ELGAR: The Dream of Gerontius

Das Forum ist nun wieder online! Für Fragen und Probleme gibt es hier einen neuen Thread.
Neuregistrierungen sind vorübergehend nicht möglich!
  • 1899 war ein arbeitsames Jahr für Edward Elgar. Erst die Fertigstellung der „Enigma Variations“, dann Komposition und Aufführung des Liederzyklus „Sea Pictures“ mit der großen Clara Butt. Dabei hatte er eigentlich anderes zu tun. Bereits 1898 hatte er zugesagt, ein Chorwerk für das im Oktober 1900 stattfindende Birmingham Festival zu komponieren. Aber es war bereits Herbst 1899, als Elgar sich an die Komposition des „Dream of Gerontius“ machte.


    Die Vorlage war ein langes Gedicht des vom Anglikanismus zum Katholizismus konvertierten und 1879 zum Kardinal erhobenen John Henry Newman, das Elgar schon 1885 kannte. Das Werk behandelt den Tod des Gerontius (was grob mit alter Mann übersetzbar ist) und den Weg seiner Seele zu Gott. Damit steht das Werk thematisch in einer Reihe mit Richard Strauss’ Tondichtung „Tod und Verklärung“ (1890) und Mahlers 2. Symphonie (1895).


    Doch um eine Komposition realistischen Ausmaßes zu gewährleisten, musste Newmans Text gekürzt werden. Elgar übernahm zwar den größten Teil des „Prologs“ (= Teil 1), strich den sich anschließenden Text dann aber von rund 730 Zeilen auf 300 Zeilen zusammen. Schon im Februar kann Elgar an seinen Freund, Novellos Verlagsleiter Jaeger, schreiben: „I am setting Newman’s Dream of Gerontius – awfully solemn and mystic...“ Es folgt eine intensive Arbeitsphase, wobei er immer wieder Teile an Jaeger schickt, der das Werk in hohen Tönen lobt: „Oh! I am half undone, & I tremble after the tremendous exaltation I have gone through. I don’t pretend to know everything that has been written since Wagner breathed his last in Venice seventeen years ago, but I have not seen or heard anything since Parsifal that has stirred me, and spoken to me with the trumpet tongue of genius as has this part of your latest, & by far greatest work.” (zit. n. Nice, Davis: Edward Elgar. An essential guide to his life an works. London 1996. 46.)


    Am 06. Juni 1900 ist der Klavierauszug fertig gestellt, es folgt die Ausarbeitung der Partitur und vor allem eine entscheidende Diskussion mit Jaeger, der nicht verstehen wollte, warum Elgar den Moment, in dem die Seele des Gerontius Gott schaut, kompositorisch nicht umgesetzt hatte.Jaeger an Elgar: „Since Parsifal nothing of this mystic, religious kind of music has appeared to my knowledge that displays the same power and beauty as yours. Like Wagner you seem to grow with your greater, more difficult subject and I am now most curious and anxious to know how you will deal with that part of the poem where the Soul goes within the presence of the almighty. There is a subject for you!” Elgar an Jaeger: “Please remember that none of the ‘action’ takes place in the presence of God. I would not have tried that, neither did Newman. The Soul says ‘I go before my God’ – but we don’t – we stand outside.” Doch Jaeger war nicht zufrieden: „I have tried and tried and tried, but it seems to me the weakest part of the work! Do re-write it!...It seems mere whining to me and not at all impressive.” (alles zit. n. Johnson, Stephen: The Dream of Gerontius. Begleittext zur Aufnahme unter der Leitung von Sir Colin Davis, 2006) Und noch mehr. Jaeger an Elgar: „But I grant you, it needed a Wagner or R. Strauss to do that, nobody could dare attempt it. No! as I know now, not even E.E.” (zit n. Kennedy, Michael: The life of Elgar. Cambridge 2004. 77) Elgar gab nach – vielleicht aus gekränkter Eitelkeit (?) – aber nur ein Stück weit und zeigt die Gegenwart Gottes „for one semi-quaver value ƒƒƒƒƒƒzzzz...the one glimpse into the Unexpressible.“ (zit. n. Nice, 46).


