WAGNER: Der fliegende Holländer – Kommentierte Diskographie

Vom 7. Juni bis 14. Juni 2024, 17:00 Uhr, findet die 14. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme hier zu registrieren.
  • hollaender Diskograhie

    Hallo Succubus!

    Über den Holländer mit Kna . Ist alles gesagt du sprachst mir voll aus der Seele
    und der Holländer von Uhde ist die reiste Erfüllung .
    Er hat auch im Reinhold aus der Met. einen grandiosen Wotan gesungen.
    Ich mag ihn auch sehr.

    LG
    Palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Hallo Palestrina,
    immer wieder schön einen Gleichgesinnten anzutreffen.
    Uhdes MET-Rheingold-Wotan ist schon groß, aber sein Umfeld gefällt mir weniger. Kennst du seine beiden anderen Rheingold-Wotane unter Keilberth und Kempe? Die finde ich auch sehr gut, sowie seinen Wanderer unter Kempe und seinen Abschied unter Mitropoulos.

    Gruß
    Succubus

    "Allwissende! Urweltweise!
    Erda! Erda! Ewiges Weib!"

  • Hier ein Update (verbunden mit einem Kuriosum), insbesondere an Bassbariton :wink:

    ich habe mir inzwischen zwei weitere Holländer-DVDs zugelegt:
    einerseits van Dam/Vejzovic aus Brüssel 1984 und weil mir vam Dam als Holländer so gut gefällt (nicht nur rein stimmlich, sondern vor allem von der Gestaltungskraft her) dann auch noch van Dam/Falcon aus Marseille 1994 (HO). Ton- und Bildqualität der letzteren finde ich leider relativ grenzwertig, aber bei der Inszenierung dachte ich immer wieder: ups, das kennst du doch...ganz viele Motive aus der Liège-Inszenierung von Ionesco! Nicht der Science fiction Hintergrund, aber vieles andere.
    Also hab ich mir den Abspann aus Marseille nochmal aufmerksam angeschaut und tatsächlich: auch diese Inszenierung ist von P. Ionesco. Und ich dachte schon, er hätte da hemmungslos von einem anderen Regisseur geklaut 8+) .
    Aber es beruhigt mich ja doch, dass ich die Handschrift von einem Regisseur auch dann noch erkenne, wenn ich gar nicht damit rechne.

    VG, stiffelio

  • Ich möchte hier mal meine Eindrücke zur gerade ausgehören Einspielung des ORF Sinfonie-Orchesters Wien unter Pinchas Steinberg mit euch teilen. Ist übrigends diese Version:

    (Auf Amazon finde ich die DCD erstmal gar nicht)

    Besetzung:
    Holländer: Alfred Muff
    Senta: Ingrid Haubold
    Daland: Erich Knodt
    Erik: Peter Seiffert
    Steuermann: Jörg Hering
    Mary, Sentas Amme: Marga Schiml

    Dirigent: Pinchas Steinberg
    Orchester: ORF Symphony Orchestra, Vienna
    Chor: Budapest Radio Chorus

    Von vornherein muss ich gleich sagen: Es ist mein erster Holländer. Und immer mitgelesen hab ich auch nicht. Vielleicht liegts daran, daß ich nicht verstanden habe, warum das Werk Der FLIEGENDE Holländer heißt.

    Dirigat/Orchester: Steinberg macht das ganz ok finde ich. Nicht schlecht, aber an manchen Stellen werden die Sänger mal übertönt vom Orchester. Ansonsten angenehmes Tempo.
    Gesang: Im großen und ganzen sehr gut, relativ ausgewogen. Die männlichen Partien hat man teilweise wirklich ohne Libretto verstanden. Die weiblichen sind das krasse gegenteil. Welchen Sinn hat es, die Frauen so unerträglich hoch singen zu lassen? Selbst wenn ich wirklich genau hingehört und mitgelesen habe, ich konnte keine Worte raushören. Aber das muss in der Oper wohl so sein. Bei Wagner jedenfalls. Unverständliche Frauen gehören wohl dazu.

    Insgesamt hat diese Aufnahme trotz der unverständlichen Laute Sentas ziemlich gut gefallen. Aber besser gehts ja bekanntlich immer.

  • Diese Aufnahme gibts auch in Amazonien:

    Zum besseren Verständnis über den Inhalt einer Oper hilft i. d. R. das Booklet der Aufnahme, die einem zur Verfügung steht, weiter. Sollten da zu wenig Infos enthalten sein dann hilft z. B. diese Seite weiter.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Auch die Sage vom „ Fliegenden Holländer " Hier! helfen !

