Tatort - Das sonntägliche Krimi-Schlachtross

Vom 7. Juni bis 14. Juni 2024, 17:00 Uhr, findet die 14. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme hier zu registrieren.
  • Empfand ich aus so! Spiegel-Buß hat nur 4/10 Punkten gegeben. Ein weiteres Beispiel für "selber probieren, oder selber schuld". (Merum)


    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga

    Ich lieb‘ den Schlaf, doch mehr noch: Stein zu sein.
    Wenn ringsum nur Schande herrscht und nur Zerstören,
    so heißt mein Glück: nicht sehen und nicht hören.
    Drum leise, Freund, lass mich im Schlaf allein.
                       --- Michelangelo Buonarroti (dt. Nachdicht. J. Morgener)

  • Originelle Idee, spannend umgesetzt.

    Zu Spiegel-Buß und Co.:

    Das sind Leute mit 3er-Abitur und nicht merken, dass das keine Basis für ein Studium ist. Vor 100 Jahren waren das Laufburschen. Vor 50 Jahren Fahrstuhlführer. Heute sind es Online-Journalisten und beklagen sich, dass diese Tätigkeit so schlecht bezahlt wird. Früher hätten sie auch nicht mehr verdient.

    Anders ausgedrückt: Wir hier sind sozusagen "Tatort-Laien". Also genau das Gleiche wie Buß und Co. Im Prinzip sind wir Journalisten. Und extrem unterbezahlt, wie ich finde.

  • Ach, der Buß

    :pop:

    Der Mann muß ja auch von irgendwas leben.

    Soll er schreiben was er findet. Ich für meinen Teil hatte 90 Klasse Minuten ;)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Anders ausgedrückt: Wir hier sind sozusagen "Tatort-Laien". Also genau das Gleiche wie Buß und Co. Im Prinzip sind wir Journalisten. Und extrem unterbezahlt, wie ich finde.

    Wobei man gerechtigkeitshalber ergänzen muss:

    Journalistisch sind sie uns natürlich überlegen. Das ist nämlich ihr Beruf: Journalist. Sie sind somit in der Lage, "journalistisch gute" Artikel zu schreiben. Also in der Regel angenehm zu lesen, nicht zu langatmig, auf den Punkt kommend, etc.

    Unsereins tut sich da schwerer, und wenn er sich mal sehr anstrengt und entsprechende Qualität liefert, braucht er dafür 5 mal so lang.

    Was mich stört: Das beschäftigt sich jemand jahrelang mit einer Sache. Ok, er hat nicht Theaterwissenschaft studiert. Aber da muss doch mehr kommen als eine Auflistung der "unlogischen" Details oder irgendwelche Statistiken was wie oft schon behandelt wurde, ob alles politisch korrekt ist etc.

    Das kann man übrigens problemlos auf die Konzert- oder Opernberichte in diesem Forum anwenden. Wie gesagt, wir sind keine Profis. Aber auf was kommt es eigentlich an:

    Bin ich unterhalten worden? Wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?

    Regt mich der Film (das Buch, die Oper) zum Nachdenken an?

    Habe ich meinen Horizont erweitert?

    Letztendlich dient das Studium der Theaterwissenschaften u.a. dazu, dass man danach in der Lage ist, Werke zu schaffen, die möglichst viele von den o.g. Punkte erfüllen. Man lernt dort, wie Theater funktioniert.

    Wir, als Konsumenten (pardon: "Rezipienten") müssen nicht wissen, wie es funktioniert. Aber ob es das tut, das sollten wir merken. Und beim gestrigen Tatort hat es vergleichsweise gut geklappt.

    Da fällt mir gerade ein:

    Bei Gelegenheit sollten wir mal diskutieren, was ein gutes Tatort-Team ausmacht. Es gibt bekanntlich gute und schlechte...

  • Ich mag ja die Wiener nach wie vor ganz gern, allein wegen des Personals und der Atmosphäre. Aber das grenzte schon an Vorspiegelung falscher Tatsachen. Da wird zuerst so getan, als ob der Inkasso-Heinzi irgendeine Rolle spielt, dann war das nur Staffage und der Fall selbst dermaßen kompliziert und unplausibel, dass nur mehr ein paar Dialoge an der Würstelbude bleiben...

    Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
    (B. Pascal)

  • Heute ein sehr spannender, emotional mitreißender Tatort aus Nürnberg. (Der vor 2 Wochen aus Frankfurt war auch schon sehr gut, hervorragend.) Man kann wirklich der begründeten Hoffnung sein, dass der Durchschnitt der Tatorte sich jetzt deutlich anhebt, nachdem in den letzten Jahren lange Zeit gute "Tatorte" eher seltene Ausreißer waren.