    Am 3. August 1900 stellt er die Partitur fertig und notiert an das Ende ein Zitat von John Ruskin, das Elgars immense Identifikation mit dem Werk und seiner Thematik verdeutlicht: „This is the best of me; for the rest, I ate, and drank, and slept, loved and hated, like another; my life was as the vapour and is not; but this I saw and knew; this, if anything of mine, is worth your memory.” (zit. n. Nice, 46)


    Doch Elgar war spät dran, denn nun galt es die Partitur an Novello zu geben, Stimmen und Chorstimmen zu schreiben und diese, wiederum Korrektur zu lesen. So kam es, dass alle Ausführenden, inklusive des Dirigenten Hans Richter, den Notentext tatsächlich erst einige Tage vor der Uraufführung zu sehen bekamen. Es gab nur eine Gesamtprobe am 29. September 1900. Etwas flapsig, aber nicht falsch, formulieren es Tim Lihoreau und Darren Handley in ihrem „The Friendly Guide to Elgar“ (London 2007): „The finished work, The Dream of Gerontius, is, as any chorus member will tell you, a big sing. It is a complex and tough work that needs careful, musical and meticulous preparation.” (78)


    Aber die Vorbereitung war so schlecht, wie sie nur eben sein kann, sodass die Aufführung in Birmingham zu einem Debakel wurde. Die Solisten sangen quasi vom Blatt, der Chor war überfordert, man munkelte sogar, dass einige der Sänger das Ganze boykottierten, und auch ein Hans Richter konnte die Aufführung nicht retten. Nichtsdestotrotz erkannte die Kritik, das Elgar ein Meisterwerk vorgelegt hatte. Dennoch verfiel Elgar – zumindest für einen Augenblick – in Niedergeschlagenheit: „Providence denies me a decent hearing of my work: so I submit – I always said God was against art & I still believe it: anything obscure or trivial is blessed in this world...I have allowed my heart to open once – it is now shut against every religious feeling & every soft, gentle impulse for ever.” (zit. n. Kennedy, 79)


    Und doch: Der „Gerontius“ wurde schnell populär, woran nicht zuletzt der deutsche Dirigent Julius Buths einen Anteil hat, der das Werk 1901 beim Niederrheinsichen Musikfest aufführte. Es war – 2500 Zuhörer waren versammelt – ein kolossaler Erfolg. Heute ist das Werk in Großbritannien ein Repertoirestück, ebenso populär wie bspw. Händels „Messiah“. In Deutschland hingegen kommt es selten zu Gehör.


    Ich habe in letzter Zeit vergleichend die folgenden fünf Aufnahmen gehört. Wie üblich haben alle ihre Stärken und Schwächen.







    Die klassisch gewordene Einspielung unter Sir John Barbirolli ist – will man nur einen „Gerontius“ im CD-Regal stehen haben - sicherlich die beste Wahl. Hier wird ein ausgesprochen gefühlvoller Gerontius präsentiert, wobei es mir bisweilen etwas zuviel der Weihe ist. Barbirolli war – wie Elgar – Katholik und konnte sich evtl. aus diesem Grund besonders in den bisweilen eben weihevollen Text Newmans und dessen einfühlen. Tatsächlich stört mich neben diesem nur gelegentlich auftretenden Manko nur der recht hohe Rauschpegel. Richard Lewis ist sich der Dramatik und emotionalen Breite wie Tiefe seiner Partie bewusst und zeichnet einen überzeugenden Gerontius. Kim Borgs mächtiger Bass eignet sich gut, sowohl für die feierliche Partie des Priesters als auch für die qualvoll-zerrissene des „Angels of Agony“. Dame Janet Baker singt einen ganz herrlichen Engel und ihr „Softly and gently“ gilt vielen noch immer als absolute „benchmark“.


    An Brittens Einspielung gefällt mir das deutlich zügigere Tempo (es ist die zügigste mir vorliegende Aufnahme). Dies wird nicht nur im „Softly and gently“ deutlich, das so aber kaum gedehnt wirkt (Britten wollte wohl die Möglichkeit des Verfallens ins Kitschige umgehen). Vielmehr klingt es hier fast volksliedartig, ja eben wie ein Wiegenlied. Yvonne Minton gibt ohnedies einen sehr klangschönen, klar-silbrig klingenden Angel. Allein sie ist es wert, die Aufnahme zu hören. Brittens Intimus Peter Pears ist hingegen nicht mehr so recht auf der Höhe seiner Kunst. Es gelingt im nicht immer, den geforderten Lyrizismus wie die ebenso geforderte Dramatik der Partie umzusetzen, wenngleich auch er recht schöne Momente hat. An John Shirley-Quirks Darstellung der Bass-Partie gibt es nichts zu rütteln. Ein rein technisches Manko ist allerdings, dass der Chor in den großen Fortissimi meist leicht übersteuert ist.


    Richard Hickox präsentiert ebenfalls einen ordentlichen, wenngleich etwas gesichtslosen „Gerontius“. Meines Erachtens hat das mit seiner Auswahl der Solisten zu tun (Arthur Davies als Gerontius, Felicity Palmer als Angel und als Bass Gwynne Howell), die sicherlich ihr bestes geben, aber über ein gewisses Maß an Durchschnittlichkeit nicht hinauskommen. Aus meiner Perspektive eine eher blasse Angelegenheit.


