Telemann: Musik zur Feier des 100jährigen Bestehens der Hamburger Admiralität (TWV 55:C3 und TWV 24:1)

  • Telemann: Musik zur Feier des 100jährigen Bestehens der Hamburger Admiralität (TWV 55:C3 und TWV 24:1)

    [EDIT]Ich erlaube mir in diesem Thread zwei Werke zu behandeln, die zusammengehören, aber durch die Systematik des Telemann-Projekts auseinander gerissen werden. Man kann die Beiträge kopieren, sollten im Laufe des Projekts auch diese Werke anstehen, sollte aber die Originale mE hier stehen lassen - und irgendwann dieses erklärende Edit wieder löschen.[/EDIT]


    Es war eine Gelegenheit, aber eine besondere, zu der Telemann wohl eines seiner reifsten und großartigsten Orchesterwerke schuf: das 100jährige Jubiläum der Hamburger Admiralität. Seit 1623 bildete sie ein bürgerliches Kolleg, sie bestand aus einem der Bürgermeister, vier Senatoren, einem Sekretär, sechs Kaufleuten und zwei Kapitänen. Ihr unterstand das ganze Seewesen, in Kriegs- und Friedenzeiten. Das Aufgabengebiet war u.a. die Kontrolle des Lotsenwesens, die Platzierung von Seezeichen, sowie die Überwachung von Versicherung und Sicherheit der Schifffahrt. Es galt u.a. die schwer bewafneten Begleit-Fregatten zur Verfügung zu stellen, die die Handelsschiffe gegen Piraten schützen sollten. Dazu gab es sogenannte Sklavenkassen, die dazu dienten, Hamburger Bürger aus der Piratenhand wieder freizukaufen.


    Die angesehene, für ihre Zeit fortschrittliche bürgerliche Institution war so erfolgreich, dass ihr hundertjähriges Bestehen für ganz Hamburg der Grund zu einem Jubelfest war. Die erste der Musiken war die Ouvertüre in C-dur TWV 55:C3 "Hamburger Ebb und Flut", die auch unter dem Namen "Wassermusik" bekannt ist, die zweite die Kantate "Hamburger Admiralitätsmusik 1723 für Soli, Chor und Orchester TWV 24:1".



    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

  • Lieber Peter,


    es freut mich, dass du dich dieser schönen Musik annimmst und sie uns vorstellst. Da du aber davon sprichst, dass die beiden von dir genannten Werke im T-Projekt später anstehen könnten, erlaube ich mir den Hinweis auf meinen bereits bestehenden Beitrag zur Wassermusik: http://www.capriccio-kulturforum.de/ensemble-und-kammermusik/p66922-telemann-sinfonien-divertimenti-märsche-suiten-ouvertüren-twv-50-und-55/#post66922


    Im Übrigen bin ich mit deiner Vorbemerkung völlig einverstanden. Fühle dich bitte frei darin, hier fortzufahren, wie es dir beliebt. Du magst aus meinem Beitrag dir Willkommenes hierherzitieren und daran anknüpfen - oder auch nicht. Später werde ich an systematisch richtiger Stelle auf diesen Thread verlinken.


    Viele Grüße
    Thomas

  • [EDIT]Dann werde ich die Beschreibung der Feier aus meinem Beitrag löschen, denn der ist ja schon bei Dir zu lesen. Ich werde dann mit einer kommentierten Diskographie im Wassermusik-Thread fortfahren und hier vor allem die Beziehung der beiden Musikstücke behandeln. Mir liegt übrigens die Bärenreiter Urtext-Partitur vor. Daraus Besetzung und anderes.[/EDIT]


    Die zunächst aufgeführte Ouverture C-dur (TWV 55:C3) hat nach der von Noack editierten Urtext-Ausgabe die Besetzung


    2 Oboen
    2 Blockflöten
    Fagott
    Streicher und Bc


    Von dem Werk liegt eine sorgfältige (fast) fehlerfreie Abschrift der Stimmen von der Hand Christian Graupners vor. Ich nehme an, die Stimmen, die man im Internet findet, sind ein Scan dieser Abschrift: Das müsste man aber herausfinden können.


    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

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