    Zitat

    Tief in der Nacht der glosende Leib eines mit geblähtem Toppsegel rasch mitten hinein in den Wind fliegenden Schiffes. Die Mannschaft hatte sich in der Frühzeit der Seefahrt, so nimmt man an, eines üblen Frevels schuldig gemacht, war mit der Pest geschlagen worden […] und dazu verdammt, noch immer das Meer zu befahren, das ihr Untergang war, bis die Zeit ihrer Buße vorbei ist.


    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Jetzt weiß ich worum es geht, aber nicht warum er denn fliegt, der Holländer. Wegen den Windmühlen vielleicht? :versteck1:

    Ich hatte doch ein Booklet, hab aber bloß etwa 70 % davon mitgelesen. Die Frauenstimmen, oder gequieke habe ich trotzdem nicht gut verstehen können.

  • Jetzt weiß ich worum es geht, aber nicht warum er denn fliegt, der Holländer. Wegen den Windmühlen vielleicht? :versteck1:

    Der ist gut.

    Lt. der Sage soll das Schiff des fliegenden Holländers in der Lage gewesen sein, in der Luft zu schweben. Der Grund dafür liegt möglicherweise in Luftspiegelungen wodurch das Abbild eines realen Schiffes, das sich weit hinter dem Horizont befindet, durch die Grenzfläche von kalter und warmer Luft ganz in der Nähe verzerrt erscheint und so wirkt, als schwebe das Schiff in der Luft und wenn sich die Grenzfläche nur geringfügig ändert, kann dieses "Phantomschiff" plötzlich verschwinden, d. h. es löst sich quasi in Luft auf. (siehe auch hier)

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Von vornherein muss ich gleich sagen: Es ist mein erster Holländer. Und immer mitgelesen hab ich auch nicht. Vielleicht liegts daran, daß ich nicht verstanden habe, warum das Werk Der FLIEGENDE Holländer heißt.

    Dirigat/Orchester: Steinberg macht das ganz ok finde ich. Nicht schlecht, aber an manchen Stellen werden die Sänger mal übertönt vom Orchester. Ansonsten angenehmes Tempo.
    Gesang: Im großen und ganzen sehr gut, relativ ausgewogen. Die männlichen Partien hat man teilweise wirklich ohne Libretto verstanden. Die weiblichen sind das krasse gegenteil. Welchen Sinn hat es, die Frauen so unerträglich hoch singen zu lassen? Selbst wenn ich wirklich genau hingehört und mitgelesen habe, ich konnte keine Worte raushören. Aber das muss in der Oper wohl so sein. Bei Wagner jedenfalls. Unverständliche Frauen gehören wohl dazu.

    Insgesamt hat diese Aufnahme trotz der unverständlichen Laute Sentas ziemlich gut gefallen. Aber besser gehts ja bekanntlich immer.


    Wenn es deine erste Aufnahme ist, solltest du eventuell noch die Klemperer Fassung mit Anja Silja und Theo Adam ins Auge fassen.

    Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

    Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!

  • Kann ich sicher irgendwie machen.
    Ich hab in der Bücherei folgende Versionen:
    Ferenc Fricsay - RIAS-Symphonie-Orchester Berlin (1953)
    und ein Bayreuth Mitschnitt der 1993 erschienen ist mit Woldemar Nelsson.

  • Wer die Wahl hat, hat die Qual - hörenswerte "Holländer"-Aufnahmen gibt es natürlich etliche, persönlich empfehlen kann ich zum Beispiel
       
     

    Konwitschny ist eine blendende Einsteigemöglichkeit: klarerweise gibt Dietrich Fischer-Dieskau einen anderen Holländer als George London, und Frau Ursuleac strapaziert ihre Stimme als Senta zu sehr (beeindruckt aber trotzdem durch Intensität und das Dirigat ihres Ehemanns Clemens Krauss ist jedenfalls herausragend); Thomas Stewart ist ebenfalls ein großartiger Holländer usw. usw.

    Ausprobieren, gustieren, genießen... Viel Vergnügen!

    ______________________

    Homo sum, ergo inscius.

  • James Levine 1994

    Metropolitan Opera

    Morris / Voigt / Heppner / Rootering / Groves / Svenden

    Aufnahme: April/Mai 1994 Manhattan Center

    Technisch brillante Aufnahme. Ein starker Auftritt von Levine und seinem Orchester. Gut gefallen mir James Morris (Holländer) und Paul Groves (Steuermann); mit Abstrichen noch Deborah Voigt (Senta).

    Weniger überzeugend Brigitta Svenden (Mary) und der Metropolitan Chorus

    Ungünstig der CD-Wechsel im zweiten Aufzug 1. Bild

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