    Sir Colin Davis’ Einspielung gefällt mir recht gut. Davis hat den dramatischen Charakter des Werkes, das sich ja kompositorisch stark an Wagner anlehnt, stets im Blick, wobei auch die kontemplativen Abschnitte überzeugend umgesetzt werden. Besonders der Dämonenchor überzeugt durch seine grelle Wiedergabe. Der Berlioz-Experte Davis weiß schließlich, wie krasse musikalische Effekte auszusehen haben. Aber auch die Besetzung ist recht luxuriös. Davis Rendall als Gerontius wäre vielleicht nicht meine erste Wahl gewesen (sein Vibrato wirkt mir bisweilen etwas sehr forciert), aber dennoch gibt er dem Gerontius ein gut erkennbares Gesicht. So schafft es Rendall dessen Fragen, Ängste und Hoffnungen, später die Gleichmut seiner Seele schlüssig wiederzugeben. Alastair Miles ist einer der besten Bässe, die gegenwärtig im Königreich zu haben sind. Starke Stimme, dennoch flexibel, sehr textverständlich und nicht so mulmig, wie es die Bässe früherer Generationen oft waren. Besonders seinen „Angel of Agony“ finde ich sehr beeindruckend. Auch Anne Sofie von Otters Engel ist so richtig etwas für das verwöhnte Ohr und sie kann problemlos mit Janet Bakers Darstellung der Partie mithalten. Nur im „Softly and gently“ will der Funke nicht so recht überspringen, was aber nicht so sehr an von Otters Gesang liegt, sondern an der Tatsache, dass Sir Colin hier extrem langsam schlägt und den Liedcharakter des Stückes völlig überdehnt. Was hier wohl tiefempfunden sein soll, ist am Ende lediglich etwas zäh.


    Sir Adrian Boult empfinde ich immer als einen der nüchternsten Elgar-Dirigenten. Sicher, er kannte Elgar wahrscheinlich seit etwa 1905 und ja, Elgar schrieb ihm nach einer Aufführung seiner zweiten Symphonie, er glaube seine Musik sei bei Boult in guten Händen. Aber dennoch: Oft fehlt mir bei Boults Interpretationen der Musik Elgars die Emotionalität, die Tatsache, dass sich Elgar unter all dem Empire-Klang doch meist nahe am Rande des Abgrundes bewegt. Aber das ist – wie ich oben ja schon schrieb – nicht unbedingt die britische Sicht auf Elgar. Das Besondere an Boults Einspielung aus dem Jahre 1975 ist für mich auchnicht so sehr dessen Dirigat oder dessen Gesamtanlage, die ordentlich, partiturgetreu und in ihrer Partiturtreue durchaus solide ist, sondern die Besetzung der Titelrolle mit Nicolai Gedda. Ich mochte den leichten, lyrischen und doch strahlenden Klang von Geddas Stimme schon immer. Namentlich in seiner Darstellung der Tenor-Partie in Giulinis legendärer Einspielung von Verdis „Requiem“ ist Gedda kaum zu schlagen. Und eben das dort gezeigt Maß an Grandezza lässt Gedda auch der Gerontius-Partie angedeihen, die in ihrer Anlage ja wirklich eine der großen Tenor-Partien der Jahrhundertwende ist. Man hört hier einfach schnell, dass Gedda ein anderes Kaliber hat, als die meisten der auf CD gebannten Interpreten. Da sprechen zum Aufnahmezeitpunkt rund 30 Jahre Bühnenerfahrung aus Gedda, der 1975 bereits 50 Jahre alt ist, worunter die Elegenz, Flexibilität und der insgesamt frische Ton seiner Stimme in keiner Weise leiden. Auch wirkt Gedda nie angestrengt, das hohe Register war ohnedies seine Domäne, sei es kraftvoll, sei es im Pianissimo, Gedda kann’s. Dazu kommen zum Aufnahmezeitpunkt eben auch 50 Jahre Lebenserfahrung, die der Gestaltung eines Charakters am Rande des Todes gut tun. Das ist ganz ähnlich wie bei Richard Lewis, der ebenfalls 50 Lenze zählte, als er den Gerontius mit Barbirolli einspielte. Allerdings ist er bei aller inneren Schlüssigkeit seiner
    Darstellung stimmlich nicht mehr auf der Höhe, die Gedda präsentiert. Neben Gedda singen Helen Watts und Robert Lloyd, die ihre jeweiligen Partien zwar solide, aber mitnichten außergewöhnlich gestalten.


    Welche Einspielungen kennen die Capricciosi und wie stehen Sie zu Elgars bekanntestem oratorischen Werk?


    :wink: Agravain

  • Welche Einspielungen kennen die Capricciosi und wie stehen Sie zu Elgars bekanntestem oratorischen Werk?


    Sir John Barbirolli ist – will man nur einen „Gerontius“ im CD-Regal stehen haben - sicherlich die beste Wahl. Hier wird ein ausgesprochen gefühlvoller Gerontius präsentiert, wobei es mir bisweilen etwas zuviel der Weihe ist.



