalen und tiefen Kränkungen.
    www.zdf.de


    Fand beides sehr gut gemacht. Spannend!



    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Immer noch wartend auf das Eintreffen der Antony-und-Cleopatra-DVD habe ich mich in der Zwischenzeit mal ein wenig mit dem historischen Umfeld filmisch beschäftigt und bin nach Jahrzehnten mal wieder bei diesem Film gelandet:



    Der ist schon richtig gut. Robert Bolt war ein fantastischer Autor für historische Theaterstücke und auch als Drehbuchautor großartig. Zinnemann konnte einfach anspruchsvolle Mainstream - Großproduktionen und die Schauspieler sind schlichtweg superb und, nebenbei, brillant gecastet.


    Das ist einfach großes Kino, v.a. großes Schauspielkino, in keiner Weise platt, sondern immer mit großem Ernst präsentiert.


    :wink:Wolfram

  • Ziemlich heftig...


    Lief mal auf arte und blieb bei mir hängen, nun mal besorgt und gefällt nir sehr (mit allerdings teils aufgstellten Nackenhaaren).



    Bin auf der Regisseurins Zweiten ("Titane") , der ja eine Menge Aufmerksamkeit bekam, schon gespannt. Der kommt dann Ende Januar.


    Abseitig, virtuos, reichlich Zwischentöne, gefiel.



    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Gestern Abend zur Entspannung mal wieder angesehen : Death Rides A Horse / Von Mann zu Mann . Spaghetti-Western , und für mich wohl Lee Van Cleefs beste Leistung . Mit John Philipp Law , dessen Mimik die von Buster Keaton noch unterbietet (dafür hatte er blauere Augen als Hans Albers) , komme ich inzwischen klar , weil der Film immer noch gut ist . Prädikat : Spaghetti al dente , einer der Besten .1967 .


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Ich habe ihn nicht recht verstanden, aber das soll man wohl auch nicht. Jedenfalls hab ich lange kein so überbordednes, visuell überzeugendes, betörendes und verstörendes Bilderpuzzle mehr gesehen wie diesen Film:



    Da kommt eigentlich kaleidoskopartig alles vor, was menschliches Leben so ausmachen kann, ohne insgesamt einen (mir erschließbaren) Sinn zu ergeben. Aber das tut das reale Leben ja eigentlich auch nicht.


    Ich weiß noch nichtmal ob ich den Film nun genial oder scheiße finden soll. Faszinierend aber jedenfalls.



    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Noch nicht geschaut, aber schon mal für die Zeit zwischen den Jahren rausgelegt: die siebenstündige Verfilmung aus der Sowjetunion in restaurierter Fassung.

    Später, auf irgend eine niemals aufgeklärte Weise, ist einzelnen Familiengliedern das »Wort« bekannt geworden, dieses desperate Wort, das in jener Nacht Herr Permaneder sich hatte entschlüpfen lassen. Was hatte er gesagt? – »Geh' zum Deifi, Saulud'r dreckats!«.

    Einmal editiert, zuletzt von Lionel ()


  • Die Story ist zwar nicht sehr originell, aber toll gespielt und inszeniert ...

    :wink:

    Ah, prima - den hatte ich total übersehen. Ich bin ein ganz großer Mads Mikkelsen-Fan.


    Adams Äpfel, Nach der Hochzeit, Die Jagd - alles tolle Filme. Und ich finde ihn auch in Casino Royale großartig. Auf meiner Weihnachtswunschliste steht Der Rausch. Wollte ich eigentlich im Kino sehen, aber Corona…


    Arctic fehlt mir auch noch, kennt den jemand?

  • Achso, ja, Arctic fand ich sehenswert, durchaus heftig. Interessant, dass es mit Idris Elba und Kate Winslet fast zur gleichen Zeit einen weit konventionelleren Film ähnlichen Inhalts gab. Nun schätze ich Idris Elba ebenfalls sehr, aber Arctic war denn doch um Längen besser als Zwischen zwei Leben.

    Jein (Fettes Brot, 1996)

  • Mads Mikkelsen ist großartig. Als Bond-Bösewicht ebenso wie als Werbeträger - immer gut. Danke für den Hinweis auf The Salvation. Vor allem aber freue ich mich auf Helden der Wahrscheinlichkeit; der Trailer verspricht einiges.

    Ich habe mir eben noch den Werbespot mit Mikkelsen angeschaut. Also so unter uns: Ich bin zwar selber im Marketing tätig, aber ich hasse Werbung (Manipulation finde ich per se doof). ^^ Ich schaue auch keine Werbung im TV. Aber dieser Spot ist natürlich irgendwie cool. Schon allein deshalb, weil Mikkelsen die ganze Zeit Fahrrad fährt. Ich LIEBE Fahrräder!

  • Ich bin zwar selber im Marketing tätig, aber ich hasse Werbung (Manipulation finde ich per se doof).

    :clap: <3


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Hä? Das mit dem Fahrrad ist doch die viel stärkere Message. :) Nicht die mit dem Marketing. Die Fahrradfahrer dieser Welt werden eben jene retten. Ist ja wohl klar. Siehe auch kürzlich der Politiker, der mit seinem Fahrrad (war das nicht ein E-Bike, was dann nicht mehr ganz so cool wäre?) zur Amtsernennung ins Schloss Bellevue radelte...

  • Amüsant hier im Thread...... Dann bleibt nur eins:


    Ich schau mir später Eddie Izzard an. Ist er eigentlich bekannt in Deutschland?

    Selten so gelacht und immer wieder gut.

    Es dauert ein paar Minuten, bis ich eingetaucht bin und dann lache ich mehr oder weniger laut über eine Stunde lang durch. Es baut sich irgenwie auf und dann bezieht er sich immer wieder auf vorher Gesagtes. Kommt alles völlig spontan rüber. Und so typisch british humor. Ich finde es geht nicht besser. Wie man so was vorbereiten kann, weiss ich nicht.


    Heute: Dress to Kill


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