    Spoiler anzeigen

    Sehr gelungen fand ich den sehr langsam steigenden Spannungsbogen. Die dargestellte Tragik erschien mir realistisch und für den Zuseher mitfühlbar. Klar war aber, dass da noch "was anderes" kommen muss. Die Spannung zum Ende hin, fand ich dann fast unerträglich. Nicht, dass man für eine Tat der Eltern kein Verständnis gehabt hätte (die natürlich juristisch gesehen nicht gerechtfertigt werden darf). Schlimmer hätte ich gefunden, wenn die Eltern durch einen Racheakt danach doppelt bestraft gewesen wären. Aber diese Darstellung des Chefs, eines gewissenlosen Menschen, der aber auf der anderen Seite auch seine (glückliche) Familie hat, die er (wahrscheinlich) liebt, die (wahrscheinlich) nichts von den Schweinereien des Vaters weiss, das fand ich sehr eindrücklich und im Verhältnis zu den Eltern des Ermorderten sehr konfrontativ.

    maticus

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  • Mit diesem Berliner Tatortteam hatte ich anfangs gefremdelt (dabei weniger mit (der Rolle von) Meret Becker als mit der von Waschke). Aber später habe ich sie dann lieb gehabt. Den gestrigen Film, der letzte mit Meret Becker, fand ich sehr spannend und emotional, dazu auch wieder schöne, dunkle Berlinbilder. Am Ende in vielem nicht realistisch (aber welcher Fernsehkrimi ist das schon?), aber auch nicht völlig absurd. Zu Story und dem Anlass des Finales passte es gut. :heul1:

    maticus

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  • Dass noch niemand etwas zum gestrigen Tatort gepostet hat interpretiere ich mal so, dass mein Eindruck, dass dies der unterirdisch schlechteste Tatort seit langer, langer Zeit war, geteilt wird und einem einfach die Worte dazu fehlen, dass solch eine Fehlleistung zur Ausstrahlung gelangen konnte...

    Mit herzlichen Grüßen

    Mercurio

  • Wenn man allerdings mal im Netz guckt, gibt es nicht wenige Zuschauer, die ihn auch gut fanden. Mir völlig unverständlich, aber... Geschmäcker sind halt verschieden.

    Mit herzlichen Grüßen

    Mercurio

  • Nachdem das schon durch die Beschreibung in der SZ und der Fernsehzeitung mit entsprechender Beurteilung absehbar war, habe ich von vorneherein darauf verzichtet. Verlorene Lebenszeit.

  • weshalb man/frau das Bedürfnis haben kann, sich den heiligen Sonntag mit einem "Tatort" zuzumüllen.

    Vermutlich deshalb, weil Viele das "Heilige" des Sonntags nicht mehr registrieren.

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Nachdem das schon durch die Beschreibung in der SZ und der Fernsehzeitung mit entsprechender Beurteilung absehbar war, habe ich von vorneherein darauf verzichtet. Verlorene Lebenszeit.

    Gute Entscheidung!

    Mit herzlichen Grüßen

    Mercurio

  • Ich schaue schon seit Wochen zeitgleich auf ZDF Neo die Wiederholungen "Ein starkes Team" mit der unvergleichlichen Maja Maranow.

    Gruß aus Kiel

    "Mann, Mann, Mann, hier ist was los!"

    (Schäffer)

  • Den gestrigen Hamburger Tatort fand ich gut. Ich weiss, dass jetzt viele wieder motzen werden, ob der persönlichen Verstrickungen der Ermittlerin in diesem Fall. Ich finde sowas gut. (Alltägliche polizeiliche Routinearbeit will niemand sehen.)

    Spoiler anzeigen

    Würde mich nicht wundern, wenn sich Falke demnächst als Transgender o. ä. outet. Muss wohl derzeit so sein im LGBTQIA*-Zeitalter.

    Im Prinzip gab es ein Happy-End. Dass die Freundin der Kommissarin das nicht überlebt hat, war eh klar. Aber es gab (neben der Frau des Polizisten) keine weiteren Toten, die zu befürchten waren.

    maticus

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    so heißt mein Glück: nicht sehen und nicht hören.
    Drum leise, Freund, lass mich im Schlaf allein.
                       --- Michelangelo Buonarroti (dt. Nachdicht. J. Morgener)

  • Ich finde sowas auch gut.

    Eben jetzt läuft auf hr3 die Wiederholung des letzten Falles von Odenthal/Kopper, schlicht "Kopper" betitelt, und in dem wird das Prinzip der persönlichen Verhedderung auf die Spitze getrieben - dies ist ein sehr sehr starker Tatort, wie ich finde (ohne großer Ludwigshafentatort Fan zu sein).


    :)

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    (Shunryu Suzuki)

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