    Barbirolli "kenne" ich nicht richtig, da ist es mir wie Dir ergangen - etwas zuviel der Weihe. Auf Konserve konnte ich das nicht anhören und habe mittendrin abgebrochen.


    Allerdings habe ich den Eindruck, dass das Werk in den letzten Jahren häufiger in Deutschland aufgeführt wird. Hast Du vielleicht eine Erklärung, warum der "Gerontius" hierzulande bekannter ist als "The Kingdom"? The Kingdom ist imO viel eingängiger und dankbarer als der ach so sehr elegische Gerontius.

    "Im Augenblick sehe ich gerade wie Scarpia / Ruggero Raimondi umgemurxt wird, und überlege ob ich einen Schokoladenkuchen essen soll?" oper337

  • Hast Du vielleicht eine Erklärung, warum der "Gerontius" hierzulande bekannter ist als "The Kingdom"? The Kingdom ist imO viel eingängiger und dankbarer als der ach so sehr elegische Gerontius.

    Ja, "The Kingdom" ist schön ein schönes, klanglich sehr mildes Oratorium, ähnlich wie das auch dazu gehörige "The Apostles". Und mich deucht: kaum einer kennt's! Problem scheint hier zu sein, dass nur sehr wenig passiert. Wir sind durch eine bühnennahe dramatische Oratorientradition seit Händel als Hörer ja doch recht auf Handlung gepolt. Elgars Oratorien (die man im Grunde nur schlecht so nennen kann) sind hingegen eher introspektib und meditativ, wobei dies nicht nur für "The Kingdom" und "The Apostles" gilt, sondern auch für den "Gerontius", der ja der "Traumwelt" zuzuordnen ist.


    Dass der "Gerontius" hier bei uns mittlerweile häufiger Mal gegeben wird, mag historische Gründe haben. Ich hatte ja schon gesagt, dass die Deutschen zu Beginn des 20. Jahrhunderts recht Elgar-affin waren. Elgar selbst hatte eine ganze Reihe deutscher Freunde, Richard Strauss lobte ihn öffentlich als ersten wesentlichen englischen Komponisten seit Ewigkeiten. Das ging so bis zum ersten Weltkrieg, bis sich Elgar nach langem Ringen mit sich selbst, dazu hinreißen ließ, einige patriotische Kompositionen anzufertigen, die bisweilen, wie in "The Spirit of England", eine deutlich deutschenfeindliche Sprache spachen. Danach war Elgar in Deutschland quasi weg vom Fenster und bis heute hat sich eine gewisse Reserviertheit gehalten, scheint mir. Dass "Gerontius" jetzt wieder gespielt wird, hat eventuell mit einer nun einsetzenden ernsthafteren Elgar-Rezeption zu tun. Außerdem bietet das Werke ja doch einiges für ambitionierte Chöre und kann - wenn dann auch der Tenor-Solist stimmt - schon sehr eindrucksvoll sein.


    :wink: Agravain

  • Problem scheint hier zu sein, dass nur sehr wenig passiert. Wir sind durch eine bühnennahe dramatische Oratorientradition seit Händel als Hörer ja doch recht auf Handlung gepolt.


    Das finde ich eine überzeugende Erklärung. Mendelssohns Werke (Elias, Paulus) hatten da sicher auch großen Einfluss auf die Hörgewohnheiten. Aber ich glaube, dass unabhängig von der Handlung der Duktus der Musik eine große Rolle spielt. Und da gibt The Kingdom doch mehr her als der Gerontius.


    OT von Elgar abschweifend: irritiert hat mich die Diskrepanz in Waltons "Belshazzar's feast": hochdramatischer Inhalt, aber im Verhältnis zur Länge des Werkes wenig Dramatik in der Musik


    Gute Nacht :wink:

    "Im Augenblick sehe ich gerade wie Scarpia / Ruggero Raimondi umgemurxt wird, und überlege ob ich einen Schokoladenkuchen essen soll?" oper337

  • vom Anglikanismus zum Katholizismus konvertierten und 1879 zum Kardinal erhobenen John Henry Newman


    Heute seliggesprochen.
    Macht den Gerontius schon fast heilig.

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

  • Diese fiel mir übrigens für quasi umme in Berlin in die Hände.
    In Kürze: Fürchterlicher Tenor, Shirley the Q mir nicht profund genug.
    Pluspunkte: Dame Janet fast wie zu Sea-Pictures-Zeiten, Rattles Orchesterführung über weite Strecken mit großem Atem, wobei manchmal ein büschen bestimmte Stimmführungen leiden, Klang opulent.
    Wer aber Gedda im Ohr hat, wird nicht besonders glücklich werden.



    Engel, boaniger.

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

  • In Kürze: Fürchterlicher Tenor


    Sackra!


    Aber: Ich kenne die Aufnahme nicht, da ich kein Rattlender bin. Zu oft habe ich Sachen vom Sir gehört, die zwar nicht schlecht, dafür aber einfach nur uninteressant waren. Insofern hält sich der Wunsch, meine Kenntnis seiner Einspielungen zu verbreitern, in Grenzen. John Mitchinson ist sicher vom Grundsatz her als Besetzung keine schlechte Idee, füllt er doch die Tenorpartie etwa in Horensteins Einspielung des "Liedes von der Erde" glänzend aus. Aber der Gerontius ist schon sehr anspruchsvoll, mag sein, dass das für Johnny zuviel des Guten war. Sollte ich die Einspielung mal irgendwo für umme kriegen, gibt es eine etwas detailliertere Einschätzung.


    :wink: Agravain

  • Ich höre mir gerade einen Mitschnitt von den Proms 1967


    Edward Elgar Dream of Gerontius, Op 38


    Yvonne Minton Angel
    Forbes Robinson Angel of the Agony
    Forbes Robinson Priest
    Ronald Dowd Gerontius
    Alexandra Choir
    BBC Symphony Orchestra
    Croydon Philharmonic Society
    Wembley Philharmonic Society
    Royal Choral Society
    Harrow Choral Society
    Adrian Boult conductor


    Boult war für Lorin Maazel eingesprungen.


    Hinweisen möchte ich noch auf eine beiklassik.com begeistert besprochene Einspielung unter Mark Elder.


    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

  • Eben gerade eingetroffen, aber noch nicht gehört:



    Bin mal gespannt - die schöne Einführung in das Werk von Agravain und die nachfolgenden Hinweise helfen bestimmt bei der Erschließung des mir bisher völlig unbekannten Werks.


    Grüße!


    Honoria

    "...and suddenly everybody burst out singing." (Busman's Honeymoon)

  • So, nun verklingen gerade die letzten Takte von "Softly and gently" dieser Live-Radioproduktion aus Rom vom 20. Nov. 1957 unter Leitung von Sir John Barbirolli. Diese Aufnahme kann aufgrund ihrer klanglichen Mängel leider nur dokumentarischen Charakter haben; sie klingt überaus dumpf und eindimensional. Trotzdem teilt sich natürlich mit, was für ein außergewöhnlicher Sänger John Vickers war oder zu werden versprach; seine Gestaltung des Gerontius ist wohlüberlegt und sehr berührend, besonders im "Sanctus fortis" und folgend "I can no more" - hier zeigt sich einmal mehr, welche Vorzüge eine wahrhaft muttersprachliche Beherrschung solch anspruchsvoller Texte hat.
    Constance Shacklock singt einen Engel, der für meinen persönlichen Geschmack ein ganz klein wenig zu pastos-volltönend ist, aber selbst durch den klanglichen Nebel hört man, wie wunderschön sie zusammen mit dem Chor (RAI!) in "Praise to the holiest" und vor allem im abschließenden "Softly and gently" live geklungen haben muß. Der Todesengel (oder wie übersetzt man auf deutschen Covern den "Angel of Agony"?) wird von Marian Nowakowski sonor gestaltet; es ist ja nur eine sehr kleine Partie. Überragend wirklich John Vickers.
    Über das Orchester der RAI kann man angesichts der klanglichen Mängel der Aufnahme nur sehr wenig sagen, ebenso wage ich erst einmal keine Aussage über Barbirollis Dirigat - dazu muß ich eine andere Aufnahme zum Vergleich hören. Insgesamt hat die CD zum Kennenlernen ausgereicht; jetzt muß eine der oben beschriebenen Aufnahmen zusammen mit dem Klavierauszug für ein substantielleres Urteil sorgen.


    Auf der CD ist übrigens noch angefügt die Berlioz'sche Symphonie fantastique unter Barbirolli mit dem Hallé-Orchester vom 2. Januar 1947. Der Klang ist da bald besser als 10 Jahre später aus Rom.


    Grüße!


    Honoria

    "...and suddenly everybody burst out singing." (Busman's Honeymoon)

  • Kennt jemand die Einspielung von Mark Elder und dem Hallé Orchestra?

    Die Solisten - Alice Coote, Paul Groves, Bryn Terfel - klingen ja sehr vielversprechend...

    "Nichts gleicht der Trägheit, Dummheit, Dumpfheit vieler deutscher Geiger."


    Max Bruch (1838-1920)

  • Sir Colin Davis’ Einspielung gefällt mir recht gut. Davis hat den dramatischen Charakter des Werkes, das sich ja kompositorisch stark an Wagner anlehnt, stets im Blick, wobei auch die kontemplativen Abschnitte überzeugend umgesetzt werden. Besonders der Dämonenchor überzeugt durch seine grelle Wiedergabe. Der Berlioz-Experte Davis weiß schließlich, wie krasse musikalische Effekte auszusehen haben. Aber auch die Besetzung ist recht luxuriös. Davis Rendall als Gerontius wäre vielleicht nicht meine erste Wahl gewesen (sein Vibrato wirkt mir bisweilen etwas sehr forciert), aber dennoch gibt er dem Gerontius ein gut erkennbares Gesicht. So schafft es Rendall dessen Fragen, Ängste und Hoffnungen, später die Gleichmut seiner Seele schlüssig wiederzugeben. Alastair Miles ist einer der besten Bässe, die gegenwärtig im Königreich zu haben sind. Starke Stimme, dennoch flexibel, sehr textverständlich und nicht so mulmig, wie es die Bässe früherer Generationen oft waren. Besonders seinen „Angel of Agony“ finde ich sehr beeindruckend. Auch Anne Sofie von Otters Engel ist so richtig etwas für das verwöhnte Ohr und sie kann problemlos mit Janet Bakers Darstellung der Partie mithalten. Nur im „Softly and gently“ will der Funke nicht so recht überspringen, was aber nicht so sehr an von Otters Gesang liegt, sondern an der Tatsache, dass Sir Colin hier extrem langsam schlägt und den Liedcharakter des Stückes völlig überdehnt. Was hier wohl tiefempfunden sein soll, ist am Ende lediglich etwas zäh.


    Hallo Wolfgang,


    ich hatte das Glück, einem der Konzerte beizuwohnen, anlässlich derer die Aufnahme produziert worden ist: Davis Rendall ist sehr kurzfristig für den eigentlich vorgesehenen Ben Heppner eingesprungen, auf den ich mich hier sehr gefreut hatte, der aber leider erneut seiner 'Absageritis' erlegen war. Meine Erinnerungen an diesen wunderbaren 'Gerontius' werden deswegen auch von Alastair Miles und Frau von Otter und den eher langsameren Tempi geprägt.


    Allerdings habe ich zuletzt einen noch etwas überzeugenderen LIve-Gerontius erlebt: da hat Simon Rattler mit lokalen (Wiener Philharmoniker und Chor des Musikvereins) und mitgebrachten Kräften (Magdalena Kozena mit ihrer kleinen Stimme) eine sehr ausdifferenzierte und ungemein bewegende Aufführung gezaubert. Man war stolz, dass es erst die dritte Aufführung der WP war, nach einer schnellen Aufnahme des Stücks ins Konzertprogramm gab es lediglich einen Gerontius in den späten 1970'ern in Wien. Offensichtlich ist hiervon keine Aufnahme erschienen.... Dabei hat sich auch Toby Spence als Einspringer in der Titelrolle sehr achtsam geschlagen.


    LG Benno

    Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)

  • Kürzlich erschienen:



    Edward Elgar: The Dream of Gerontius, op. 38


    Paul Groves - Gerontius
    Sarah Connolly - The Angel
    John Relyea - The Priest, The Angel of the Agony


    Staatsopernchor Dresden
    Staatskapelle Dresden


    Sir Colin Davis


    Profil. Edition Günter Hänssler. Vol. 37. PH12017


    Elgars bedeutendstes Werk für Soli, Chor und Orchester „The Dream of Gerontius“ erlebt gegenwärtig einen Populariätsschub. Nicht nur, dass das Werk immer häufiger auch im deutschsprachigen Europa live zu hören ist. In den letzten Wochen sind auch binnen verhältnismäßig kurzer Frist vier Veröffentlichungen des Werkes auf Tonträger erschienen: eine Neuaufnahme unter der Leitung von Sir Andrew Davis (Chandos), eine weitere Neuaufnahme unter der Leitung von Edo de Waart (Pentatone), das russische Label Melodya hat den berühmt-berüchtigten Svetlanov-Mitschnitt des Moskauer Konzertes aus dem Jahre 1986 nun auf CD herausgebracht und schließlich ist bei Profil Hänssler eine weitere Neuaufnahme des Werkes erschienen. Hierbei handelt es sich um den Mitschnitt des Dresdner Palmsonntagskonzertes vom 28. März 2010 unter Leitung von Sir Colin Davis.


    Trotz der mittlerweile großen Konkurrenz darf man sich darüber freuen, dass dieser Mitschnitt nun vorliegt, ist er doch ein Zeugnis einer wirklich gelungenen Interpretation von Elgars oratorischem Meisterwerk. Zudem erlebt der audiophile Hörer hier auch ein Klangfest, und zwar nicht nur wegen der hochkarätigen Solisten und des hervorragenden Staatsopernchors Dresden, sondern speziell wegen des wunderbaren Elgar-Tons, den die Staatskapelle Dresden unter Sir Colin Davis Leitung entwickelt. Wagners Wort von der „Wunderharfe“: hier muss es berechtigterweise wieder einmal fallen.


    Schon das Prelude klingt so ausgesprochen gut, dass man es gleich mehrmals hintereinander hören möchte. Herrlich gelingt der an Wagners „Parsifal“ gemahnende Beginn, der genau so „mistico“ klingt, wie es von Elgar notiert ist. Enorm spannungsvoll bauen Davis und „sein“ Orchester das erste große Forte („appassionato“: 3 Takte vor Ziffer 6) auf, nur um kurz darauf (Ziffer 7: sostenuto) in jene geheimnisvolle Stimmung zurückzusinken, die bereits hier entsprechende Momente der Zweiten Symphonie vorwegnimmt. Davis’ Tempo ist insgesamt ruhig, seine Rubati sind organisch, der Atem groß und tragend. Doch nicht nur das Prelude zeigt die Qualitäten des Orchesterspiels auf. Die glänzenden Momente sind nicht nur Legion, sie vereinen sich im Grunde zu einem 94 Minuten lang währenden, herrlichen Dauerzustand. Viel plastischer kann man den Orchestersatz des Werkes sicher nicht spielen.


    Auch die Solisten sind (fast) rundum überzeugend.


    Die Partie des Gerontius, vielleicht die anspruchvollste englische Tenor-Partie vor Benjamin Brittens Peter Grimes, übernahm bei diesem Konzert der Amerikaner Paul Groves, den man in dieser Rolle auch auf Sir Mark Elders Aufnahme aus dem Jahre 2008 hören kann. Groves bringt eine für diese Partie fast ideale Stimme mit: klar, auch in der Höhe frei, mit Glanz und Durchschlagskraft. Sein Timbre erinnert in kraftvollen Momenten an Robert Tear, in zurückgenommenen an Anthony Rolfe Johnson. Insgesamt liefert er eine höchst erfreuliche Gesangsleistung ab. So gelingt ihm das (von Davis recht flott genommene) „Sanctus fortis, Sanctus Deus“ ausgesprochen zupackend, und auch der große Moment „Novissima hora est!“ klingt in seiner Entrückung wahrlich wunderbar. Wenn man auf hohem Niveau jammernd Kritik anbringen kann, dann dort, wo es sich um die Charakterisierung des Gerontius und die Zeichnung seines Erlebens vom Tode bis hin zur Aufnahme seiner Seele bei Gott dreht. Denn Groves verlässt sich bisweilen etwas zu intensiv auf die Qualitäten seiner Stimme und vergisst darüber die Arbeit am Text. Vergleicht man seine Darstellung beispielsweise mit den an Intensität und Textdeutung kaum zu überbietenden Darstellungen Nicolai Geddas (bei Boult) oder Anthony Rolfe Johnsons (bei Handley), dann wird deutlich, dass Groves das, was er da singt, eben singt und nicht so recht durchleidet, nicht wirklich durchlebt. Deutlich wird das besonders im zweiten Teil, wo es schon ziemlich hölzerne Momente gibt, wo Überrauschung, Enthusiasmus und Ehrfurcht ein wenig fehlen („I went to sleep and now I am refreshed“ / „It is am member of the wond’rous beings“ / „Take me away“).


    John Relyeas bringt einen kraftvollen und recht dunkel timbrierten Bass mit, der sowohl für die Partie des Priesters als auch des „Angels of the Agony“ geeignet ist. Doch überzeugt seine Darstellung nicht aufgrund von Klang und Kraft, sondern – gerade in der dramatisch-expressiven Rolle des Todeengels – durch die differenziert-expressive Gestaltung.


    Sarah Connolly ist seit einigen Jahren bestens im Elgar- und ganz besonders im Gerontius-Geschäft. Ihre warme Stimmfärbung prädestiniert sie geradezu für die Rolle des Engels. Leider scheint sie hier technisch nicht ganz so gut eingefangen worden zu sein, denn speziell im tiefen Register fehlt da immer wieder einmal die Tragfähigkeit, die Fülle des Klanges, wie man sie beispielsweise in Sir Andrew Davis’ Studioaufnahme (Chandos) von ihr hören kann. In ihrer Zeichnung der Rolle bewegt sie sich eng an Dame Janet Bakers für viele Hörer idealtypische Zeichnung, wobei sie diese nicht kopiert, sondern immer wieder ganz eigene Facetten aus der Partie herausarbeitet. Doch wie bei ihrer großen Vorgängerin ist ein freundlich zugewandter und kein unnahbarer Engel, den sie entwirft. Und so geht besonders ihr „Softly and gently“ (das von Davis wie auch schon in seiner älteren Aufnahme ziemlich langsam genommen wird) unmittelbar zu Herzen. Man kann postulieren: Elgar hätte es sicher gefallen.


    Schlussendlich ist auch der Staatsopernchor Dresden (Einstudierung: Pablo Assante) ein echtes Glanzlicht dieser Aufnahme. Nicht nur, dass das Ensemble einen vorbildlichen Chorklang ohne jegliches Missverhältnis mitbringt, er verfügt auch über eine enorme dynamische Bandbreite und artikuliert in jeder Hinsicht hervorragend. Kaum ist es möglich, besonders gut gelungene Momente aus dem Ganzen herauszuheben. Herrlich gelingt schon der Einsatz des „Kyrie eleison“ im zartesten Piano, vollkommen verinnerlich, an die Welt der musikalischen Renaissance erinnernd. Wunderbar differenziert wird der Chorsatz „Be merciful“ vom Text her gestaltet, der Litaneigesang „Noe from the waters“ versetzt den Hörer geradzu unmittelbar in einen Gottesdienst, der Chor der Dämonen („Low born clods of brute erath“) wird in seiner expressiven Grelle vorbildlich umgesetzt, der Frauenchor der „Angelicals“ klintgt wie aus höheren Sphären und das „Praise to the Holiest“ ist kaum festlicher denkbar. Eine ausnahmslos hervorragende Leistung.


    Sir Colin Davis Lesart des Werkes zielt auf eine möglichst dramatische Gestaltung der Partitur, ohne dabei plakativ oder oberflächlich zu wirken. Sein Ziel ist es vielmehr zu versuchen, Nähe zwischen dem Komponisten und den Hörern seiner Musik herzustellen. „Elgar hat sich nie gescheut, sehr persönliche Musik zu schreiben – manchmal ist seine Musik schon fast zu intim, und man ist verblüfft, wie nah man ihm eigentlich kommt“ hat Davis in einem im Beiheft abgedruckten Interview gesagt. In seiner Lesart nun ist dieser Annäherung kein zufall, sondern Programm. Der Versuch zu zeigen, dass die symbolische Figur Gerontius den Komponisten Elgar und den Hörer einander in ihrem Menschsein nahe bringt und verbindet, ist ihm mit dieser Aufführung voll und ganz gelungen.


    Das Booklet bringt den kompletten Text des Werkes, eine solide Einführung von Wolfgang Stähr und ein Interview mit Sir Colin Davis.


    :wink: Agravain

  • Ich kenne leider nur die Hickox Aufnahme. Unter ihm auch die Apostel, welche ich viel lieber höre als den Gerontius. Auch da werde ich mir mal die Interpretationen vergleichen (Spotify hilft da ungemein, fehlt nur noch die Zeit :S )


    Beim Durchstöbern bin ich noch auf die folgenden Einspielungen gestoßen, wenn die noch jemand kennt freue ich mich auf eine kurze Besprechung! DANKE.



    Je niedriger der Betroffenheitsgrad, desto höher der Unterhaltungswert!

  • Live natürlich auch toll....!


    "http://bachtrack.com/de_DE/concert-listing/alfred-fischer-halle/elgar-the-dream-of-gerontius/13-june-2015/20-00"




    Die Solisten sind leider noch nicht bekannt, die Chöre kommen aus GB


    Kathedralchöre aus Gloucester, Worcester und Hereford
    Frank Beermann, Leitung





    Nachtrag:
    Janina Baechle, Sopran;
    Niclas Oettermann, Tenor;
    Renatus Meszár, Bass;


    "http://www.nwd-philharmonie.de/konzerte/"




    Eine Woche später spielt Johannes Moser das Elgarsche Cellokonzert...*seufz*

    Je niedriger der Betroffenheitsgrad, desto höher der Unterhaltungswert!


  • Auch mit Besprechungen ist das zeitmäßig ja so eine Sache...


    Darum nun zwei Ultrakurzrezensionen: beide angefragten Aufnahmen gehören meines Erachtens nicht in die erste Reihe. Ashkenazy nicht, weil die Titelpartie für Mark Tucker doch eine Nummer zu anspruchsvoll ist. De Waart nicht, weil er keinen dramatischen Funken aus der Partitur schlagen kann. Vom Solistentrio schweige ich höflich. Vielleicht mal mehr, wenn es die Zeit erlaubt.


    :wink: Agravain

  • Danke vielmals vorab, Agravain!




    P.S. Was für tolle Hunde auf dem Avatarbild :)

    Je niedriger der Betroffenheitsgrad, desto höher der Unterhaltungswert!

  • Diese Aufnahme von 1945 war mal der 'Goldstandard'. Da ich das Werk nicht oft höre, und bei den späteren Aufnahmen, die ich kenne, die Stimmen gerade mit Heddle Nash und Gladys Ripley nicht konkurrieren können, bin ich es zufrieden. (Das Cello-Konzert habe ich öfter gehört).


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"